Donnerstag, 27. Dezember 2012

101 Dinge: Unterwegs sein - 27.12.2012

Gerade mal drei Wochen her, dass ich mein Projekt begonnen habe. Zeit, den Prozess und mich etwas genauer ins Auge zu fassen. Denn darum ging´s mir ja auch, nicht wahr? 
Ich merke, dass meine öffentliche 101-Dinge-Liste eine sehr gute Motovation für mich ist, sie auch in Angriff zu nehmen, wobei mir dies meistens weniger schwer fällt: Ich kann mich in der Regel recht gut anspornen, wenn es um die Erfüllung von Aufgaben geht. Allerdings vergesse ich dabei zuweilen, den Prozess zu genießen. Ich bin nicht selten schon beim nächsten Teilprojekt oder verfasse gedanklich einen Blogbeitrag zu etwas, das noch gar nicht abgeschlossen ist. Ein wenig unheimlich: Ich habe oft das Gefühl, mir selber zuzuschauen und mein Handeln zu bewerten, einzuschätzen, zu kommentieren. Ich suche nach spritzigen oder prägnanten Formulierungen und deute durch die Dokumentation meiner 101-Erlebnisse mein eigenes Empfinden dafür positiv um. Was ich darüber denke? Keine Ahnung, aber ich finde es gut, dass es mir zumindest auffällt.;) 
Bei aller fortwährenden Gewissheit, dass ich im Glashaus sitze: Ich möchte authentisch bleiben. Es geht schließlich um mein Projekt und nicht darum, Andere zu unterhalten, oder?
 
Ich habe sehr schnell meine 101 Punkte zusammen gehabt und letztlich mindestens genauso schnell festgestellt, dass auf meiner Liste durchaus auch - vereinzelt - solche stehen, von denen ich zwar gerne hätte, dass ich sie gerne tun würde, aber die Wahrheit ist: Ich glaube mir selbst nicht! :D
Ich habe – wie sicher viele der neurotischen 1.-Welt-Bürger – eine Idealvorstellung von mir als einem „besseren“ Ich. Obwohl ich eigentlich weiß, dass ich das beste „Ich“ bin, dass ich heute sein kann, habe ich eine 2.0-mit-Sternchen-Version im Kopf, die zum Beispiel immer gelassen und geduldig ist, regelmäßig Yoga praktiziert, die eigenen Gefühle annimmt und vieles Andere mehr. Nette Vorstellung, nur eben nicht die Realtät! Realität ist aber, dass die 1.0-ohne-Shi-Shi-Version durchaus liebenswert ist; na ja: meistens jedenfalls. ;)

Mit ein Grund, warum ich dieses Projekt hier mache, ist, dass ich meine Grenzen ausloten und ein Stück weit erfahren möchte, wer ich bin, wo Quellen des Glücks und wo Widerstände liegen. Ich möchte wissen, was mir entspricht und wie es mir geht, wenn ich über mich hinauswachse! Und deswegen werde ich - in Gottes Namen - diese vermaledeiten Socken fertigstricken, auch wenn es mich derzeit (noch) nicht in Begeisterungstaumel versetzt, daran zu denken. Aber ist es nicht so, dass eine gewisse Anstrengung dazugehört, um echte Befriedigung aus einer Handlung zu ziehen? Nun, auf mich trifft das sicher zu! Insofern haben die Socken und ich eine realistische Chance, Freunde auf den 2. Blick zu werden!
Wenn ich vorschnell einen Joker zücke, werde ich nie erfahren, ob aus der Chance Gewissheit werden kann. Außerdem sieht mir die halbe Welt zu (Hüsteln), da werd´ ich doch wohl nicht einknicken! ;)
Im Ernst: Ich habe die Joker für den Fall, dass alles in mir schreit: „Nein. Das ist absolut nicht meins! Ich will das einfach nicht! Das macht mich nicht glücklich!“ Ich habe sie nicht als Ausrede für meine Bequemlichkeit.;)


Wie geht es euch mit dem, was ich hier so beschreibe - egal, ob mit oder ohne 101-Dinge-Projekt?


Alles Liebe von Momo, die heute die erste Reihe stricken wird! Wirklich!


Zum Weiterlesen:
101 Dinge - Projektbeschreibung, Liste und erfüllte Aufgaben 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...