Dienstag, 14. August 2012

Produkttest: Chickin Fillets (Viana)

Bei unserem ersten persönlichen Einkauf bei Kim Kalkowski von Vegan Wonderland am Samstag, wanderte u.a. auch dieses Schätzchen aufgrund der Empfehlung einer lieben Facebook-Bekannten ins Einkaufskörbchen und wurde gestern voller Spannung aus dem Kühlschrank geholt:


Auf dem Speiseplan stand "Chickin süß-sauer".
Aus der Packung genommen, überraschte uns erst einmal der täuschend echte Anblick, ebenso das Empfinden beim Anschneiden. Das war schon sehr hähnchen-like, wenn es auch den Kater nicht überzeugt hat (der verzog sich, als wir ihm ein Stückchen zum Probieren anboten)! Der Geruch verriet mir aber schon eindeutig die Sojabasis! 
Wer´s genau wissen will: Die Chickin Fillets in Bioqualität bestehen aus Tofu, Trinkwasser, Weizeneiweiß, Sonnenblumenöl, Mandeln, Meersalz, Hefeextrakt, Reismehl, Rohrohrzucker, Palmfett, Maltodextrin, Kurkuma, Verdickungsmittel: Johannisbrotkernmehl, Gewürze (* = kontrolliert biologischer Anbau)

Doch weiter im Text: In kleine Scheiben geschnitten, war schon recht schnell klar, dass die Chickin Fillets ein Fake waren (wenn auch ein täuschend echter), was uns egal sein konnte, denn wichtig war uns v.a. der Geschmack.

 Foto: Ralph Conway

Innerhalb von fünf Minuten waren die Chickin Fillets für 2,99 € pro 200g-Packung knusprig angebraten und sahen sehr appetitlich aus. Angerichtet mit asiatischem Gemüse, süß-saurer Sauce und Mienudeln ließen sie uns das Wasser im Munde zusammenlaufen. 
Der erste Geschmackstest spaltete dann die Geister: Abgesehen davon, dass wir beide das Produkt sehr lecker fanden, war Schatzi der Meinung, dass der hähnchenähnliche Geschmack eindeutig gegeben war, während ich wiederum ganz klar Tofu herausschmeckte, wohl aber mit geflügelähnlichem, nicht weiter bestimmbarem Fleischaroma! 
Die Faserigkeit wie beim echten Geflügel sucht man hier vergeblich, aber ganz ehrlich: Die braucht nach meinem Dafürhalten kein Mensch. Ich persönlich versteh´ zwar nicht, warum Viana, der Hersteller, das Produkt unbedingt "Chickin" nennen muss, aber mich fragt ja auch keiner, und letztlich interessiert eigentlich nur, ob das Veggie Filet schmeckt. Und ja, das tut es eindeutig. Es trocknet beim Braten (wenn man´s nicht übertreibt) nicht aus, kommt knusprig und mit einem milden Aroma daher und ist so sehr variabel, wenn es um die Verwendung geht: Salat, Curry, Geschnetzeltes - alles kein Problem!
Auch toll, wenn auch für jedes Sojaprodukt zutreffend: die lange Haltbarkeit!
Wer Kritikpunkte anmerken möchte, findet sie vielleicht in dem enthaltenen Palmfett, aber da muss jeder für sich schauen, ob er lieber drauf verzichtet!

Wir gehören eindeutig nicht zu den Leuten, die regelmäßig vergleichbare Fleischimitate brauchen, aber unser Experimentiergeist war geweckt, und das Chickin ist durchaus etwas, das wieder auf den Tisch kommt und das man auch nicht in Sauce ertränken muss, damit es schmeckt!;-) Auch der Preis ist völlig human für jeden Geldbeutel, wenn man bedenkt, dass Fleischimitate satter machen als die gleiche Menge Fleisch!

Fazit: Eine glatte 2+! Sehr gerne wieder und danke für die Empfehlung, Nina!

1 Kommentar:

  1. :-) Geisterspalt: Vermutlich fehlt mir die Erfahrung (oder die Geschmacksnerven sind noch nicht wieder regeneriert). Ich habe da kein Tofu rausgeschmeckt. Es war zwar eindeutig kein Huhn, aber für mich ging es doch sehr klar in die Richtung.

    Meine Empfehlung: Testen und selbst entscheiden.

    LG Ralph

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