Freitag, 19. Oktober 2012

# 13: MoFo meets Vegan Wednesday


Huhu, ihr Lieben. Back in town - nicht ganz gesund, aber munter! Um zwei Uhr heute nacht begrüßte uns Köln mit sommerlichen Temperaturen, und unser Mallorcaurlaub fand endgültig sein Ende. Wir haben uns gut erholt, wenn mir auch eine Mittelohrentzündung in die Quere kam - wieder mal ein dezenter Hinweis, mir nicht zu viel um die Ohren zu knallen! Nichts desto trotz haben Schatzi und ich aufgetankt, viele schöne Bilder geschossen und einen leckeren Vegan Wednesday verbracht. Falls jemand noch nicht weiß, um was es dabei geht - hier die Kurzform: Im August taten sich Carola, Cara und Julia zusammen und riefen das Projekt "Vegan Wednesday" ins Leben. Die Idee dahinter: Jeden Mittwoch dokumentieren Blogger/innen ihr (veganes) Essen fotografisch und stellen die Beiträge online. Einen Link zum entsprechenden Post reichen sie bei der jeweils einsammelnden Mittwochsdame ein. Dieses Mal erwartet Carola die Beiträge, und zwar hier. Wenn ihr also diese Woche nicht dabei wart, denkt doch einfach nächsten Mittwoch ans Knipsen. Dann gibt Julia sich die Ehre... Ihr habt immer bis Samstag Zeit, eure Beiträge einzureichen. Die jeweilige Mittwochsdame stellt diese dann auf Pinterest im Anschluss online.

Und hier nun unser mallorquinischer Vegan Wednesday mit sensationell vielen Bildern:



Zum Spätstück gab es ein paar Löffel der Linsensuppe vom Vorabend, Pidebrot und einen Salat mit Tomaten, von deren Aroma man in Deutschland nur träumen kann... Dazu gab es ein paar in Deutschland gekaufte Aufstriche, Marke Aldi - wir wussten ja nicht, was uns erwartet und haben uns zudem zu 65% selbst verpflegt - einmal aus finanziellen Gründen, aber auch, weil die spanische Küche nicht die veganfreundlichste ist, wenn wir uns auch ganz gut zurechtgefunden haben dank Vegan Passport, dem Internet und sehr bemühten Köchen und Köchinnen.:-) 

Bild: Ralph Conway
Pünktlich, als sei er/sie (?) eingeladen, erschien Flake zum Essen und damit überhaupt das erste Mal auf der Bildfläche: eine Doch-nicht-Straßen-Katze, sondern Mitbewohner des Nachbarn, wie wir am Tag drauf erfuhren: erst scheu, dann aber doch unsagbar schmusig und immer hungrig, wie wir von da an merkten... So hungrig, dass er/ sie wahllos alles fraß: von Sojajoghurt über Hafersahne bis hin zu Keksen und Brot!

Tagsüber waren wir in Palma selbst unterwegs. Nicht wirklich meine Stadt, wenn es hier auch einfacher ist, etwas Veganes zu finden; oder auch deutsche Bücher, denn mein Lektürevorrat war viel zu früh zur Neige gegangen, und wo konnte ich mehr finden als deutsche Klatschblätter und Co, wenn nicht in der Hauptstadt selbst?

Bild: Ralph Conway
Hier fanden wir zudem veganes Sorbet aus Himbeeren für Schatzi und eines aus Limette und Basilikum für mich. Natürlich ist auch hier nicht jedes Sorbet automatisch vegan - es ist durchaus üblich - Zitat -, "2% Milch" oder auch mehr unterzumischen - wofür das gut sein soll? Keine Ahnung. Lecker war die vegane Variante jedenfalls!

Bild: Ralph Conway
Später trank ich einen Smoothie, der zwar optisch wie ein "Sanfter Engel" (O-Saft mit Vanilleeis) daherkommt, aber eigentlich nur aus Ananas, Orange und leider viel zu viel Crushed Ice bestand. Naja, aber immerhin mal was Anderes wie Tee, Tee und wieder Tee! An den Getränken habe ich doch gemerkt, dass ich etwas eingeschränkt war. Das Problem kenne ich ja schon von Deutschland, denn ich will mir mein Café nicht nach der Getränkeauswahl aussuchen, sondern danach, ob ich mich in der Atmosphäre wohlfühle... Naja, es hätte schon ein paar vegane Läden in Palma gegeben, aber ich plane gerade im Urlaub wirklich ungern, sondern entscheide eben lieber aus dem Bauch heraus bzw. begegne lieber "zufällig" netten Spelunken und Cafés. Dann eben den Kompromiss in Kauf nehmen und weniger Getränkeoptionen haben, dafür aber ein nettes Ambiente. Und maybe someday eine Welt, wo vegane Getränke keine Rarität sind. PS: Ich mag kein Bier! PPS: Na gut - an Karneval schon! PPPS: Ich bin sonst nicht so!;-)

Eigentlich hatten wir eigentlich vorgehabt, unseren vorletzten Abend auf Mallorca in unserem Lieblingsrestaurant "Ca na To Neta", Caimari, zu verbringen (ähm: zu dem Zeitpunkt kannten wir nur dieses eine vegan-freundliche Restaurant, aber ich gehe in die Knie vor dieser Kochkunst!!!). Wir waren nur leider etwas verpeilt und standen vor verschlossener Tür: Außerhalb der Hauptsaison öffnen die Schwestern nur am Wochenende ihre kulinarischen Pforten! Hätt´ ich mal auf mein Gefühl gehört oder mein Spanisch aufgefrischt, dann hätte ich die Ansage auf dem Anrufbeantworter - samt Öffnungszeiten - auch verstanden!;-) Also wieder nach Hause gefahren (lag zum Glück um die Ecke) und die Alternative hervorgekramt: das vegetarische Restaurant "Ginebró" in Inca, ebenfalls nur 3-4 Kilometer von unserem Wohnort entfernt - und das war nicht geplant gewesen!:-) Mittlerweile hatten wir uns bereits damit arrangiert, dass unsere Pläne umgeworfen worden waren: So lernten wir immerhin noch ein paar Restaurants mehr kennen, die ich an anderer Stelle noch besprechen werde. Vielleicht nützt es ja jemandem, der in Zukunft mal auf der balearischen Insel Urlaub macht!
Vater und Tochter servieren in dem einzigen zertifizierten vegetarischen Ökorestaurant der Insel bodenständig-leckere Küche für den kleinen Geldbeutel und zum Satt-Essen. Zur Auswahl standen 2 Menüs, die wir beliebig kombinieren konnten. Naja fast: Nur die Hälfte war vegan, was wir ja schon vorher wussten. Die Tochter des Kochs beriet uns fröhlich, wenn auch etwas desorientiert, so dass wir immer mal wieder darauf hinweisen durften, dass Käse und Milch nicht vegan sind!:-D Aber letztlich verließen wir die Lokalität mehr rollend als gehend und um eine schöne Essenserfahrung reicher!;-) Kein Wunder, denn für 14 Euro pro Person (11 Euro für den Mittagstisch) wurden wir wahrhaftig gemästet! Oh mein Gott - lange habe ich nicht mehr so viel gefressen, ähm gegessen. Dabei sahen die Frühstücksteller doch so harmlos aus! Aber seht selbst:

Bild: Ralph Conway
Den Einstieg bildete ein einfacher Rohkostsalat mit Tofustreifen, Walnuß und Sesam. Das Dressing konnten wir selbst zusammen-stellen aus Olivenöl, Sojasauce und Balsamicoessig - alles aus kontrolliert ökologischem Anbau, versteht sich. Die Alternative bildete ein Smoothie aus Banane und noch etwas, das wir nicht verstanden haben, da unser Spanisch und das Englisch unserer Gastgeberin nicht "so bueno" harmonierten!;-)

Bild: Ralph Conway
Der 2. Gang - um Himmels willen, was sollte denn da noch alles kommen??? - bildeten Spinat- und Sojabratlinge an Kürbisspalten mit einem Hirse-Kichererbsen-türmchen: Lecker, wie bei Muttern, würde sie denn vegan kochen. Davon abgesehen stand ja Vattern in der Küche!;-)
Bereits jetzt waren wir so satt, dass ich nervös der Dinge, die da noch kommen sollten, harrte.

Bild: Ralph Conway
Es folgte eine Kartoffel, mit Fenchel-Kartoffelpampe gefüllt und auf einem Gemüsespiegel angerichtet. Ich war mittlerweile dem Essenskoma nahe, kämpfte mich aber heroisch durch und war bereits völlig unfähig "Nein" zu sagen, als die Tochter des Hauses von Dessert anfing: "Leche (Milch) no?" Sie erzählte etwas von Carob und Mandeln, und da war nun wieder meine Neugier geweckt: Das hörte sich rohköstlich an - unbekanntes Terrain also!


Wie gut, dass der Geist willig, das Fleisch aber schwach war: Wir bekamen eine Mandelcréme serviert, die ich ungläubig beäugte und extra nochmals die Zutaten abfragte: Mandeln, Melasse, Carobpulver und ein paar Rosinen und Datteln zur Deko. Beim besten Willen konnte ich diese Bombe nicht aufessen, so dass die kläglichen Reste dienstbeflissen eingepackt wurden: "For breakfast!" Ich murmelte in Gedanken eine stille Abbitte: Nur nicht ans Frühstück denken....

Mittlerweile haben wir uns bestens erholt von dieser Orgie, so dass ich gespannt bin auf die Beiträge der anderen Teilnehmer! :-) Schön, wieder da und dabei zu sein!


Alles Liebe, Momo

Kommentare:

  1. Willkommen zurück - und tolle Bilder, konnte mich beim Pinnen gar nicht entscheiden :D
    Liebe Grüße
    Carola

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