Samstag, 3. November 2012

Produkttest: Tempeh (Viana)

Lange ist es her seit dem letzten Produkttest, zumal der Month of Food mich total vereinnahmt hat. 
Vor ein paar Wochen habe ich zum ersten Mal Tempeh zubereitet und gegessen. Selbst wenn viele unter euch es vielleicht bereits kennen -ich wusste bis dato nicht, wie es schmeckt und was man damit so anstellen kann. Nachdem es mir immer wieder auf dem virtuellen Teller serviert wurde, wollte ich´s auch endlich wissen. Einen Asialaden haben wir so nah vor Ort nicht, aber im Zuge eine Verabredung in Köln und einem sehr disziplinierten Kaufrausch im "Goldene Zeiten" konnte ich mir endlich auch eine Packung zu eigen machen! 
Tempeh erhält man, wenn man ihn denn vor Ort hat, günstig im Asialaden, wobei man da nicht unbedingt weiß, woher der Soja kommt, aus dem es gemacht ist... Ich habe meine Packung von Viana. Ich bezahlte für 200g 3,70€ und damit knapp 20 Cent mehr als z.B. bei Vegan Wonderland.

Tempeh ist ein fermentiertes Sojaprodukt aus Indonesien mit einer festen Konsistenz. Laut Wikipedia ist Tempeh ernährungsphysiologisch sehr wertvoll, da der für die Fermentierung zugesetzte Pilz die Proteine der Bohne aufschließt. Mit rund 20g hochwertigem Eiweiss und wertvollen Ballasstoffen ist er eine echte Bereicherung für den Speiseplan. Er besteht aus folgenden Zutaten: Sojabohnen*, Apfelessig*, Rhizopus Oligosporus (Edelschimmelpilz) *=aus kontrolliert biologischem Anbau (lt. Verpackung).
Tempeh ist schnell verderblich, wenn er einmal angebrochen  ist, lässt sich aber gut einfrieren.

   
Das verpackte Sojaprodukt erinnert äußerlich ein wenig an Semmelknödel. Entblößt und aufgeschnitten wird es noch kurioser: Es sieht fast aus wie Reiswaffel in Wurstform - entschuldigt den Vergleich! Ein erster Geschmackstest an einem kleinen, kaum erkennbaren Stückchen entlockt Schatzi und mir nur ein "Hm!" Vielleicht lag es bei mir auch ein wenig an dem Gedanken an den Edelschimmelpiz... Ich habe nie zu den Leuten gehört, die Edelschimmelkäse brauchten! Da schüttelt´s mich eher!
Doch weiter im Text: Wie wir nun bestätigen können, ist Tempeh relativ geschmacksneutral, lässt sich aber quasi mit allem würzen, was einem so einfällt. 


Es lässt sich marinieren, panieren und anbraten. Wir haben ihn vorab mit Sojasauce, weißem Reisessig und etwas Knoblauchgranulat für eine halbe Stunde mariniert, bevor wir es scharf und seperat von den übrigen Bestandteilen unserer Mienudel-Gemüse-Pfanne angebraten haben: 


Hiernach fiel unser Urteil schon ganz anders aus und mündete in sehr wohlwollende "Mhhhs"! Es hatte einen angenehm milden, nussigen Geschmack, fast ähnlich wie beim Biss auf Keimlinge oder Kichererbsen. Wir hatten beide auch das Gefühl, es schmecke ein wenig wie Fleisch, kamen aber auf keinen schlüssigen Vergleich. Vom Aussehen her sah das Tempeh ähnlich aus wie angebratenes Schweinefleisch. Insgesamt hat es uns auf jeden Fall überzeugt: einfache und vielseitige Zubereitung, guter, unverwechselbarer Geschmack, Gesundheitsfaktor gegeben, und auch preislich ist Tempeh mal drin, wenn man es mit "normalen" Fleischpreisen vergleichen will! 

Alle Daumen hoch: Ich gebe eine glatte 1, Schatzi eine 2. Fazit: Ausprobieren, wenn ihr´s noch nicht kennt! :-)

Kommentare:

  1. Tempeh will ich demnächst auch mal probieren - danke für den ermutigenden Bericht :)

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  2. Hatte ich bisher auch noch nicht auf dem Teller.
    Aber ich bin ja für neues immer gerne zu haben. ;)

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    1. ;) Lohnt sich auf jeden Fall alle Mal! :)
      LG, Momo

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    2. Wobei die Vurst ganz schön strange aussieht. :D

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    3. :D Stimmt, aber wenn man die Augen zumacht und vergißt, dass da so was wie ein Schimmelpilz drin ist...;)

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