Dienstag, 31. Juli 2012

Spätzle mit Pfifferlingen (Variante: Käs´-Spatzen)

Spätzle waren etwas, an das ich mich lange Zeit nicht rangetraut habe. Jeder Veganer kennt das! Es gibt gewisse Heiligtümer kulinarischer Art, vor denen man in Ehrrerbietung erzittert..., bis man´s einfach macht! Kichererbsenmehl als Bindemittel kannte ich schon, und von daher lag es nahe, das auch hier auszuprobieren. Und das Ergebnis bestätigte mal wieder: Vegane Varianten sind keine Alternativen, sondern vollwertige Hauptgerichte, die in vielen Fällen - wie in diesem auch - schmecken wie das Original, das bekanntermaßen mit Ei hergestellt wird.


Zutaten für 2 Spätzleesser:
180g Vollkornmehl
2 Eßl. Kichererbsenmehl
ca. 200ml Wasser
Prise Salz
Muskat
1/2 Teel. Kurkuma
Pfeffer
200g Pfifferlinge
2 Lauchzwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
französische Kräuter
1/2 Peperoni
Salz
Öl zum Anbraten

Zubereitung: 
Spätzle: Die ersten 6 Zutaten miteinander verrühren, bis der Teig Blasen wirft. Dann etwas ruhen lassen. Währenddessen in einem hochen Kochtopf Wasser zum Kochen bringen.

Pfifferlinge: Während du auf das Salzwasser wartest, kannst du die Pfifferlinge putzen, die Lauchzwiebeln in Ringe schneiden, und den Knoblauch, sowie die Peperoni fein hacken. Alles miteinander in der Pfanne anbraten und würzen. Dann vorerst beiseite stellen.
Spätzle: Den Teig über einen Spätzlehobel oder durch eine Kartoffelpresse ins gesalzene kochende Wasser geben. Die Spätzle sind gar, sobald sie hochsteigen, was sehr schnell passiert. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in ein Sieb geben. So weiter fortfahren, bis der Teig verbraucht ist.
Dann die Spätzle zu den Pfifferlingen geben und anbraten. Wenn der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist, salzen, pfeffern und mit den französischen Kräutern abschmecken.

Variante: Käs´-Spatzen
Auch wenn eine Schwäbin mich korrekterweise belehrt hat, dass die Art Spätzle, die ich da mache, eigentlich Knöpfle heißen: Für mich bleiben es Spätzle, so wie ich sie in meiner Münchener Zeit kennen gelernt habe!;-) Für Käs´-Spatzen brät man die fertigen Spätzle in reichlich Öl/ veganer Magarine an. Sind sie braun genug, kommen Röstzwiebeln, ein guter Schuss Soja Cuisine (vegane Sahne aus dem Supermarkt oder Bioladen) und noch etwas Salz hinzu, sowie reichlich Wilmersburger Pizzaschmelz (Onlineversand). Oder man stellt selbst rechtzeitig veganen Schmelzkäse nach diesem Rezept her! Wenn der Käse geschmolzen ist, die Spätzle heiß mit einem einfachen grünen Salat servieren!

Tipp:
Es empfiehlt sich die Spätzle etwas früher vorzubereiten und ausdämpfen zu lassen, bevor man sie anbrät. Wird sonst leicht ne batzige Angelegenheit! ;)

Montag, 30. Juli 2012

Grünes Curry Indian Style

Neue Gewürze und ein neues, indisches Kochbuch ergeben Chaos in der Küche!^^ Nachdem ich Letzteres letztlich in die Ecke gepfeffert habe und jetzt endgültig weiß, dass ich es hasse, nach festen Rezepten zu kochen, wurde aus dem Krampf wieder das, was ich am Kochen so liebe: Ausprobieren und neue kulinarische Welten entdecken! :-)
Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, habe ich Galiamelone reingeschnibbelt. Das war aber ein geschmacklicher Reinfall (kommt vor). Deswegen habe ichstattdessen im Rezept Kiwi bzw. Nektarine angegeben. Da weiß ich 100%, dass es gut harmoniert und schmeckt.
Wie ihr der Zutatenliste entnehmen könnt, hab ich dieses Mal sehr, sehr tief ins Gewürzeregal gegriffen. Es geht auch viel simpler: Neben Gemüse gelbe oder grüne Currypaste, Kokosmilch, Zwiebel, Knoblauch, frischen Koriander, wer mag noch etwas frischen Thai-Basilikum und Kaffir-Limettenblätter in den Wok hauen - und der 7. Himmel ist offen! :-)


Zutaten für 4 Portionen:
180 g Rettich
1 Brokkoli
2 Nektarinen oder 2 Kiwis
3 Lauchzwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 Teel. gelbe Currypaste
1 Dose Kokosmilch
100g Sojaschnetzel (Bioladen/ Edeka/ Kaufland)
Gemüsebrühe
1 cm frischer Ingwer
1 Handvoll Curryblätter, getrocknet
1 Dose Kokosnussmilch (400 ml)
6 Eßl. Sojajoghurt (oder mehr Kokosmilch)
2 Teel. Graham Marsala
1 Teel. Zucker
1 Teel. Kurkuma
1 gute Messerspitze Kreuzkümmel
1Teel. Koriander
½ Teel. Sambal Olek
3 Pimentkörner, grob gemörsert
Muskatnuss, grob geraspelt
Salz
Pfeffer
(Soja-) Öl zum Anbraten
frischer, gehackter Koriander nach Belieben

Zubereitung:
Sojaschnetzel nach Packungsanweisung 10 min. in Gemüsebrühe, aufgekocht, einweichen. In der Zeit Brokkoli in kleine Sträußchen, sowie Rettich und die Nektarine/ die Kiwis in mundgerechte Stücke schneiden. Lauchzwiebeln klein schneiden, Ingwer und Knoblauch durch die Presse geben.
Sojaschnetzel gut ausdrücken und gemeinsam mit dem Gemüse, den Lauchzwiebeln, dem Ingwer und dem Knoblauch anbraten, gefolgt von der Currypaste. Alle Gewürze (inkl. Curryblätter, Zucker, Salz und Pfeffer) hineingeben und kurz mitanbraten. Kokosmilch dazugeben und ca. 10 Min. bei mittlerer Hitze garen. Zum Ende für etwa fünf Minuten auf niedrigeste Stufe stellen und die Nektarine bzw. die Kiwis mitgaren. Am Ende nochmals kräftig und leicht-scharf abschmecken und die Kokosflocken und den Joghurt unterrühren. Frischer Koriander war nicht im Hause, schmeckt aber sicher gigantisch darin.;-) Mit Reis, Dinkel wie Reis oder – wie wir – Ebly-Weizen dazu servieren.


Tipp:
Lasst euch von den Gewürzen nicht abschrecken. Weniger geht durchaus auch (s. Eingang). Wer ein Gewürz nicht kriegt, lässt es weg. Und spielt mit den Zutaten: Fast alles kann, nichts muss! Keine Dogmen bitte in der Küche (oder sonst wo!^^)!

Sonntag, 29. Juli 2012

"Und? Geht´s dir jetzt besser?

Die o. g. Frage bekomme ich nicht selten gestellt. Und so saß ich heute morgen mit Schatzi bei Ostfriesentee zusammen, und wir haben überlegt, nochmals die Entwicklung Revue passieren lassen. Und ja: Uns geht´s besser. Uns sind eine ganze Latte an Dingen eingefallen, die sich zum Positiven hin entwickelt haben, auch wenn sie zum Teil scheinbar nichts mit der veganen Lebensweise zu tun haben, sich aber durch die Beschäftigung mit der Thematik ergeben haben... Die Dinge greifen nun mal ineinander, ergeben sich aus dem jeweiligen ersten Schritt.
Den meisten Veganern fallen nicht wenige Argumente ein, wenn es um die Begründung ihrer Lebensweise geht. Aber was hat sich wirklich positiv für sie, für euch, für mich verändert? 
Der Frage bin ich nachgegangen und hab´ einfach mal runtergeschrieben, was mir so dazu einfiel. Und das war nicht wenig! Und es hat gut getan, mir das alles nochmals vor Augen zu führen - nicht als Selbstbeweihräucherung, sondern als Rückversicherung und Selbstüberprüfung!:-)
Und ich bin sicher! Euch fällt noch einiges zusätzlich ein, wenn ihr bei euch schaut. Mich würde interessieren: 

Mit welchen positiven Veränderungen ist die Umstellung bei euch verbunden (gewesen)?

Hinterlasst eure Antwort doch, wenn ihr mögt, hier als Kommentar und damit öffentlich. Und weist gerne in anderen Gruppen auf diesen Eintrag hin! Dann haben auch noch Andere etwas davon, die sich fragen, "was man eigentlich davon hat, vegan zu leben!"

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Hier nun meine Liste: (mir fällt bestimmt noch mehr ein...)

Ich ernähre mich bewusster.
Ich kaufe gezielter ein.
Ich weiß mehr über das, was in Essen, Kosmetika und Haushaltsreinigungsmittel drin steckt.
Ich komme morgens problemlos aus dem Bett.
Ich koche und esse vielfältiger, besser und leckerer als vorher
Ich lerne ständig neue Lebensmittel, Gewürze und Rezepte kennen.
Ich bekomme ständig neue Impulse und werde zum Impulsgeber.
Ich fühle mich fitter und leistungsfähiger – mental wie auch körperlich.
Ich habe keine Verdauungsbeschwerden, Magenschmerzen und Blähgefühle mehr.
Ich fühle mich mehr verbunden mit allem, was ist.
Ich habe auch global das Gefühl, einen Beitrag leisten und etwas bewegen zu können: für die Umwelt, Mensch und Tier, die kommenden Generationen.
Ich lerne immer wieder neue tolle Menschen kennen.
Ich mache viel mehr selbst und werde so unabhängig von dem, was der Markt hergibt.
Dadurch gebe ich weitaus weniger Geld aus, wenn ich nicht gerade meiner Leidenschaft fröne und tolle neue Gewürze ausprobieren muss.
Ich fühle mich selbstbestimmter.
Ich habe das Gefühl, meinen Idealen von Mitgefühl, Verbundenheit und Liebe mehr gerecht zu werden.
Ich erlebe noch mehr das Gefühl von Begeisterung, Freude und Liebe.
Ich erlebe tagtäglich, dass es so viele, tolle Alternativen gibt zu Produkten, die mit tierischen Bestandteilen bzw. auf der Basis von Tierversuchen hergestellt werden.
Ich erfahre täglich, dass es einfach ist, vegan zu leben.
Ich erlebe tagtäglich, dass vegane Lebensweise nicht auf mangelorientiertem Verzicht beruht und Alternativen/ Ersatzprodukte keinen unangenehmen Beigeschmack haben.
Ich habe ein besseres Sättigungsgefühl.
Ich bekomme täglich die Chance zu üben und mich dennoch mit dem Warum meiner Lebensweise auseinanderzusetzen.
Ich bin kreativer.
Ich fühle mich weniger fremdbestimmt und weiß, dass ich -im Rahmen gewisser Vorgaben- die Wahl habe.
Ich bin geistig wacher und präsenter.
Ich achte mehr auf Nachhaltigkeit: Bio, Fair trade und regionale Produkte sind keine Fremdworte mehr.
Ich habe kein nagendes, unterschwelliges Gefühl von Hunger mehr zwischen den Mahlzeiten.
Ich fühle mich mehr im Reinen mit mir!
Ich ernähre mich nicht mehr von Fertigprodukten.
Ich kenne Bioläden von innen und finde mich in ihnen zurecht!
Ich achte noch bewusster darauf, nicht als Bessermensch aufzutreten, sondern offen zu bleiben und dennoch meine Lebensweise für mich zu praktizieren.
Ich kann andere Menschen mehr lassen, auch wenn sie einen anderen Weg gehen,
Ich trinke mehr Tee und mindestens das Dreifache insgesamt.
Ich nehme fast nur noch Vollkornprodukte.
Ich trinke jeden Tag selbst gemachte Smoothies.
Ich habe gelernt, dass man so gut wie alles veganisieren kann und dass es nicht wie Ersatz schmeckt.
Ich achte mehr darauf, weniger Müll zu produzieren und benutze mehr recyclebare Alternativen.
Mein Wasserverbrauch ist gesunken.
Ich kümmere mich viel besser um meine Pflanzen – die Armen wurden früher oft ertränkt oder waren oft kurz vor dem Verdursten.
Ich habe diesen Blog ins Leben gerufen! <3
Ich habe noch nie so viele unterschiedliche, frische Sachen gegessen wie als Veganer.
Ich ernähre mich fettärmer und insgesamt vollwertiger und gesünder.
Ich bin experimentierfreudiger geworden.
Ich habe gelernt, dass die vegane Lebensweise weder langweilig noch teuer ist, wenn man vieles selber macht.
Ich mache unsere Aufstriche größtenteils selbst.
Ich schmeiße weniger Lebensmittel weg, da ich sie anderweitig verarbeite (Smoothies), einfriere oder verschenke!
Ich erlebe tagtäglich eine immense Hilfsbereitschaft und einen positiven Zusammenhalt mit Gleichgesinnten!
Ich bin auch sportlich gesehen leistungsfähiger!
Ich nehme wahr, dass die vorgenommenen Veränderungen mit Leichtigkeit geschehen.
Ich registriere, dass mir alle möglichen relevanten Informationen zufliessen.
Ich habe die Saitandiva bezwungen!^^
Ich backe Brot jetzt nur noch selbst und das regemäßig einmal die Woche!
Ich achte mehr auf Vorratshaltung und spare so Energie.
Ich kaufe inzwischen (meistens^^) mit Einkaufszettel ein!
Wir ernähren unseren Kater mit hochfertigerem, tierversuchsfreiem Futter.
Ich nehme mir mehr Zeit für mich, für Meditation und für Stille.

... to be continued! ;-)

edit vom 30.07.2012:
Diese Aufstellung basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen. Es bedeutet nicht, dass es jedem anderen Menschen auch so ergeht oder er umgehend eine Verbesserung der eigenen Lebensqualität verspürt. Manchmal dauert es etwas, oder es kommt zu sogenannten Erstverschlimmerungen und/ oder Entgiftungserscheinungen. Und nicht jedem tut die Umstellung rein körperlich oder psychisch gut, wenn ich auch keinen Veganer persönlich kenne, dem es schlecht ergangen ist, so dass ich nicht beurteilen kann und mag, warum das bei ihm so war!

Das hier sind also keine Heilsversprechen, sondern "nur" meine eigenen Erfahrungen, ergänzt durch unzensierte Kommentare, die allesamt veröffentlicht wurden! :-)


Zum Weiterlesen:
Und sie lebte - natürlich ethisch korrekt - glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende... Oder doch nicht?  

Schatzis tödliches Chili

Normalerweise bin ich ja der dominante Part in der Küche, während Schatzi schnibbelt und mir zuarbeitet!^^ Aber Chili war schon immer seine Domäne, und so ist diese vegane Variante entstanden. Jedes Mal fragt er sich, ob es nicht dieses Mal doch zu scharf geraten ist!;-) Nein, Schatzi, dein Chili ist genau richtig! Rezepte für Chili gibt es wie Sand am Meer! Aber egal!^^ 



Zutaten für 2-3 Portionen:
1 Paket Tofu, naturell
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 Dose Kidneybohnen
1 Dose (425 ml) gehackte Tomaten
1/3 Tetrapack (425ml) passierte Tomaten
1 kleine Dose Mais
2 Tomaten
1 kräftiger Eßl. Tomatenmark
1 kräftiger „Schwupp“ Curryketchup
scharfe Paprika
Paprika, edelsüß
Pul Biber (türkische Paprikagewürzmischung)
Tabasco
Gemüsebrühe
soviel Wasser, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist
Rauchsalz
Pfeffer
Sambal Olek
Ölivenöl zum Anbraten

Zubereitung:
Den Tofu mit einer Gabel zerdrücken bzw. mit den Fingern klein bröseln. In reichlich Olivenöl 5 Minuten anbraten, gefolgt von Zwiebel und Knoblauch, beides klein gehackt, für nochmals 5 Minuten. Anschließend das Tomatenmark, den Curryketchup, die gehackten und passierten Tomaten, sowie den Mais und die Kidneybohnen dazugeben. Mit den Gewürzen scharf-feurig abschmecken, sowie hinreichend Wasser aufgießen und einige Zeit (kann ruhig ne halbe Stunde sein oder länger, muss aber nicht – je nach Hunger^^) bei niedriger Temperatur garen, damit sich die Gewürze entfalten können. Zum Ende die gehackten Tomaten für 1-2 Minuten im Chili erhitzen. Alles nochmals nach Geschmack scharf abschmecken. Mit Brot servieren!



Samstag, 28. Juli 2012

Buchempfehlung: Vegan for Fun - Vegane Küche die Spass macht

Vegan for Fun: Vegane Küche die Spass macht*

Ja, Attila Hildmann ist umstritten. Und: Ich liebe sein Kochbuch! Warum? Es beinhaltet junge Küche: raffiniert, aber nicht zu schwierig in der Umsetzung, wenn man auch für manche Gerichte ein wenig mehr Zeit für die Zubereitung benötigt. Und egal, was man ihm als Person vorwerfen mag (keine Lust, das hier näher zu erörtern*g): Er ebnet so manch einem den Weg dahin, sich der veganen Thematik zu nähern, es spielerisch anzugehen und einfach mal ein Gericht ohne tierische Bestandteile auszuprobieren. 
Bislang war es immer so, dass diejenigen meiner Fleisch essenden Freunde, für die ich etwas daraus gekocht habe, 1. begeistert waren vom Geschmack und 2. sogar das Buch direkt gekauft haben (und ich habe nichts in der Hinsicht erwartet oder bezweckt).
Das 200 Seiten starke Kochbuch, das der Vegetarierbund als "Kochbuch des Jahres 2011" ausgezeichnet hat, führt zu Beginn mit logischen Gründen und dabei ganz undogmatisch in die Thematik ein. Anschließend plaudert der Autor und angehende Physiker ein wenig aus dem Nähkästchen und spricht von seiner eigenen Entwicklung hin zur veganen Lebensweise. Es folgen leckere vegane Rezepte für Hauptgerichte, leichte Köstlichkeiten für Parties, Süßspeisen, Snacks und unterwegs. Im Schlusskapitel gibt Herr Hildmann einige Tipps, die einem den Einstieg und das vegane Leben selbst leichter machen sollen: für unterwegs und im Restaurant, beim Einkaufen und bei der Vorratshaltung.
Hildmanns Buch hat mich als Hobbyfotografin schon mal wegen der Aufmachung und der tollen Fotos begeistert, die mich sehr an die Kochbücher von Jamie Oliver erinnern, nur dass sie natürlich veganen Inhalts sind.;-) Aber die Fotos allein machen natürlich kein gutes Kochbuch aus. Mir gefällt zum weiter seine nicht-moralisierende Vorgehensweise, mit der er sich der Thematik nähert, wenngleich er durchaus die Argumente für die vegane Lebensweise darlegt. Und was natürlich bei einem Kochbuch fast das Wichtigste ist: Die Rezepte sind klasse!;-) Sie funktionieren einfach und zeigen: Veganes Essen muss nicht langweilig oder nach "Vollwertigkeit ohne Pfiff" schmecken! In diesem Buch finden sich Gerichte, die sehr an Fast Food erinnern: unsagbar fleischähnliche Burger, Pasta, Döner, Pizza und Co. Dass das nicht ungesund oder fett-triefend sein muss, zeigt der Autor hier überzeugend wie auch elegant. 

Fazit:
Junge, schmackhafte Küche - auch für Fast-Food-Liebhaber, die dennoch auf ihre Gesundheit achten wollen - ein Gewinn für mein Kochbuchregal und Schatzis Lieblingskochbuch (grad auch wegen der Fotos^^)! Klare Kaufempfehlung!*

Rauchige Kidneybohnencrème

Als wir veganes Neuland betreten habe, mussten wir uns natürlich erst mal durch all´ die leckeren (oder auch nicht so leckeren*g) Aufstriche, die der Markt so hergibt, durchtesten. Das war eine sehr spannende, wenn auch auf Dauer teure Phase, v.a. wenn man sich die Dinger zentimeterdick auf´s Brot schmiert (Ne, Schatzi?!^^)!
Google befragt, habe ich festgestellt, dass es einen wahren Fundus an Rezepten für vegane oder veganisierbare Brotaufstriche gibt: Die Versuchsküche war damit eröffnet, denn relativ schnell hat man an Sicherheit gewonnen im Umgang mit den erforderlichen Zutaten und experimentiert wild drauf los. 
Tja, und so spart man bares Geld, denn Gesamtpreis dieses Aufstrichs liegt bei etwa 70 Cent und damit deutlich unter denen im Handel. Zudem hat man immer wieder was Anderes auf dem Brot und kann den Geschmack selbst bestimmen! Und die Zeit? Knappe 10 Minuten im Schnitt (ja, ich hab´s mal spaßeshalber gestoppt) sind für uns eine lohnende Investition in das eigene Wohlbefinden.
Diese Kidneybohnencrème findet sich immer wieder auf dem Spätstücktisch und ist mit ganz "normalen" Zutaten herzustellen:

Foto: Ralph Conway

Zutaten (für 1,5 kleine Einmachgläser):
1 Dose Kidneybohnen (425 ml)
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
2 Eßl. Olivenöl
3 Eßl. Tomatenmark
1 Teel. Oregano
1 Teel. Basilikum
Rauchsalz (Supermarkt)
Pfeffer
Pul Biber nach Geschmack
Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch grob hacken (je nach Mixer/ Pürierstab) und mit allen anderen Zutaten bis auf die Gewürze in ein hohes Gefäß geben. Alles gut durchpürieren. Wer´s lieber etwas gröber mag, hört vorher auf! ;-) Gut mit Rauchsalz, Pfeffer und Pul Biber abschmecken. 

Tipp:
Einen Tag später schmeckt die Crème noch besser (Schatzi meint, da wär´ kein Unterschied!^^). Die Créme hält sich ca. 5-7 Tage im Kühlschrank (,wenn wir keine Gäste haben oder Riesenappetit). Im Zweifelsfall lieber einem lieben Menschen mit einer Portion eine Freude machen, bevor der letzte Rest im Müll landet. :-)

Durch eine liebe Bekannte kam ich auf die Idee, aus der Masse, gemischt mit ein paar Löffeln Kichererbsenmehl, Bratlinge zu machen! <3

Freitag, 27. Juli 2012

Auberginen-Lasagne

Ja, ich weiß, es ist heiß draußen! Aber ich hatte heute Bock auf Lasagne! ;-) Und die Aubergine musste weg... 
Das Rezept für den Hefeschmelz habe ich Marc Pierschels Kochbuch Vegan lecker lecker entnommen und minimal abgewandelt.


Zutaten für 2-3 Portionen:
eifreie Lasagneplatten
1 große Aubergine
1 Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
1/2 kleines Tetrapack passierte Tomaten 
1 Tomate
etwas Gemüsebrühe
etwas Curryketchup
1 Schuss Sojamilch/ -sahneSalz
Pfeffer
Oregano
Basilikum
je nach Geschmack wenig oder auch viel Pul Biber*g
Öl zum Anbraten

Zutaten für den Hefeschmelz (alternativ: Wilmersburger Pizzaschmelz, erhältlich über den Onlineversand): 
2 Eßl. Magarine
3 Teel. Mehl
1 Teel. Senf
knapp 1 Teel. Salz
etwas Kurkuma
4 Eßl. Würzhefeflocken (Kaufland/ Rewe/ Bioladen)
150 ml Wasser

Zubereitung:
Die Aubergine vierteln und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch feinhacken und anbraten. Wenn alles glasig ist, die Aubergine zufügen und mitbraten lassen. 

Währenddessen kann man sich schon mal an die Zubereitung des Hefeschmelzes machen:
Magarine schmelzen lassen. Alle anderen Zutaten bis auf das Wasser hinzufügen und aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen.

Nun wieder zu den Auberginen: Diese mit den passierten Tomaten ablöschen und mit den Gewürzen und Kräutern abschmecken. Curryketchup, Gemüsebrühe und etwas Sojamilch hinzufügen.
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Währenddessen Auflaufform einölen und, beginnend mit Lasagneplatten, abgewechselnd mit der Auberginen-Mischung, Schichten einfüllen. Mit dem Gemüse abschließen und den Hefeschmelz großzügig drüber verteilen. In den vorheizenden Ofen auf die mittlere Schiene geben und ca. 45 Minuten gold-braun und knusprig backen. Noch 5 Minuten im ausgeschalteten Ofen belassen! Guten Appetit!

Tipp:
Schmelzkäse selber machen und mal variieren! :-) Braucht aber etwas Zeit!

Donnerstag, 26. Juli 2012

Brot für jeden Tag

Seit wir auf dem Land wohnen, backe ich unser Brot nur noch selbst. Früher dachte ich, das wäre ein Heidenaufwand, bis ich´s einfach gemacht und festgestellt habe, dass es viel weniger Arbeit wie der für mich perfekte Weg zum Runterkommen ist und wirklich einfach und super-schnell geht! Mal ganz abgesehen vom Geschmack und davon, dass ich weiß, was drin ist!;-)


Zutaten für 2 Brote:
1 kg Vollkornmehl (Weizen oder Dinkel) + genügend zum Verkneten
2 Teel. Salz
1 Teel. Zucker
150 g Cashewnüsse
2 Päckchen "Backfee"-Trockenhefe (Netto) oder eine beliebige andere vegane
30 g geschroteter Leinsamen
50 g Sesamsaat
75 g Sonnenblumenkerne
750 ml warmes Wasser

Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüssel geben (am besten so eine Hefeteigschüssel mit Deckel, geht aber auch ohne) und alles mit einem Handrührer gut miteinander verkneten! Dann den Teig an der Sonne oder einem warmen Ort für 1-2 Stunden gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat! Manchmal vergesse ich das Brot, aber es hat ihm noch nie geschadet, länger zu gehen! ;-) Wenn die Geh-Zeit um ist, den Ofen auf 200°C vorheizen. Anschließend kräftig einige Minuten mit Mehl verkneten, bis der Teig nicht mehr an den Fingern kleben bleibt. Dann in zwei Portionen aufteilen und Brotlaibe formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backbech legen. Mit einem Messer 3-4 diagonale Einschnitte auf der Oberseite anbringen und die Laibe in den noch aufheizenden Ofen auf die mittlere Schiene schieben (so gehen sie noch ein wenig und ihr spart Strom). Das Brot braucht etwa - je nach Ofen - 35-45 Minuten, um fertig zu backen. Dann noch 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen belassen. Durch die Klopfprobe (es muss hohl klingen) wisst ihr, ob das Brot fertig ist!

Tipp:
Das Brot lässt sich prima portionsgerecht einfrieren und variieren: Einfach mal eine andere Nuss, Saat- oder Mehlsorte ausprobieren bzw. mischen! :-)

Mittwoch, 25. Juli 2012

Afsanehs Bratlinge

Ihr lacht mich nun sicher aus, aber ich habe gerade eine geschlagene Stunde nach einem arabischen Begriff für Bratlinge gesucht! :-D "Nomen est omen", und deswegen wollte ich einen etwas reizvolleren Namen für das heutige Produkt meiner veganen Versuchsküche. Ich bin auf alle möglichen tollen Namen gestoßen, aber auf nichts, das ich hätte adaptieren können, ohne dass ich mir die kulinarisch bewanderten Araber verärgert hätte.
Da ich mir aber nun mal in den Kopf gesetzt habe, dass ich diesem Gericht - auch was den Namen anbelangt - einen Hauch von 1000 und einer Nacht verleihen möchte, habe ich es einer ehemaligen Schulkameradin gewidmet: Afsaheh, was so viel wie "Märchen" oder "Rose der Liebe" bedeutet - ja, ist kitschig, aber egal!;-) Ich hatte heute Fernweh, und so hab ich mir mit den Gewürzen der arabischen Küche ein wenig Orient und Sehnsucht in die Küche und ins Herz geholt - wenn auch nur in Form von Bratlingen! Yummih!
 
Foto: Ralph Conway

Zutaten (für etwa 15 Stück):
100g Haferflocken, kernig
1 große Möhre
1 mittelgroße Zwiebel
1 daumengroßes Stück Ingwerwurzel
2 Knoblauchzehen
3 Eßl. Mais
1 Teel. Pul Biber (türkisches Paprikagewürz)
1 Teel. Curry
1 Teel. Kurkuma
1 Teel. Zimt
3 frisch gemahlene Pimentkörner
1 kräftige Prise frisch gemahlene Muskatnuss
1 Msp. Schwarzkümmel
Pfeffer
Salz
optional 3 Eßl. Würz-Hefeflocken (Bioladen/ Kaufland bei den Gewürzen)
200 ml Gemüsebrühe
6-7 Eßl. Paniermehl (je nachdem, wie feucht der Teig ist) und ggflls. zusätzlich welches zum Panieren
Öl zum Anbraten

Zubereitung:
Die Zwiebel fein hacken, die Möhre fein raspeln. Knoblauch und Ingwer durch die Knoblauchpresse drücken. Diese Zutaten mit den Haferflocken, dem Mais und allen Gewürzen bis auf das Salz mischen. Dann die heiße Gemüsebrühe dazu geben und alles verrühren. Paniermehl hinzufügen, salzen, vermengen und 10-15 min. quellen lassen. Der Teig sollte nun gut formbar sein, sonst noch etwas Paniermehl hinzufügen! Nun Bratlinge formen und - je nach Wunsch - in Paniermehl wenden. Im heißen Öl goldbraun braten.
Dazu schmecken Salat, Chutney, aber auch arabisch inspirierte Gemüsegerichte.

Tipp: 
Die Gewürze lassen sich natürlich variieren. Denkbar wäre auch eine italienische Variante mit Zucchini (statt Möhre) und italienischen Kräutern. Einfach ausprobieren! :-)



Buchempfehlung: Vegan lecker lecker - Raffinierte Köstlichkeiten der veganen Cuisine

Marc Pierschel (2011): Vegan lecker lecker: Raffinierte Köstlichkeiten der veganen Cuisine. Verlag: Compassion Media

Für die Meisten unter den Veganern ist dieses 100-seitige Kochbüchlein kein Novum mehr, sondern nicht selten ein alltagstauglicher Begleiter! Zu einem Preis von 7,90 € bietet es mit einer küchenfreundlichen Spiralbindung jede Menge Rezepte rund um den Tag: Ob vegane Basics, Hauptgerichte, Backwerk, Desserts oder Frühstücksideen, ob einfach oder anspruchsvoller - dieses Kochbuch ist absolut geeignet für Orientierung suchende Anfänger in der veganen Cuisine, wie auch für Fortgeschrittene, die nach Anregungen suchen und sonst freestylen wollen! :-) 
Jedem Leser wird anhand von einer einfachen Symbolik direkt klar, ob das jeweilige Rezept für Anfänger oder Fortgeschrittene und für wieviele Personen es gedacht ist. Zudem hat jedes Rezept einen Vermerk, ob die Zubereitung länger dauert oder das Gericht für die Feierabendküche geeignet ist!
Handlich, übersichtlich, unkompliziert und mit ganz normalen (!!!) Zutaten, die dennoch lecker sind, ist dieses Kochbuch das, welches ich bislang am häufigsten nutze, wenn ich nach Inspiration suche - sozusagen mein bester Freund in der Küche! Es ist eine junge, einfache und dennoch schmackhafte Küche, für die man nicht erst 20 neue Zutaten und Gewürze braucht - abgesehen davon, wenn man grad auf vegane Versionen umstellt!
Das Layout ist der einzige Minuspunkt, wenn man einen suchen will: D.h. die Photos könnten hübscher sein, doch wir haben ja alle Fantasie!;-) Und am Preis-Leistungs-Verhältnis gemessen ist "Vegan lecker lecker" absolut unschlagbar!

Fazit: Ein Buch, das in jedem Kochbuchregal Platz finden "sollte" und auch experimentierfreudige Fleischesser inspirieren kann!

Ihr wollt Vegan lecker lecker* kaufen? Wenn das über diesen folgenden Link tut, unterstützt ihr meine Arbeit, wofür ich euch sehr dankbar bin. Natürlich zahlt ihr selbst nicht mehr wie regulär! ;)


Muchas gracias!

Dienstag, 24. Juli 2012

Feierabendpfanne

Zuviel Gemüse eingekauft oder Reste von gestern übrig? Ging uns heute auch so! Und so entstand daraus diese leckere Feierabendpfanne, feurig-scharf und ganz fix zubereitet! Nichts Besonderes vielleicht, aber dafür lecker und schön zu variieren, wenn´s um die Gemüsesorten geht! :-)


Zutaten für drei Teller:
2-3 Saitanwürstchen (Bio-Supermarkt oder selbst gemacht)
150g Pfifferlinge
1/2 Zucchini
1 rote Paprika
1 Tomate
1/2 Dose Mais
2 Lauchzwiebeln
3 Knoblauchzehen
150g Vollkornpenne
1/2 Hand voll Johannisbeeren (Schatzis Idee^^)
Gemüsebrühe
Curry
Paprika, rosenscharf
Paprika, edelsüß
Pul Biber (türkisches Paprikagewürz)
Sojasauce (ein paar sehr kräftige Spritzer)
Curryketchup (ebenfalls ein sehr kräftiger Schwupp)
3 Eßl. passierte Tomaten
Salz
Pfeffer
Kräuter der Provence
Olivenöl zum Anbraten

Zubereitung:
Nudeln in Salzwasser garen. Währenddessen Lauchzwiebeln und Knoblauch klein schneiden und in Olivenöl glasig andünsten. Nacheinander die Pfifferlinge, die klein geschnittenen Würstchen und die Paprika dazugeben und ebenfalls anbraten. Wenn die Nudeln gar sind, diese ebenfalls dazugeben. Zum Ende die klein gewürfelte Tomate, den Mais und die Johannisbeeren darin anschwitzen. Bei den Gewürzen mache ich absichtlich keine Mengenangaben. Jeder hat da persönliche Präferenzen. Ich habe nicht gekleckert mit Paprika, Curry und Pul Biber, weil wir´s einfach scharf lieben! ;-)

Montag, 23. Juli 2012

Türkische Linsensuppe

Diese Suppe könnte auch den Titel "allerliebste Lieblingssuppe" haben! Ich habe sie schon zu Omnizeiten geliebt, wenn ich beim Türken gegessen habe. Und auch wenn wir Juli haben und tatsächlich einen richtig heißen Sommertag - yippih - muss ich heute dieses Rezept einstellen. Denn Suppe kann man immer essen und ist außerdem mein Allheilmittel!

 Die Donuts neben der Suppe sind übrigens herzhafte Pizzadonuts und eine Eigenkreation von einer lieben Tauschfreundin <3

Zutaten (für 4 Personen):
2 mittelgroße Möhren
2 kleine Zwiebeln
200 g rote Linsen
200 g Soja-Joghurt
2 Knoblauchzehen
Salz
Pfeffer
Pul Biber (türkische Paprikamischung)
Zitrone
Öl zum Anbraten
1 Liter Wasser
Gemüsebrühe
Gehackte glatte Petersilie

Zubereitung:
Die Möhren, die Knoblauchzehen und die Zwiebel sehr fein würfeln und in einem Topf glasig anbraten. Die Linsen dazugeben und kurz mitbraten. Das Wasser dazugießen und bei schwacher Hitze nach Packungsanweisung und mit geschlossenem Deckel köcheln lassen (Brühe noch nicht dazugeben, denn dadurch verlängert sich die Garzeit der Linsen!). Topf vom Herd nehmen, die Linsen pürieren und den Joghurt unterheben. Mit Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe, Pul Biber und Zitrone abschmecken. Glatte Petersilie drüber streuen und noch nen Löffel Sojajoghurt drüber geben.

Yummih! :-)

Tipp: 
Saitanwurst in Stückchen schmeckt natürlich auch in dieser Suppe, die sich übrigens prima einfrieren lässt, wenn ihr tatsächlich was davon übrig haben solltet!^^

Sonntag, 22. Juli 2012

Greenies (Gemüsekekse)

Kekse aus Gemüse? Und das geht? Und die schmecken? - In allen Punkten: Ja! 
Mit diesen Keksen ist mir etwas gelungen, was ich vorab nicht erwartet hatte: Die Aufgabe bestand darin, für eine liebe Veganerin mit Ernährungsunverträglichkeiten einen möglichst gesunden, fettarmen Snack zu produzieren. Anfänglich inspiriert durch dieses Rezept habe ich also getüftelt und letztlich wider Erwarten richtig leckeren Knabberkram hinbekommen, wie bereits viele Menschen bestätigt haben! Die Empfängerin hatte sie binnen eines Tages aufgefuttert. ;-) Mittlerweile haben wir immer ein paar davon im TK-Fach. 


Zutaten für ungefähr 35 Kekse:
1 große Zwiebel
2 große Möhren
1 grüne Paprika
1 große Dose Erbsen-Möhren
1 mittlere Dose Champignons (Saft aufheben)
1 kleine Dose Mais
2 Teel. Gemüsebrühe
Pfeffer
2 Knoblauchzehen (oder 1 Teel. Knofipulver)
1 Teel. Cumin
1 Teel. Koriander (oder frischen nehmen)
2 Teel. Kurkuma
1 Teel. Zitronengras (oder frisches nehmen)
1 Päck. Backin
15 g Kichererbsenmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
1 Hand voll Sesam
wenig Öl zum Anbraten

Zubereitung:
Zwiebel, Paprika und Möhren grob würfeln und anbraten. In der Zwischenzeit alle Dosengemüsesorten im Mixer mit dem Saft der Champignos pürieren. Das angebratene Gemüse und die Gewürze dazugeben und ebenfalls pürieren. Alles in einer Schüssel mit den beiden Mehlen, dem Sesam und dem Backpulver verrühren. Der Teig sollte nicht zu flüssig sein. Mit einem Eßl. "Kekse" auf dem Backblech verteilen. Genügend Platz lassen, die gehen noch etwas auseinander. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C 35 Minuten backen. Dann noch 5 Minuten im ausgeschalteten Ofen lassen. Die Kekse sollen sich problemlos vom Blech lösen lassen, sind aber noch sehr weich. Sie härten etwas nach, sind aber als weiche Küchlein gedacht!

Die Greenies schmecken prima als Beilage zu Suppe, aber eigentlich kann man sie immer essen!:-D

Samstag, 21. Juli 2012

Buchempfehlung: Peace Food - Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt

Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt*

Alles ist Energie - diese Erkenntnis ist nicht neu und dabei alles Andere als glamour-esoterisch. Auch dass unsere Nahrung Energie bereitstellt (oder auch nicht*g), wissen wir schon länger.
In dem vorliegenden Werk legt der umstrittene, bekannte Autor und Mediziner Dahlke dar, wie der Konsum von lebendiger, aber eben pflanzlicher Nahrung nicht nur den Körper, sondern auch die Seele heilen kann. Tierische Nahrung wird in der heutigen Gesellschaft unter Aufbringung von unermeßlich viel Leid "produziert" (ja, es geht um Lebewesen!) - das dürfte jedem klar sein. Doch was da wirklich hintersteht, ist dem Einen oder Anderen möglicherweise neu.
Auch ich war schockiert, als ich mit Dahlke einen Blick hinter die Kulissen geworfen habe. Wollte ich mir das wirklich aufladen? Nach der Lektüre dieses Buches war es nicht mehr möglich, mein Gewissen zu beruhigen, indem ich mir einfach sagte: "Ich muss Fleisch, Milch und Co einfach nur alles mit dem entsprechenden Bewusstsein und der angemessenen Dankbarkeit zu mir nehmen, dann ist es in Ordnung!" - Nein, das war es für mich nicht, und für jedes Tier wäre es Hohn, so eine Aussage zu hören. Denn wir leben eben nicht mehr als Indianer und erlegen nicht jedes Tier mit einer entsprechenden Haltung von Dankbarkeit usw. (abgesehen davon, dass ich das auch nicht könnte oder gar propagiere...)!
Doch zurück zu Dahlkes Buch: In vier Kapiteln konfrontiert er den Leser mit dem Schatten der Fleisch- und Milchindustrie und zeigt auf der Basis der groß angelegten China Study die körperlichen Auswirkungen von Fleisch- und Milchkonsum auf. In einem 3. Kapitel weist er alternative Wege auf, darunter auch die vegane Lebensweise. Kapitel 4 beschließt er mit 30 rein pflanzlichen leckeren Rezepten von Dorothea Neumayr.

Dahlkes Buch ist einerseits etwas fürs Herz, andererseits aber auch für den wissbegierigen Verstand. Ich habe das Buch seinerzeit verschlungen. Es hat mir (im positivsten Sinne) Kopfschmerzen bereitet, und nicht alles habe ich mir daraus mitgenommen. Aber bei allen Vorurteilen, die Dahlke immer wieder begleiten: Ich traue jedem Leser zu, sich selbst ein Bild zu machen, selektiv zu lesen und sich das herauszusuchen, was ihn überzeugt.;-) Und davon habe ich in diesem Buch* viel gefunden! 

 Liebst, Frau Momo

Flammkuchen

Eines der ersten veganen Gerichte, die es bei uns gab, war Flammkuchen. Ich habe eine Weile rumgetüftelt, um ein möglichst originäres Rezept und v.a. einen dünnen, knusprigen Teig hinzubekommen, wie ich ihn vom Original her kenne und geliebt habe. Hier nun das Ergebnis:




Zutaten für ein Blech:
2 Eßl. Ol+ Öl zum Andünsten
125 ml warmes Wasser
1/2 TL Rauchsalz (gibt´s in jedem besseren Supermarkt)
250 g Mehl
100 g Räuchertofu, in Streifen
250 ml Sojasahne
3 Frühlingszwiebeln, in Ringen (oder normale Zwiebeln, für Original Elsässer Flammkuchen)
1/2 TL Paprikagewürz, edelsüß
1 TL Salz
Pfeffer
frische Kräuter zum Bestreuen


Zubereitung:
Backofen auf 250° C vorheizen.
Knetteig bereiten, ganz dünn ausrollen, so dass er auf dem Backblech Platz hat. Nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.
Die Sojasahne mit Paprika, Salz und etwas Pfeffer würzen und einen Teil davon auf dem Teig verteilen. Als nächstes den Teig mit Räuchertofu und den in etwas Öl angedünsten Frühlingszwiebeln belegen und die restliche Sojasahne hinübergießen. Für ca. 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben und unten backen. Nach 15 Minuten je nach Ofen die Temperatur etwas runterdrehen. Mit gehackten frischen Kräutern und einem Salat servieren! 

Wir lieben dazu ein Glas gekühlten Cidre von Voelkel (erhältlich im Bioladen).

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