Dienstag, 25. Dezember 2012

101 Dinge: Feng Shui und fröhliche Weihnachten!

Ihr Lieben! 

Ich hoffe, euer Weihnachtsfest war und ist so, wie ihr es euch wünscht, und ihr habt es schön!? An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Leser, für kritische Anmerkungen und motivierendes Feedback! <3 Möge Liebe, Frieden und Freude in euren Herzen sein - nicht nur, aber auch zur Weihnachtszeit!
Meinem Urlaub sei´s gedankt, dass ich viel Zeit für mich habe und mich ein paar Aufgaben meiner 101-Dinge-Liste widmen kann, so auch dem Aufräumen! *g

Aufräumen ist Feng Shui für mich: Wenn ich innerlich in Unordnung bin, hilft es mir, einfach mal Klarschiff zu machen! Gerade zum Jahresende ist das für mich oft ein Thema: Was brauche ich noch, was darf gehen? Und so habe ich mir dieses Mal gemäß Aufgabe 14 meinen alten Papierkram vorgenommen, der bereits seit Jahren im Keller vor sich hinvegetierte und auf den Moment wartete, wo ich ihn wieder reanimierte. Der Moment kam natürlich nie und stattdessen versperrten die Kisten mit alten Studienunterlagen, die ich nach meinem Abschluss nie wieder angesehen hatte, usw. unseren Keller. Da wir Feuerholz bestellen wollten, kamen wir aber einfach nicht drum herum Aufgabe 12, d.h. den Keller, in Angriff zu nehmen und auszusortieren. Ein Teil wurde ans Gebrauchtwarenkaufhaus gespendet, ein anderer wanderte direkt auf den Müll und ein nächster zur Seite, um wiederum zu sortiert und gegebenenfalls neuen Glanz zu erfahren.
Es war ein komisches Gefühl, die Seminarunterlagen aus Uni-Zeiten wieder in der Hand zu halten. So viel Papier, soviel Worte – um nichts, das war zumindest bei vielen Ordnern mein Gefühl. Einer nach dem Anderen wanderte also auch auf den Müll – verinnerlicht oder nicht. Ich hatte jahrelang nicht darin gelesen und würde es ganz sicher auch in Zukunft nicht tun. Nicht mit auf den Müll kam tatsächlich nur eine sehr geringe Auswahl. Der Rest? Weg damit. Ein wenig komisch war mir dabei schon! Sollte die Tatsache, dass soviel von meinem Studienkram auf den Müll wanderte, bedeuten, dass all´ das einfach nur viel Lärm um nichts war, Zeug, das ich in der Realität nicht gebrauchen konnte?
Nun, teils, teils vermutlich. Vieles hatte ich verinnerlicht, war zu einer Haltung geworden und manches brauchte ich tatsächlich nicht mehr, hatte es vielleicht nie gebraucht. Da ich grad dabei war, machte ich auch endlich die Ablage: Die dafür vorgesehenen Fächer ächzten bereits unter dem Gewicht monatealter Briefe, Rechnungen und der Dinge, die ich für Wert befunden hatte, sie aufzuheben. Ich kenne das schon von mir: Wenn´s reicht, dann aber auch richtig, und so machte ich auch hier Tabularasa und hatte am Ende der ganzen Aufräumaktion eine Tonne mit Papiermüll voll!
Die Autoreifen im Keller warten zwar noch, aber ansonsten sieht der Keller prima aus!

Der Heilige Abend kündigte sich an und mit ihm meine mir bereits nur zu bekannte Melancholie, die mir jedes Jahr um die Festtage herum einen Besuch abstattet. Ich liebe die Zeit der Vorfreude, in der Plätzchen gebacken und Kerzen entzündet werden und sich wohlige Adventswärme breit macht. An Weihnachten selbst ist nicht selten die Luft raus. Früher saßen wir am Heiligen Abend selbst da wie überfällige Weihnachtsgeschenke, die nur darauf warteten endlich ausgepackt zu werden. Stattdessen lag erst mal ein gähnend langweiliger Tag vor uns und keine Spur von Weihnachtszauber- und Freude. Abends dann die Geschenke und das große Fressen und ein wenig das Gefühl, entfremdet zu sein von dem, was da passierte.
Dieses Jahr lief manches anders: vegane Ente, keine große Schmückerei, keine Schenkerei: Zeit statt Zeug! Vieles entstand, ohne dass wir uns Gedanken gemacht hätten, aus der Situation heraus und weil es sich richtig anfühlte. Am Vorabend des 24. wollten wir eigentlich putzen, aber wir waren ganz anderer Stimmung, hatten Lust auf Tanzen, Zweisamkeit und Disney. Wieso denn nicht einfach an Weihnachten putzen? Ja genau, wer schrieb einem vor, dass man das an Weihnachten nicht durfte? Eben! Und so wurde der Hausputz auf den nächsten Tag verschoben.
In mir war die bereits erwähnte Melancholie. Ich konnte sie ganz gut sein lassen und vergoß ein paar Tränchen, bevor wir uns an den Hausputz machten. Mein Blick fiel auf die Küchenzeile, die mir schon länger ein Dorn im Auge und als Aufgabe 17 Bestandteil meiner 101-Dinge-Liste war. Der Inhalt war einfach nur chaotisch und unübersichtlich. Könnte man nicht, anstatt wie geplant eine neue Kommode zu kaufen, einfach die Schubladen mit Töpfen und Vorratsdosen gegen die mit den Lebensmittel tauschen? Ja, es würde knapp werden, aber ich war wie beflügelt und Schatzi ebenso! Und so machten wir uns ans Werk – mal die schrecklichste, dann wieder die schönste Weihnachtsmusik, die man sich vorstellen kann, im Hintergrund. Wir entleerten die Schränke, putzten sie (ebenfalls schon lange fällig) aus und räumten sie so um, wie ich es vor meinem geistigen Auge sah! Und es fand alles Platz bis auf ein paar Schneidebretter, Dinge, die wir eh nie benutzten und ein großer Topf, der eine neue Heimat bekam. Es war berauschend: Endlich lag nicht mehr alles wie Kraut und Rüben im Schrank, sondern war mit einem Blick zu identifizieren. Ein Hochgefühl stellte sich ein, und weil wir grad so schön dabei waren, machten wir bei der Arbeitsfläche weiter, die stets vollgestellt war und somit nie ihrer Bestimmung gerecht wurde. Ein Wagen mit Aufbewahrungskörbchen war aufgrund unserer Umräum-Aktion frei geworden und bot nun wieder Platz – her damit! Fazit: Nicht selten hilft ein strategisch-sinnvolles Umräumen, und nicht immer ist ein Neukauf notwendig!
Im Anschluss standen wir in einer sehr viel übersichtlicheren, aufgeräumteren Küche samt gereinigter Wohnung und hatten das Gefühl: Ja, nun war alles bereit und Weihnachten konnte kommen. Wie wohltuend, sich von vorgegebenen Konventionen zu lösen und die Anspannung, die sich wohl bei den Meisten im Dezember aufbaut, im Hausputz abzubauen, anstatt nervös herumzusitzen und zu versuchen, sich weihnachtlich zu fühlen und möglichst weihnachtliche Dinge zu tun, d.h. … ähm... aufs Christkind zu warten, oder was? ;)


Kommt gut durch die Rauhnächte, wenn ihr sie feiert und fühlt euch lieb gedrückt,

Kommentare:

  1. Na das klingt doch nach einem gelungenen Tag - so finde ich zumindest :) Die Melancholie kenne ich auch, leider. Ich hab es noch nie geschafft, mich dem zu entziehen - vielleicht sollte ich nächstes Jahr auch mal aus dem Gewohnten ausbrechen?

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    1. Liebes, ich glaube, es geht vielen so... vielleicht sind´s zum Teil alte Erinnerungen oder auch Erwartungen á la Hollywood, nach denen alles gaaaaaanz harmonisch und mit viel Glitter bestreut ablaufen muss!
      Ich kann dich nur ermuntern, an Weihnachten einfach mal was Anderes zu probieren, etwas zu tun, wonach dir ist und nicht das, was man tun sollte!^^ Ob das aufräumen, rumwerken, ein Tag in der Sauna ist - egal! Hauptsache es ist DEINE Entscheidung!
      Ich drück dich mal ganz lie und wünsche dir, dass du deine Form findest und dem diesjährigen Fest etwas Schönes abgewinnen kannst! <3

      Momo

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    2. Etwas Schönes abgewinnen konnte ich dem Fest schon <3 Und seien es "nur" die Gespräche am Abend oder das morgendliche Merida-Ansehen mit meinen Eltern. Eigentlich liebe ich doch Traditionen. Aber ich bin mir sicher, dass ich das für mich Richtige noch finden werde <3

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    3. Das freut mich sehr! :) Ich glaube, Traditionen sind auch etwas, das man sich erarbeitet. Im Laufe der Jahre habe ich begonnen, mir in so manchem meine eigenen Traditionen zu schaffen. Deswegen gibt es natürlich immer noch althergebrachte Rituale, aber eben nur solche, die mir entsprechen, mit gut tun! Dazu sind sie schließlich da! ;)
      Ich glaube, das kommt einfach mit den Jahren, wenn man sich besser kennt. Ist ja auch etwas, das ich auf meiner Liste habe: MEINE Rituale finden... Du bist also in guter Gesellschaft! :)

      Alles Liebe dir dieser Tage,
      Momo

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  2. Ja, manchmal tut so ein "Ausmisten" einfach toootal gut und man hat dann das Gefühl auch inenrlich wieder mehr Luft zu bekommen und mehr Freiraum zu haben!
    Toll wenn man diesem inneren Impuls so folgt wie Du und auch die nötige eit dafür hat.
    Und Zeit statt Zeug - was für ein guter Satz! hihi
    Schön das ihr das für Euch so machen könnt, das können oft nicht viele zu Weihnacht!
    Feiern wir diese heiligen Nächte noch, finden unsere Rituale, hören und fühlen in uns hinein und heißen wir dann das neue Jahr mit seinen neuen, wundertollen Momenten willkommen, die bereits jetzt hinter einem Schleier auf uns warten.
    Alles Liebe und noch einen schönen fEiertag wünscht MamaMia
    P.s.Eine Frage: Ernährt ihr Euch denn vegan?

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    1. :) Danke dir, du Liebe! Wir erarbeiten es uns - zm Glück gibt es da auch keinen Gegendwind. Wir versuchen einfach herauszufinden, wie wir leben möchten, und danach zu handeln. Der Weg entsteht beim Gehen, und manchmal weiß man´s gar nicht, was einem eigentlich entspricht. Insofern machen wir einfach etwas, das nahe liegt, und nähern uns so dem an, was unsers ist! :)
      Ja, wir leben vegan, sonst würde ich den Blognamen anders wählen!^^ Du doch auch, soweit ich das sehe, oder?

      Dir wundervolle Rauhnächte und eine Zeit, wie du sie brauchst! :)

      Einen angenehmen Feiertag wünschtvon Herzen,
      Momo

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