Mittwoch, 27. Februar 2013

Nimmersatt?!?

Der Titel deutet mein "Problem" schon ziemlich unmissverständlich an: Ich bin jetzt seit knapp einem Monat "High Raw". Was mir direkt positiv auffiel, war, dass ich sehr schnell satt wurde. Nur leider nicht für lange. :( Und so passiert es abends regelmäßig, dass ich anfange rumzuknabbern: Möhren, Äpfel und absolut unrohen, konventionellem Knabberkram, bei dem mir keine Beschönigung einfällt außer, dass er vegan ist...;)


Morgens starte ich mit einem grünen Smoothie und heißem (!*g) Tee in den Tag. Gegen elf gibt es Frischkornbrei mit wechselnden Obstsorten, Samen und Saaten. Für mich funktioniert beides wunderbar: Ich habe Energie und bin auch lange Zeit satt. Manchmal sogar bis zum Abendessen. Manchmal gibt es noch 1-2 Rohkostpralinen, ein paar Möhrchen oder etwas Obst. Die bisherigen Rohkost-Abendessen waren stets lecker, abwechslungsreich und sättigend. Für kurze Zeit leider nur.

Dieses Problem habe wohl nicht nur ich. Manche lösen es durch viel Fett in Form von Nüssen, Avocados u.ä.. Damit fühle ich mich nicht wirklich wohl. Womit ich nicht andeuten will, dass 80/10/10 auch nur annähernd für mich in Frage kommt. Ist mir einfach zu stark reglementiert! :D Ich bin und bleibe einfach ein kleines Revoluzzerkind! 

Nein, ich habe einfach am eigenen Körper gespürt, dass ich mich mit insgesamt zu fettreicher Nahrung einfach nicht wohl fühle: Mein Körper ist dann zu stark am Arbeiten und ich fühle mich schwerfällig - gerade am Abend und in der Nacht keine angenehme Sache. Zuviel Obst am Abend - vornehmlich meine geliebten säuerlichen Äpfel - sind auch nichts für mich. Die scheinen wie wild in meinem Bäuclein zu gären, oder was immer sie da sonst tun! ;)
Nur kamen in den letzten Tage zum Hunger (oder ist es eigentlich gar kein Hunger???) auch Kältegefühle und eine gewisse körperliche Schwäche dazu. Auch das mag noch unter Umstellungserscheinungen laufen, aber  ich hatte das Gefühl, dass mir tatsächlich etwas fehlte. Und so kochte ich an einem der letzten Abende mal wieder eine Portion "Dinkel wie Reis". Danach fühlte ich mich wieder recht voll. Aber ich war - gefühlsmäßig - auf der richtigen Fährte: Mir fehlten, wie ich glaube, die Hülsenfrüchte/ Getreide. Zumindest meine ich das! ;) Und so kam ich auf das Thema "Grüne Sprossen und Keimlinge" und ein uraltes Büchlein aus den Neunzigern, das ich nie gelesen, aber auch nie weggegeben habe: Die Sprossen-Küche (nicht vegan!). Und so bin ich derzeit munter dabei, mir von Sprossen wie Keimlingen einen guten Vorrat heranzuzüchten und zu schauen, ob ich durch ihren Einsatz etwas für mich und mein Sättigungsgefühl tun kann.


Ich habe einiges zum Thema "Sättigung und Rohkost" gelesen und manches verworfen. Ich werde das, was mich anspricht, ausprobieren. Und v.a. immer wieder schauen, was mein Bauch mir rät. 
Jeder Mensch ist anders und ich möchte keine vorgefertigten Lösungen, aber mir hat der Austausch mit Christine z.B. schon sehr weitergeholfen. Denn nicht jedes Rad muss ich neu erfinden. Ich kann von Anderen lernen und gleichzeitig auf meine eigene innewohnende Weisheit lauschen, mir meinen persönlichen Weg durch den Rohkostdschungel bahnen. Naja, zumindest ist das die Theorie und mein Wunsch. :D Bislang bin ich ja ganz gut damit gefahren! Und zum Glück gibt mein Körper mir ja sehr eindeutig Rückmeldung, was ihm gut tut und was nicht! Vielen Dank dafür, du Lieber! :)

Folgendes möchte ich nach und nach für mich antesten und in Betracht ziehen:

~ mich in Vertrauen in mich, meinen Körper und meine innere Führung üben und darauf hören
~ Geduld haben mit meinem Körper und meinem Prozess !!!
~ Eins nach dem Anderen!!
~ nicht essen, wenn ich doch eigentlich müde/ gelangweilt bin
~ mich wirklich satt essen
~ genießen und auf meinen Bauch hören
~ mich mit hinreichend grünen Sprossen, Keimlingen und grünem Blattgemüse versorgen
~ auch wenn Christines Wildkräuter-Wanderung in Köln erst im Sommer ist,  jetzt schon nach Wildkräutern suchen und sie in meinen täglichen Speiseplan einbauen
~ kleine Mengen Nüsse/ Proteinsnacks in den Speiseplan einbauen
~ anderes Obst als Äpfel für den Abend probieren
~ Chia-Milch antesten (Chia soll sehr sättigen und ist mir zudem nun schon einige Mal begegnet - zu oft für mein Dafürhalten, als dass ich es weiter ignoriere)
~ grüne Säfte/ Smoothies für den Abend
~ Cracker und Rohkostchips für den Abend vorbereiten

Das mag wie ein Lösungskatalog aussehen. Ist es aber nicht. Es ist eine Landkarte! Oft hilft mir so etwas, um mich zu fokussieren. Der Weg zeigt sich letztlich... Hoffe ich!

Ich freu mich über eure Meinung und Erfahrungen zu diesem Brainstorming! :)

Alles Liebe,
Frau Momo

Dienstag, 26. Februar 2013

Wildkräuterwanderung mit Christine Volm in Köln am 08.06.2013

Ihr Lieben!

Vor einigen Tagen habe ich bereits eine Vorankündigung hinsichtlich einer möglichen Wildkräuterwanderung unter Christine Volms Führung in Köln veröffentlicht.

Vor wenigen Stunden habe ich länger mit ihr sprechen können, um in die genauere Planung der Wildkräuterwanderung einzusteigen. Und juchhu: Wir haben einen Termin gefunden:
Am Samstag, den 08.06.2013 um 11.00 Uhr wird die Wanderung, genügend verbindliche Anmeldungen vorrausgesetzt, in Köln stattfinden. Sollte die Teilnehmerzahl entsprechend hoch sein, könnte Christine einen 2. Termin am Nachmittag desselben Tages anbieten.

Sie kommt wie ich von außerhalb und erkundigt sich derzeit noch wegen einer geeigneten Sammelstelle in Köln. Sollte jemand unter euch sein, der ein geeignetes Gelände in Köln kennt, das sowohl offen zugänglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und keine Hundespielwiese ist, wendet sich bitte direkt an Christine.

Sie wird sich nun um die Details kümmern und euch zugegebener Zeit alle weiteren Infos (Örtlichkeit, Finanzielles...) in Form eines Flyers zukommen lassen und auch alle weiteren Fragen beantworten.

Wichtig: Natürlich habe ich eure Kontaktdaten nicht einfach so rausgerückt. Es ist also an euch, euch bei ihr zu melden, damit ihr auch auf die Teilnehmerliste kommt! Hier sind ihre Kontaktdaten:

Christine VolmWurmbergstraße 27  71063 Sindelfingen
fon: 07031/811954  fax: 07031/812174
info@christine-volm.de

Christines Homepage
Christines Blog
Ihr Buch zur Wildkräuter-Thematik: "Meine liebstenWildpflanzen - rohköstlich: sicher erkennen, vegan genießen"

Noch etwas ist mir eingefallen: Wenn ihr Lust habt, könnte man sich vor- oder nachher zum Brunchen/ Tee-/ Kaffee-Trinken verabreden und so vielleicht noch etwas Zeit zum Reden finden. Da ich mich in Köln nicht so auskenne (vegantechnisch), gebe ich die Orga einer solchen Sache aber ab! ;) Ich könnte allerdings die Details zu so einem Klön-Gedöns via Mail verteilen, wenn was Konkreteres fest steht! :)

Soviel für heute von mir!

Ich freue mich, euch und Christine im Juni zu sehen!

Alles Liebe, Frau Momo


PS: Wer mich bereits angeschrieben hat, sollte eine gleich lautende Email im Postfach haben!

Sonntag, 24. Februar 2013

Buchempfehlung: Going raw - Wie Sie Ihre Ernährung erfolgreich auf Rohkost umstellen und damit Ihr Leben bereichern


Ich bin niemand, der gerne nach Rezept kocht. Kochbücher werden bei mir meistens angesehen, und dann mache ich doch wieder das, was mir gerade so einfällt.;) Es gibt wirklich nur ein paar gaaaaanz wenige Ausnahmen. Und dazu gehört dieses Buch, aus dem ich bislang soviel "nachgekocht" habe, wie noch nie zuvor.

Zum Buch im Allgemeinen:
Judita Wignall, beim Living Light Culinary Arts Institute ausgebildete Rohkostköchin, erläutert auf wohltuend-undogmatische Weise die Grundlagen der Rohkost-Küche, gibt sowohl theoretische als auch praktische Tipps zur Umstellung auf eine gesunde, roh-vegane Ernährung bzw. zeigt auf, wie sich der Speiseplan rohköstlich erweitern und aufwerten lässt. 
Sie fängt bei Null an und führt mit klaren Anweisungen, Schritt-für-Schritt-Bildern und einer einfachen (!), englischsprachigen DVD in die Lebensmittel und Techniken der rohköstlichen Küche ein. Die DVD  beinhaltet mehrere kurze Filmchem, in denen z.B. demonstriert wird, wie man Nussmilch herstellt, eine Trink-Kokosnuss öffnet oder mit einem Dörrautomat umgeht. Die DVD ist dabei eine gute Ergänzung. Doch das Buch selbst ist schon eine wunderbare Einführung in die sehr komplexe Thematik, ohne dabei den Leser zu überfrachten: Durch übersichtliche, ansprechend bebilderte Kapitel ist es ein gutes Nachschlagewerk: Grundlegende Techniken, Vorratshaltung, spezielle Rohkostverfahren wie Dörren werden hier einfach und übersichtlich dargelegt.


Zu den Rezepten: 
Warum diese mich so angesprochen haben, liegt auf der Hand: Die Bilder, von Juditas Ehemann aufgenommen, sind sehr hochwertig und haben einen ungemein großen Aufforderungscharakter. Schon beim Durchblättern kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: Das alles konnte Rohkost bieten? Ja, für den Laien ist die Fülle an Gourmet-Rohkost-Rezepten natürlich extrem beeindruckend. :D Doch daneben finden sich ebenso wunderbare Rezepte für den Alltag, für die es keine große Vorbereitung braucht. Ob Smoothies oder Säfte, Kreationen zum Frühstück, Salate, Suppen, Beilagen, Hauptgerichte, Desserts, Snacks, oder, oder: Juditas Auswahl deckt den gesamten Tag ab und ist eine gute Mischung aus raffinierter Gourmet-Rohkost, die einem den Einstieg aufgrund der Nähe zu bekannten Gerichten (Burger, Bolognese, Pizza, Wraps...) einfach macht und wirklich schnellen Gerichten für werktags. So findet der Einsteiger ebenso etwas für sich wie auch der fortgeschrittene Rohköstler. Die Mengenangaben sind sowohl im amerikanischen Tassen- /Cupmaß angegeben als auch auf´s Gramm genau im deutschen Mengenmaß.
Sympathisch ist mir Juditas klarer, freundlicher Schreibstil und die große Übersichtlichkeit des Buches, was einem das Wiederfinden bestimmter Anleitungen leicht macht. Sie bringt ein profundes Wissen mit und versetzt sich gut in die Rolle des Anfängers. Das Buch lädt mich immer wieder zum Durchblättern ein. Wer wie ich sehr visuell veranlagt ist, wird mit farben(f)rohen Bildern belohnt. Und was wichtig ist: Die Rezepte funktionieren: Sie sind variabel, verständlich und mit guten Bild-Anleitungen ausgestattet, wo notwendig. Manche sind aufwendiger, bedürfen mehr Vorbereitungszeit und Zutaten, andere wiederum sind absolut fix und ohne erneuten Einkauf (bei guter Vorratshaltung) umzusetzen. Ein beispielhafter Menüplan, Tipps für die Vorratshaltung und weitere praktische Hinweise helfen dem geneigten Leser bei der Planung seiner ersten Schritte ins "Rohkostland".


Ich arbeite jetzt wenige Wochen damit und habe es mir angewöhnt, wöchentlich mindestens ein Gericht daraus zuzubereiten. Ich habe Spaß dabei, esse alles Andere als einseitig und fühle mich da abgeholt, wo ich bin. Zu berücksichtigen ist bei der Wahl der Lebensmittel, dass es 1-2 Produkte gibt, die in Deutschland nur schwer erhältlich sind: Dies betrifft aber nur sehr wenige Rezepte, die sich gut abwandeln lassen. Zudem sind gewisse Geräte durchaus von Vorteil. ;) Ich verstehe z.B. jetzt, warum eine Küchenmaschine erfunden wurde. Und ein Ofen ist halt auch was Anderes wie ein Dörrgerät, wobei Ersterer absolut ausreicht, um die Dörrerei mal anzutesten.
Mit einem guten Einkaufsguide wie diesem hier ist Going Raw* in meinen Augen wirklich ideal für die Umstellung auf roh-vegane Rohkost bzw. für ein Reinschnuppern. Der Titel hält also, was er verspricht. Und ich bin schon unsagbar gespannt auf den Nachfolger, Raw & Simple*. Ein Haar in der Suppe "müsst" ihr, wenn ihr wollt, selber suchen! ;)

Liebst, Frau Momo

Montag, 18. Februar 2013

Rohköstliches Blitzlichtgewitter

Ich merke, dass mit der Rohost ein gewisses Durcheinander in meine Beiträge Einzug hält. Durcheinander oder bunt? Was von beidem es nun wirklich ist, weiß ich nicht. Ich behalte es im Auge und versuche trotz der Flut einigermaßen überschaubar zu bleiben mit den Inhalten hier. ;)

Ich habe auch diese Woche einiges ausprobiert und mich dabei wirklich in Juditas Kochbuch verliebt! Normalerweise koche ich nie nach festen Rezepten, aber v.a ihre Bilder, aber auch die Rezepte haben mich wieder und wieder verführt. Hier mal ein paar kulinarische Eindrücke, wovon ich hier schwärme:

Burger mit BBQ-Sauce und Brötchen - alles hausgemacht!


Rohkost-Pizza mit Spinat
Für die Pizza habe ich übrigens das erste Mal in meinem Leben gekeimt! Auch hierzu fand ich eine gute Anleitung in Juditas Buch, und so sahen meine herzallerliebsten Buchweizenkeimlinge aus:




Aber ich habe noch einiges mehr gelernt:
1. Mandelmehl ist nicht dasselbe wie Mandeltrester. Man trocknet den Trester im (Dörr-)Ofen. Warum ich das erzähle: Nun ja, ich habe eigentlich Cookies nach diesem Rezept machen wollen. Allerdings war der Teig durch den Mandeltrester (Mandemehl hätte es sein sollen) viel zu flüssig, und ich habe die Dinger halb "tot" getrocknet. Letztlich hatte ich die Schnauze voll, und es wurden super-leckere "Pralinchen" draus: einfach nur zusammengerollt/ -gedrückt - fertig! 


Merke: Mandeltrester trocknen oder zusätzliche Milch in Rezepten weglassen. Egal! Diese Dinger sind auch so sehr lecker und gemixt mit rohköstlicher Nussmilch ein Traum.

2. Damit wären wir bei meiner Soyabella. Ich liebe sie. Nüsse eingeweicht - und dann keine Minute Wartezeit, bis die rohköstliche Nussmilch fertig ist! :) Mittlerweile habe ich bereits einige Sorten ausprobiert: Cashew,-, Mandel- und Walnussmilch - lecker! :) Die Soyabella kann übrigens auch mahlen - nur keine eingeweichten Nüsse, wie ich jetzt auch weiß! :D Allerdings kann man Nüsse wohl auch auf Vorrat einweichen und dann für 12-24 Stunden trocknen. So prepariert, müsste es auch ohne teure Geräte gehen...

3. Gute Überleitung zum Thema Küchengeräte!^^ Wenn in Juditas Rezept etwas von einer Küchenmaschine steht, empfiehlt es sich, eine zu benutzen... Wenn man denn eine hat... V.a. im Fall von harten Lebensmitteln wie eingeweichten Nüssen. Mahlen mit elektrischer Kaffeemühle, Pürierstab, Profi Cook? Viel Spaß!^^ Naja, mein Profi Cook hat sein Bestes gegeben, aber ich habe nun, mit 30 Jahren, den Sinn einer Küchenmaschine erkannt. ;) 

4. Ein Dörrgerät ist ein Dörrgerät, ist ein Dörrgerät, ist kein Ofen! Wenn ich jetzt den Satz schreibe: "Ich brauche ein Dörrgerät"" klinge ich wahrscheinlich etwas pubertär-hysterisch. Sei´s drum: "Ich brauche WIRKLICH ein Dörrgerät!" Naja, ob dem so ist, werde ich wohl erst wissen, wenn ich eine Weile damit gearbeitet habe. Aber nach einigen Dörrereien im Ofen weiß ich, dass ich so ein Ding haben möchte. Denn das Trocknen im Ofen ist nun nicht gerade energiesparend, zumal selbiger anders arbeitet und v.a. die Temperatur nur schwer auf 42°C zu halten ist.
Nach anfänglicher Begeisterung für den Excalibur habe ich mich lange Zeit belesen und durfte erfahren (Stand 2013), dass die Temperaturen darin starken Schwankungen unterworfen sind - und zwar nach oben! Weiter nach oben als im Sinne der Rohkost! 
Der Testsieger 2012 - Sedona - hat mich in der Hinsicht schon mehr überzeugt, aber auch aufgrund der digitalen Schaltfunktionen und der Funktionsweise. Selbst Schatzi war sehr angetan und war nicht mehr vom PC und den Testberichten wegzukriegen. ;) Dieses Video führt sehr schön ein in die Thematik ein: (Nein, ich kriege kein Geld für, dass ich hierfür Werbung mache! Ich bin WIRKLICH begeistert, wenn auch ohne Erfahrungen...)



5. Roher Lauch ist nur in geringen Mengen zuträglich. Naja, es sei denn, man will eine abführende Wirkung erzielen. ;) So ein Smoothie mit einer Stange Porree ist dann doch nichts für jeden Tag!^^ So what. Wieder was dazu gelernt! ;)

6. Nachdem mein Salat mehrfach nach kurzer Zeit schlapp gemacht hat, und diverse Tipps nicht halfen, habe ich meine Bioladenfrau gefragt. Die Lösung: Salat in ein feuchtes Baumwolltuch einschlagen und im Kühlschrank aufbewahren - ich habe unsere Geschirrhandtücher genommen! Und hey: Meine liebe Bioladenfrau hat Recht behalten! ;)

Und ich?
Mir geht es mit der Rohkost weiter gut. Ich vermisse nichts! Morgens bin ich früher wach, dafür abends schneller müde. Über die Entwicklung meiner Hautsache habe ich schon etwas geschrieben. Bin gespannt, wie´s weitergeht! :) 
Was mir auffällt: Ich nehme Nahrung vermehrt unter dem Gesichtspunkt wahr, ob sie lebendig ist. Lebendig im rohköstlichen Sinn. Das bedeutet, dass mir der Appetit auf "tote" Lebensmittel derzeit paradox erscheint bzw. sich selbige gar nicht erst einstellt. Im Gegenteil habe ich Lust auf einfache, bunte, frische Nahrung. Und das im Winter. Ist aber so. Und ich gebe dem nach. 
Nach Gourmet-Rohkost wie der auf den Bildern oben wäre  mir gar nicht jeden Tag. Allein vom Aufwand her ist das nichts für Werktage. Unter der Woche esse ich lieber leichtere Gerichte, die fix zubereitet sind: Salate, Rohkostnudeln mit Pesto, Gemüseallerlei, das ich mit Dips in Salatblätter einrolle... Heute war z.B. der Wirsing fällig! Lecker! :) 

Äpfel am Abend sehen im Winter nicht so toll aus!^^

Ich mache mir seit Neustem öfter ein Schüsselchen mit Äpfeln. Meine Mum tat das früher immer für den Nachmittag. Tja, der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm! ;) Zumal ich Äpfel liebe!!! Die kommen für mich gleich nach Möhren. Davon esse ich übrigens derzeit weniger. Es scheint, als wenn sich mein Körper die Vitamine nun auch an anderer Stelle holt... Spannend!
Übrigens isst mein Schatz begeistert mit! :) Nur für Frischkornbrei konnte er sich bislang nicht erwärmen! ;) Muss ja auch nicht! :)

Und zu guter Letzt erneut der Hinweis auf die Wildkräuter-Wanderung bei Christine Volm, die bei hinreichend Resonanz in Köln stattfinden könnte!


Das war´s für heute von mir!

Liebste Grüße,
Frau Momo 

Sonntag, 17. Februar 2013

Mission Hautsache - Bilianz vom 17.02.2013

Schon wieder fast drei Monate her, seit ich etwas zu meinem Selbstversuch "Hautsache" geschrieben habe. Näheres dazu findet ihr in den unten angegebenen Beiträgen bei "Zum Weiterlesen". 
Drei Monate sollte mein im August gestartetes Projekt ursprünglich dauern. Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich mich diesbezüglich nicht unter Druck setzen sollte, weil genau darauf meine Haut sehr allergisch reagiert bzw. mit unliebsamen Pusteln und Unreinheiten.
Insofern habe ich den begrenzten Zeitrahmen aufgehoben und nehme mir einfach die Zeit, die es braucht.


Was hat sich nun in den letzten Monaten getan?

Entspannung und Sport:
Mein Systematrainer war krank und ist letztlich verzogen. Yoga hatte ich ja ausgesetzt, weil es mir ursprünglich zu viel war, an drei aufeinander folgenden Abenden einen Kurs zu besuchen. Letztlich stand ich also ganz ohne da. Das habe ich zu spüren bekommen. Ich fühlte mich unausgeglichen und verkopft. Mir fehlte einfach der Ausgleich, so dass ich Ende Januar nochmals nach einem passenden Yogakurs in der Nähe und zu einer günstigeren Zeit suchte. Den fand ich auch, und seit Anfang Februar bin ich wieder am Praktizieren. Zudem mache ich nun jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen Yoga nach diesen Videos, was mir sehr gut tut. 
Ich würde gerne noch öfter Entspannungssequenzen in meinen Alltag einbauen und bin immer noch auf der Suche nach einer Methode, die mir entspricht und bei der ich nicht gedanklich aussteige. Nein, bei mir ist es schon etwas mehr als das normale Abschweifen... ;) Derzeit wechsele ich einfach die Entspannungsformen ab und schaffe es immerhin auch unter der Woche immer mal wieder, für eine Viertel- oder halbe Stunde ruhig zu sitzen/ zu liegen. Mindestens aber einmal die Woche. Wer Meditations-/ Entspannungstipps für einen extrem unruhigen Geist hat: Ich nehme sie dankend an! :D
Der Besuch im Sonnenstudio tut meiner Psyche und damit auch meiner Haut weiterhin gut - mögen die Hautärzte sagen, was sie wollen!

Ernährung und innere Anwendungen:
Hier hat sich wieder sehr viel getan: Im November habe ich nach einem feucht-fröhlichen Abend aufgehört Alkohol zu trinken. Nicht, dass ich regelmäßig zu viel getrunken hätte. Ganz sicher nicht. Es war aber einfach an dem Abend so was von hoffnungslos zu viel, dass ich ins Grübeln kam und feststellte, dass auch das Glas Wein zum Essen 2-3mal die Woche ja eine Gewohnheit war. Eine neutrale erst mal. Aber ich wollte wissen, ob es mir schwer fallen würde, darauf zu verzichten. Anfangs dachte ich immer mal wieder drüber nach, d.h. mir fiel auf, dass ich nichts trank. Mittlerweile sind fast drei Monate um, und Alkohkol reizt mich einfach nicht mehr. Ein Essen ist auch so schön! :)
Weiter trinke ich mittlerweile fast überhaupt keinen schwarzen Tee mehr. Grünen Tee habe ich nach einer schlaflosen Nacht auch erst mal dran gegeben. Ja, ja, Übertreibung zu einer Seite des Pendels hin läutet bei mir häufig den Wandel ein! ;)
Seit Januar beschäftige ich mich sehr intensiv mit Rohkost, seit Februar auch praktisch und in Verbindung mit einem morgentlichen grünen Smoothie. Und ich habe den Eindruck, dass das meiner Haut wirklich gut bekommt. Die ersten Tage waren super, dann ein kurzes Intermezzo, wo es wieder zu kippen drohte, und nun einige Tage, wo ich wirklich das Gefühl habe, dass etwas ins Heilen kommt. Mal sehen, wie es weiter geht. Damit einher geht der Verzicht auf viele nicht-rohköstliche Getreidesorten und herkömmlichen Zucker und Weißmehl, wobei die beiden letzten Dinge bei mir in der Vergangenheit eh sehr wenig auf dem Speiseplan vertreten waren. Soja nehme ich auch weniger zu mir. Ich lebe keinen 100%-Rohkoststil, aber der Anteil ist vergleichsweise sehr stark gestiegen. Präsenter auf meinem Speiseplan sind Salat, Gemüse und Obst. Und ich merke, dass ich dazu gar keine Beilage wie Kartoffeln, Reis und Nudeln BRAUCHE. Ich bin auch so satt, satter sogar wie zuvor.

Kosmetik:
Eine Zeit lang habe ich mir mit dem Sud von Kastanien das Gesicht gewaschen. Mittlerweile ist es nur noch Wasser. Ich trage zudem morgens und abends eine Mischung aus 2 Teilen Wasser und einem Teil Apfelessig auf. Das Olivenöl wurde durch Kokosöl abgelöst. Jenes auf dem Bild oben ist nicht rohköstlich. Dennoch leistet es mir gute Dienste. Wenn es irgendwann in "100 Jahren" aufgebraucht ist, werde ich aber mal das von Dr. Georg testen, welches eben rohköstlich ist.
Ich habe zudem mein Make-up aufgegeben. D.h. keine tönende Crème und kein Puder mehr! Ich "erlaube" mir aber einen Abdeckstift für gar zu "fiese" Stellen. Letzteres hat den positiven Effekt, dass ich nicht dauernd mit den Händen ins Gesicht gehe und dadurch alles nur noch schlimmer mache. 
Diese Veränderungen sind noch recht frisch, aber ich habe ein gutes Gefühl und bin stolz auf mich, dass ich nach 17 Jahren mit Make-up mich endlich (fast) so zeige, wie ich wirklich bin! Ich glaube, dass das ein ganz wesentlicher Schritt ist: zu mir zu stehen! :) 
Ansonsten gibt ew wie schon seit langem 1-2 die Woche eine Maske aus Heilerde und etwas Teebaumöl.

Psychohygiene:
Ich habe mich in den vergangenen Monaten sehr viel geärgert. Über Dinge, die ich nicht ändern kann. Das möchte ich so nicht mehr. Ich möchte meine Energie in die Dinge stecken, die ich wirklich beeinflussen kann und nicht immer wieder Ärger über Menschen hegen, die ich eh nicht ändern kann. Ich rede weniger über das, was mich ärgert bzw. nicht mehr ganz so ausführlich. Und das ist gut so. Mehr Raum für FREUDE! :) Ich ziehe Grenzen, wo nötig, äußere auch Kritik, aber die Dosis macht´s! Immer wieder "bete" ich mir den Gelassenheitspruch herunter oder besinne mich auf dieses Zitat von Werner Bock:

"Was ist, darf sein. Was sein darf, kann sich ändern!" 

Und es hilft! Mir geht es psychisch besser. Ich bin zwar weiter dünnhäutig, d.h. alles geht mir schnell unter die Haut bzw. zeigt sich auf derselbigen, aber ich versuche, mich samt Haut weniger verrückt zu machen. ;)
Ich möchte weiter lernen, nicht für alles Verantwortung zu übernehmen, sondern Anderen ebenso etwas zutrauen. Ich will abzuwägen, was mir wirklich wichtig ist, und wo ich es einfach auch "aushalten darf", wenn etwas unfertig/ unerledigt/ nicht "perfekt" ist! So unfertig wie z.B. mein Projekt "Hautsache" ...;) 

Euch ein schönes Wochenende und liebste Grüße,
Frau Momo

Samstag, 16. Februar 2013

Wildkräuterwanderung in Köln bei Christine Volm??? Why not?!

Ich würde gerne bei Christine Volm, Autorin von "Meine liebsten Wildpfllanzen - rohköstlich", eine Wildkräuterwanderung machen. Nun wohnt die Dame in Stuttgart, was mir ein wenig weit ist. Ich würde gerne vor Ort einen Kurs bei ihr machen, genauer in Köln. Nach einem netten Mailwechsel ist es nun an mir, genügend Leute mit Interesse an einer Exkursion mit Christine zusammenzutrommeln. Das Seminar ist sicher auch für Nicht-Rohköstler von großem Nutzen. Mir war es halt dennoch wichtig, jemanden mit einem entsprechenden Background zu haben!
Hier geht es zu Christines Homepage und ihrem Blog.
Termin steht noch nicht. Er wird ausgehandelt, wenn genügend Interessenten zusammenkommen. Der reguläre Preis würde ca. 29 Euro betragen. Diesen könnten wir erhalten, wenn wir roundabout 20 People zusammenkriegen. Wenn weniger teilnehmen, würde es proportional teurer werden. 
Es gäbe auch noch die Option, ein Tagesseminar oder eine Wanderung plus Zubereitungskurs zu veranstalten, falls weniger Interessenten zusammenkommen, damit sich der Aufwand lohnt. 
Bislang haben sich bereits 13 Leute gefunden. Da geht doch noch mehr, oder???? Also, liebe Kölner und (werdende) Wildkräuter-Fans: Bei grundsätzlichem Interesse mailt mir. Dann setze ich euch unverbindlich auf die Liste und melde mich beizeiten bei euch mit weiteren Infos!

Ich hoffe auf zahlreiche "Hier-Rufe"! Werbung ist nicht nur erlaubt, sondern auch ausdrücklich erwünscht!! Hierfür schon mal jetzt ein herzliches Dankeschön!

Euch ein schönes Wochenende,
Frau Momo 


Zum Weiterlesen:
Genauere Details 

Donnerstag, 14. Februar 2013

No strawberries for my valentine! (Torten-Rezept)

Mir egal, ob Valentinstag eine Erfindung der Floristen ist! Davon mal ab, ist das ja eh nur ein Gerücht, wie wir alle wissen! :D  Ja, es stimmt: Wenn man seinem/ seiner Liebsten das ganze Jahr über nicht zeigt, dass man ihn liebt, braucht man es an Valentinstag auch nicht zu tun. Aber davon gehen wir jetzt einfach mal nicht aus, nicht wahr? ;) Da halte ich es lieber mit dem Hersteller einer namenhaften Magarine (brrrrrrrrrrrr!): "Backen ist Liebe!"
Ich habe schon die ganze Zeit über gerätselt, wie ich es schaffen kann, unbemerkt eine Valentinstagtorte zu fabrizieren, wo Schatzi doch normalerweise mittwochs nicht arbeitet. Tja, der Himmel kam zur Hilfe, und der Gute musste gestern abend doch ran. Eigentlich war ich viel zu müde und kaputt. Doch nach einem ausgiebigen Bad mit selbst gebastelten Lavendel-Badepralinen war ich erfrischt und bereit, das "Experiment Rohkosttorte" anzugehen! Denn eins war ja wohl klar: Dieses Mal sollte mein Herzblatt eine rohköstliche Torte bekommen. Ich hatte bereits einige Rezepte gelesen: Eigentlich ziemlich einfach, wie ich fand und auch nix mit Dörren! :) 

Dieses Käsekuchen-Rezept von Lisas tollem Blog Raw on $10 a Day (or Less) hat mich letztlich angesprochen, wenngleich ich es für meine Bedürfnisse abgewandelt habe, zumal Erdbeeren nun mal gerade keine Saison haben. Naja, Mandarinen natürlich auch nicht, aber sie waren diese Woche in meiner Gemüsetüte.
Der Boden ist übrigens recht dünn, wie ihr auch sehen könnt. Typisch für rohköstliche Kuchen. Ich wollte es aber nicht anders, weil das Ganze durch den hohen Nussgehalt eh´ schon sehr mächtig ist!;) Aber das ist uns mal grad egal - Fastenzeit hin oder her! ;) Die Crème kommt ohne zusätzliche Süße aus. Wir mögen das so. Wenn ihr Süßschnäbel seid, könnt ihr natürlich noch mit etwas Stevia oder Agavendicksaft nachhelfen...

And here I proudly present my frist raw-vegan cake:



Zutaten:
Boden:
125g Walnüsse
6 Datteln
1 Prise Salz
1 Teel. Kakao oder mehr
Öl für die Form

Crème:
150g Cashewkerne*

2 kleine Bananen
Mark einer halben 1/2 Vanilleschote/ etwas
Vanillepulver* 
120ml Wasser
Saft einer Zitrone/ 4-5 Eßl. voll
1 Prise Salz
 

für den Belag:
3 Mandarinen


Zubereitung:
1. Die (entsteinten) Datteln und
Cashewkerne* getrennt voneinander mehrere Stunden lang einweichen. 

2. Walnüsse mahlen (ich habe das probeweise und völlig problemlos mit meinem Sojamilchbereiter/ Soyabella von keimling.de gemacht, da ich meinen Profi Cook derzeit leider krankheitsbedingt etwas schonen muss.). Ich habe sie gröber gelassen, um den Boden crunchiger zu machen, aber ihr könnt sie natürlich auch fein mahlen! Dann mit den zermanschten/ klein geschnittenen Datteln und den übrigen Zutaten für den Boden verkneten. Wer eine Küchenmaschine hat, ist klar im Vorteil, aber es geht natürlich auch so! :)


3. Eine Herzform (Durchmesser 21cm) auf einen großen Teller oder den Boden einer Kuchenform stellen. Am sichersten ist es, Backpapier oder Klarsichtfolie unterzulegen, aber das fiel mir erst hinterher ein, als ich Herzform und Boden schon eingeölt hatte!^^

4. Walnuss-Dattelmischung drauf geben und gleichmäßig durch Drücken verteilen.

5. Die Cashewkerne* mit vorerst wenig Wasser, Salz und dem Vanillepulver* fein pürieren/ mixen. Lasst euch dabei etwas Zeit, damit die Crème auch wirklich eine wird. Nach und nach Saft und Wasser hinzufügen und erst am Ende die Bananen. 

6. Diese Crème auf dem Boden verteilen.   

7. Mandarinen schälen und die Stücke hübsch auf der Torte drapieren.

8. Nun kommt das Schmuckstück für 3 Stunden in den Gefrierschrank. Dann kann man den Tortenring entfernen und die Torte VORSICHTIG mit einem (gegebenenfalls heißen) Messer umschichten. Achtet dabei darauf, dass sie nicht in der Mitte bricht! Jetzt darf sie noch über Nacht im Kühlschrank durchziehen.
 


Tipp:
1. Wenn die Torte nach dem Gefrieren einen ganzen Tag im Kühlschrank durchzieht, ist die Crème natürlich nicht mehr so fest, aber durch das Durchziehen schmeckt der Kuchen unserer Meinung nach noch besser, wie wenn er nur über Nacht durchzieht.


2. Wenn ihr nur wenig Zeit habt, reicht es natürlich auch, wenn ihr die Torte für zwei Stunden ins Gefrierfach stellt und dann bei Zimmerluft auftauen lasst.


Euch und eurem Liebsten oder auch einfach "nur" euch einen wunderschönen Valentinstag!


Von Herzen alles Liebe von

eurer Frau Momo ♥


Nachtrag: 

Wer einen leistungsstarken Mixer hat, kann die Zutaten für den Boden auch jeweils direkt in selbigem mixen und muss nicht erst mahlen etc..

Sonntag, 10. Februar 2013

Frischkornbrei (Rezept) und "Logbuch"

Wie in meiner Anfangszeit der Umstellung auf die vegane Lebensweise prasselt momentan sehr viel auf mich ein, so dass es fast unmöglich scheint, einen Post zu verfassen, der so was wie einem roten Faden folgt. Naja, egal! "Müsst" ihr jetzt halt ausbaden. Ich werde schon meinen Stil finden, um euch hoffentlich nicht zu verwirrt und overloaded zurückzulassen. :D
Doch erst mal gibt es wie versprochen das Rezept für den Frischkornbrei, womit Aufgabe 86 meiner 101-Dinge-Liste hiermit offiziell dokumentiert wäre:


Zutaten:
50g - 60g Getreide (z.B. Dinkel, Quinoia, Hirse)
2 Teel. Braunhirse
ca. 1 Teel. Leinsamen 
Wasser zum Einweichen
etwas Zimt
etwas rohen Kako (ich habe rohe Kakao-Nibs* geschrotet - danke, Cara!)
etwas zum Süßen nach Geschmack (rohen Agavendicksaft oder Stevia) oder 2-3 Datteln
nach Wunsch etwas Zitronensaft
Obst nach Wahl (ich hatte 1 Banane und 1 Orange)
optional ein paar über Nacht eingeweichte Nüsse
rohe Mandelmilch oder etwas Anderes zum Anrichten

Zubereitung:
1. Das Getreide (und gegebenenfalls die Nüsse und Datteln) am Abend zuvor (frisch geschrotet oder ganz) in soviel Wasser einweichen, dass es gut bedeckt ist.
2. Am nächsten Morgen das Getreide gut abspülen und in eine Schüssel geben.
3. Leinsamen, Braunhirse und gegebenenfalls die Kakao-Nibs* frisch schroten/ mahlen und zum Getreide geben.
4. Obst in mundgerechte Stücke schnibbeln und zum Getreidemix geben.
5. Wie gewünscht mit den anderen Zutaten abschmecken und mit Mandelmilch, Joghurt o.ä. anrichten.

Neuigkeiten von der "Rohkostfront" im Telegrammstil:
Gelernt:
1. Rohkostchips aus Süßkartoffeln schmecken super! Auch dem Kater! ;) Der ist geradezu wild drauf!
2. Ich liebe meinen Lurchi und Nudeln aus Zucchini sind der Hammer!


3. Nüsse und Saaten weicht man definitiv besser vor dem Verzehr ein, dann sind sie leichter verdaulich.
4. Die Zubereitung von Gourmet-Rohkost bedarf genauerer Planung und einiger Vorbereitungen. -> Deswegen gibt es sie bei uns an Wochenenden und unter der Woche eher einfache Gerichte!
5. Ich darf auch in Sachen "Rohkost" lernen, meinen Weg damit zu finden, anstatt mich in Anbetracht der vielen, zum Teil sehr strikten "Do´s und Don´ts" verunsichern zu lassen. -> Gehe kleine Schritte, anstatt zu schnell zu viel zu wollen und es dann ganz aufzugeben.
6. Rohkost macht richtig, richtig satt! 
7. Rohe Sushi, frei interpretiert nach Juditas Rezepten aus dem "Going Raw", (asiatisch inspirierte Guacamole und Sesam-Ingwer-Sauce zum Dippen) mit Resten vom Rotkohlsalat sind zum Niederknieen!


Glücklicherweise waren die Noriblätter, die noch hier rumlagen, nicht geröstet

8. Es geht auch einfach: Die liebe Claudi (Danke!) hat mir den Tipp gegegeben, diese Übersicht über "Rohe Produkte im Naturkostladen" im handlichen 56-Seiten-Format zu ordern. Darin sind die wichtigsten Anbieter von rohköstlichen Produkten aufgeführt, so dass ich auch außerhalb des Internets an viele Produkte komme (, wobei ich ja auch nicht alles haben MUSS*g). Welch eine Erleichterung! Ich sah mich schon wieder nächtelang Produktanfragen schreiben. Inwieweit die Angaben (von 2012) korrekt und noch aktuell sind, kann ich natürlich nicht sagen. Aber dieses "Büchlein" ist für mich erst mal ein sehr hilfreicher Einkaufsguide! Nachhaken kann ich ja immer noch. ;)

Und sonst noch? 
1. Mir geht es so weit gut! Ich bin weiter auf der Suche nach leckeren Snacks, was, wie ich glaube, tatsächlich daran liegt, dass ich möglicherweise zu wenig Kalorien zu mir nehme, da das Rohkost"zeuch" so satt macht, wobei ich nicht gezählt habe. So what: Ich bin ja bereits eifrig am Experimentieren mit rohköstlichem Knabberkram und werde heute weiter testen mit Cookies und Rohkostchips! :) Ich freue mich über meine erstaunlich gute Haut, darüber, dass ich nun jeden Tag nach dem Aufstehen mein Yoga mache und auch so gut in den Tag starte. Nebenwirkungen verspüre ich keine, aber ich bin ja auch nicht auf "100% roh"!
2. Juchhu! Meine Soyabella ist nach anfänglichen Startschwierigkeiten (der Schaltkopf war defekt) angekommen. 


Ja, genau: Ich habe freundlicherweise einen Sojamilchbereiter namens Soyabella als Testprodukt von keimling.de zur Verfügung gestellt bekommen. Ich hatte eh schon länger damit geliebäugelt und als Patrick von Keimling mit seiner Anfrage auf mich zukam, habe ich nach einigem Überlegungen zugesagt, dieses Gerät auf Herz und Nieren zu testen. In einem seperaten Beitrag werde ich nochmals ausführlich über das Gerät berichten, was allerdings noch etwas dauern wird. Soviel sei bereits gesagt: Die erste damit produzierte Mandelmilch schmeckt klasse, und die Zubereitung ging super-fix, inkl. der Reinigung - ein sehr wichtiger Punkt bei unserem DIY-Aufkommen! ;)

Soviel für heute von mir! Ich wünsche euch einen zauberhaften Sonntag und drück euch lieb. Ihr seid mir sehr ans Herz gewachsen, auch wenn ich euch ja gar nicht wirklich kenne!

Alles Liebe, Frau Momo

Samstag, 9. Februar 2013

Aktion: Gemüsetüte vom 08.02.2013 - Was mache ich nur mit...?


Schon in der vergangenen Woche habe ich euch gebeten, mit mir gemeinsam nach Zubereitungs-Ideen für den Inhalt der aktuellen Gemüsetüte zu suchen. Auf diesen Einfall kam ich durch die liebe Gourmande von Gourmandises végétariennes, die derzeit ihre Eltern besucht und neugierig auf die Gemüsetüte dieser Woche ist.  ;)
Vorneweg euch einen ganz lieben Dank für die Resonanz und die tolle Inspiration! Wirklich klasse, was da an Vorschlägen kam! Die Umsetzung ist dann zwar wieder ein anderes Thema, aber das kennen wir ja alle, nicht wahr? ;)

Ich gebe hier eine kurze Zusammenfassung der fabrizierten Gerichte, bevor es zur neuen Gemüsetüte geht:

- 1 Postelein -> Rohkostnudeln mit Gourmandes Postelein-Avocado-Pesto (mit Sonnenblumen- in Ermangelung von Pinienkernen).
- 1 Rotkohl -> Winterlicher Rotkohlsalat, Smoothies und Inlay für Nori-Röllchen (gibt es heute abend zur Resteverwertung)
- 2 Orangen-> Smoothie und Frischkornbrei 
- 1 doch nicht unreife Mango -> letztlich kein Mangosalat, da eben reif, sondern Smoothie*g (Memo an mich: Für Smoothies die Mango unbedingt schälen, solange du keinen Vitamix hast!^^)
- Tomaten: mein erstes Rohkostbrot nach diesem Rezept und daraus Bruscetta 
- 2 Bund Mangold-> Mangold-Süßkartoffel-Créme-Süppchen und Smoothies

Und hier der Inhalt der gestern abgeholten Gemüsetüte (Kleine Kombi):


Gemüsetüten-Inhalt in Worten:
- 1 Vogerlsalat (nein, das ist keine neue Salatsorte, sondern der goldige, österreichische Begriff für Feldsalat*g) -> als leckerer Salat mit Crackern
 - 2 Möhren -> s. Lauch
- 4 Stangen Lauch -> jeweils rohköstlich: Lauch-Mörencréme-Suppe mit Möhren, Pizza und sonst????
- 1 Kohlrabi ->rohköstliche Chips
- 3 Mandarinen -> eine Überraschung für ein ganz bestimmtes Datum - Feind liest mit!*g
- 1 Granatapfel ->evtl. im Frischkornbrei

Die kleingedruckten Gerichte sind Ideen. Fest steht noch nichts! Eure veganen Rezepte und Einfälle sind gefragt, egal, ob nun Frühstück, Hauptmahlzeit, gebacken, gekocht oder roh! Naja, und es ist wohl momentan kaum zu übersehen: Rohköstliche Rezepte fänd ich besonders cool. Speziell welche für Knabberkram (Cracker oder andere, herzhafte Snacks). Muss aber nicht sein! ;)

Ihr könnt gerne euer Gemüsetüten-Rezept mit einer oder mehreren Zutaten aus der o.a. Zusammenstellung verbloggen und/ oder die Idee in einem Kommentar unter diesem Beitrag verlinken!

Go! Für mehr Vielfallt auf den heimischen Tellern! :)
Alles Liebe und euch ein wunderschönes Wochenende! Bei dem herrlichen Schnee zieht´s mich gleich, denke ich, nach draußen für einen Spaziergang - juchhu, Autochen darf stehen bleiben! 

<3-lichst,
eure Frau Momo

Freitag, 8. Februar 2013

Rohkost-Impressionen und -Rezepte der letzten Tage, Yoga und 101 Dinge

Mittwochmorgens dachte ich noch, dass ich mich total zusammenreißen muss, um nicht 100% roh zu essen, eine Feststellung, die abends dann gehörig ins Wanken kam. Doch dazu gleich mehr!
Ich startete mit dem ersten Frischkornbrei meines Lebens, bestehend aus aus Quinoia und Hirse, in den Tag und erledigte somit Aufgabe 86 meiner 101-Dinge-Liste - endlich mal diese beiden Dinge auszuprobieren - wie nebenbei. Das Zeuch macht jedenfalls so satt und schmeckt gar nicht breiig, wie befürchtet. Stattdessen hatte ich, wie von der Rohkost ja bereits gewohnt, sehr viel zu kauen, schaffte schon wieder nicht die vorbereitete Portion und war für Stunden satt. Ich startete beschwingt in den Tag und brach zu meinem neuen Yogakurs auf. Bislang habe ich Yoga immer abends gemacht, habe aber gemerkt, dass das nichts für mich war: Zwischen Arbeit und Yogakurs habe ich meist noch soviel erledigt, dass ich nicht richtig abschalten konnte. Zudem kam ich danach erst gegen elf, manchmal noch später nach Hause und somit erst spät ins Bett. Lange Zeit stand an drei Abenden hintereinander ein Kurs an. Das war zuviel: Erst musste der Dienstagskurs weichen und dann zog mein Systematrainer weg. Plötzlich stand ich ganz ohne Sport/ Bewegung da. Das war auf Dauer nichts, denn ich mache unsagbar viel mit meinem Kopf, bin jemand, der ständig volle Energie fährt. ICH BRAUCHE DEN AUSGLEICH! Und so machte ich mich auf die Suche nach einem passenden Kurs und entschied mich - als jahrelanger Morgenmuffel - schließlich für einen Kurs am Vormittag, der auf dem Weg zur Arbeit lag. Strategisch günstig in der Mitte der Woche. Und hey: Yoga am Morgen (naja, halb zehn ist ja nicht mehr wirklich Morgen!*g) ist klasse für mich. Nur werde ich in Zukunft meine grünen Smoothies vorher trinken, da ich ja immer erst gegen elf frühstücke. Will ja nicht im Yogakurs in Ohnmacht fallen. Und vielleicht ist es so oder so nicht verkehrt, den Smoothie als Einstieg in den Tag zu nutzen?!
Nachmittags wartete mein Tauschpäckchen von der lieben Carina! Juchhu, mein Lurch Spiralschneider war angekommen! :) Der musste natürlich sofort getestet werden, und so poduzierten Schatzi und ich in gemeinschaftlicher Arbeit Süßkartoffel- und Möhren-Spaghetti. Dazu gab es Gourmandes Postelein-Avocado-Pesto (mit Sonnenblumen- in Ermangelung von Pinienkernen)


Das Pesto war sehr lecker! Aber: DAS SIND KEINE SPAGHETTI!*heul Ich glaube, ich habe mich tatsächlich zu sehr darauf versteift, "richtige" Nudeln zu essen. Schatzi hat diesen Fehler nicht begangen, und ihm schmeckte es einfach. Das ist wohl wie mit manchen Fleischersatzprodukten: Wenn man sie für sich nimmt und genießt, ohne sie am Original zu messen, sind Rohkostnudeln prima. Aber sie schmecken eben wie Rohkostnudeln. Und deswegen heißen sie ab sofort in unserem Hause nicht mehr Rohkostnudeln, sondern Lurchis! Und eben solche werde ich demnächst aus Zucchini basteln! Und anderem Gemüse. Und ganz sicher werde ich sie mögen - hoffe ich! Alle sind doch soooooooooooo begeistert! Die werden doch wohl nicht schwindeln bzw. sich lediglich selbst positiv bestärken??? 

 
Morgen oder so wird es jedenfalls wahrscheinlich gekochte Lasagne! :D Der Tofu muss weg!^^
Jedenfalls hatte ich gestern das erste Mal ein Hungergefühl, was wohl kein Hunger als mehr "Entzugserscheinungen" waren... Wir hatten auch kaum noch was zum Knabbern im Haus und so maulte ich ein wenig herum und tröstete mich mit Studentenfutter und geröstetem Mais!
Der Donnerstag war dann auch ein gemäßigter Rohkosttag: Altweiberfrühstück auf der Arbeit mit Baguette und Hoummous, das ich allein löffeln durfte! Es gab zwar einige interessierte Nachfragen, aber dabei blieb´s dann auch: Mehr Hoummous für Schatzi und mich: "Bäh!"
Nachmittags habe ich mein erstes Rohkostbrot nach diesem Rezept zubereitet. 

 
Es wurde an mehreren Stellen als das "beste" Rohkostbrot überhaupt angepriesen und mir zudem persönlich empfohlen, und das musste natürlich ausprobiert werden. Es empfiehlt sich, das Rezept genau zu lesen und auch wirklich das zu machen, was da steht! :D Leinsamen lassen sich nämlich im Nachhinein - zumindest nicht mit meinen Utensilien - nicht mehr pürieren, wenn man sie nicht vorher, wie im Rezept angegeben, mahlt! Das Brot hat in Ermangelung eines Dörrgeräts im Umluftofen getrocknet, in dessen Tür ein Holzlöffel steckte. Es waren wohl 5 Stunden! Ein Teil hat noch etwas weitergetrocknet, aber wir waren einfach zu hungrig! ;) Wir haben daraus ein Bruscetta mit den Tomaten aus der Gemüsetüte zubereitet. 

 
Das hatte ich so lange nicht mehr. Zum Brot: Man schmeckt schon einen Unterschied, wobei ich natürlich keinen Vergleich habe zu richtig gedörrtem Brot. Es war weicher und nicht so kross/ brotig. Ihr wisst schon, was ich meine! ;) Es war wirklich lecker und eine gute Alternative, aber nicht für jeden Tag: Es hat unsagbar satt gemacht : für meine Begriffe vielleicht sogar zu sehr! Aber das liegt sicher auch daran, dass ich ein paar Stunden davor Studentenfutter zum König Drosselbart gefuttert habe... Das war einfach zu unausgewogen bzw. zu nusslastig. Davon habe ich schon häufiger gelesen. (Edit: Zudem habe ich die Mandeln nicht angekeimt, was sich positiv auf die Verdauung auswirken soll. Beim nächsten Mal...) 
Ich wollte ja auch noch rohköstliche Snacks gemacht haben, und da der Ofen nun mal eh´an war, trockneten parallel zum Brot auch Süßkartoffelchips nach diesem Rezept


Getestet werden die heute abend. Zum Frühstück brauche ich die nämlich nicht. ;) Außerdem ist noch einiges vom Brot übrig! ;)

Wie geht´s mir eigentlich mit all dem?
 Ich merke schon, dass mit meinem Bauch irgendwas anders ist. Ich glaube, er kratzt sich derzeit ziemlich am Kopf und fragt sich, was er mit all´ dem Grünzeug anfangen soll. Da er zu keiner Lösung kommt, schmeißt er einfach den Verdauungsapperat an, was ich nicht weiter ausführen muss. 
Vom Energielevel her geht es mir gut. Ich habe heute angefangen, Yoga nach diesen Videos zu praktizieren, da ich neben meinem Kurs noch etwas machen wollte. Vor 4 Jahren etwa habe ich eine kurze Zeit jeden Tag eine Stunde Yoga gemacht. Das war aber eindeutig zu schnell zu viel: Ich war ja kein (angehender) Yogalehrer! Deswegen ist diese an sich tolle Sache schnell wieder eingeschlafen. Die Yogamour-Videos habe ich gefunden, als ich nach Ursula Karven und ihren "15 Minuten Yoga"-Einheiten suchte: Kurze in sich runde Yogaeinheiten zu bestimmten Themen, Schwierigkeitesgraden, die etwa eine Viertelstunde dauern. 
Die erste Einheit hat mir heute sehr gut getan, und es war auch wieder eine dieser Sachen, die ich mir nicht auf meine (nicht vorhandene) Liste zur "Rundum-Erneuerung im Hauruck-Verfahren" gesetzt habe. Es "kam" einfach so. Und eine Viertelstunde werde ich wohl täglich erübrigen. Geht schließlich um mich! :) Danach gab´s - wie schon seit einer Woche - grünen Smoothie. 
Kalte bzw. lauwarme Speisen sind noch etwas ungewohnt für mich. Das merke ich deutlich, aber gut: Ist wohl einfach eine Frage der Gewohnheit.
Ich bilde mir ein, dass meine Haut viel klarer ist, und das, obwohl ich meine Tage habe und mein Experiment ja noch gar nicht so lange andauert... Wer hier nachliest und mich persönlich kennt, der weiß, dass ich seit der Pubertät mit psychosomatisch bedingter Akne zu tun habe. Mal mehr, mal weniger. Ebenso wissen diese Leute, dass ich seitdem fast keinen Tag ohne Make-up rausgegangen bin. Keine Kriegsbemalung - zumindest nicht mehr, seit ich Ü20 bin, aber eben doch dieses getöntes Zeug und Puder, was auch nicht gerade günstig ist und die Poren verstopft... Aber heute stand ich vorm Spiegel und dachte: "Das brauchst du heute nicht!" Tja, und so gehe ich heute todesmutig ohne raus... Und das an Karneval!*g Find ich gut! Ob´s an der Rohkost liegt? Ich weiß es nicht. Aber wesentlich mehr habe ich nicht verändert...

Soviel zu mir! Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und den Jecken dieser Welt, zu denen ich mich trotz meines Wohnorts nicht zähle, eine superjeile Zick!


Alles Liebe, Frau Momo

Mittwoch, 6. Februar 2013

Winterlicher Rotkohlsalat

Ich muss sagen: Ich mag Salat, aber so ganz ohne Baguette oder Ähnliches? Im Winter? Und zum Sattwerden? Hm... Ich war skeptisch! Aber ich wollte dem Thema eine Chance geben und bastelte mittels Rotkohl und ein paar wenigen Handgriffen dienstags unser zweites bewusst-rohes Abendessen. Und es war super-lecker, so lecker, dass sogar Schatzi es mehrfach erwähnt hat, obwohl ihm Essen ziemlich egal und er selbst zudem äußerst vergesslich ist! ;) Wieder fühlten wir uns rundum gesättigt, und ich habe kein Brot vermisst! :)
Die Inspiration habe ich den Rezeptvorschlägen der aktuellen Gemüsetüte entnommen, aber noch etwas ausgebaut. Zimt wollte ich drin haben, weil er eine wärmende und zudem glücklich machende Wirkung hat - bei den Temperaturen durchaus sinnvoll. :D Und ich liebe ihn einfach. Es gab Zeiten, da habe ich ihn mir auf alles draufgeschüttet, was es nur irgendwie vertrug! :)



Zutaten für 3 hungrige Eiszapfen:
etwa 1/2 kg Rotkohl
3 Eßl. Öl
2 Eßl. Apfelessig
1 Eßl. Agavendicksaft (roh, falls möglich)
2 Äpfel
2-3 Eßl. Korinthen
1/2 Teel. oder mehr Zimt
50g Walnusskerne
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
1. Den Rotkohl vom Strunk entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden.
2. Aus Öl, Essig, Dicksaft und den Gewürzen eine Marinade anrühren und diese gut in den Rotkohl "einbalsamieren". Korinthen hinzufügen. Nun den Salat 4-6 Stunden durchziehen lassen.
3. Die Äpfel in feine Scheiben und dann in mundgerechte Stücke schneiden. Unter den Salat heben.
4. Die Walnusskerne grob hacken und als Deko auf den angerichteten Salat geben.

Und auch wenn erst Mittwoch ist, freue ich mich aufs Wochenende und darauf, ein paar aufwendigere Gerichte zu basteln und Juditas "Going raw" zu konsultieren! :)

Alles Liebe wünscht Frau Momo

Dienstag, 5. Februar 2013

First day on the raw, grüne und lila smoothies und die erste rohe Suppe meines Lebens (Rezept)

Na ja, 100% "on the raw" war´s nicht -gibt es eigentlich keine andere wohlklingende, deutsche  Bezeichnung dafür*g? - aber ich habe noch nie soviel Rohkost an einem Tag gegessen wie gestern. Zudem möchte ich ja gar nicht die 100%. Merke aber, dass ich mich sehr zügeln muss, es nicht doch zu tun.;) Da ist irgendwie eine Stimme, die mich zurückhält und vermutlich vor den furchtbarsten Entgiftungserscheinungen meines Lebens bewahrt! :D 


Die letzten Tage habe ich unseren morgentlichen Obstsmoothie durch einen grünen mit Banane, Datteln und was immer so da war ersetzt und dafür vor dem Haus Babylöwenzahn geflückt. Weiter gab´s zum Frühstück rohe Nusskäsesorten (wie diesen Cashew-Frischkäse oder jenen halb-festen Basilikum-Schnittkäse) zu gebackenen Sauerteigbrot. Zudem habe ich nachmittags Studentenfutter und Obst gegessen, was keine große Veränderung ist, da ich das eh meist tue. ;) 
Als Bestandteil meiner Vorbereitungen auf das Experiment "Mehr Rohkost" habe ich eine kleine Rezeptedatei angelegt mit Gerichten, die mich anlachen, hier um Inspiration für den Inhalt meiner aktuellen Gemüsetüte gebeten und viel gelesen , u.a. in ein paar Besprechungen von Juditas "Going Raw". Dieses Buch beinhaltet Rezepte für Gourmetrohkost, aber auch solche für jeden Tag. Ich sehe schon, dass ich insgesamt häufiger eine Kleinigkeit vorbereiten, sowie strategischer und planvoller beim Einkaufen und Kochen vorgehen muss. Zumindest am Anfang, bis ich die Basics verinnerlicht habe. Und das bei mir, die eigentlich immer aus dem Lameng kocht. ;)
Ein paar von euch haben es vielleicht schin mitbekommen: Ich hatte schon meine erste, kleine, dank virtueller Unterstützung nicht lang andauernde Krise, denn wie in meiner Umstellung auf die vegane Ernährung tun sich gerade Welten auf, und ich lerne mal wieder unsagbar viel - auch, dass der erste Schein trügt. Ich wäre z. B. nie darauf gekommen, dass kalifornische Mandeln pasteurisiert sind und generell konventionell erhältliche Nüsse, die ich nicht in der Schale kaufe, eher nicht den Rohkostkriterien entsprechen... "Oh, Mann!" Aber ich will meine Kompromisse finden und nehme das erst mal billigend in Kauf. Punkt.

Gestern also war der erste ziemlich rohköstliche Tag:


Der Smoothie am Morgen war nicht wirklich grün, sondern dank Rotkohl very lila! :D Ich liebe die Farben von frischem Obst und Gemüse!!! Weiter waren noch eine Banane, eine Möhre, etwas Zitronensaft, eine Orange, drei eingeweichte Datteln und etwas Eisbergsalat drin. Dazu gab es wie sonst auch (nicht-roh-)köstliches Brot mit Nusskäse. Wir frühstücken übrigens immer erst recht spät, d.h. kurz vor Mittag. Tagsüber gibt´s für mich meistens viel Wasser und Tee und das eine oder andere Möhrchen zwischendurch! Vom Smoothie war nachmittags noch sehr viel übrig, so dass ich mir den gleich nochmals reingepfiffen habe. Das war schon spannend: Wenn ich gegen 16 Uhr nach Hause komme, habe ich oft ein Energieloch und esse ne halbe Packung Studentenfutter oder Kekse, um das auszugleichen. Der Smoothie hat aber völlig gelangt, und ist interessante vom Sättigungs-/ Bauchgefühl nicht zu vergleichen mit roh geknapperter Rohkost. 
Abends wurde es dann wirklich spannend: Es sollte die erste wirklich reine Rohkostsuppe geben. "Kalt?" fragte der Schatz. Naja, man kann sie schon bis 42°C erwärmen. So warm war sie aber letztlich nicht. Orientiert habe ich mich an einem Rezept von Aphrohdisia, aber doch in abgewandelter Fom:



Zutaten für 2 Schüsselchen Mangold-Süßkartoffel-Süppchen:
1 Süßkartoffel (ungeschält 230g)
100g Mangoldblätter (Gewicht ohne Stiel)
1/2 Avocado (Sorte Hass - die kleinere, dunkelviolette)
1 kleine Zwiebel
2 kleine Knoblauchzehen
3 Eßl. Zitronensaft
1 Teel. Kräutersalz
Pfeffer
1 Eßl. getrockneter Basilikum (der frische war gerupft*g)
frischer Oregano und  frischer Rosmarin (oder getrocknet)
1/4 l oder mehr warmes Wasser (ruhig knapp 40°C, dann braucht ihr´s später nicht mehr erwärmen, falls ihr das überhaupt wollt...)
Sonnenblumenkerne als Deko

Zubereitung:
1. Wer in Besitz eines vitamixes ist, kann einfach das Gemüse schälen, grob würfeln und reinschmeißen. Wir haben einen tollen Mixer, aber beschlossen doch, ihm Arbeit abzunehmen: Süßkartoffeln schälen und klein würfeln. Mangold putzen, in Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch hacken. Die Avocado halbieren und das Fruchfleisch aus der einen Hälfte herauslöffeln.
2. Alles mit warmem Wasser und den Geschmack gebenden Zutaten 2 Minuten schaumig mixen. Je nachdem, ob euch die Suppe zu breiig ist, könnt ihr sie noch mit etwas Wasser verlängern.
3. Sonnenblumenkerne drüber streuen und auf zwei Schüsselchen verteilen.


"Testbericht":
Es ist der Wahnsinn, wieviel ich im Vergleich zu gekochtem Essen herausschmecke. Es ist, als ob 1000 Geschmacksnoten auf meiner Zunge Samba tanzen würden, obwohl doch kaum Gewürze drin sind! Irre. Schatzi meinte gerade een nochmals, wie lecker er sie tatsächlich hätte!! Ein wenig wie Pestosuppe kommt die Kreation daher. Und das Zeug macht soooo satt. Ich konnte meine Portion beim besten Willen nicht aufessen. Beim nächsten Mal werden wir die Suppe derfinitiv auf roundabut 40°C anwärmen. Dann ist sie sicher noch besser. Unsere war lauwarm. Sie hätte gekocht sicher auch gut geschmeckt, und ja: Schon, was Anderes wie so ´n heisses Süppchen. Ich will jetzt nicht schreiben, dass man sich erst dran gewöhnen muss, denn das klingt so übel, als sei´s nur noch scheusslich, was nicht stimmt. Aber wir sind einfach an den Geschmack von Gegartem gewöhnt, so dass rohe Kost wirklich erst mal wie ein Boost daherkommt. Ich hatte das Gefühl, als würde die ganze grüne Pampe durch meinen Organismus wanden und erst mal alles aufmischen! :D 
Die Zubereitung ging superschnell, demnach sind Rohkostsuppen wirklich sehr alltagstauglich! :) Ein angenehmer Nebeneffekt, der nicht zu unterschätzen ist: Die Küche sah mal nicht so aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen!

Später gab´s ein paar Erdnüsse und Salzbrezeln. Snacks sind definitiv ein Bereich, wo ich neugierig auf die Alternativen bin. Ich bin ja nicht so die Süße.  

Wer also tolle Rezepte für pikante Snacks im Knabberformat kennt: Immer her damit! :)

Ich bin gespannt, ob heute mein Lurch Spiralschneider kommt, den ich gegen ein paar Kochbücher getauscht habe! :) Ich habe mich monatelang dagegen gewehrt, weil dank Attila so ein Hype darum gemacht wurde und wird. Naja, jetzt kriege ich selber einen, und werde dann die rohe Pastaküche erobern. Yippih! :) 

Euch noch einen schönen Tag und eine zauberhafte Woche,
eine etwas angeschnupfte Frau Momo

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