Sonntag, 23. Dezember 2012

101 Dinge: ein Journal gestalten, um meine Erfahrungen festzuhalten


Eigentlich wollte ich ja - gemäß der ersten Aufgabe meiner 101-Dinge-Liste - ein Bild gestalten, um so meine Liste zu visualisieren. Hier steht nämlich schon sehr lange eine riesige Leinwand herum, die darauf wartet, bemalt zu werden. Nun: Sie muss weiter warten, denn ehrlich gesagt habe ich keine Lust, eine To-Do-Liste in der Größe eines erwachsenen Menschen hier aufzustellen. Und sei sie noch so schön - ne! 

Irgendwie passt es ja zu mir, dass ich bereits meine erste Aufgabe boykottiere. Aber kennt ihr das auch? Ihr seid im kreativen Schaffensprozess und merkt: "So geht das nicht!" Oder "Das fühlt sich nicht stimmig an!" Wofür hätte ich meine Joker, wenn nicht für solche Situationen?


Ich habe stattdessen eine Idee umgesetzt, die ich auf irgendeinem deutschsprachigen Blog gefunden habe, der auf Leonies 101-Dinge-Buch verweist. 
Bei so einem Journal geht es nämlich nicht einfach darum, die Dinge abzuhaken und das Ergebnis zu präsentieren. Journal verweist auf journey, also - zu Deutsch - auf eine Reise. Entsprechend können hier die Erfahrungen dokumentiert werden auf dem Weg hin zum End-Ergebnis. Ich finde es schön, auch etwas zum Anfassen zu haben und nicht nur meine Blogbeiträge, zumal ja nicht alles für die Öffentlichkeit bestimmt ist! ;)
Ein einfaches Handbuch bot sich nicht so an, da ich ja auch Dinge einkleben wollte, wie etwa die 101-Beiträge, die ich hier auf "Einfach - Vegan - Leben" veröffentliche. Im Zuge meiner Papier-Entsorgungs-Aktion (Aufgabe 14) fielen jedoch noch aus Studienzeiten stammende Prospekthüllen und (immerhin aus 100% Altpapier produzierte) DIN-A-4-Ordner an. Beides perfekt für das geplante Journal! 

Vorderseite

Erst wollte ich wieder etwas Collagen-Artiges machen (eine meiner liebsten Techniken zum Visualisieren und Fokussieren), aber das ließ sich zum Einen nicht gut mit so einem sperrigen Ordner umsetzen und zudem war es mir zu langweilig.
Da fielen mir meine Pastellkreiden ein, die seit einiger Zeit verwaist auf dem Gerümpel-Dachboden ihrem nächsten Einsatz entgegenfieberten. Ich hatte Erbarmen, und - planlos - wie ich bin - wurde direkt losgelegt (Die Sofadecke wanderte im Anschluss direkt in die Wäsche...).
Ich habe zwei sehr gegensätzliche Farbtöne kombiniert, die mir entsprechen: Ich liebe rot-gelbe Töne, die für mich Lebenslust, Begeisterung, aber auch einfach Wärme bis hin zur Hitze repräsentieren.

Rückseite

Andererseits gefallen mir aber auch Türkismischungen, die kühler sind und für mich für Keativität, Forscher-Geist und alte, in gewisser Hinsicht fortschrittlichere Kulturen stehen. Kulturen, die mit allem, was ist, in Verbindung standenen und entsprechend respekt- und liebevoll  mit ihrer Umwelt umgingen...
Wieder hatte ich Schatzi zur Hilfe, der mir bei den Detailarbeiten - also beim Umschlag - zur Seite stand, und ich freue mich total über das Ergebnis, das mich und meine gegensätzliche Natur in meinen Augen gut wiederspiegelt

Gebraucht hat es nicht viel:
- einen dicken DIN-A-4-Ordner
- alte Prospekthüllen (oder auch nicht!*g)
- Pastellfarben
- veganes Haarspray zum Fixieren
- Edding zum Beschriften
- Bücherfolie, damit die Farben auch wirklich nicht abgehen...
- Cuttermesser
- Schere
- "Zewa"

Und so wird´s gemacht:
1. Auf beiden Seiten habe ich mit Pastellkreiden das Motiv meiner Wahl aufgezeichnet, mit den Fingern die Übergänge verwischt und fixiert. 
2. Auf den Ordnerrücken habe ich eine gelbe Pappe mit den Eckdaten zum 101-Dinge-Projekt angebracht - Gelb deswegen, weil diese Farbe hinten wie vorne vertreten und somit das verbindende Element ist. 
3. Nach dem Trocknen wurde jeweils die Vorder- und Rückseite umsichtig (!*g) mit Bücherfolie beklebt und die Falten mit Zewa möglichst ausgebügelt. Den Ordnerrücken haben wir ausgelassen. Die Löcher auf der Vorderseite, wo die Ordnerbügel "durchgucken", schnitt Schatzi mit einem Cuttermesser aus.

Tada: Fertig ist mein 101-Dinge-Journal, in dem ich nun jederzeit meine Erlebnisse mit dem Projekt dokumentieren kann. :) Hach, es ist einfach nur schön, was Selbst-Gemachtes in den Händen zu halten, gerade weil´s nicht perfekt ist! :)

Euch wünsche ich nun ein Weihnachtsfest, wie es euch gut tut, v.a. aber mit viel innerer Zufriedenheit und Freude! :)

Von Herzen alles Liebe von
Momo

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