Freitag, 23. November 2012

Mission Hautsache - Bilianz vom 23.11.2012

Es scheint Ewigkeiten her, seit ich Mitte August mein Projekt "Mission Hautsache" ins Leben gerufen habe - vorerst auf drei Monate begrenzt. Tatsächlich geboren wurde es bereits vor 15 Jahren, dauert also bereits mein halbes Leben...

Schau´n wir mal zurück, was sich getan hat seit August:
 
Entspannung und Sport:
- Leider bleibt die Entspannung immer wieder mal auf der Strecke und ich "muss" mich leider immer mal wieder aufraffen, mir auch Zeit für mich zu nehmen und dafür, um abzuschalten. Mein Geist ist immer rege, interessiert und auf der Pirsch. Aber ich möchte mir selber gegenüber auch milde sein: Es ist immer wieder ein neuer Anfang möglich. Ich habe gemerkt, dass mir 15-20 Minuten Entspannung auf dem Bett nach der Arbeit gut tun, wenn ich sie regelmäßig und rechtzeitig mache. Ich muss möchte mich nur immer wieder neu ermuntern, das auch zu tun.
- Ich habe darauf gedrungen, einen Aufgabenverteilungsplan ins Leben zu rufen, um meinen Kopf frei zu bekommen - so die Theorie.;)
- Das Sonnenstudio ist weiterhin meine Brücke ins Wochenende - ich genieße dieses Freitagsritual immer sehr!
- Mein Systema-Trainer ist krank - bis ins neue Jahr. Das bedeutet, dass ich mir etwas zur Überbrückung suchen möchte. Vielleicht besuche ich einfach mal wieder meinen alten Yogakurs?!

Ernährung und innere Anwendungen.:
- Ich lebe natürlich weiterhin vegan, habe aber meinen Sojakonsum reuziert - im Hinterkopf, dass Problemhaut häufig auch durch Soja verursacht wird. Das allein ist es aber nicht, denn mit 15 wusste ich gerade mal, wie man Soja schreibt.;)
- Meine Bierhefekur habe ich bis auf Weiteres nach 3 Monaten abgebrochen. Hat sie was bewirkt? Hm...
- Ich trinke immer noch viel, jedoch nicht mehr soviel von dem Maria-Treben-Tee , dafür aber viel Wasser.
- Ansonsten habe ich vor einigen Wochen auf Gemüse und Obst aus ökologischem, weitestgehend regionalem Anbau umgestellt, und verzichte weitestgehend auf Produkte mit Palmöl. Eine direkte Veränderung kann ich nach so kurzer Zeit noch nicht daraus ableiten. Der Palmöl-Verzicht wirkt sich natürlich auch auf meine Kosmetik aus:

Kosmetik:
- Meine Alterra-Pflege-Linie (mit Palmöl) für empfindliche Haut wird demnächst verschenkt. Ich reduziere im Kosmetikbereich grade sehr bzw. verlagere mich immer mehr aufs Selber-Machen. Inwieweit das meiner Haut gut tut, kann ich noch nicht absehen, aber innerlich atme ich auf. 
Minimalismus bedeutet für mich nicht, mich nicht zu pflegen. Im Gegenteil übertrage ich nur ein Lebensprinzip auf diese Ebene, das besagt, dass weniger manchmal mehr ist: Wo ich als Mensch empfindsam auf Tempo, Schnelllebigkeit und Stress reagiere, tut es auch meine Haut. Deswegen auch hier: Zurück zu mehr Einfachheit. Das sieht bislang folgendermaßen aus:
+ morgens und abends statt Seife/ Waschgel o.ä. zur Reinigung Kastaniensud mit einem Waschlappen nutzen. Klingt verrückt, aber wie bereits in diesem Beitrag dargelegt enthalten Kastanien waschhaltige Substanzen. Und da ich sowieso ständig Sud ansetze, war ich dankbar für den Tipp in meiner Selbstrührgruppe.
+ Alternatives Gesichtswasser nach der Reinigung: 2 Teile Wasser und 1 Teil Apfelessig in einem Töpfchen mischen und etwas davon mit einem Microfasertuch (z.B. von Rival de Loop aus dem Rossmann) auftragen.
+ morgens verwende ich noch meine Alterra Gesichtscreme, abends hauchdünn Olivenöl. Das Verblüffende zu Letzterem: Meine Haut ist weniger ölig als sonst!! Die Créme selbst werde ich, wenn ich das Gefühl habe, so weit zu sein ebenfalls ersetzen und schauen, was passiert.
+ 2-3 mal in der Woche rühre ich mir aus Wasser, wenig ätherischem Teebaumöl und Luvos Heilerde eine Gesichtsmaske.

Last but not least: Psychohygiene:
Ich muss gestehen, das mir die 3-Monatsvorgabe bei meinem Projekt ganz schön Druck gemacht hat. Leistungsorientiert, wie ich geprägt wurde und immer noch oft meistens ticke, wollte ich natürlich "abliefern" - im Optimalfall eine Haut wie die eines sauberen (!) Babypopos.
Tja, und da hat mir meine Haut einen Strich durch die Rechnung gemacht! Wirklich bemerkenswert: Ich bin ein Mensch, der immer wieder dazu neigt, nach der Devise zu leben, dass von viel (Mühe, Disziplin und Energie) viel kommt, auch wenn er eigentlich weiß, dass man nicht alles mit dem eigenen Willen errreichen kann. Im Gegenteil steht ein zu großer Wille (zumindest mir) oft im Weg, wenn es um persönliche Zufriedenheit und Veränderung von unliebsamen Gewohnheiten geht. Wahrscheinlich würden mir jetzt viele Menschen widersprechen, denn im Abendland zählen ja Disziplin, "Zusammenreißen" und Willenskraft sehr viel. Und sie bewegen auch einiges. Das durfte ich immer wieder festellen. 
Ackern, Kämpfen, Machen. Wir wissen ja, wofür. Und am Ende der begehrte Goldtopf! (Ähm, was sollte nochmals drin sein?) Und wenn wir dann da sind, wartet da ein neuer Goldtopf, kennen wir doch schon. 
Meistens im Morgen (beim Ziel nämlich), steht hängt man nicht selten irgendwann da und ist völlig k.o., weil man sich vor lauter Anstrengung selbst überrannt und dabei die Blumen am Wegrand übersehen hat. Nichts scheint mehr zu gehen. Und das ist wohl der Punkt, um loszulassen und aufzuhören zu kämpfen.
 
Vor einigen Wochen bin ich über einen Satz von Werner Bock gestolpert, der nicht nur für meine Haut gilt. Eigentlich könnte ich ihn mir an die Stirn - besser noch: überall hin - tackern, damit sicher ist, dass ich spätestens alle zwei Minuten daran erinnert werde:

"Was ist, darf sein. Was sein darf, kann sich ändern!" 

Klingt einfach. Ich wiederhole es nochmals:

"Was ist, darf sein. Was sein darf, kann sich ändern!" 

Übertrag das mal auf deine "Problemhaut"! Merkst du was? Genau - und jetzt lass das mal sacken. Tu ich auch! - Insofern: Scheiss auf die 3 Monate!!!

Alles Liebe, Momo

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