Montag, 28. Januar 2013

Okara-Nudeln

Okara, das bei der Sojamilch-Herstellung anfällt, habe ich bislang immer zu Bratlingen verarbeitet, was mir aber auf die Dauer etwas zu einseitig wurde. Schliesslich ist Okara weitaus vielfältiger.
Da ich meine Sojamilch auf die altmodische Art - also ohne Maschine*g - hergestellt habe, variieren die Mengenangaben gegebenenfalls. Lies dir deswegen bitte die Infos unter dem Rezept durch.
Ich habe die Nudeln per Hand ausgerollt. Mit einer Nudelmaschine geht das natürlich leichter, und die Nudeln werden dünner. Ohne dieses Helferlein musst du halt sehr gut rollen. Gut für die Armmuskulatur! ;) Du kannst aus dem Teig sowohl "normale" Nudeln machen, als auch Ravioli oder Lasagneplatten. Letzere müssen dann natürlich nicht vorgekocht werden.




Zutaten für etwa 4 Nudel-Hauptgerichte:*
260g Okara 
200g Mehl 
1 knapper Teel. Salz

Zubereitung:
1. Okara mit Salz mischen und nach und nach Mehl hinzufügen. Kräftig einige Minuten kneten. Der Teil "schluckt" mehr Mehl, als man am Anfang denkt. Wenn ihr maschinell gewonnenes Okara verwendet, ist evtl. noch etwas Wasser/ Pflanzenmilch von Nöten. Der Teig sollte schon geschmeidig sein, sich gut von der Arbeitsfläche lösen und nicht kleben.
2. Bedecke den Teig mit einem feuchten Tuch und stelle ihn für eine halbe Stunde in den Kühlschrank.
3. Wenn du eine Nudelmaschine hast: herzlichen Glückwunsch! In dem Fall produziere auf diese Weise superfeine Nudeln. Ansonsten teile den Teig in vier Portionen und rolle diese nacheinander auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche so dünn wie nur irgend möglich aus. Zwischendurch den Teig vorsichtig wenden, bemehlen, weiterrollen.

Nudelschneiderei
4. Mit einem Pizzaschneider kannst du die gewünschte Nudelart ausschneiden. Anschließend löse mit Hilfe des Pizzaschneiders oder etwas Vergleichbarem aus Metall die Nudeln vorsichtig von der Arbeitsfläche (an dieser Stelle zeigt sich dann, ob diese gut bemehlt war und du immer wieder gewendet hast!*g) und lege sie einzeln (wieder auf einer bemehlten Fläche, sonst kleben sie zusammen) beiseite. Trocknen geht auch, ist aber nicht notwendig, wenn man sie gleich weiterverarbeitet. ;)
5. In gut gesalzenem, kochendem Wasser gar ziehen lassen. Das geht super-fix. Die Nudeln steigen hoch, wenn sie durch sind.
6. Dazu passt jede beliebige Pastasauce.

Okarapasta mit tomatigem Lauchgemüse

*Infos zu den Zutaten:
1. Okara aus von Hand hergestellter Sojamilch ist feuchter wie das maschinell gewonnene. Es ähnelt von der Konsistenz her Kartoffelbrei. 
2. Bei maschinell gewonnenem Okara ist es gegebenenfalls notwendig,
  •  etwas Wasser/ Pflanzenmilch hinzuzufügen
  • weniger Mehl zu nehmen. Fang mal mit 180g an und steiger dich löffelweise!
3. Ich habe beim Mehl je 1 Teil Dinkelvollkornmehl und 550er Weizenmehl benutzt. Je mehr Vollkornmehl ihr verwendet, desto mehr Flüssigkeit ist von Nöten. 

Übrigens freue ich mich jeder Zeit über leckere Okararezepte! :)

Alles Liebe, Momo

Kommentare:

  1. Ich kann Dir dieses Brot sehr empfehlen. Ich mache es allerdings ohne Automaten sondern von Hand. http://www.chefkoch.de/rezepte/1739131282901356/Saftiges-Okara-Leinsamen-Brot.html

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    1. Das klingt toll, und ich meine mich dunkel erinnern zu können, dass mir genau dieses Rezept schon mal empfohlen wurde. Ein Grund mehr, es mal nachzubacken... Danke sehr!

      LG, Momo

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  2. hei momo wieviel Milch hast du denn gemacht damit du 260g Okara raushattest?

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    1. Also: Ich habe ca. 200g Sojabohnen zu ca. 1,7 Litern Milch verarbeitet. Daraus habe ich ~360g Okara gewonnen. Die anderen 100g habe ich zu Aufstrich verarbeitet. ;)

      LG, Momo

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  3. Finde ich sehr gut, das du die "Reste" immer so schön kreativ weiterverwendest und sieht echt lecker aus. Zudem hast du dann noch plastikfreie Nudeln :)

    LG,

    Nini

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    1. :) Danke sehr! Fast plastikfrei, denn die Sojabohnen kommen ja auch aus der Tüte. ;) Momentan wehre ich mich noch dagegen, im Internet größere und plastikfreie Mengen zu ordern und unterstütze lieber die Wirtschaft vor Ort! :)

      LG, Momo

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  4. Wow, interessant.
    Davon hatte ich noch nie gehört.
    Toll, was es alles gibt.
    Und super erklärt, die Rezepte!
    GLG, MamaMia

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    1. Lieben Dank für das Kompliment! Ich lerne auch ständig neue Welten kennen...;) Es hört nie auf und bleibt immer spannend! :)

      LG, Momo

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  5. Sehr interessant, von Okara habe ich noch nie gehört! Klingt aber gut und eine sehr schöne Verwendungsmöglichkeit hast du dafür gefunden.

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  6. Ui, toll, ich habe auch noch nie davon gehört, bin aber ganz begeistert und würde das auch sehr gerne mal probieren.

    LG
    Kate

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  7. Danke ihr Beiden! Und dir, Kate, viel Spaß beim Ausprobieren! :)

    LG, Momo

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  8. Tolle Sache. Solche Rezepte sind klasse um nichts wegzuschmeißen!
    Ich werd mal ein paar Rezepte zur Verwertung von Mandeltrester veröffentlichen...

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    1. Ja, ich find das auch super. Man spart bares Geld, und es ist ja eh inkl. bei der Milch-Herstellung.
      Mandeltrester-Rezepte fänd ich super. Da habe ich auch noch kaum Erfahrung mit! :)

      LG, Momo

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  9. hei kann ich deinen Blog in meinem Youtubevideo erwähnen? Ich finde das Rezept so super das sollte erweitert werden, (bin zwarnicht so eine große Nr bei Youtube) aber trotzdem :)
    Aberwollte dich vorher erstmal fragen

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    1. Hallo du Liebe,
      aber sehr, sehr gern! :) Lieb, dass du fragst! Verlinkst du´s dann hier? Würd es mir gern ansehen! :)

      LG, Frau Momo

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