Sonntag, 13. Januar 2013

Mediterrane Okara-Bratlinge

Gestern ist mir aufgefallen, dass ich lange kein Hauptgericht mehr gepostet habe. Nicht dass das schlimm wäre. Früher hätte mich so ein Tatbestand massiv unter Zugzwang gesetzt. Mittlerweile ist mir so was zum Glück (meistens) egal. Ich möchte kochen und ausprobieren, weil ich LUST habe und dies mein bester Motor ist. Und wenn ich dann wiederum LUST habe es zu verbloggen, tue ich das! :D "Wird schon wieder kommen mit den Hauptgerichten!" dachte ich mir. Dass es noch am selben Tag so weit sein würde, hat mich dann allerdings selbst überrascht... ;) 
Gestern stand unter Anderem Sojamilch auf dem Programm. Bei der Herstellung fällt immer sehr viel Okara ab, das als Rückstand im Sieb zurückbleibt, wenn die Sojamilch durchgesiebt wird. Es beinhaltet fast soviel Eiweiss wie Tofu und ist reich an Ballaststoffen, Kalzium, Folsäure, Selen und Mangan. Es muss gegart werden, sonst ist es nicht gut verträglich. Man kann so allerlei daraus zaubern, so z.B. auch Muffins oder Brot. Wenn es nicht in Gerichte mit hohem Eigengeschmack eingearbeitet wird, muss Okara sehr gut gewürzt werden, weil es sonst einfach wie fader Kartoffelbrei schmeckt! ;) Gestern habe ich das gesamte anfallende Okara zu Bratlingen verarbeitet. So mag ich Resteverwertung! :)
  
 
Zutaten für 4-5 Personen:
1/2 kg Okara (Achtung: Okara aus von Hand hergestellter Sojamilch ist feuchter wie das maschinell gewonnene. Es ähnelt von der Konsistenz her Kartoffelbrei. Die Mengenangaben variieren gegebenenfalls, wenn du maschinell gewonnenes Okara verwendest!)
2 mittelgroße Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
50g getrocknete Tomaten
1-2 Piri-Piris (oder etwas Vergleichbares/ Scharfes)
4 Eßl. Hefeflocken
2-3 Eßl. Tomatenmark
50g Pinienkerne
je 2 Teel. Oregano, Basilikum, Instant-Gemüsebrühe und Hähnchengewürzsalz (vom Türken)
etwas Paprika edelsüß
Pfeffer
100g Glutenmehl
100g Semmelbrösel

Zubereitung:
1. Pinienkerne in einer kleine Pfanne trocken anrösten, bis sie anfangen zu duften. Achtung: das kann plötzlich sehr schnell gehen. ;) Anschließend grob hacken.
2. Zwiebeln, Knoblauch und Piri-Piri fein hacken.
3. Alle Zutaten zusammenkneten. Sollte die Konsistenz nicht stimmen, noch etwas Glutenmehl oder Semmelbrösel hinzufügen.
4. Bratlinge formen und in ausreichend heissem Fett goldbraun ausbacken.


Euch einen zauberhaften Sonntag,
Momo


Zum Weiterlesen:
Hausgemachte Sojamilch (inkl. Okara)
Paté pour réduire la faim à la tomate et okara (oder auch einfach: Okara-Aufstrich)
Okara-Nudeln 

Kommentare:

  1. und wieder was dazu gelernt. Okara hatte ich noch nie gehört. Ist das dien Resteverwertung, wenn du Sojamilch machst? Super Sache.

    Schönen Sonntag noch,

    liebe Grüße,

    Nini

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    1. Ja, genau. Das bleibt im Sieb übrig, wenn die rohe (noch ungenießbare) Sojamilch durchs Sieb gefiltert wird! :)

      Lieben Gruß und dir auch einen schönen Sonntag,
      Momo

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  2. danke für das rezept :)
    bei uns fällt auch immer einiges an okara an (durch die maschine ist es schon ausreichend erhitzt und kann auch zu aufstrichen etc. verarbeitet werden), ich mache oft bratlinge basierend auf einem chefkoch-rezept. deines werde ich aber nächstes mal bestimmt probieren!
    eine frage hätte ich - ich hab schon ein-, 2mal versucht, das okara in muffins zu verarbeiten, die sind aber nicht besonders lecker geworden. hast du einen tipp?

    liebe grüße,
    lisa

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    1. Liebe Lisa,
      leider habe ich bislang noch keine Muffins mit Okara gebacken. Ich hab aber ein paar Rezepte gefunden. Vielleicht helfen sie dir weiter (leider größtenteils auf Englisch!):
      http://www.justasdelish.com/carrot-okara-muffin/

      http://sandysveganblogsandblahs.blogspot.de/2012/02/banan-okara-muffins.html

      http://www.chefkoch.de/rezepte/1925121313918925/Schoko-Bananen-Muffins-mit-Cashewkernen-und-Okara.html

      http://okaraproject.blogspot.de/2011/10/okara-pumpkin-muffins.html

      http://okaraproject.blogspot.de/2012/03/raspberry-okara-muffins.html

      Wenn du ein gutes Rezept findest/ ausprobierst, lass es mich doch bitte wissen! :)

      Das mit den Aufstrichen werde ich auch mal probieren. Muss das Okara dann halt etwas erhitzen...;)

      Liebe Grüße, Momo

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    2. wow, das ist ja ein service!! :D vielen lieben dank für die vielen links!
      ich werde mich mal durchklicken und mit sicherheit das eine oder andere ausprobieren (ganz sicher die mit himbeeren!)... ich lasse es dich dann natürlich gerne wissen!

      liebe grüße, lisa

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    3. Gerne doch! ;) Ist ja nicht ganz uneigennützig!^^

      Liebe Grüße,
      Momo

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  3. Ist ja lustig, gerade heute habe ich auch Okara verarbeitet, allerdings zu Bällchen mit Tomatensauce....
    Viel Spass übrigens weiter beim Stricken!
    Tanja

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    1. Das klingt auch sehr lecker. :) Wenn man erst mal das Würzen raus hat, sind der Fantasie ja keine Grenzen gesetzt...
      Danke schön: das erste Sockenpaar ist heute nachmittag fertig geworden! :)

      LG, Momo

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