Montag, 3. September 2012

Mission Hautsache - Zwischenbilianz vom 03.09.2012

Mittlerweile sind fast drei Wochen vergangen, seit ich meinen Selbstversuch gestartet habe. Zeit für eine Zwischenbilianz! Was hat sich geändert, was vielleicht auch nicht?

Ich habe meine Pflege umgestellt, wie bereits im ersten Beitrag geschildert. Ebenso nehme ich täglich meine Bierhefetabletten ein. Ich trinke regelmäßig den Maria Treben-Tee und komme dabei auf 1,5 l, da ich ihn mir jetzt abends vorkoche und tagsüber während der Arbeit trinke. Ich habe den Eindruck, dass er meinen Blutdruck senkt. Deswegen trinke ich ihn nicht vor Mittag! Aber es mag sein, dass es auch nur mir so geht...
Neu dazu gekommen ist Teebaumöl, das ich morgens und abends mit einem Wattebausch auf die entzündeten Stellen auftrage.
Ich mache wie immer meinen Sport und versuche, mindestens alle zwei Wochen ins Sonnenstudio zu gehen. Da mag man von halten, was man will, aber mir und meiner Psyche tut es gut, wenn ich so unter der Röhre vor mich hindämmere und mich wie im Urlaub fühle. Womit wir beim entscheidenden Punkt sind:
Ich stelle fest, dass meine Hautsache sich immer wieder auf die Psyche runterbrechen lässt. Sicher tun mir die äußeren Veränderungen gut. Aber hat sich dadurch allein was geändert?
Naja, in zwei Wochen kann man wenig erwarten. Und im Gegenteil muss ich leider bemerken, dass meine Haut verückt spielt. Was läuft also falsch?
Ich habe mir in den letzten Wochen wenig Zeit für mich genommen, bin so durch den Tag gerast, halb vor Begeisterung, aber auch weil ich etwas umgehen wollte.
Habe ich mir noch vor zwei Wochen vorgenommen, weniger Verantwortung zu übernehmen, weniger zu MACHEN, musste ich gestern feststellen, wie schwer mir das eigentlich fällt. Ich bin so geprägt durch den "falschen" Gedanken, dass alles von mir abhängt. Es fühlt sich gut an, in herausfordernden Momenten etwas zu TUN. Ich fühle mich dann weniger ohnmächtig, sondern eben unabhängig und einflussreich. Die Kehrseite der Medaille ist, dass ich mich schwer damit tue zu vertrauen und loszulassen. Und am Ende völlig fertig bin, weil ich mich psychisch wie körperlich leer gelaufen habe (Burnout und Herzinfarkt lassen grüßen!!).
Gestern habe ich mir dann endlich wieder Zeit genommen, um zu meditieren. Ich hatte nämlich festgestellt, dass ich auf meiner To-Do-Liste immer alles abgearbeitet hatte - alles, bis auf was? Na, ihr werdet´s euch denken können! Genau, der Punkt "Zeit für mich" wurde nicht abgehakt. So schwarz auf weiß, konnte ich das nicht stehen lassen. Also habe ich meine Meditations-CD wieder ausgegraben, die ich immer wieder höre, wenn Druck, Stress und Hetze überhand nehmen. Empfohlen wird, diese einmal in der Woche zu hören. Und da stieß ich unweigerlich auf "mein" Ohnmachtstema und den Satz "Weniger machen, mehr fühlen!"
Fühlen? Was hat das nun mit meiner Haut zu tun? Nun, für mich sehr viel! Denn mir geht alles unter bzw. auf die Haut, was ich nicht an "negativen" Gefühlen zulasse und empfinde: Wut, Stress, Angst.... Das "durfte" ich in der Vergangenheit schon sehr oft sehen. 
Dabei wäre es mir manchmal am liebsten, wenn sich all´ die doofen Gefühle in Luft auflösen würden. Und jetzt, wo ich grad daran arbeiten wollte, weniger zu tun, mehr abzugeben, kam eins hoch: Ohnmacht! Scheiße, die wollte ich doch nun gerade nicht! Die galt es doch zu vermeiden! Ne, die wollte gefühlt werden. Und... PUNKT! Aber.... PUNKT!

Nicht mehr rennen, machen, mehr Zeit für mich und fürs FÜHLEN! - ein Vorhaben!

Energie folgt der Aufmerksamkeit. Klingt esoterisch, ist aber so!;-) Mir fällt auf, dass ich einen enormen Widerstand aufgebaut habe: Ich will unbedingt etwas gegen mein Hautproblem unternehmen. Tja, und was passiert erfahrungsgemäß, wenn ich mal wieder kämpfe? Genau: Der Stein meines Anstoßes vermehrt sich. Kennt ihr das nicht auch: Wenn ihr euch klasse findet, fällt euch ein kleiner Pickel gar nicht auf. Aber wenn ihr super-kritisch mit euch seid (vielleicht auch noch wegen eines neuen Kerls^^), sprießen Mitesser, Akne und Co munter vor sich hin. Es wird Zeit sich zu erinnern, dass ich durch Ablehnung eher noch zu meinem Hautproblem beitrage anstatt es zu reduzieren.
Warum ich das hier so schreibe? Um es schwarz auf weiß zu haben und um mich Ernst zu nehmen. Es geht schließlich um mehr als um meine Haut! Es geht um mich und um nichts weniger als mein Seelenheil! 
Ich weiß, dass ich gut für mich sorgen kann, auch wenn ich mich immer wieder neu erinnern muss! So auch heute!;-) Und auch wenn´s unbequem ist... Und ein wenig ziemlich verunsichert: Gefühle annehmen - auweiha! Naja, ist mir ja nicht ganz fremd, oder?

Fazit: Weiter kurieren, mich in Geduld üben und  lieb haben, wie ich bin - mit Pickeln, Neurosen und Co! Muhaaaaaaaaaaaaa!:-D

Kommentare:

  1. wenn du irgendwann Zeit für dich hast und bisschen lesen möchtest, trotz leichter Lektüre mit gutem Tiefgang magst ..
    http://www.amazon.de/Mary-Die-unb%C3%A4ndige-g%C3%B6ttliche-Lebenslust/dp/3442218241/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1347877857&sr=8-1
    versuch's
    mir hat das sehr gut getan
    alles Liebe!
    PS: es muss nicht immer alles schwer sein ;)

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    1. Liebe Sopherl,
      hab Dank! Ich liebe die Bücher von Ella!;-) Aber wie bei so manchem muss auch das Stück für Stück ins Herz sinken!♥

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