Dienstag, 13. November 2012

Produkttest: Mock Duck

Dank meiner lieben Tauschpartnerin C. bin ich nun auch  endlich in den Genuss von Mock Duck (Fakeente aus Saitan) gekomme. Sie hat mir sogar zwei Dosen eingepackt, so dass ich gleich zweimal in den Genuss kam und zwei verschiedene Gerichte ausprobieren konnte. Da ich keinen Aisaladen direkt um die Ecke habe und um das Pendant von Vantastic Foods bislang herumgeschlichen bin, war ich ihr dafür sehr dankbar, weil ich schon so viel Gutes darüber gehört habe.
In einer Dose sind 280g Mock Duck enthalten. Wie ich seit eben weiß, gibt es diese nicht nur im Asialaden (für round about 1,79€), sondern auch in der 4er-Packung bei Amazon
Die Dose hat keinen so benutzerfreundlichen Verschluss, aber so what: Einen Dosenöffner hat ja eigentlich jeder... 
Dieses Mock Duck von Wu Chung besteht aus gebratenem Gluten (Weizengluten, Wasser, Sojabohnenöl), Sojasauce (Sojabohnen, Weizen, Wasser, Salz), Zucker, Salz und Sojabohnenöl (laut Packung). 
Kreyenhop & Kluge importieren Mock Duck aus Taiwan und andere Produkte nach Deutschland. Ich war natürlich interessiert, wie es sich mit der Gentechnik verhält und war froh, auf den Hinweis zu stoßen, dass es gentechnikfrei ist, ebenso wie Produkte von Three Coconut Tree und Au-Lac (bei beidem handelt es sich um eine ungesicherte Auskunft bei Facebook, für die ich nicht garantiere!). Juchhu! Eine Antwort seitens des Importeurs bezüglich der Herkunft der Sojabohnen erwarte ich noch.

Das Mock Duck schwimmt in einer Brühe, ist leicht vorgewürzt und sieht rein optisch sehr nach Ente aus. Wir haben es ausgedrückt und in kleine Streifen geschnitten. Wer es pur und ohne Sauce genießen will, sollte es vor dem Braten marinieren. Wir haben dafür Sojasauce, etwas Knoblauch und Reisessig verwendet - aber der Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt. 

Es empfiehlt sich, das Mock Duck seperat scharf anzubraten und später zum Rest des Gerichts zu geben, damit es knusprig bleibt. Das haben wir beim ersten Mal falsch gemacht, so dass es etwas "latschert" war. Aber richtig zubereitet - Leute: ein Gedicht, WENN ihr Entenaroma mögt. Es schmeckt eindeutig nach Ente und ist auch von der Textur und Faserigkeit wie angebratene Entenbrust (bis auf die fehlende Haut!). 

 
Wir haben daraus zum Einen ein Thai-Curry mit Mangold gemacht, was schon sehr lecker war (trotz nicht so knuspriger Ente). Bei den Wraps
wussten wir es schon besser (siehe Bild oben und unten). Da war das Mock Duck perfekt angebraten und so täuschend echt im Geschmack, dass Schatzi ernsthaft fragte, ob es auch ganz bestimmt kein echtes Fleisch sei! ;)


Der Inhalt einer Dose reicht für ein 2-Personen-Curry super aus. Für die Wraps war es auch ok. Wer aber großen Hunger hat, sollte vielleicht direkt noch eine Dose verbraten.
Bereits erprobt und für gut befunden (wenn auch nicht von uns) ist die klassisch-deutsche Ente mit Rotkohl, Klößen und Sauce. Dafür würde ich aber wohl wahrscheinlich doch eher diese Veggie-Enten-Filets von Vantastic Foods nehmen, da es sich dabei um größere Filets handelt, aber das ist ja jedem selbst überlassen.

Fazit: Dieses Ersatzprodukt verdient geschmacklich ganz klar eine glatte 1. Inwieweit es unter sozial vertretbaren Bedingungn entstanden ist, kann ich nicht beurteilen. Wer da unsicher ist, sollte vielleicht eher das ebenso gentechnikfreie Mock Duck von Vantastic Foods nehmen, zu dessen Geschmack ich allerdings nichts sagen kann.


Alles Liebe, 

Momo

Kommentare:

  1. Die würde ich auch gerne mal kosten, sieht ja wirklich sehr gut aus.

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  2. Hab ich heute auch endlich gekauft. Ich bin total gespannt. Die Variante in BBQ Ente von Vantastic Foods hat mich vor Wochen schon total geflahed, so lecker!

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    1. Hihi, guten Appetit! Ich mag das Mock Duck jedenfalls total. Die BBQ-Ente kannte ich noch gar nicht! ;)

      LG, Frau Momo

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  3. Ich bin auch begeister von den blauen Dosen. Kosten in meinem Asialaden € 1,75. "Ente" von Vantastic Foods kostet auf 100g gerechnet ca. das Doppelte.
    Für die Weihanchtsente mit Rotkraut und Klössen reichen mir euch kleinere Stücke. Hauptsache der Geschmack stimmt und außerdem kann man den Teller ein bißchen arrangieren, dass das garnicht auffällt.
    In den blauen Dosen gibt's auch Chicken, Pork und Abalone. Immer "Mock" natürlich.

    LG Veggiehase

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  4. Hallo Frau Momo,

    Ich bin erst seit kurzem beim Herantasten in die vegetarisch/vegane Küche und bin noch SEHR unbeholfen. ^_^

    Ich möchte sehr gern versuchen die geplante Ente für unser Weihnachten mit MockDuck versuchen zuzubereiten.
    Hättest Du eine Idee, in welcher Marinade ich sie einlegen könnte?
    Am besten aus dem Rest der Marinade gleich noch die Soße zubereiten.
    Bekommt man die mit Backen auch 'knusprig' oder sollte man sie doch lieber braten?
    Dazu Klöße und Rotkraut..ein bissl traditionell bleibt es dann irgendwie doch. ;)

    Ich wär echt dankbar, wenn Du einen herzhaften Vorschlag für mich parat hast!

    Liebe Grüße
    Jharilan

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    1. Liebe Jharilan,
      gebacken habe ich die Ente bislang nicht. Da weiß ich also nichts zu. In dem folgenden Rezept findest du einen Link zu einem veganen Weihnachtsmenü: http://einfachveganleben.blogspot.de/2012/08/vegane-entenbrust-in-pfifferlingsauce.html Das Ersatzprodukt ist ein anderes, teureres. Wenn du es nicht nehmen willst, sondern bei Mock Duck bleiben möchtest, brate die Streifen scharf an und lege sie in die Sauce oder auch nicht.;) Ich hoffe, dir geholfen haben zu können!

      Alles Liebe und noch eine schöne Weihnachtszeit,
      Frau Momo

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    2. Vielen Dank, für die schnelle Antwort! :)

      Ich habe mir gleich etwas von der "Ente" bestellt und werde die Tage Ente in Orangen-Honig-Ingwer Sauce und auch die Pfifferlingvariante ausprobieren!

      Schöne Weihnachtszeit!! ;)

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    3. Gerne und guten Apo! Mit Orangen-Agavendicksaft-Ingwer-Sauce wäre es dann auch ganz vegan. Ist natürlich deine Entscheidung!;)

      Alles Liebe,
      Frau Momo

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  5. Hallo Frau Momo,

    habe mich gerade mit großem Interesse durch deine Produkttests gearbeitet.
    Wirklich ein ganz wunderbarer Blog den du da führst.
    Der Artikel mit dem Mock Duck fand ich besonders spannend, da es morgen bei uns ein Valentinsdinner mit selbigem geben soll.
    Was mich im Zusammenhang da sehr interessieren würde, was hat es mit deiner Herstelleranfrage gegeben ? Hast du Antwort erhalten ? " Eine Antwort seitens des Importeurs bezüglich der Herkunft der Sojabohnen erwarte ich noch."

    Beste Grüße & ein relaxtes Wochenende

    Thilo

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    1. Hallo Thilo,
      lieben Dank! Leider habe ich keine Antwort erhalten.
      Euch einen wunderbaren Valentinstag und liebe Grüße,
      Frau Momo

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  6. Hallo Frau Momo,
    es heißt immer scharf anbraten. Ich koch noch nicht lange, was heißt scharf und vor allem wie lange soll ich die Mock Duck Stücke anbraten?

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    1. "Scharf anbraten: Fleisch bei sehr großer Hitze in Fett so anbraten, dass sich rasch eine braune Kruste bildet. Der Vorteil: So schließen sich die Fleischporen besonders schnell. Das Fleisch bleibt saftiger und aromatischer."
      Quelle:
      eatsmarter.de/lexikon/kuechenlexikon/scharf-anbraten

      Das Mock Duck ist ja schon gegart, es muss also nur angebraten werden, so dass es innen warm (ggflls. mal mit der Gabel reinpieksen und an die untere Kante der Unterlippe halten und Temperatur "messen") und eben außen kross ist. Da es mundgerechte Stücke sind, dauert das nicht lang, ein paar Minuten.

      Viel Spaß beim Kochen-Lernen und liebe Grüße,
      Frau Momo

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