Mittwoch, 22. August 2012

Produkttest: Vegane Scampis (Vantastic Foods)

Nach unserem Besuch im Vegilicious im Zuge des Veggie Street Day 2012 fanden sich unter Anderem auch vegane Scampis wieder, auf die v.a. Schatzi sehr gespannt war.
Heute dann wurde er erhört, und ein neuer Selbstversuch wurde eingeläutet.

Vorerst zu den Hard Facts: Erhältlich sind die veganen Sacmpis aus dem Hause Vantastic Foods für 5,79 E für 300g (entsprechen in unserem Falle 11 Stück) im Onlineversand oder Supermarkt. Preislich sind sie also vergleichbar mit dem Original und als ein Besondere-Tage-Essen auch ok, wie ich finde! 
Sie sind äußerst fett- und kaloreienarm und enthalten neben Yamswurzelpulver noch Stärke, Zucker, Salz, Paprika und weitere Gewürze.
Optisch waren die Dinger schon mal ein echter Hingucker. Abgesehen von den natürlich nicht vorhandenen Därmen (danke Vantastic Foods!) sahen die die Veggie-Scampis so was von echt aus, dass ich sie während der Marinierzeit immer wieder ungläubig anstarren musste. Wirklich eine Meisterleistung und echte Food Art! Es war mich geradezu unheimlich, aber gut: Ich bin ja auch leicht zu beeindrucken. Weiter im Text:
Dank einem Vorab-Coaching von Holger Mauermann (tausend Dank!) war ich vorab schon etwas gebrieft, zumal mich die doch sehr unterschiedlichen Rezensionen im Netz etwas irritiert, aber auch angespornt hatten!
Zu der Zubereitung lässt sich sagen, dass die Scampis auf jeden Fall hinreichend mariniert und kräftig gewürzt werden sollten, damit sie auch wirklich Geschmack annehmen. Ich habe sie ungefähr zweieinhalb Stunden in Öl und entsprechenden Gewürzen mariniert, bevor es ans Garen ging. Zubereitet wurden die Scampis ganz klassisch, nämlich in Chili-Knoblauchöl. Zum Rezept geht´s hier!
Wie fühlten sich die Scampis während der Zubereitung an? Sehr, sehr echt, muss ich sagen. 
In der Pfanne habe ich sie letztlich bei sehr kleiner Flamme mit geschlossenem Deckel mehr geköchelt als gebraten, und zwar auf Stufe 3-4 (von 9) für jeweil eine Viertelstunde pro Seite.
Auf dem Teller nebst Salat und frisch gebackenem Weißbrot sahen sie wirklich zum Anbeißen aus (schon wieder dieses komische Gefühl: Die Dinger sahen einfach zu echt aus!). 
Der 1. Anschnitt: Ganz klar: keine Originale. Der 1. Happen bestätigte das. Jetzt wird es kompliziert: Die Konsistenz erinnert mich an eine dicke Variante von diesen chinesischen Muh-Err-Pilzen. Ok, ein komischer Vegleich, aber es war der beste, den ich nach minutenlangem Brüten fabriziert habe! Eindeutig kauten unsere Zähne jedenfalls nicht auf Meeresfrüchten herum. Das Problem war nur, dass ich mir noch so oft sagen konnte: "Denke nicht an Scampis!" - ich musste einfach dran denken und daran, dass die Originale eben anders schmecken - scampig halt! Die vegane Variante ist nach meinem Dafürhalten ok, aber mir fallen zig Gerichte ein, die ich ihnen vorziehen würde. Sie sind nicht schlecht, und allein als Augenweide wirklich lobenswert. Aber ich schaffe es einfach nicht, die Veggie-Scampis vorbehaltlos NICHT zu vegleichen, sie als eigenständiges Produkt zu sehen. Das gelingt mir bei so was wie Sojaschnetzel oder Ähnlichem eben schon...
Ich merke beim Essen, wie ich betont kleine Bissen nehme, viel mit Öl tunke. Hm, das Weißbrot ist sooooo lecker... Es wird ein bißchen krampfig. Sie schmecken wirklich ok, und ich würde wirklich jeden ermuntern selbst zu testen. Sie werden auch wieder auf den Tisch kommen, aber es fehlt mir neben dem Wow-Effekt eindeutig das Meerflair, das wir beim nächsten Mal mit Algenpulver versuchen werden unterzumogeln.
Ja, genau das ist es: Nicht schlimm, dass die Veggie-Scampis nicht wie echte schmecken, aber es gibt für mich eindeutig bessere Imitate, die eben auch eigenständig funktionieren, ohne im Vergleich dem Original entsprechen zu müssen (, was sie aber manchmal sogar täuschend echt tun!)!
Ja, es wird ein nächstes Mal geben - vielleicht zu Sylvester oder so, aber nicht unbedingt im nächsten Monat oder gar früher...

Fazit: Ich finde die Bemühungen um vegane Ersatzprodukte wirklich klasse - allein vom kreativen Standpunkt aus! Und ich bin sicher, dass man vegane Scampis nicht besser hinkriegen kann. Muss man vielleicht auch nicht. Gibt ja noch Gras und Heu!;-) Im Ernst: Ok, aber nicht das beste Produkt von Vantastic Foods (für mich)! Aber versucht´s selbst! Über Geschmack lässt sich ja bekanntlichermaßen streiten!;-)
Schatzi gibt ihnen locker eine 2, ich eine 3.

Kommentare:

  1. Ich fand die kauen sich wie Tintenfischringe ;)

    Ich fand sie nicht besonders überzeugend, nicht so fürchterlich, dass man sie nicht essen kann, aber nochmal würd ich sie nicht kaufen.

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    1. Ja, der Vergleich trifft es. Für mich würd´ ich sie vermutlich auch nicht nochmals kaufen - da gibt es überzeugendere Imitate! Aber Schatzi vermisst halt seine Meeresfrüchte so...;-)

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    2. na zum Glück sind Geschmäcker verschieden ;)
      von Vegefarm gibts noch welche, die sehen auch recht vielversprechend aus, vielleicht gefallen euch die besser? http://www.vegefarm.de/shop.htm?kart=170
      Ich hab mich an die allerdings auch noch nicht rangetraut...

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    3. Ja, das stimmt! Deswegen denke ich auch immer, dass jeder selbst schauen sollte! Ich habe Meeresfrüchte geliebt. Zum Glück vermiss ich sie nicht so! Der Link von dir ist prima! Vielen Dank! ♥ Da ist ja sogar Seetangextrakt drin. Das verspricht immerhin Meeresgeschmack. Und der Preis gefällt mir auch!;-)

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  2. Ich fand die gar nicht schlecht. Pilze und Tintenfisch ... kommt beides hin. Die aus Caras Vorschlag will ich auch!

    Probieren wir doch mal.

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    1. Wie schon gesagt: Bei den Dingern scheiden sich die Geister. Wenn wir mal in Bremen sind, können wir die einpacken. 12 Euro Versand sind doch recht stattlich!^^

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