Donnerstag, 30. August 2012

Vegan Wednesday 29.08.2012

Und wieder ein Vegan Wednesday. Und die Beiträge werden immer mehr! Toll, was für eine geballte Kreativität da am Start ist! :-) Immer wieder inspirierend! Dieses Mal sammelt Cara an dieser Stelle die Beiträge ein, die zeigen, wie kulinarisch vielfältig veganer Alltag ist! Am Ende der Woche werden die Beiträge samt der schönsten Fotos in pinterest zusammengefasst.

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Was gab´s also heute Leckeres bei mir?



Morgens ging es los mit Roggen-Weizenvollkornbrot mit Basilikum-Schnittkäse, Crossoverpaste und den Resten vom Tag zuvor: Tofu Köfte. Dazu gab es einen leckeren Smoothie aus Nektarine, Pfirsich, Weintrauben und Zuckeraprikosen (Ave, Smoothieerfinder!!). 


Am Nachmittag wurden die Reste von den für Cara produzierten American Chocolate Cookies samt Kräutertee aufgetischt!


Abends war dann Resteverwertung angesagt, und so entstanden Rotkohl-Grünkernbratlinge mit süß-sauer-scharfem Obsttrio.


Ach ja, und zwischendurch und immer wieder natürlich meine Leib- und Magenspeise: Möhrchen!^^

Edit vom 01.05.2017: Für mehr Inspiration schaut auf Pinterest!

Roggen-Weizenvollkorn-Brot

Ich liebe Brot-Backen. Es gehört zu den Dingen, bei denen ich froh bin, mich vom Markt emanzipiert zu haben, zumal immer wieder Berichte laut werden über äußerst fragwürdige Bestandteile, die alles andere sind als pflanzlichen Ursprungs... Gruselig, aber leider wahr! Außerdem schmeckt mir frisch gebackenes Brot einfach besser. Ich backe meist für eine Woche im Vorraus und friere jeweils die passende Menge ein. 
Bislang habe ich immer nur mit Hefe gearbeitet. Aber dank Cara konnte ich am Wochenende erstmals mit Sauerteigextrakt backen! Das wird definitiv wiederholt.


Zutaten für zwei Brote: 
700g Weizenvollkornmehl
300g dunkles Roggenmehl (1150er)
1 Prise Zucker
2 Teel. Salz
2 Päck. vegane Trockenhefe (z.B. Backfee von Netto)
1 Päck. Sauerteigextrakt bzw. 150g bereits fertiger Natursauerteig (dann aber Wassermenge entsprechend reduzieren)
30g Sesamsamen
30g geschrotete Leinsamen 
100g Sonneblumenkerne
~ 700-750ml lauwarmes Wasser

Zubereitung: 
Alles Zutaten gründlich miteinander verkneten. Dabei kann es sein, dass man noch etwas Mehl oder Wasser zufügen muss, da Teige bekanntlichermaßen leben (alte Bäckerweisheit meines Großvaters!^^) Den Teig abgedeckt zwei Stunden an einem warmen Platz gehen lassen. Dann nochmals auf einer bemehlten Fläche gründlich durchkneten. Sollte er noch zu klebrig sein, wiederum etwas Mehl hinzufügen. Dann in zwei gleich große Portionen teilen. Diese zu zwei Brotlaiben formen und auf ein Backblech geben. Diagonale Einschnitte anbringen und bei 200°C 40-50 min. backen (je nach Ofen). Am besten noch ein feuerfestes Schälchen mit Wasser unten in den Ofen stellen.

Rotkohl-Grünkern-Bratlinge mit süß-sauer-scharfem Obsttrio

Ich liebe Rotkohl! In allen Variationen. Aber aus dem popeligen Rest vom Sonntag noch mal ein eigenständiges Essen machen? Kein Problem! Schließlich wartet seit Wochen der Grünkernschrot darauf, verbraten zu werden! Und jetzt habe ich noch ne neue Leidenschaft: Grünkern - geiles Zeuch!^^


Zutaten für ~ 15 Bratlinge:
Rotkohlreste, gegart, gewürzt (bei uns waren es 170g)
125g Grünkernschrot
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Teel. vegane Gemüsebrühe (Alnatura z.B.)
1 Eßl. Bärlauch,  gerebelt
1 Eßl. Majoran, gerebelt
2 Eßl. Sesamsamen
2 Eßl. Paniermehl
3-4 Eßl. Glutenmehl (Kichererbsenmehl oder ein anderes Mehl zur Bindung geht ebenso)
Olivenöl zum Anbraten
Muskatnuss, frisch geraspelt
Salz
Pfeffer

Zutaten für das Obsttrio:
1 Pfirsich
3 Nektarinen
1/2 Mango
ca. 100ml Apfelsaft (BioBio von Netto/ Aldi ist vegan!)
1 Eßl. Agavendicksirup
1 Eßl. Zitronensaft
1/2 Teel. Zimt
1 Teel. Flower-Power-Gewürzmischung (von Sonnentor, Bioladen)
1/2-1 Teel. Chiliflocken

Zubereitung: 
1) Für die Bratlinge den Grünkernschrot mit der Gemüsebrühe und 375ml Wasser aufkochen. Dann im geschlossenen Topf bei ausgeschaltetem Herd 20 Minuten quellen lassen.
2) Derweil das Obsttrio das Obst in grobe Stücke schneiden und mit allen anderen Zutaten aufkochen und dann auf niedriger Flamme vor sich hin köcheln lassen.
3) Für die Bratlinge Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Alle Bratlingszutaten miteinander verkneten, bis ein gut formbarer Teig entstanden ist. Ist er zu weich, noch etwas Glutenmehl hinzufügen. Dann Olivenöl auf recht hoher Flamme. Jeweils einen Eßl. der Masse "abstechen", zu einem Bällchen formen und platt drücken. So mit allen verfahren und in der Pfanne knusprig braten! Am besten erst mal einen Test-Bratling machen. Falls der Teig zu bröselig ist, vor dem Braten noch etwas Glutenmehl hinzufügen.

Mittwoch, 29. August 2012

Tofu Köfte

Wer mich kennt, der weiß, dass ich an Gewürzen nicht vorbeigehen kann! Was für andere Frauen Schuhe sind, sind für mich Gewürze: mein Untergang oder eher meine Passion! Ich liebe es, mir unbekannte Schätzchen auszuprobieren und damit zu experimentieren!
Bei meinem Einkauf beim Türken heute war es also klar, dass nicht nur Yufkateig und glatte Petersilie letztlich im Einkaufskörbchen landeten, sondern eben auch ein neues Gewürz: Köfte Harçi*, ein Gewürz für Hackfleischgerichte und sicher toll für die vegane Wurstproduktion oder auch Lahmacun, so dachte ich mir.
Aber wie das so ist mit neuen Sachen: Man will sie sofort ausprobieren. Und da ich noch blauen (nein, kein Schimmel - Gott weiß, was für ein seltsamer biochemischer Prozess dahinter steckt!^^) Tofu von vorgestern hatte, durfte der auch gleich dran glauben. Nachdem ich vor Monaten bereits Tofubällchen gemacht hatte, die zwar lecker waren, aber hoffnungslos zerfallen sind, wurde heute ein neuer Versuch gestartet, der sich sehen lassen konnte! Dazu gab es Zucchini auf einem Tomatenbett.

Zutaten für 15 Bällchen:
125g Tofu
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Eßl. Olivenöl und welches zum Anbraten
1 Eßl. Tomatenmark
2 Eßl. Sojamehl (Gluten- oder Kartoffelmehl gehen ebenso!)
1 Eßl. Sesamsamen
 5-6 Eßl. Semmelbrösel (und welche zum Wenden)
(optional 2 Eß. Mais)
1 Eßl. Köfte Harçi (türkisches Hackfleischgewürz, erhältlich beim Türken^^)
1 Teel. Sojasauce
1 Teel. Chiliflocken
1/2 Teel. Agavendicksirup
eine kräftige Prise vegane Gemüsebrühe (von dm/ Alnatura)
wenn Salz fehlt: Salz;-)
Pfeffer
einige Stengel glatte Petersilie, grob gehackt


Zubereitung:
Den Tofu abspülen, gut ausrücken und mit einem Küchentuch abtupfen. Dann klein zerpflücken! Zwiebel und Knoblauch fein hacken, in Öl anbraten und zu dem Tofu geben, gefolgt von allen anderen Zutaten. Bei dem Salz und der Brühe ein wenig vorsichtig dosieren, damit es nicht zu salzig wird. Alle Zutaten gründlich zu einem gut formbaren Teig verkneten. Wenn er noch zu krümelig ist, noch ein paar Semmelbrösel oder Sojamehl hinzufügen, bis sich problemlos kleine Bällchen formen lassen. Diese unbedingt etwas festdrücken beim Formen, sonst fallen sie auseinander. Sonst, wie gesagt, zur Not noch etwas Semmelbrösel oder Sojamehl unterkneten! Die Tofu Köfte (nach Wunsch in Semmelbröseln wenden und) rundum in genügend Olivenöl knusprig-braun braten.

Varianten: 
Die Gewürze lassen sich von mediterran über asiatisch bis orientalisch beliebig variieren. Wichtig ist nur, dass etwas zur Bindung da ist (wie eben Sojamehl und Semmelbrösel)!

Montag, 27. August 2012

Basilikum-Schnittkäse

Nachdem ich nun schon ein paar Mal mit dem Käse veganese gearbeitet habe und zahlreiche Tipps als auch mein heiß begehrtes Shiro Miso bekam (Danke, Cara!), um die Ergebnisse zu optimieren, war es heute so weit: Die vegane Versuchs-Käseproduktion konnte starten. Ich habe mich dabei an einem Grundrezept aus dem o.a. Buch orientiert, aber letztlich gefreestylt!
Achtung: Beim Agar-Agar kommt es sehr auf die Marke an. Ich habe das von RUF (gut sortierter Supermarkt wie Edeka) genommen. Von dem Bio-Agar-Agar braucht man für gewöhnlich mehr! Wenn es nicht genug ist, müsst ihr beim nächsten Mal mehr nehmen. Zur Sicherheit habe ich noch Guakernmehl zur Bindung hinzugefügt (Danke für eure grundlegenden und hilfreichen Tipps, Mama Vegana! und Sigrid).


Zutaten für ein etwa 400g schweres Stück Käse:
75g Paranüsse
75g Tofu
1 Knoblauchzehe
2 Eßl. Zitrone
1 Eßl. Hefeflocken (Bioladen oder Kaufland)
1 Eßl. milder veganer Senf (z.B. Bautzner vom Netto, Kaufland usw.?)
1 Eßl. weißes Tahin (Bioladen oder gut sortierter Supermarkt)
1 Eßl. Olivenöl und welches für die Form
1 gute Hand voll frischem Basilikum
1 Teel. Shiro Miso (Asialaden)
1 Teel. Kurkuma
3/4 Teel. Salz
200ml Soja-/Reisdrink
15g Agar-Agar (Bioladen oder gut sortierter Supermarkt)
1 Teel. Guakernmehl

Zubereitung:
Die Paranüsse mit 75ml des Soja- oder Reisdrinks, dem Tofu, dem Öl und allen Geschmack gebenden Zutaten in einem guten Mixer pürieren! Bei mir gibt das immer eine Sauerei und ich muss immer wieder mit dem Flitscher alles zusammenflitschen, während Schatzi die Sauerei dann meistens aufräumen darf (Arbeitsteilung halt!^^). Alles in eine mittelgroße Schübel geben. Eine kleine Schüssel mit Olivenöl ausreiben. Dann den Soja- (oder Reis-)Drink zum Kochen bringen und das Agar-Agar einrühren. Jetzt muss mindestens zwei Minuten permanent gerührt werden, während die Masse sprudelnd kocht. Zum Schluss rühre ich das Guakernmehl rein und füge alles zur vorbereiteten Nuss-Tofu-Masse hinzu. Glatt püriert, kommt das nun wiederum in die geölte Schüssel und dann über Nacht in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag sollte der Käse fest sein und sich mit einem scharfen Messer leicht aus der Form und auf einen Teller stürzen lassen.


Sonntag, 26. August 2012

Produkttest: Vegane Entenbrustfilets (Vantastic Foods)

Auf diesen Produkttest waren Schatzi und ich wiederum sehr gespannt. Denn Ente zu Weihnachten hat bei uns Tradition, und die hätten wie auch gern beibehalten! Die vielen widersprüchlichen Rezensionen, die sich so im Netz finden, haben uns letztlich nur noch mehr herausgefordert, zumal es ja oft an einer (nicht vorhandenen) Vorliebe oder der Zubereitungsweise liegt, wenn etwas nicht schmeckt.
Durch das Beispiel einer lieben Facebookbekannten inspiriert, ausgestattet mit zahlreichen Tipps und dem Know-How aus Fleischküche-Zeiten, ging´s dann ans Werk, bzw. dem Saitantier an den Kragen.

Foto: Ralph Conway

Zu den Hard Facts: 
Die Zutatenliste bei diesem palmölfreien (yippih) Produkt ist erfreulich kurz: 
Weizengluten, Zucker, Sojasauce, Salz, Gewürze
Die Packung enthält 500g und damit 5 kleine Filets, die nach unserem Dafürhalten locker für 4-5 Personen langen, aber jeder hat ja einen anderen Appetit!;-) Das Paket schlägt mit 5,79€ bei Vegan Wonderland zu Buche, was unserer Meinung nach nicht viel ist, zumal das Original auch nicht billiger ist und wir früher ja auch nicht jeden Tag Ente hatten. Die Ente lässt sich problemlos einfrieren.
Der 1. Eindruck beim Öffnen der Packung war olfaktorischer Natur: Es müffelte - fragt mich nicht nach was! Aber das sollte wohl so sein, denn die Erfahrung hatten bereits Andere vor mir gemacht.;-) Der Anblick erinnerte zwar an ein Fleischfilet, aber der Fake war doch offensichtlich. Todesmutig ging es weiter. Die Zubereitung verlief so, wie wir Ente eben machen: Rautenförmig einschneiden, würzen, scharf anbraten und bei niedriger Temperatur weiter garen! Kein Problem! Zum ausführlichen Rezept nebst Beilagen geht´s hier
Augenfällig war ganz klar die "Haut", die sich wie beim Original während des Bratens verführeriscch kräuselte! Irre!
Dann der Geschmackstest: Die Haut reagierte auf das scharfe Anbraten ebenso begeistert, wie beim fleischhaltigen Bruder! Nichts mit Wabbel-Ekel-Gefühl! So fühlt es sich auch an, wenn man auf Entenhaut beißt - ganz klar! Auch ein fernes Entenaroma kommt beim Biss auf die Haut auf. Das Vleisch selbst empfanden wir nicht als ententypisch, wenn auch Schatzi unter kulinarischer Demenz leidet!;-) Wir haben Ente immer englisch gegessen, und das lässt sich natürlich nicht mit dem vergleichen, was wir nun zu schmecken bekamen. 
Ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht, womit es sich vergleichen lässt, aber das ist auch egal, weil es schmeckt! :-) Sogar erstaunlich gut!Schatzi erinnert es ein wenig an Hähnchenfilet mit Entenhaut!;-) Aber genug der absurden Vergleichsversuche!

Fazit: 
Dieses Vantastic-Food-Produkt kann ich ruhigen Gewissens empfehlen, auch wenn es nicht wirklich nach Ente schmeckt. Das gibt eine 1- und wird definitiv wieder gekocht: Hurra, Weihnachten ist gerettet, und unsere liebe Tradition auch! :-)

Vegane Entenbrust in Pfifferlingsauce mit Knödeln und Apfelrotkohl

Heute ist der erste richtige Herbsttag bei uns, und was lag näher, als, dem Besipiel einer Facebook-Bekannten zu folgen und die vegane Ente von Vantastic Foods zu verbraten? Schließlich ist es nicht mehr weit bis Weihnachten (*g), und unser traditionelles Heilig-Abend-Gericht musste vorab in der veganen Variante getestet werden! Genaueres hierzu im Testcenter.
Das Chaos in der Küche war dasselbe wie das beim letzten (noch fleischhaltigen) Weihnachtsfest. Danke, Schatzi, fürs Aufräumen!;-)
That´s for you, Daddy! Ich weiß, du drehst dich grad im Grabe rum!


Zutaten für 2 Personen:
Ente:
1/2 Packung vegane Entenbrustfilets von Vantastic Foods (Onlineversand)
Olivenöl zum Anbraten
Thymian
Salz
Pfeffer

Knödel:
400g Kartoffeln
4 Eßl.Kartoffelmehl
ein knapper Teel. Salz
Pfeffer
Muskatnuss, frisch gerieben
Rotkohl (reicht für 4-6 Personen - ggflls. anpassen):
1 Rotkohl
1 Zwiebel
2 Eßl. Öl
2 große Äpfel
5 Nelken
2 Lorbeerblätter
2 Eßl. Rohrohrzucker
ca 125ml Rotwein
4 Eßl. Apfelessig
2 Eßl. Apfelmus/ Apfelkraut
Salz
Pfeffer
Sauce:
200g Pfifferlinge
2 Lauchzwiebeln
2 Knoblauchzehen
Olivenöl zum Anbraten und für die Mehl"butter"
Mehl
250 ml kräftige vegane Gemüsebrühe (z.B. die von dm)
ca 4 Eßl. veganen Rotwein (z.B. Le Flou)
1 guter Schuss Cognac (z.B. Remy Martin)
Thymian
Rosmarin
4 Tropfen Tabasco
2 Lorbeerblätter
1 Teel. Sojasauce
Salz
Pfeffer
1 Teel. Agavendicksirup

Zubereitung:
1) Beginnen wir mit dem Rotkohl: Diesen putzen, vierteln und den Strunk entsfernen. In Streifen schneiden. Zwiebel würfeln und in Öl andünsten, gefolgt vom Rotkohl. Einige Minuten mitdündsten lassen. Äpfel derweil schälen, vierteln und in Scheiben schneiden. In den Topf geben und mit Essig imd Wein ablöschen. Alle anderen Zutaten hinzufügen und bei niedriger Flamme 1 Stunde köcheln lassen. Am besten schmeckt mir persönlich Rotkraut, wenn´s einen Tag vorher zubereitet und nochmals aufgewärmt wurde!
2. Für die Klöße die Kartoffeln in gesalzenem Wasser gar kochen. Abgießen, abschrecken und schälen. Durch eine Kartoffelpresse drücken bzw. mit einer Gabel fein zerdrücken. Dann mit dem Kartoffelmehl zu einem glatten Teig verkneten. Muskat drüber reiben, salzen und pfeffern! Klöße formen.
3) Die Pfifferlinge putzen. Lauchzwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken. Beides in Olivenöl anschwitzen, gefolgt von den Pfifferlingen. Dann mit dem Cognac und dem Wein ablöschen und die Brühe angießen. Lorbeerblätter ebenso hinzufügen, sowie alle restlichen Geschmack gebenden Zutaten. Aus Öl und Mehl eine "Mehlbutter" herstellen und damit die Sauce andicken (geht natürlich auch mit Speisestärke!*g). Die Sauce kräftig abschmecken und auf niedriger Flamme reduzieren/ einköcheln lassen.
4) Die Klöße in siedendem Salzwasser gar ziehen lassen. Das Wasser darf nicht kochen, sonst zerfallen die Klöße). Je nach Größe dauert das 8-12 Minuten. Wenn die Klöße hochkommen, sind sie fertig.
5) Währenddessen die Entenbrustfilets von beiden Seiten rautenförmig einritzen. Salzen, pfeffern und mit Thymian "einreiben". Olivenöl in einer Pfanne auf großer Flamme erhitzen. Die Filets von beiden Seiten jeweils ca. 2 Minuten scharf anbraten. Dann die Hitze radikal reduzieren und die Filets weiter beidseitig braten, bis die Klöße gar sind. Dann die Filets in die Sauce geben und darin ziehen lassen, bis alles fertig ist. Den Bratenfond ebenfalls unterrühren. Wem das zu fettig ist, verzichtet einfach! ;-) Dann die Lorbeerblätter entfernen.
6) Die Klöße mit einem Schaumlöffel rausnehmen und  abtropfen lassen.
7) Alles zusammen anrichten und guten Appetit!

Fazit: Weihnachten kann kommen!;-)

American Chocolate Cookies

Ihr habt vielleicht schon mitbekommen, dass ich mich gerade verstärkt mit der Palmöl-Problematik auseinandersetze. Tja, und was macht Frau ergo, wenn sie eigentlich Cookies machen will? Richtig, sie lässt die doofe palmölhaltige Magarine links liegen und nimmt Öl - in der Hoffnung, dass das gut geht... Aber wirklich gebangt habe ich dann doch nicht, denn in vielen amerikanischen Rezepten (bei Muffins z.B.) ist es ja gang und gäbe, Öl anstatt von Magarine zu verwenden. Und das Ergebnis war dann auch sehr lecker: sehr mürbe, crunchig und eindeutig salzig, was ich ja mag. Ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber wer das nicht will, lässt ein wenig von dem Salz weg!:-)



Zutaten:
200g Weizenvollkornmehl
160g Weizenmehl (550er)
200ml geschmacksneutrales Pflanzenöl (ich habe Sojaöl genommen)
100g Zucker
130g brauner Vollrohrzucker
1 Eßl. Kakao
20g Natron
1 Päck. Backpulver
1/4 Teel. Salz (oder weniger, wenn man es nicht so salzig mag)
200g vegane Zartbitterschokolade

Zubereitung:
Die Schokolade grob hacken. Alle trockenen Zutaten miteinander vermischen. Dann das Öl zugießen. Wenn der Teig zu bröselig ist, noch etwas Mehl zufügen, so dass sich kleine Kugeln formen lassen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und platt drücken. Bei 190°C ca. 12 Minuten backen. Je nach Ofen dauert es länger oder kürzer. Im Kern müssen sie noch saftig sein, am Rand leicht gebräunt. Sie müssen raus, wenn man eigentlich denkt, sie müssten noch ein wenig backen, da sie noch nachhärten. Sie sollten auf jeden Fall sofort vom Backblech runter auf eine Tortenplatte. Dabei ist Vorsicht geboten, weil sie extrem mürbe sind. Am besten ein Messer dazu verwenden!

Varianten:
1) Kakao weglassen.
2) Nüsse verarbeiten
3) Chili reinarbeiten, ;-)
4)  Weisse Schakalode Buttons (Onlineversand) verwenden
5) was fällt euch noch ein?

Freitag, 24. August 2012

Weizenmehl-Tortilla (für Wraps)

Wraps sind bei dem heißen Wetter klasse! Früher haben wir die Weizenmehltortillas immer gekauft, was 1. teurer und 2. nicht notwendig ist, weil die Zubereitung so einfach und schnell geht. Ich habe mich an Marc Pierschels Rezept aus dem Vegan lecker lecker orientiert.


Zutaten für 4 Stück:
100g Weizenmehl (550)
100g Weizenvollkornmehl
1 Prise Zucker
1 Eßl. Olivenöl
1/2  Teel. Salz
1 Teel. Backpulver
100ml lauwarmes Waser

Zubereitung:
Alle Zutaten gründlich miteinander verkneten, bis ein elastischer Teig entstanden ist. In vier gleich große Portionen aufteilen und Kugeln daraus rollen. Auf einer bemehlten Fläche mit den Händen flach drücken und dann rund und hachdünn (!) ausrollen. Eine Pfanne erhitzen und Mehl hineinstäuben! Ja, das ist richtig, mit Öl werden sie knusprig, aber sie sollen ja weich werden! Den ersten Fladen hineinlegen. Nach kurzer Zeit wenden. Wenn er anfängt Blasen zu werden und zu bräunen, nochmals kurz wenden und ziwschen zwei Tellern aufbewahren (so trocknen die Weizenmehltortillas nicht aus!) warm halten! So weiterverfahren, bis alle Tortillas fertig sind. Die letzte auch zuletzt essen, da sie dann noch etwas weicher und damit typisch-tortillamäßig wird!

Variante: 
Funktioniert auch mit jeder anderen Mehlsorte! Einfach lustig ausprobieren!;-)

Donnerstag, 23. August 2012

Vegan Wednesday - 22.08.2012

Letzte Woche habe ich das erste Mal teilgenommen am "Vegan Wednesday". Wer noch nicht weiß, um was es sich dabei handelt: hier eine kurze Einführung! Diese Woche ruft Carola von Twoodledrum alle vegan kochenden Blogger zum "Vegan Wednesday" auf! Und weil ich letzte Woche so einen Spaß dran hatte, bin ich gerne wieder dabei! 

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Und auch wenn heute Donnerstag ist, hier my personal "vegan Wednesday":


Da heute wieder die Schule losgeht und somit für mich mein gewohnter Arbeitsalltag und Zeitablauf, gab es heute ein gemeinsames Spätstück mit Schatzi: Nebst einem Smoothie aus Zwetschgen, Banane, Zitronensaft, Drachenfrucht (Memo an mich: die braucht man nicht!^^) und Ananas gab es Brote mit Crossover-Paste und Resten von Tomaten-Lauch-Pfanne vom Vortag.


Nachmittags fand wie immer das obligatorische "Ungefähr-five-o-clock-tea-Ritual" mit den genialsten Doppeldecker-Keksen mit Sanddorn-Orangencreme, die das Universum je gesehen hat des Universums statt.


Abends stand ein echter Härtetest an: Schatzi und ich haben beide Meeresfrüchte und Fisch geliebt, und Schatzi ist noch lange nicht drüber hinweg. Deswegen mussten heute die veganen Scampis von Vantastic Foods dran glauben. Mehr zum Selbstversuch hier. Erspare mir an dieser Stelle jeglichen Kommentar!^^ Das Weißbrot war übrigens cool!^^ Wird definitiv wieder gebacken!

An dieser Stelle vielen Dank an die Organisatorin der laufenden Woche! Bei Pinterest findet ihr die gesammelten Highlights aller Vegan Wednesdays! geht´s zur  Zusammenfassung aller kulinarischen Highlights! Nächste Woche sammelt dann wieder Cara von Living Lohas die Vegan-Wednesday-Beiträge! :-)

Mittwoch, 22. August 2012

Produkttest: Vegane Scampis (Vantastic Foods)

Nach unserem Besuch im Vegilicious im Zuge des Veggie Street Day 2012 fanden sich unter Anderem auch vegane Scampis wieder, auf die v.a. Schatzi sehr gespannt war.
Heute dann wurde er erhört, und ein neuer Selbstversuch wurde eingeläutet.

Vorerst zu den Hard Facts: Erhältlich sind die veganen Sacmpis aus dem Hause Vantastic Foods für 5,79 E für 300g (entsprechen in unserem Falle 11 Stück) im Onlineversand oder Supermarkt. Preislich sind sie also vergleichbar mit dem Original und als ein Besondere-Tage-Essen auch ok, wie ich finde! 
Sie sind äußerst fett- und kaloreienarm und enthalten neben Yamswurzelpulver noch Stärke, Zucker, Salz, Paprika und weitere Gewürze.
Optisch waren die Dinger schon mal ein echter Hingucker. Abgesehen von den natürlich nicht vorhandenen Därmen (danke Vantastic Foods!) sahen die die Veggie-Scampis so was von echt aus, dass ich sie während der Marinierzeit immer wieder ungläubig anstarren musste. Wirklich eine Meisterleistung und echte Food Art! Es war mich geradezu unheimlich, aber gut: Ich bin ja auch leicht zu beeindrucken. Weiter im Text:
Dank einem Vorab-Coaching von Holger Mauermann (tausend Dank!) war ich vorab schon etwas gebrieft, zumal mich die doch sehr unterschiedlichen Rezensionen im Netz etwas irritiert, aber auch angespornt hatten!
Zu der Zubereitung lässt sich sagen, dass die Scampis auf jeden Fall hinreichend mariniert und kräftig gewürzt werden sollten, damit sie auch wirklich Geschmack annehmen. Ich habe sie ungefähr zweieinhalb Stunden in Öl und entsprechenden Gewürzen mariniert, bevor es ans Garen ging. Zubereitet wurden die Scampis ganz klassisch, nämlich in Chili-Knoblauchöl. Zum Rezept geht´s hier!
Wie fühlten sich die Scampis während der Zubereitung an? Sehr, sehr echt, muss ich sagen. 
In der Pfanne habe ich sie letztlich bei sehr kleiner Flamme mit geschlossenem Deckel mehr geköchelt als gebraten, und zwar auf Stufe 3-4 (von 9) für jeweil eine Viertelstunde pro Seite.
Auf dem Teller nebst Salat und frisch gebackenem Weißbrot sahen sie wirklich zum Anbeißen aus (schon wieder dieses komische Gefühl: Die Dinger sahen einfach zu echt aus!). 
Der 1. Anschnitt: Ganz klar: keine Originale. Der 1. Happen bestätigte das. Jetzt wird es kompliziert: Die Konsistenz erinnert mich an eine dicke Variante von diesen chinesischen Muh-Err-Pilzen. Ok, ein komischer Vegleich, aber es war der beste, den ich nach minutenlangem Brüten fabriziert habe! Eindeutig kauten unsere Zähne jedenfalls nicht auf Meeresfrüchten herum. Das Problem war nur, dass ich mir noch so oft sagen konnte: "Denke nicht an Scampis!" - ich musste einfach dran denken und daran, dass die Originale eben anders schmecken - scampig halt! Die vegane Variante ist nach meinem Dafürhalten ok, aber mir fallen zig Gerichte ein, die ich ihnen vorziehen würde. Sie sind nicht schlecht, und allein als Augenweide wirklich lobenswert. Aber ich schaffe es einfach nicht, die Veggie-Scampis vorbehaltlos NICHT zu vegleichen, sie als eigenständiges Produkt zu sehen. Das gelingt mir bei so was wie Sojaschnetzel oder Ähnlichem eben schon...
Ich merke beim Essen, wie ich betont kleine Bissen nehme, viel mit Öl tunke. Hm, das Weißbrot ist sooooo lecker... Es wird ein bißchen krampfig. Sie schmecken wirklich ok, und ich würde wirklich jeden ermuntern selbst zu testen. Sie werden auch wieder auf den Tisch kommen, aber es fehlt mir neben dem Wow-Effekt eindeutig das Meerflair, das wir beim nächsten Mal mit Algenpulver versuchen werden unterzumogeln.
Ja, genau das ist es: Nicht schlimm, dass die Veggie-Scampis nicht wie echte schmecken, aber es gibt für mich eindeutig bessere Imitate, die eben auch eigenständig funktionieren, ohne im Vergleich dem Original entsprechen zu müssen (, was sie aber manchmal sogar täuschend echt tun!)!
Ja, es wird ein nächstes Mal geben - vielleicht zu Sylvester oder so, aber nicht unbedingt im nächsten Monat oder gar früher...

Fazit: Ich finde die Bemühungen um vegane Ersatzprodukte wirklich klasse - allein vom kreativen Standpunkt aus! Und ich bin sicher, dass man vegane Scampis nicht besser hinkriegen kann. Muss man vielleicht auch nicht. Gibt ja noch Gras und Heu!;-) Im Ernst: Ok, aber nicht das beste Produkt von Vantastic Foods (für mich)! Aber versucht´s selbst! Über Geschmack lässt sich ja bekanntlichermaßen streiten!;-)
Schatzi gibt ihnen locker eine 2, ich eine 3.

Vegane Scampis

Ja, das ist bislang wirklich das abstruseste Imitat, das ich ausprobiert habe. Aber der Vollständigkeit halber und in der Hoffnung, es eines fernen Tages zu optimieren und vielleicht hierzu Tipps zu erhalten, stelle ich das Rezept für die veganen Scampis dennoch ein! Weitere Details zum Selbstversuch findet ihr hier!


Zutaten:
1 Packung Veggie-Scampies von Vantastic Foods (Onlineversand oder veganer Supermarkt)
3 dicke Knoblauchzehen
1 Teel. Chiliflocken
Salz
Pfeffer
reichlich Olivenöl
Kräuter der Provence

Zubereitung:
Den Knoblauch fein hacken und die Scampis mit allen Zutaten in einer flachen Schüssel damit "einbalsamieren". Dabei nicht zu zimperlich mit den Würzzutaten umgehen, das die Scampis pur so gut wie nach nichts schmecken. Am Ende ruhi noch ´ne Salz-Pfeffer-Chili-Schicht oben drüber geben! Das Ganze luftdicht verschließen und- zusätzlich mit Olivenöl übergossen- eine gute Stunde marinieren. Dann den Knoblauch "umschichten" auf die ander Seite und nochmals eine Salz-Pfeffer-Chili-Schicht drüber geben. Nach einer weiteren guten Stunde alles in eine Pfanne schütten und bei sehr geringer Hitze (Stufe 3-4 von 9 Stufen) erhitzen. Dabei mit einem Deckel abdecken und jeweils eine Seite für 15 Minuten mehr köcheln als braten. Das geschieht von selbst. Ständiges Daneben-Stehen und Nachschauen ist nicht notwendig!;-)
Das Öl keinesfalls wegschütten, sondern über die servierfertigen Scampis gießen und mit leckerem Weißbrot aufstippen. Dazu gab´s klassisch grünen Salat.

To improve:
1) Möglicherweise hilft Algenpulver hinsichtlich des Meer-Geschmacks.
2) Denkbar wären die Scampis für mich auch in einer Paella oder einer Nudelpfanne mit angeschwitzten Tomaten, viel Knoblauch und Chili.
3) Wer weiß noch was?

Weißbrot

Heute auf dem Weg nach Hause fiel mir ein, dass wir kein Baguette mehr daheim hatten. Da wir heute jedoch was zum Dippen brauchten, habe ich kurzerhand selbst Hand angelegt! Heraus kam dieses wirklich leckere Weißbrot! Ein Foto gibt es dieses Mal nur in Kombi mit dem eigentlichen Gericht des Tages, nämlich veganen Scampis:


Zutaten für ein Brot:
500g Weizenmehl (550er Typ)
1 Tüte Trockenhefe 
1 Prise Zucker
1,5 Teel. Salz
140 ml Sojamilch (oder eine andere Pflanzenmilch)
180 ml lauwarmes Wasser
40g vegane Magarine (z.B. Deli Reform)

Zubereitung:
Alle Zutaten mit der Hand gründlich zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ca. eine halbe Stunde an einem warmen Ort oder im auf 50°C aufgeheizten Ofen gehen lassen. Dann nochmals gut durchkneten und zu einem länglichen Leib formen. Diesen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Diagonale Einschnitte mit einem Messer auf der Oberfläche anbringen. Bei 200 °C ca eine halbe Stunde backen. Das Brot sollte knusprig, aber nicht zu dunkel sein.

Donnerstag, 16. August 2012

Beanballs Mexican Style

Im Zuge des Vegan Wednesday bin ich vorgestern auf Julias Blog Mixedgreens auf die Idee gestoßen, Vleischbällchen (ausnahmsweise benutze ich mal dieses Unwort) aus Kidneybohnen zu machen. Das Rezept hat sie selbst übernommen aus Jess´ Vecanomicon-Blog. (Danke an euch beide!) Ein Blick auf die Zutatenliste reichte: Alles da! Aber weil einfach nur Nachkochen mir heute zu langweilig war, habe ich die Grundidee, Kidneybohnen, Glutenmehl und Semmelbrösel zu kombinieren, adaptiert und selbst gebastelt. Heraus gekommen sind diese erstaunlich leckeren Beanballs im Mexican Style - ein tolles Gericht, auch für werktags!


Zutaten für 35 Beanballs:
2 Dosen Kidneybohnen
90g Glutenmehl (Onlineshop)
65g Semmelbrösel
2 Eßl. Olivenöl + welches zum Anbraten
2 Eßl. Tomatenmark
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Teel. Rauchsalz (gut sortierter Supermarkt wie Edeka)
1 Eßl. Sojasauce
reichlich Pfeffer
1 Teel. Paparika, edelsüß
massig Tabasco
1/2 Teel. Basilikum
1/2 Teel. Oregano

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch hacken, mit dem Olivenöl und den Kidneybohnen grob bis fein (nach Geschmack) pürieren. Dann die restlichen Zutaten hinzufügen, zu einem gut formbaren Teig kneten und sehr pikant abschmecken! Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Beanballs von allen Seiten knusprig anbraten. Alternativ kann man sie auch bei 200°C im Ofen für 20-25 min. backen. Vorher unebdingt mit Öl einpinseln und zwischendurch wenden.
Bei uns gab es dazu Zucchini in Tomatensugo und Arpa Sehriye (türkische, reisförmige Teigwaren), aber natürlich passen auch andere Beilagen!

Tipp: Die Beanballs lassen sich prima einfrieren für kochfaule Tage!;-)

Mittwoch, 15. August 2012

Vegan Wednesday - 15.08.2012

Bereits letzte Woche bin ich auf die Initiative "Vegan Wednesday"aufmerksam geworden und habe es leider verbaselt mitzumachen. Heute geht das Ganze in die zweite Runde, und dieses Mal hab auch ich dran gedacht mitzushooten!;-)
Doch was und wer verbirgt sich hinter dem "Vegan Wednesday"?

Logo mit freundlicher Empfehlung der Initiatoren von diesen zur Verfügung gestellt

Julia von Mixedgreens, Cara von think.care.act und Carola von Twoodledrum riefen am 08.08.2012 den "Vegan Wednesday" ins Leben, eine Idee, die sich an “What I Ate Wednesday” anlehnt – eine Blogbewegung mit regem Zuspruch.
Immer abwechselnd rufen die drei jeden Mittwoch mit einem persönlichen “What I Ate Wednesday”-Aufruf zum “Vegan Wednesday” auf. Gezeigt werden soll hier, dass Veganer durchaus mehr essen wie Laub, Stroh und Körndl!
In den Kommentaren unter dem jeweiligen Einladungthread können bis Samstag Abend die Links zu eigenen Posts zum Motto hinterlassen werden.

Zwei Bedingungen gibt´s dabei: Zumindest die Hauptmahlzeiten sollen fotografiert werden, und alles soll vegan sein.

Rezepte werden natürlich ebenso gern gesehen.;-) Die schönsten Bilder (aus jedem Post mindestens eins) werden durch die jeweilige "Gastgeberin" am Ende der Woche auf tumblr/Pinterest zur Einsicht eingestellt.

Soweit die Idee. Diese Woche fordert Julia (Blogadresse s. oben) zum "Vegan Wednesday" auf, und dieser Einladung folge ich nur zu gerne!

Und nun zu den kulinarischen Fakten des heutigen Tages:


Da ich diese Woche noch früh arbeiten muss und ich seit meiner Kindheit "Spätstücker" bin, gab es morgens wie immer nur ´ne Kanne Ostfriesentee mit Agavendicksirup. Die Kluntje mussten weichen, nachdem wir innerhalb von drei Tagen ein ganzes Päckchen verschnabuliert hatten! Ob das noch ostfriesisch ist? Mir egal!:-D

 
Als die Sonne dann schon allmählich zu brennen begann (ja, brenn´ weiter, du lang Ersehnte!), packte ich vor meiner neuen Kollegin Wilmersburger Käsebrote aus, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt (Dass die Wilmersburger Scheiben erst seit heute offiziell auf dem Markt sind, musste ich ihr ja nicht auf die Nase binden!^^). Klar, dass sie mich erst mal darauf hinweisen musste, dass Veganer doch gar keinen Käse essen! :-D Lapidar wiegelte ich diese Aussage ab, und nachdem sie sich unter Aufbringung von heldenhaftem Mut zum Probieren durchgerungen hatte, konnte sie nur feststellen: "Schmeckt ganz normal!"- "Klar, was sonst?" (Strike, das können wir endlich auch bei Käse sagen!)


Nachmittags gab es neben ner Kanne Kräutertee das obligatorische Studentenfutter nebst Smoothie aus Banane, Nektarine, Zitronensaft und Weintrauben. Letzteren habe ich nun wiederum vergessen zu fotografieren!;-)

Nachdem die liebe Julia von Mixedgreens erst vergangene Woche beim Vegan Wednesday mit Vleischbällchen aufwartete, was ich fast vergessen hätte, musste ich mich heute wohl oder übel zu einem anderen Gericht entscheiden!^^


Letztlich gab es dann selbst gemachte Gnocchi mit Zucchini in Tomatensugo! Yummih!

Fazit: Eine schöne Idee - wie gemeinsam kochen - nur halt virtuell!;-) Ich werd´ bestimmt wieder mit dabei sein, wenn es heisst: "What I Ate Wednesday”!

Und hier geht es zu den gesammelten Ergüssen aller Vegan Wednesdays! :-) Kreativität und Liebe zum Essen pur!

Gnocchi mit Zucchini in Tomatensugo

Anlässlich des ersten Vegan Wednesday, bei dem ich mitgemacht habe, musste ich mir etwas einfallen lassen. Ich konnte ja schlecht, wie ursprünglich geplant, das Gericht der Initiatorin aus der vergangenen Woche nachkochen und grinsend ein Bild von meiner Version einreichen.
Weil Pasta immer geht, habe ich mich letztlich für Gnocchi entschieden. Klingt nach Arbeit, geht aber selbst unter der Woche wirklich fix!


Zutaten für 2 nicht zu hungrige Esser:
200g Kartoffeln
1 Eßl. Kartoffelmehl (Speisestärke geht auch)
40g Vollkornmehl
frisch geriebener Muskat
1/2 Teel. Salz
1 Zucchini
1 Dose gehackte Tomaten
1 Tomate
3 Knoblauchzehen
2 Lauchzwiebeln
(1 Würfel) vegane Gemüsebrühe (z.B. von Alnatura, dm-Markt)
1 kräftiger Schuss Sojadrink/-Sahne
1/2 Teel. Chiliflocken
Gute-Laune-Gewürz en masse (das ist ein Gewürz von Sonnentor, Bioladen, alternativ einfach italienische Kräuter nehmen)
Salz
Pfeffer
1 Teel. Agavendicksirup
Öl zum Anbraten
frische Basilikumblättchen zum Anrichten

Zubereitung:
1. Die Kartoffeln schälen und in sehr feine Scheiben schneiden. Diese in siedendem Salzwasser für 10 Minuten kochen. 
2. Derweil die Zucchini vierteln und in dünne Scheiben schneiden, Lauchzwiebeln in Ringe schneiden und den Knoblauch fein zerhacken/ durch die Presse geben. Die Tomate würfeln. Lauchzwiebeln und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, gefolgt von den Zucchini. Mit Gemüsebrühe würzen und die Tomaten aus der Dose dazugeben. Alle Gewürze und Kräuter dazu geben und mit der Sojamilch ablöschen. Alles auf niedriger Stufe einkochen lassen. 
3. Wenn die Kartoffeln gar sind, abgießen und kurz abschrecken, damit sie verarbeitet werden können, ohne dass man sich die Finger verbrennt! Diese dann in einer Schüssel mit der Gabel zerdrücken. Anschließend die beiden Mehlsorten, das Salz und das Muskat unterkneten, bis ein geschmeidiger, nicht-klebriger Teig entstanden ist. Diesen fünf Minuten ruhen lassen. 
4. Derweil Wasser zum Kochen bringen und dann erst Salz dazu geben.
5. Währenddessen um die Sauce kümmern: abschmecken, die Tomaten dazugeben und in dem Sugo ziehen lassen.
6. Den Kartoffelteig in zwei bis drei Portionen teilen. Diese zu 1 cm dicken Würsten auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und gnocchigroße Stücke (etwa 1cm) abschneiden. Diese zu ovalen Kugeln formen, platt drücken und vorsichtig mit der Gabelunterseite eindrücken. Im siedenden Salzwsser gar ziehen lassen. Die Gnocchi sind fertig, wenn sie nach oben steigen.
7. Die Gnocchi mit dem Sugo und frischem Basilikum anrichten und mit einem Glas Le Filou (z.B. Netto oder Kaufland), wer mag, genießen!

Dienstag, 14. August 2012

Buchempfehlung: Vegan Passport (Vegan im Ausland leicht gemacht)

Anlässlich unserer Mallorca-Reise im Herbst und da ich meinen Spanisch-Kenntnissen nicht wirklich vertraue, war ich glücklich, als ich auf den "Vegan Passport" der Vegan Society gestossen bin:


Auf gut 100 Seiten wird in 73 Sprachen, was 93% der Weltbevölkerung abdeckt, erklärt, was Veganer essen bzw. nicht essen. Zusammengestellt wurde die Broschüre von 85 hilfsbereiten Veganern rund um den Erdball. 

Auf jeweils einer Seite erfolgt eine Kurzanweisung für den Kellner/ Verkäufer/ dem Hotelmanager, der uns Veganern möglicherweise doch etwas hilflos gegenüber steht. Wer also im Restaurant oder Supermarkt selbst keine Worte findet bzw. unsicher ist, ob eine Speise oder ein Lebensmittel vegan ist, schlägt einfach die erforderliche Seite auf und hofft auf ein hilfsbereites Gegenüber! 
Und wenn gar nichts mehr hilft: Lass Bilder sprechen! Die gibt es hier nämlich auch! Auf zwei Zeiten wird mit leicht verständlichen Bildern dargelegt, was uns Veganern schmeckt bzw. nicht schmeckt! ;-)

Die Broschüre hat ein handliches Format, passt in (fast) jede Tasche und ist für 7 Euro wirklich bezahlbar und  z.B. bei Roots of compassion erhältlich!

Heute dann kam das Schätzchen an und nach erstem Durchblättern kann ich sagen, dass mir v.a. die Übersichtlichkeit gefällt: kein minutenlanges Herumblättern. Der vegan Passport überzeugt durch eine klare Gliederung nach Alphabet und enthält zudem gleich zu Beginn eine "Bedienungsanleitung" in den wichtigsten Sprachen.

Getestet wird dann erstmalig im Oktober, doch ich bin mir sicher, dass dieses Büchlein ein wertvoller Begleiter sein kann, wenn man sich erst mal überwunden hat, es vorzuzeigen und selbstbewusst mit der eigenen veganen Lebensweise umgeht! :-)

Fazit: So wird Reisen wohl zum Abenteuer, aber eben nicht zum kulinarischen Reinfall, so hoffe ich zumindest!^^

Produkttest: Chickin Fillets (Viana)

Bei unserem ersten persönlichen Einkauf bei Kim Kalkowski von Vegan Wonderland am Samstag, wanderte u.a. auch dieses Schätzchen aufgrund der Empfehlung einer lieben Facebook-Bekannten ins Einkaufskörbchen und wurde gestern voller Spannung aus dem Kühlschrank geholt:


Auf dem Speiseplan stand "Chickin süß-sauer".
Aus der Packung genommen, überraschte uns erst einmal der täuschend echte Anblick, ebenso das Empfinden beim Anschneiden. Das war schon sehr hähnchen-like, wenn es auch den Kater nicht überzeugt hat (der verzog sich, als wir ihm ein Stückchen zum Probieren anboten)! Der Geruch verriet mir aber schon eindeutig die Sojabasis! 
Wer´s genau wissen will: Die Chickin Fillets in Bioqualität bestehen aus Tofu, Trinkwasser, Weizeneiweiß, Sonnenblumenöl, Mandeln, Meersalz, Hefeextrakt, Reismehl, Rohrohrzucker, Palmfett, Maltodextrin, Kurkuma, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl, Gewürze (* = kontrolliert biologischer Anbau)

Doch weiter im Text: In kleine Scheiben geschnitten, war schon recht schnell klar, dass die Chickin Fillets ein Fake waren (wenn auch ein täuschend echter), was uns egal sein konnte, denn wichtig war uns v.a. der Geschmack.

 Foto: Ralph Conway

Innerhalb von fünf Minuten waren die Chickin Fillets für 2,99 € pro 200g-Packung knusprig angebraten und sahen sehr appetitlich aus. Angerichtet mit asiatischem Gemüse, süß-saurer Sauce und Mienudeln ließen sie uns das Wasser im Munde zusammenlaufen. 
Der erste Geschmackstest spaltete dann die Geister: Abgesehen davon, dass wir beide das Produkt sehr lecker fanden, war Schatzi der Meinung, dass der hähnchenähnliche Geschmack eindeutig gegeben war, während ich wiederum ganz klar Tofu herausschmeckte, wohl aber mit geflügelähnlichem, nicht weiter bestimmbarem Fleischaroma! 
Die Faserigkeit wie beim echten Geflügel sucht man hier vergeblich, aber ganz ehrlich: Die braucht nach meinem Dafürhalten kein Mensch. Ich persönlich versteh´ zwar nicht, warum Viana, der Hersteller, das Produkt unbedingt "Chickin" nennen muss, aber mich fragt ja auch keiner, und letztlich interessiert eigentlich nur, ob das Veggie Filet schmeckt. Und ja, das tut es eindeutig. Es trocknet beim Braten (wenn man´s nicht übertreibt) nicht aus, kommt knusprig und mit einem milden Aroma daher und ist so sehr variabel, wenn es um die Verwendung geht: Salat, Curry, Geschnetzeltes - alles kein Problem!
Auch toll, wenn auch für jedes Sojaprodukt zutreffend: die lange Haltbarkeit!
Wer Kritikpunkte anmerken möchte, findet sie vielleicht in dem enthaltenen Palmfett, aber da muss jeder für sich schauen, ob er lieber drauf verzichtet!

Wir gehören eindeutig nicht zu den Leuten, die regelmäßig vergleichbare Fleischimitate brauchen, aber unser Experimentiergeist war geweckt, und das Chickin ist durchaus etwas, das wieder auf den Tisch kommt und das man auch nicht in Sauce ertränken muss, damit es schmeckt!;-) Auch der Preis ist völlig human für jeden Geldbeutel, wenn man bedenkt, dass Fleischimitate satter machen als die gleiche Menge Fleisch!

Fazit: Eine glatte 2+! Sehr gerne wieder und danke für die Empfehlung, Nina!

Mission Hautsache

13.08.2012

Am Freitag war es so weit: Ich hatte gestrichen die Schnauze voll: Neben all´den wunderschönen Veränderungen im Zuge des veganen Lebens hatte sich eins nicht verändert: meine Haut!

Es war zum Verrückt-Werden, wenn auch nichts Neues. Seit der Pubertät reagierte meine Haut auf alles, was mit Streß und (mangelnder bis nicht vorhandener) Grenzsetzung zu tun hatte. Ich hatte bereits eine Odyssee hinter mir und auch nicht wenig Geld dabei ausgegeben, wenn es um Wege ging, dem munteren Sprießen auf meiner Haut Einhalt zu gebieten: Hautarzt, Bestrahlung, Kosmetikerin, teure Schältherapien, Cortisoncreme, Dutzende Pflegeserien, die Antibabypille, Homöopath... Um es gleich zu sagen: Nicht alles war schlecht und eins habe ich sicher daraus gelernt: Ich weiß, was mir gut tut und was nicht.
Sicher lassen sich meine Erfahrungen nicht 1 zu 1 auf andere Menschen übertragen, aber vielleicht liefern sie dir dennoch ein paar Ansatzpunkte, um mit deiner Haut ins Reine zu kommen... Wenn du selbst hilfreiche Tipps hast, freue ich mich übrigens sehr über einen entsprechenden Kommentar! Viel hilft zwar nicht immer viel, aber wir können uns ja nur gegenseitig bereichern!

Ich möchte - auch für mich selbst - für die nächsten drei Monate eine Art Erfahrungstagebuch führen, um auch im Nachhinein zu sehen, was sich wie und wodurch verändert hat.

Aufgrund jahrelangen unfreiwilligen Expertentums auf dem Gebiet "Akneforschung" weiß ich, dass die Pflege und das, was ich esse, trinke usw. allein es nicht bringen. All´ das ist ein guter Anfang! Aber ich kenne mich und weiß, dass bei mir die psychosomatische Komponente immer eine Rolle spielte: Wenn es mir gut ging, ich gut auf meine Grenzen achtete, Gefühle wie Wut konstruktiv (*würg) lebte und für mich sorgte, strahlte auch meine Haut im wahrsten Sinne des Wortes. Tja, leichter gesagt als getan!;-) Aber gut, ich wollte es ja nun eben angehen und mir dafür auch Zeit nehmen. Veränderungen passieren nicht über Nacht, v.a. wenn es um solche geht, die auch die Psyche einschließen.

Wenn ich die Vergangenheit befrage, fällt mir einiges ein, das mir und meiner Haut neben guter Pflege gut tut:  
  • Sonne bzw. Sonnenstudio (einmal die Woche)
  • regelmäßige Entspannung, etwa Mittagsschläfchen, Momente der Stille, Pausen und einfach Zeit, um den alltäglichen Wahnsinn zu verarbeiten und um die Seele baumeln zu lassen
  • Kochen und alles, was mit den Händen zu tun hat
  • regelmäßig Sport, auch um Frust abzubauen und runterzukommen
  • viel Trinken
  • keine Baustellen im Zusammenhang mit Wut und Aggression

Wieso kam die Wende (wenn sie denn eine ist!!!) eigentlich ausgerechnet am Freitag? Das ist immer interessant, denn nach meinem Dafürhalten liefert der Zeitpunkt immer auch einen Schlüssel zu den Ursachen und Lösungen... Was war also los in den Tagen und Wochen vor besagtem Freitag? - Purer Stress und zuviel Verantwortung! Klingelt da was? Klar, kommt mir bekannt vor. Auf der Arbeit war die Hölle los: die Leitung im Urlaub und lauter Menschen, die bemüht waren, auf jeweils sehr unterschiedliche und nicht immer miteinander harmonierende Weise das Beste draus zu machen. Und mittendrin Yvonne mit einem Schild, auf dem stand: "Ich rette die Welt - alle Verantwortung zu mir!" Klar, dass das pure Überforderung war und natürlich auch reichlich narzisstisch!;-) Und selbstverständlich gab es dann auch noch auf kollegialer Ebene den Knall dazu, und ich musste meinen Säuglingswunsch von immerwährender Harmonie begraben und mich auseinandersetzen. Nicht nur auf der Arbeit, sondern an unterschiedlichen Stellen. Ausgerechnet ich, die immer noch davon träumte, dass alle Menschen sich lieb haben und man alles immer einvernehmlich, konstruktiv und liebevoll miteinander klärt! Haha... Naja, um es kurz zu machen: Auch darum ging es: deutlich werden, auch mal ein Stopp setzen: nach innen wie nach außen!
Ich war nicht der Nabel der Welt, und ich durfte Verantwortung abgeben, mich auch mal zurücklehnen. Ich durfte genauso wie Andere auch mal sagen: "Ne, so nicht!" 

Doch zurück zum Thema selbst und meinem Entschluss etwas zu verändern: Einige Pflegeprodukte für unreine Haut wanderten am Freitag in den Verschenkekorb und wurden durch Bierhefetabletten, Heilerde in Pulverform und die Alterra Produktserie für sensible Haut ersetzt, alles erhältlich im Rossmann. Daneben benutze ich bereits seit einiger Zeit die ayurvedische Kräuterseife Medimix, die mir eine liebe Facebook-Bekannte empfohlen hat und die über ebay und Amazon zu beziehen ist!

Ein weiteres Element meiner 3-Monats-Kur wird ein Tee sein, der  mir ebenfalls wärmstens ans Herz gelegt wurde, und den ich mir morgen besorgen werde. Er wurde nach einem Rezept von Maria Treben abgewandelt, da Schöllkraut, wie im Original vorgesehen, als angeblich krebsauslösend verboten und so an dieser Stelle durch Ringelblume ersetzt wurde:

Kräutertee nach Maria Treben bei Hautleiden (Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte...):

10g Eichenrinde
30g Weidenrinde
40g Wiesengeißbart
20g Erdrauch
20g Walnußschale
50g Brennessel
30g Ehrenpreis
30 - 60g Ringelblumen
20g Schafgarbe

Alle Kräuter gibt es in der Apotheke. Über den Tag verteilt soll man etwa 1,5- 2 Liter schlückchenweise davon trinken. Pro Tasse brauchst du einen gehäuften Teelöffel und läßt ihn 3  Minuten ziehen.

Seit Freitag kann ich zumindest eins festellen: Ich fühle mich auf einem guten Weg und habe den Eindruck, dass die neue Pflege ohne Parfum und aggressive Fruchtsäuren u.ä. meine Haut spürbar entspannt. Mal sehen, wie´s weiter geht!

Sonntag, 12. August 2012

Produkttest: Wilmersburger Scheiben

Gestern war ein wirklich denkwürdiger Tag für alle Veganer und für die, die bislang vergeblich nach einem adäquaten Ersatz für Scheibenkäse gesucht haben, der nicht nach Ersatz, Chemie oder Schlimmerem schmeckt!
Wilmersburger hat etwas ausgetüftelt, das visuell keinen Zweifel aufkommen lässt: Alles Käse! 
Exklusiv gab es gestern beim Veggie Street Day in Dortmund schon einen Vorverkauf zum Sonderpreis, bevor das Schätzchen am kommenden Mittwoch offiziell auf den Markt kommt! Damit hat Wilmersburger etwas geschafft, was nach meinem Dafürhalten viele andere Hersteller bislang - wenn auch redlich bemüht - vergeblich versucht haben. Ein echter Meilenstein in der deutschen Geschichte veganen Lebens (sorry, aber auch wenn ich zu Übertreibung neige: es ist einfach so!^^)!

Natürlich mussten wir uns ebenfalls ein Paket einpacken und heute dann den Test wagen. Ich war schon sehr positiv eingestimmt durch unzählige Begeisterungsstürme in diversen Facebook-Gruppen! Doch nun zu den Datails:


Optisch kommt der Wilmersburger Käse genauso daher wie ein Kuhmilchkäse. Sogar Löcher weist er auf!;-) Die Scheiben sind nicht zu dick, was ich persönlichsehr  begrüße. Die Konsistenz und das Gefühl beim Anfassen sind absolut vergleichbar mit dem Empfinden beim tierischen Pendant. 
Nun zum Geschmack: Mild, wie eine Mischung aus Butterkäse und jungem Gouda! Wir haben den Käse mehrfach pur probiert und konnten nur immer wieder feststellen, dass wir keinen Unterschied schmecken im Vergleich zum Original (und es ist nicht wirklich lange her, dass wir Kuhmilchkäse auf dem Tisch hatten). So muss Käse für mich schmecken: nicht zu intensiv, mild und natürlich. Dadurch, dass er so mild ist, passt er vielleicht besser zu einem nicht zu intensiven Brot/ Brötchen, da sonst zuviel von dem eben sehr milden Aroma verschluckt wird!
Der soja- und glutenfreie Käse eignet sich nicht zum Überbacken, wohl aber zur Sandwich-Produktion! Für Aufläufe und vergleichbare Fälle kann man aber auch getrost auf Wilmersburger Pizzaschmelz oder selbst gemachten Hefeschmelz zurückgreifen.
Preislich liegt der Wilmersburger Käse bei 2,999 € für 150g (6 Scheiben), also kein No Go für den kleinen Geldbeutel!
Er ist im Kühlschrank 40 Tage haltbar, kann aber auch eingefroren werden! Erhältlich ist er in vegan-vegetarischen Onlineshops, oder in den bislang rar gesäten veganen Geschäften. Aber in Zeiten, wo es möglich ist, etwas geschmacklich so Großartiges zu produzieren wie diesen Käse (nein, ich werde nicht dafür bezahlt!), hoffe ich auf den Tag, wo es auch möglich sein wird, leckeren, veganen Käse wie diesen im Bioladen oder (Utopia ist nahe!) im normalen Supermarkt zu kaufen!

Fazit
Bislang hatte ich kein Käseproblem! Jetzt habe ich eines! ;-) Wer milde Sorten mag, wird (ziemlich sicher) begeister sein! 

Edit 15.08.2012:

Zutaten laut Wilmersburger (Anfrage vom 15.08.2012):  
Wasser, Palmöl (23%), Kartoffelstärke, Stabilisator: modifizierte Stärke, Salz, Schmelzsalz: Natriumpolyphosphat, vegane Aromen, Konservierungsstoff: Sorbinsäure, Farbstoff: Beta-Carotin

Wilmersburger hat sich geäußert zu meiner Anfrage wegen potenziell enthaltenem Palmöl im Wilmersburger Scheibenkäse: 

"In ein paar Wochen werden wir das Zertifikat zur Nachhaltigkeit bekommen. Inhaltlich bedeutet es:
- Keine Rodung von Primärwäldern und ökologisch wertvollen Waldflächen für Plantagen,
- Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenartenarten auf der Plantage,
- Schutz von Wasser, Boden und Luft (das bedeutet unter anderem: kein Abbrennen von  
  Wald),
- Einhaltung gesetzlicher Regelungen, darunter Landnutzungs- und Eigentumsrechte,
- Keine Kinderarbeit, dafür Bildungsangebote für die auf der Plantage lebenden Kinder,
- Einbindung und Förderung von Kleinbauern sowie
- Kontrolle der Plantagen durch unabhängige, autorisierte Prüfer

Das Produkt ist natürlich auch gentechnikfrei.
Viele Grüße, Das Wilmersburger-Team"


Zu dem Zertifikat ist anzumerken, dass die Regenwaldrodung natürlich dennoch geschieht: "Firma A lässt roden, Firma B kauft die Fläche und sagt bei RSPO, dass sie dort gerne zertifiziertes Palmöl produzieren möchte – und bekommt natürlich ohne Probleme das Zertifikat, weil sie ja keine neue Rodung betreibt, sondern bestehende Flächen nutzt." (Danke, Jörg, für diese "Dummenerklärung"!)

Es bleibt wie immer dem Verbraucher überlassen, wie er mit der Palmöl-Problematik umgehen möchte, die ja nun nicht wenige Produkte betrifft!


Edit und Fazit vom 26.08.2012: 
Ich lerne nie aus. Anfänglich ungetrübt begeistert, muss ich heute meine Meinung schwer revidieren:
Der große Palmöl-Anteil ist für mich nicht nur aufgrund von Tierliebe ein ernst zu nehmender Wermutstropfen, wohl mehr ein Wermutsbach. Wünschenswert wäre, dass Hersteller wie Wilmersburger daran arbeiten, palmölfreie leckere Alternativen herzustellen, die bezahlbar sind, was wiederum ein Paradoxon in sich ist - bislang! Aber man darf ja träumen...
 Nachdem für mich der Stein des Anstosses zum Thema Palmöl kurioserweise durch Wilmersburger kam, habe ich begonnen, mich in die Thematik einzuarbeiten, wobei mir Cara sehr behilflich war! Danke schön an dieser Stelle! Ich stehe noch ganz am Anfang damit, aber eins ist klar: Ich bin dabei, bewusster hinzuschauen und werde dieses Käse nicht mehr kaufen, auch wenn er noch so lecker ist!
Wilmersburger ist nur einer von vielen Herstellern, die Palmöl verarbeiten, da es ja so schön billig ist und da es einen zarten Schmelz garantiert. Es geht auch anders, wie viele Hersteller wie z.B. auch Wheaty zeigen.
Ich möchte in künftig wachsamer sein und halte mich vorerst ans Selber-Machen von Käse, Keksen und Fleischersatzprodukten, um nur einige Produkte zu nennen, bei denen potenziell Palmöl verarbeitet wird!

Geschmacklich eine 1, insgesamt leider nach meinem heutigen Stand weder vegan, noch sozial oder ökologisch vertretbar, demnach eine 3-4!

Edit vom 03.10.2012
Vor einigen Tagen hat Wilmersburger verkündet, dass die neue Rezeptur palmölfrei ist. dafür wird nun Kokosöl verwendet. In meinen Augen ist das nicht wirklich eine Alternative. Zwar wird für Kokosöl weniger gerodet. Das liegt aber an der enormen Nachfrage für Palmöl. Wenn wir als Konsumenten nun umschwenken und mehr Kokosöl wollen, was passiert dann? Richtig: Leid wird gegen Leid getauscht.
Es geht in meinen Augen auch nicht darum, "einfach", wo möglich, regionale Alternativen zu wählen, wobei das schon ein Schritt wäre. Es geht mehr noch um bewussteren Konsum:  nur das nehmen, was wir wirklich brauchen, kein bzw. weniger Luxus auf Kosten von Umwelt, Menschen und Tieren, weniger wegschmeißen, mehr selber machen und dadurch die Distanz abbauen zu Produkten, die durch Kinder- bzw. "Sklaven"-Arbeit entstehen, tierischen Ursprungs sind und/ oder die Umwelt belasten. Es sind kleine Schritte, die wir tun können, aber ich bin überzeugt, dass sie zählen.
Für mich bleibt der Wilmersburger weiterhin keine überzeugende Alternative! Das ist meine Wahl, die ich keinem aufdrängen will. Ich möchte nur erklären, warum der Wilmersburger auch palmölfrei für mich nicht in Frage kommt.
Es gibt noch genügend Produkte, die ich -logisch gesehen- streichen "müsste". Alles nach und nach - im eigenen Tempo und nachdem ich mich dem genähert habe!

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