Freitag, 29. März 2013

Mediterrane Linsenburger (roh oder auch nicht*g)

Nach meinem Glück mit den Falafeln wollte ich weitere rohe Burgerkreationen testen, zumal diese viel Eiweiß enthalten und ich manchmal einfach Lust auf etwas "Getreidiges" habe. So eine Portion Burger eignet sich prima zum Einfrieren. Wenn Einen mal unter der Woche Burger-Gelüste einholen, sind sie schnell aufgetaut und außerdem prima für die Lunchbox geeignet.
Schatzi stellte fest, dass die "Dörrlinge" fast wie "Frikadellen" schmecken. :) Er freut sich auf jeden Fall schon drauf, sie zu braten, um zu testen, ob sie dann nicht noch mehr nach "Burger" schmecken!^^ Das Prozedere "dörren und dann braten" müsst ihr natürlich nicht auf euch nehmen. Wenn ihr sie braten wollt, könnt ihr einfach direkt etwas mehr zum Binden ( z.B. Gluten-, Panier- oder Kichererbsenmehl) an den Teig geben. 


Zutaten für etwa 15 Burger:
150g getrocknete, keimfähige grüne Linsen (ich habe Lentilles de Puy/ Puylinsen genommen, gibt´s im gut sortierten Supermarkt)
ca. 110g braune Leinsamen
1 Eßl. Zitronensaft
1 Eßl. Tamari
2 Eßl. Olivenöl
1 Eßl. Shiro Miso
2 Eßl. Würzhefeflocken
1 Eßl. Agavendicksaft
1 Teel. getrockneter Oregano
1 Teel. getrockneter Oregano
75g Zuckerschoten oder rote Paprika
25g getrocknete Tomaten
70g Zwiebel
3 Knoblauchzehen
Salz (Achtung! Je nach Sorte sind die getrockneten Tomaten schon sehr salzig)
Pfeffer
etwas Pul Biber nach Geschmack 

für die Bratversion
Gluten-, Panier- oder Kichererbsenmehl zusätzlich
Öl


Zubereitung:
1. Linsen 2 Tage keimen lassen.
2.  Zwiebeln grob hacken und zu den Linsenkeimlingen geben, gefolgt von den durchgepressten Knoblauchzehen.
Die flüssigen Zutaten hinzufügen und (je nach Gusto) fein oder auch gröber pürieren. Wenn ihr nur einen Pürierstab habt, kann es sein, dass ihr noch etwa 2 Eßl. Wasser oder mehr hinzufügen müsst. Dann wird es nötig sein, später mehr Leinsamen hinzuzufügen.
3. Die Zuckerschoten/ Paprika grob hacken, so dass man nachher noch etwas davon erkennen kann. Zu der Masse hinzufügen.
4. Getrocknete Tomaten "schroten" (etwa mit einer elektrischen Kaffemühle - ich liebe sie!) und mit den gemahlenen Leinsamen und allen weiteren Zutaten zu der Masse hinzufügen. Diese sollte feucht, aber formbar sein. Gegebenenfalls noch etwas Leinsamenmehl nachgeben.
5. Die Masse gut abschmecken und kleine Burger (Falafelgröße) formen, gerne auch größere.
6. Im Sedona Dörrgerät* bei 42°C 4 Stunden auf Dörrfolie dörren. Bei etwa der Hälfte der Zeit wenden und auf dem Trockengitter zu Ende dörren. Sie sollten nicht zu trocken werden.
6a. Wer lieber "Bratlinge" haben möchte, sollte noch etwas Glutenmehl oder etwas Ähnliches hinzufügen, bevor er die Burger in der Pfanne ausbrät.
7. Richtig lecker dazu sind Salat und eine würzige, rohvegane Tomatensauce aus getrockneten und frischen Tomaten, etwas Tamari, Knofi, Agavendicksaft, Kräutern, Salz Pfeffer und etwas Chili.


Nun bleibt mir nur noch, euch schöne Feiertage zu wünschen! Erholt euch gut und habt eine schöne Zeit, wie auch immer das aussieht!

Liebste Grüße,
Frau Momo


* In anderen Dörgeräten dürfte die Dörrzeit variieren!


Zum Weiterlesen:
Noch mehr Rohkost gefällig?
Oder doch lieber Kochen?

Mittwoch, 27. März 2013

Was haben Krank-Sein und Erleuchtung miteinander zu tun?

Ich weiß es auch nicht! :D Ich weiß nur, dass man bei Kindern immer wieder feststellt, dass sie nach einer schwereren oder länger andauernden Krankheit häufig einen Entwicklungsschub durchlaufen und danach irgendwie "weiter" sind. 
Ein bisschen "weiter" fühle ich mich nun auch. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, hat es mich wie so viele in den letzten Wochen ziemlich gebeutelt, was das Krank-Sein angeht. Keine Lust und Kraft zu und für nichts! Und das bei mir, dem wettergegerbten Küstenkind, das nie, aber auch wirklich nie ernsthaft krank ist. Und das Krank-Sein zudem immer wieder mit Schwäche assoziiert, wenn es ehrlich ist. Und Schwäche annehmen? Oh yeah, geh mir weg...
Doch gerade das hat mich scheinbar diese Zeit der Krankheit lehren wollen. Und zwar nicht mal so eben. Ne, da kann ja nicht wirklich was passieren. Ich musste schon richtig krank und v.a. geschwächt (!) bis zum "Geht-nicht-mehr" werden, um wirklich vom Herzen her zu verstehen und ein bisschen anzunehmen, dass Schwäche und Stärke einander die Hand geben, einander bedingen und zusammen gehören.
Schwäche bei mir und Anderen akzeptieren - huih, beim Anderen vielleicht. Manchmal. Kommt drauf an, bei wem und inwiefern. Ihr seht schon! Ist nicht weit her mit meiner Liebe zu Schwächeren, auch wenn mein Ausbilder mich seiner Zeit "Robina Hood" getauft hat, weil ich immer - gefragt oder nicht - die Schwächeren, Armen und Verwaisten verteidigte! :D Und Schwäche bei mir? Ach, ich bin ja noch jung, kann ich ja noch später lernen... :D
 
Was hat das alles mit dem Blog und seinen eigentlichen Inhalten zu tun? Auch meine Ernährung war plötzlich Bestandteil der Lektion "vermeintliche Schwäche anzunehmen und ihre Botschaft anzuhören". Das soll nicht heißen, dass ich Tierisches gegessen habe. Aber nach anderthalb Monaten Rohkost und einer Woche Krank-Sein war ich v.a. eins: genervt und etwas gelangweilt von meinem Essen. 
Wie konnte das passieren? Obwohl ich es nicht vorgehabt hatte, sah ich mich plötzlich damit konfrontiert, einen High-Raw-Anspruch zu erfüllen! Halllo? Ursprünglich ging es mir darum, mich zu informieren! Tja, und ehe ich mich versah, war die Mrs. Drillseargant am Zug und übernahm das Steuer. 
Ja, es gehört zu mir, in eine Sache zu 100% einzusteigen. Ganz oder gar nicht. Ist auch nicht verkehrt (für mich), um ein Thema ganz zu durchdringen, eine Haltung zu entwickeln, mich zu positionieren. Aber dann kommt der Punkt, wo ich nicht selten anstrengend werde - für mich und sicher auch nicht selten für mein Umfeld (liebe Grüße an Schatzi und meine Kollegen!^^). Immer deutlicher klopft dann die Frage an, wie ich etwas Neues auf Dauer harmonisch in meinen Alltag integrieren kann und ob ich das überhaupt will! Tja, und mit einer zu rigiden Einstellung geht schon mal gar nichts. Denn dann kommt der Trotzkopf in mir zum Vorschein, der sich letztlich selber boykottiert, weil alles einfach zu viel und zu anstrengend wird. Und dahin ist der Zauber des Anfangs...
Dieses Mal war es ein wenig anders. Ich merkte, dass ich keine Lust auf Essen hatte. Erst schob ich es auf die Rohkost an sich und war "ein wenig" verzweifelt. Dabei war ich v.a. eins: krank. Und wer krank ist, mag meistens auch nichts essen. Und wenn Essen, dann doch bitte Krankenessen, also z.B. gekochte Suppe in jedwedem Format. :D (Die Redaktion nimmt leckere (!), roh-vegane Krankenkostrezepte mit Vergnügen entgegen!^^) Tja, hier wurde es tricky! Sollte ich, durfte ich? Häh???? Wie bitte? Natürlich durfte ich. Ich durfte alles essen, was ich wollte. Vegan und somit "verzichtend" war ich aus ethischen Gründen. Damit hatte ich auch kein Problem! Aber was war das jetzt mit der Rohkost? War ich grad etwa dabei, mich wegen Nicht-Rohem zu geißeln? Es sah ganz danach aus. Abweichen von Rohkost = Scheitern? Diese Gleichung konnte ich vor mir selbst nicht stehen lassen. Ich erlaubte mir ausdrücklich unrohe Ausflüge. Nicht jeden Tag, aber immer mal wieder abends, während ich sonst weiter Rohkost zu mir nahm. Und dieser Prozess verlief nicht glatt; er dauert an, ist ein Vor-Zurück-Vor-Zurück!
Was passierte, als ich wieder zu kochen begann, hier mal "etwas" Osterhasen-Teig (Angebot in meier Offenen Ganztagsschule) naschte, dort mal fünfe grade sein ließ? Meine Haut begann zu mucken - und das gehörig. Auch die Gelüste, die ich aus den ersten 4-5 rohen Wochen so gut kannte und auf die ich hier eingegangen bin, kamen wieder. Dabei dachte, das Thema sei gegessen, kaum dass ich den besagten Beitrag gepostet hatte. Mist! 
Und so steh ich hier: Keine Lösung parat außer der, dass ich auf meinen Bauch hören möchte, wie immer das in der Praxis aussieht. Eins habe ich gemerkt: Mir geht es mit der rohen Ernährung eigentlich sehr gut - körperlich, wie psychisch und seelisch. Bis auf dass ich einer einer unrohen Welt lebe, unrohes Essen oft an positive Gefühle, Ereignisse und Kindheitserinnerungen gekoppelt ist  und ich auch einfach mal unrohe Gelüste habe! :D (Hier übrigens passend zum Thema ein aktueller, schöner Beitrag von Rohkostuniversum.)

Was mache ich mit dem Klumbatsch? Annehmen, was ist - wieder und wieder. Genug essen und genießen! Mut zur Lücke haben, nett zu mir sein, mich nicht überfordern! Auf Impulse von innen wie außen achten. So z.B. auf den, meinen morgentlichen Frischkornbrei gegen Obstalat zu tauschen. Tut mir gut, kam ohne Vorüberlegungen über Nacht! Nicht auf Hirngespinste hören, sondern auf die innere Führung vertrauen. Haha! Und das, wo ich doch so "gern" kontrolliere... Auch wenn ich (mir) noch so oft predige, auf den Bauch zu hören... 
War also nichts mit der Erleuchtung? Ne, ladies und gentlemen. Muss aber auch nicht. Und doch: Ich fühle mich erleuchteter! ;) Und was ist Erleuchtung wenn nicht ein Immer-heller-Werden in mir? Vergleichbar dem Häuten einer Zwiebel: Schicht um Schicht...Immer wieder neu. Und ich habe einige Schichten abgetragen, während ich im Bett lag und "nichts" tat... Haste gut gemacht, Frau Momo! :)

Annehmen, was ist - lalala...

Liebste Grüße von Frau Momo on her way! <3


Zum Weiterlesen:
Noch mehr Rohkost?

Dienstag, 26. März 2013

Schoko-Osterhasen

Schon im letzten Jahr habe ich auf meiner Arbeitsstelle (Offener Ganztag an einer Grundschule) mit den Kiddies Osterhasen gebacken. Damals waren sie noch unvegan, denn Ostern war kurz vor meiner Entscheidung, fortan vegan zu leben.
In einer der letzten Dienstbesprechungen kam das Thema "Eier" auf: Und jetzt lasst euch das auf der Zunge zergehen: Wir dürfen die Kinder aufgrund der Salmonellengefahr und unseren Hygienebestimmungen keine rohen Eier verarbeiten lassen, geschweige denn sie eihaltige, nicht genügend erhitzte Speisen wie Sahneeis essen lassen. Juchhu, meine Stunde war angebrochen, denn nun konnte ich die gesundheitlichen Vorzüge eines veganen Osterhasen entsprechend offen vertreten, anstatt wie an Weihnachten es einfach nur so zu machen: Die Kinder dürfen selber ran - denn wie doof ist es, wenn ich den Teig vorbereite und die Kinder ihn nur in die Förmchen füllen dürfen? 2. Plus: Sie dürfen naschen! :) Keine Gegenargumente, keine komischen Blicke! :) Aber wie auch? Die stellvertretende pädagogische Leitung liebt veganen Schokokuchen! :D
Jetzt musste nur das perfekte Rezept kreiert oder gefunden werden. Mein Versuch, das im letzten Jahr verwendete zu veganisieren scheiterte an 5 Eiern und 2 Eigelben und wohl auch an meinen nicht vom Bäckeropi vererbten Bäckersgenen. :D Naja, als Zwieback hätte das Zeug durchgehen können. :D Aber ich wollte keine Zwieback-Osterhasen, sondern sündhaft leckere, von den Zutaten her unexotische Häslein.
Und so fing ich an zu schreien! Nicht wirklich, sondern in diversen Facebookgruppen. :-D Und gleich das erste Rezept von cakeinvasion, das ich wärmstens empfohlen bekam, überzeugte mich: Bis auf Essig keine komischen Zutaten, palmölfrei und auch im Rohzustand ein Traum, der mich für einige Minuten vergessen ließ, dass ich doch eigentlich kein Weißmehl- und Zucker mehr aß! ;) Bei dieser Backaktion wollte ich nichts riskieren, d.h. keine vollwertigen Produkte verwenden, auch wenn sich mir beim Schreiben dieser Worte die Nackenhaare aufstellen. :D Ich wollte einfach einen Geschmack, der möglichst nah am Vertrauten dran ist.
Und hier präsentiere ich also die veganen Super-Osterhasen - zwar nackig, da ich keine Glasur und keinen Zuckerguß mag, aber das könnt ihr ja schnell ändern! ;) Das Rezept ist so berechnet (anderthalbfache Menge des Originalrezepts), dass die Kinder noch genug zum Naschen haben!^^



Ja, es gab schon schönere Fotos!*g
Zutaten für 5-6 Osterhasen:
450g Mehl
60g reines Kakaopulver
360g Zucker
1,5 Teel. Natron
3/4 Teel. Salz
360ml warmes Wasser
1,5 Fläschchen Buttervanille-Aroma oder 1,5 Päck. Vanillezucker (dann aber 15g Zucker abziehen)
120ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
1,5 Teel. Apfelessig 

Öl zum Einfetten

Paniermehl, Semmelbrösel oder zusätzliches Mehl zum Ausstreuen der Förmchen



Zubereitung:
  1. Den Ofen auf 175°C vorheizen. 
  2. Mehl, Kakaopulver, Zucker, Natron und Salz in eine Schüssel geben und gut mit einem Löffel vermischen. Solltet ihr Vanillezucker verwenden, ebenfalls dazugeben 
  3. Öl, Wasser, Vanillearoma und Apfelessig in einem Messbecher abmessen und zu den Zutaten in die Rührschüssel geben.
  4. Mit dem Schneebesen oder Handrührer rasch verrühren. Kleinere Klümpchen lösen sich beim Backen auf.
  5. Die Hasenformen sorgfältig einfetten und mit wenig (Panier-)Mehl oder Semmelbrösel ausstreuen. So lassen sich die Hasen später ohne Genickbruch aus der Form lösen. :-)
  6. Den Teig gleichmäßig mit einem Esslöffel in die Förmchen füllen – nicht zu hoch: der Teig geht noch hoch!
  7. Im Ofen 20-25 min backen. Macht nach 20 Minuten mit einem Spießchen die Garprobe: Wenn kein Teig dran kleben bleibt, sind die Hasen fertig. Sonst nochmals ein paar Minuten weiterbacken, aber nicht zu lange.
  8. Nun sollten die Hasen ungefähr 10 Minuten abkühlen, bevor ihr sie aus der Form holt und auf Backpapier oder direkt auf einen vorbereiten Teller legt.
  9. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Hasen noch mit einer Schokoglasur und einer Schleife verzieren.

Sammy befand die Hasen auch für lecker!
Tipp:
Die verwendeten Förmchen sind von der Firma Zenker und gibt es z.B. bei Amazon.


Für Osterwünsche  ist es noch zu früh, aber egal! Frohe Ostern wünscht 
Frau Momo :D











Zum Weiterstöbern:
Noch mehr Peacefood? 
Besondere Anlässe 

Donnerstag, 21. März 2013

Frau Momo im Falafelglück (roh oder auch nicht*g)

Endlich mal wieder ein Rezept! :) Ja, ich bin mittlerweile so gut wie über´n Berg! (Bin ich doch, oder????)
Falafel liebe ich, seit ich sie kenne. Zu meiner "Schande" muss ich gesethen, dass ich sie bislang noch nie wirklich selbst gemacht habe. Immer wieder landete ne Fertigmischung im Einkaufswagen oder (un-)passenderweise im Tauschpaket.
Seit ich im Keim- und Sporsstaumel bin - von Heißhunger übrigens seit Wochen keine Spur mehr; na gut, ich war ja auch krank*g - kam mir schon mehrfach die Idee, rohe Burger daraus zu machen. Denn andauernd Nüsse als "Bratlings"-Basis ist mir doch zu einseitig! ;)
Als Erstes mussten die Kichererbsen dran glauben. Und was soll ich sagen? Famos ♥ - komisches Wort, passt aber! ;) Da die rohen Falafel aus gekeimten Kichererbsenkeimlingen bestehen, braucht ihr zwei Tage Vorlaufzeit, aber die "Aufzucht und Pflege" sind wirklich nicht aufwändig! Und die Falafel selbst sind wirklich fix zubereitet! :)



Zutaten für ca. 15 Stück:
150g getrocknete, keimfähige Kichererbsen
85g frisch gemahlene, gelbe Leinsamen
3 fein gehackte Knoblauchzehen
3/4 gehackte Zwiebel
3 Eßl. Zitronensaft
2 Eßl. Olivenöl
einige Eßl. gehackte, glatte Petersilie
1,5 Teel. Koriander*
1,5 Teel. Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
optional etwas Pul Biber 

für die unrohe Version:
1 Messerspitze Backpulver
ca. 2-3 Eßl. Mehl

Zubereitung:
1. Kichererbsen 2 Tage keimen lassen.
2. Kichererbsen, Zwiebel, Knoblauch, Saft und Öl miteinander pürieren. Dann das Leinsamenmehl und die Pertersilie untermengen und die Masse pikant abschmecken. Vertut euch nicht mit dem Salz. Ich mach immer wieder die Erfahrung, dass rohe Gerichte weniger Salz brauchen, aber vielleicht bilde ich mir das nur ein! ;)
3. Mit einem Eßl. falafelgroße Portionen abstechen, kugeln und flach drücken, so dass falafelähnliche Gebilde entstehen! :) Die Falafel sollen feucht sein, aber nicht auseinanderfallen. Gegebenenfalls noch etwas Leinsamenmehl hinzufügen, aber nicht übertreiben! ;)
4. Die Falafel auf Dörrfolien/ Paraflexxbögen trocknen. Da ich noch anderes Dörrgut im Sedona Dörrgerät** hatte, hatte ich für 2 Stunden die Temperatur von 38°C eingestellt, danach noch etwa 2,5 Stunden bei 42°C. Ihr könnt die Falafel aber auch gut direkt bei 42 °C dörren und verkürzt die Dörrzeit einfach entsprechend. 
5. Nach etwa 2,5 Stunden wenden und auf dem Trockengitter weiterdörren. Die Falafel sollten nicht austrocknen. 
5a. Wer lieber gegarte Falafel  haben möchte, kann sie - wie regulär - in der Pfanne ausbraten oder fritieren. Da müsst ihr dann allerdings noch das Backpulver und gegebenenfalls das Mehl (letzteres anstelle der Leinsamen) hinzufügen.
6. Zu Salat und einem leckeren Dip reichen. Bei uns gab´s den Rest rohe Tomaten-Käse-Sauce dazu! ;)

Euch noch einen schönen Abend,
Frau Momo


* Den Koriander könnt ihr auch durch eine beliebige Mischung an Currygewürzen ersetzen, wenn ihr ihn nicht mögt.
** In anderen Dörrgeräten dürfte die Dörrzeit variieren!

Zum Weiterlesen:
Noch mehr Rohkost gefällig?
Oder doch lieber Kochen?

Dienstag, 19. März 2013

Produkttest: Sedona - Teil 2 oder: Lustiger Spielenachmitag im Hause R./ C.

Hallo ihr Lieben!
Dieser Beitrag liegt schon viel länger in der virtuellen Schublade, aber mich hatte es richtig erwischt, und so ganz habe ich die Grippe noch nicht überwunden. Aber so unangenehm die permanente Schlappheit auch war: Nichts ist ohne Lehre. Aber dazu mehr an anderer Stelle und heute dafür endlich ein paar Eindrücke zu den ersten "Dörrereien" aus unserem Hause! :)
Während des ersten Märzwochenendes war ich Prinzessin. Ich hatte nämlich Geburtstag und durfte bestimmen, was gemacht wird! :D Mir war so gar nicht nach Ausgehen und wechselte fast nur von Couch zu Küche und wieder zurück!^^ Muss auch mal sein. Ich ahnte ja noch nicht, dass es die nächsten Tage und Wochen so weitergehen würde...
Warum war die Küche so attraktiv? Ich wollte endlich meinen neuen "WG-Genossen" ausprobieren, der seit wenigen Tagen auf den ersten Einsatz wartete: das Sedona Dörrgerät von Keimling! :) 
Wer meinen 1. Beitrag noch nicht kennt, erfährt dort Näheres zu den technischen Details und meinen Vorüberlegungen bei der Auswahl eines (hoffentlich) passenden Dörrgerätes.
Der heutige Post beinhaltet unsere ersten praktischen Erfahrungen. Ihm wird aber sicher noch mindestens ein Beitrag folgen, der zeigen wird, wie ich nach einigen Wochen Praxis zum Sedona stehe! :D Anfangsbegeisterung ist nämlich kein Fremdwort für mich!^^
Und hier nun der Review unseres 1. Dörr-Marathons:

Sedona, mit diversen Rohkostchips beladen

Ehrlich gesagt, habe ich vor Gebrauch des Geräts kaum einen Blick in die übersichtliche, kurz gehaltene Bedienungsanleitung getan. Lucky me, dass die Bedienung des Geräts absolut benutzerfreundlich und selbsterklärend ist! :D Ich beschwere mich zwar immer über dürftige Bedienungsanleitungen, aber in Wahrheit mag ich sie am liebsten gar nicht erst lesen müssen. ;) 
Ich empfehle auf jeden Fall eine genaue Überprüfung der Einstellungen vor Inbetriebnahme. Sonst kann es euch wie mir passieren, dass ihr nach Stunden feststellt, dass ihr nur den oberen Bereich des Dörrgeräts in Betrieb habt - eine sehr praktische Funktion, wenn ihr weniger zu dörren habt, aber natürlich nicht, wenn das ganze Gerät voll beladen ist!^^
Verschafft euch auf jeden Fall VORHER einen Überblick, wie lange ihr insgesamt dörrt, gerade, wenn es Speisen oder Lebensmittel sind, die unterschiedlich viel Zeit bis zur Fertigstellung brauchen! :D Sonst steht ihr plötzlich um halb zwölf - einem hysterischen Anfall nahe - in der Küche und stellt fest, dass ihr theoretisch bis halb fünf morgens alle paar Stunden aufstehen müsstet, um das Dörrgut zu wenden oder aus dem Gerät zu holen. Ich habe nichts zu meiner Verteidigung hervorzubringen: Ich bin einfach manchmal arg verpeilt und hatte aus Versehen stundenlang nur das halbe Gerät in Betrieb, wohl aber ein bis zum Anschlag volles Gerät... Aber auch das gehört zur Alltagserfahrung: Es war kein Problem, das unfertige Dörrgut 
Süßkartoffel- oder Möhrenchips*g
1. bis zum nächsten Tag aufzuheben und dann weiter zu trocknen und
2. ein paar Stunden im Tagmodus weiterlaufen zu lassen (volle Leistung und Betriebslautstärke). Wir konnten trotzdem gut einschlafen (bei geöffneter Tür zur Küche hin wegen Katerchen) und haben uns auch sonst nicht durch die Tagesmodus-Lautstärke gestört gefühlt.
3. Wem das zu laut ist, kann auf den betriebsschwächeren und leiseren Nachtmodus zurückgreifen.
Was gilt es noch zu beachten? Es kann sein, dass ihr ein wenig mehr Zeit als im Rezept angegeben ist, einkalkulieren müsst. Je nach Dörrgut ist das aber nicht viel. Ich war bereits durch meine Recherche im Internet vorbereitet und fand das Mehr an Zeit nicht gravierend. Ich habe einige Rezepte aus Juditas Buch zubereitet. Sie arbeitet mit einem Excalibur, dessen Temperaturschwankungen nach oben für mich gegen das Gerät sprechen. Schliesslich will ich gesicherte Rohkostqualität. Und das Argument, dass der Excalibur schneller sei, ist in Anbetracht der besagten Temperaturschwankungen ein Witz, wie ich finde. Das Sedona Gerät soll die Temperaturen zuverlässiger halten. Ihr findet die passenden Dörrzeiten schnell raus, wenn ihr einige Zeit mit dem Gerät gearbeitet habt, könnt euch aber auf jeden Fall an den herkömmlichen Dörrzeiten orientieren. Genauere Erfahrungswerte werde ich mir in den nächsten Wochen aneignen.

Protein-Crunchy: Buchweizen, Sonneblumen- & Kürbiskernen
Apropos ausstreichen: In Ermangelung von genügend Dörrfolien habe ich eine Portion Proteincrunchy (nach Juditas Rezept) auf einem Backpapier und einer Dörrfolie gedörrt. Ergebnis: Auf dem Backpapier haftet das Zeug 1. mehr und 2. wird das Backpapier feucht, wodurch das Dörrgut weniger gut trocknet. Anders bei der Dörrfolie. Machen also durchaus Sinn - diese Dinger! ;)


Mediterrane Leinsamen-Cracker
Zu den Dörrergebnissen
Die verschiedenen Rohkostchips waren in der vorgegebenen Zeit fertig und auch entsprechend lecker. :) Einwandfrei und toll für zwischendurch! Das Protein-Crunchy hätte noch ein Stündchen vertragen, waren aber geschmacklich top! Das Veggiehack, die ersten Cracker ever und die Wraps haben 1-2 Stunden mehr Zeit gebraucht, was aber zum Teil auch daran lag, 


dass ich die Dörrware nicht regelmäßig genug ausgestrichen und nicht daran gedacht habe, dass die Dörrfläche beim Sedona 19% kleiner ist wie beim Excalibur. Dadurch waren meine Wraps dicker und brauchten natürlich auch länger! Die Cracker können beim nächsten Mal für meinen Geschmack durchaus noch etwas knackiger sein, sonst ein toller Snack!


Veggie-Hack
Beim Veggiehack (Zucchini, Walnuss, Pilze, Zwiebel...) bin ich mir selbst gar nicht mal so sicher, ob es überhaupt so "trocken" werden soll. Laut Rezept muss es nämlich noch etwas feucht sein, wie immer das dann ausschaut... Auf jeden Fall war es so, wie es war, lecker! :D
Fazit: Je nach Dörrgut und Rezept werde ich demnächst 1-2 Stunden mehr veranschlagen!


Chili auf Veggie-Hack-Basis
Das Aufwärmen von Gerichten (in unserem Fall Chili) müssen wir noch üben! Es empfehlen sich kleine Schälchen. Das wissen wir jetzt auch!^^ Wir haben nämlich einen großen Topf Chili in den Dörrer reingestellt und ewig gewartet! :D Bis wir das Ganze dann doch auf niedriger Flamme vorsichtig erwärmt haben... ;)




Die Reinigung (keine Spülmaschine, bitte) ging prima, selbst bei öligem Dörrgut: Wir kamen sogar gänzlich ohne Reinigungsmittel, sondern nur mit einem kleinen Schwämmchen und warmen Wasser aus! :)


Soviel für´s Erste aus dem Dörr-Himmel! :) Wie es mir weiter mit Sedona geht, und ob es die ganz große Liebe wird, erfahrt ihr bald! :)

Alles Liebe,
Frau Momo


Quellen/ zum Weiterlesen:
Produkttest: Sedona Dörrgerät - Teil 1: Vorüberlegungen und Darlegung der technischen Gegebenheiten (inkl. Vergleich mit dem Excalibur)
Produkttest: Sedona Dörrgerät - Teil 3: Fazit 
 
Dörrautomat-Test (Winfrid Holler/ Keimling)
Vergleich zwischen Sedona Dörrgerät und Excalibur Dörrgerät
Rohkostwiki: Temperaturschwankungen beim Excalibur 

Sonntag, 10. März 2013

Produkttest: Sedona Dörrgerät - Teil 1: Vorüberlegungen und Darlegung der technischen Gegebenheiten (inkl. Vergleich mit dem Excalibur)

Unser Rohkostexperiment in den letzten Wochen hat uns eins immer deutlicher gezeigt: Ein Dörrgerät "musste" her! Ursprünglich hatte ich mich eigentlich in den Excalibur verliebt! Überall ist er präsent und wird gelobt und promoted. 
Je mehr wir dann aber gelesen haben, desto geneigter wurden wir dem Testsieger 2012: Nach ausführlicher Recherche waren sowohl Schatzi als auch ich überzeugt, dass wir das Sedona Dörrgerät von Keimling testen wollten. Schließlich ging es bei so einem Dörrgerät um eine Menge Geld! Und was wussten wir denn schon, ob das Gerät wirklich "unsers" war, wie gut wir damit zurecht kamen und ob es im Alltag bestand? 
Insofern war die Möglichkeit des Produkttests, die Keimling mir eingeräumt hat, wirklich super. Dankeschön dafür! :) Wer sich nun fragt, ob Frau Momo käuflich ist, den kann ich mit Verweis auf diesen Beitrag beruhigen! ;)
In diesem Beitrag möchte ich euch vorerst unsere Vorüberlegungen und die technischen High-Lights - im Vergleich - darlegen, die dazu führten, dass wir uns letztlich gegen den Excalibur entschieden und für den Sedona. Hierbei stützen wir uns auf die Daten und Erfahrungswerte, die wir im Netz gefunden haben. Für die Richtigkeit können wir natürlich nicht bürgen. 
Über den Excalibur können wir nur in der Theorie berichten, und es gibt viele Leute, die ihn dennoch klasse finden und gut damit zurecht kommen. Lange Zeit gab es auch schlichtweg kein vergleichbares Gerät in Deutschland, so dass der Excalibur unangefochten in der Dörrlandschaft stand. ;)





Nun aber zu den hard facts:
Das Sedona-Gerät besitzt die Maße von 43cm Breite x 51cm Tiefe x 37cm Höhe. Es wiegt 10,6kg und bringt eine Leistung von 230 Volt, 550 Watt und ist GS zertifiert. Zum Vergleich: Der Excalibur weist eine Leistung von 240 Volt und 600 Watt auf.
Im Lieferumfang enthalten sind 9 Trockeneinschübe mit Einlegegittern aus BPA-freiem Kunststoff und eine Trennplatte (für den Fall, dass man weniger trocknen will, sorgt die Trennplatte dafür, dass nur das Dörrgut belüftet wird.) Die antihaftbeschichteten Dörrfolien müssen seperat geordert werden und sind für klebrigere Angelegenheiten (z.B. Cracker) notwendig.
Der Sedona hat mit 9.423 cm²  im Vergleich zum großen Excalibur mit 11.664 cm² eine um 19 % kleinere Gesamt-Trockenfläche. Dies ist wichtig zu bedenken, wenn ihr Rezepte lest. Gegebenenfalls müsst ihr die Rezeptmenge runterrechnen oder einfach einen Einschub mehr verwenden.
Beide Geräte trocknen in Rohkosqualität und mittels eines horizontalen Luftstroms. Dies hat den Vorteil, dass alle Gitter sehr gleichmässig die selbe Menge Luft und Wärme abbekommen. Man muss also nicht ständig die Bleche auswechseln und kann auch klebrige, dicke Dörrgüter gut trocknen. 
Was uns im Vergleich zum Excalibur bei dem Sedona anspricht, ist die digitale Schaltleiste: Mittels dieser kann denkbar einfach (s. Video unten) die exakte Zeit (eine zusätzlich zu bezahlende Zeitschaltuhr ist anders wie beim Excalibur nicht notwendig) und die Temperatur eingestellt werden. Das Gerät stellt sich selbständig nach 150 Stunden Betriebszeit aus. Einstellbar sind 99 Stunden. Weiter kann mittels der Traytaste bestimmt werden, ob man nur einen der voneinander unabhängigen Dörrbereiche nutzen möchte. Wenn es grundsätzlich darum geht, Energie zu sparen, so zeigen die Erfahrungswerte anderer Nutzer, dass man beim Dörren mit dem Sedona mehr Zeit benötigt, ergo mehr Energie. Nur ist das in meinen Augen eine sinnvolle Zeit- und Energieinvestition, wenn man Rohkostqualität erhalten möchte (unterhalb des Videos mehr zu diesem Punkt, Temperaturschwankungen und Rohkostqualität).
Weiterhin findet sich eine Taste, um vom Tag-Modus (im Vergleich zum Excalibur bereits sehr leise Betriebslautstärke) in den Nachtmodus (längere Dörrzeit, geräuschärmer) wechseln möchte. Beide Funktionen empfinden wir als sehr kundenfreundlich. Die digitale Leiste, wie auch die nach vorne zu öffnende Echtglastür, wie auch das Design gefallen uns insgesamt besser: Beim Excalibur lässt sich die Tür nur nach oben öffnen; optisch ist er für unser Dafürhalten kein Hingucker und die Temperatur kann nur stufenweise eingestellt werden.
Die Unterbringung unter einem Küchenunterschrank ist beim Sedona einfacher zu handeln: Er ist zwar schwerer und besitzt an der Rückseite einen Wandabstandshalter; dafür kann man aber an der Frontleiste meine Einstellungen tätigen und muss nicht an der rückwärtigen Oberseite des Gerätes herumdoktern und es vorziehen.
Um die ganze Theorie ein wenig zu vereinfachen, füge ich dieses anschauliche Video von Perfekte Gesundheit ein, wo alle Funktionen anschaulich demonstriert werden (ebenso jeder einzelne Einschub mit dem Dörrgut drauf, aber lasst euch davon nicht stören...*g).



Was uns wirklich vom Excalibur abgebracht hat, war die Tatsache, dass bei diesem starke Temperaturschwankungen außerhalb des Rohkostbereichs gemessen wurden. Wie bitte? Ja, richtig gelesen! Tests mit dem Excalibur zeigten, dass bei einer Einstellung von 35°C Temperaturen bis zu 53°C erreicht wurden, bei der nächsthöheren Option (41°C) bis zu 57°C. Dies sind keine geringfügigen Abweichungen. An dieser Stelle findet ihr eine (für uns unbefriedigende) Stellungnahme des Excalibur-Herstellers zu diesem Missstand. Das Sedona Dörrgerät besitzt 2 digitale Mess-Sonden, welche die Temperatur ständig kontrollieren und erfahrungsgemäß die eingestellte Temperatur zuverlässiger halten und sie eher unter- als überschreiten. Vor diesem Hintergrund ist euch vielleicht klar, warum Excalibur-Nutzer immer davon schwärmen, wie schnell das Gerät doch arbeitet... Im Umkehrschluss muss man beim Sedona eben ein wenig mehr Zeit einkalkulieren - wieder wichtig bei Rezepten, wo mit dem Excalibur gearbeitet wird. Dies und das Herantesten an die passende Dörrdauer nehme ich jedoch gerne in Kauf, wenn ich dann eben die gewünschte Rohkostqualität habe! :)


Kritik:
Was den Preis des Gerätes angeht, könnte ich nun eine Grundsatzdiskussion beginnen, werde mich aber bremsen. Ich bin kein Produktdesigner, dafür aber der Ansicht, dass der Preis für ein Produkt, das nicht fair trade gehandelt wird, schon happig ist. Dies sehe ich allerdings bei vielen technischen und rohköstlichen Produkten so... Insgesamt wird sich da sicherlich in den nächsten Monaten noch etwas tun - wie immer bei relativ neuen Produkten. Der Preis variiert zwischen 341 € und 439 € (Stand: 10.03.2013), wobei hierbei natürlich auch immer der Service und die Produktkenntnis des jeweiligen Anbieters nicht außer Acht gelassen werden sollte. In Amerika ist der Kaufpreis zwar niedriger, aber hier kommt zusätzlich die Steuer zum Tragen, die von Bundestaat zu Bundesstaat, manchmal sogar von Stadt zu Stadt stark variiert. Ob es drüben also wirklich günstiger wird? Ungewiss! Der offenbar reguläre Stückpreis von 8,90 € für die Folien ist für meine Begriffe definitiv überteuert, bedenkt man die hohen Anschaffungskosten für das Gerät an sich. Ganz um die Folien herum kommt man aber wohl nicht, wenn man Cracker und ähnlich klebrige Dinge fabrizieren möchte...
Wenn wir beim Preis sind, stellt sich natürlich die Frage: Ist es mir das wert, brauche ich so ein Gerät wirklich und welche Alternativen gibt es? Ob man so ein Gerät braucht, zeigt sich natürlich erst im alltäglichen Gebrauch. Es gibt durchaus und abgesehen vom Excalibur Alternativen in einem niedrigeren Preissegment. Mich haben sie schlichtweg nicht überzeugt. In der Sonne kann ich in unseren Breitengraden auch nicht immer trocknen, ebenso wenig sind Heizung und Ofen eine sinnvolle Alternative. Gerade wenn Katzen oder andere neugierige Mitbewohner im Haushalt leben, sind die Heizung oder die Trocknung an der Sonne nicht ohne mengenmäßige Einbußen umsetzbar.*g Selber-bauen wäre auch noch ne Möglichkeit. Wer´s kann, möge es versuchen! :)
Als einen Nachteil könnten Singles oder Wenig-Nutzer die Tatsache empfinden, dass es nur eine Größe gibt. Nun kann man natürlich auch nur die Hälfte beladen, wenn man weniger Dörrgut hat. Der Sedona ist somit ein Gerät, das viele Bedürfnisse in einem Gerät vereint, aber ich kann mir vorstellen, dass Enzelpersonen sich dennoch etwas Kleineres wünschen, das auch in einer kleineren Küche Platz findet, wo dann wieder der Excalibur in drei verschiedenen Größen interessant wird.

Fazit;
Aufgrund der gesammelten Vergleichswerte und insbesondere wegen der benutzerfreundlichen Schaltleiste, der Multifunktionalität und der zuverlässigeren Trocknung in Rohkostqualität spricht uns der Sedona trotz des stattlichen Preises dennoch am meisten an. Unsere Praxiserfahrungen mögen das Weitere zeigen.


Ende des Mammutposts! :) 
Alles Liebe von einer grippigen
Frau Momo

Zum Weiterlesen/ Quellen:
Produkttest: Sedona Dörrgerät - Teil 2 oder: Lustiger Spielenachmitag im Hause R./ C. 
Produkttest: Sedona Dörrgerät - Teil 3: Fazit 

Sedona Dörrgerät von Keimling
Excalibur von Keimling 
Dörrautomat-Test (Winfrid Holler/ Keimling)
Vergleich zwischen Sedona Dörrgerät und Excalibur Dörrgerät
Enttrohnt der Sedona den Excalibur? Eine Kritik (Achtung: einige veraltete Daten)
Sedona- Excalibur: Fazit des Vergleichs 
Rohkostwiki: Excalibur 

Donnerstag, 7. März 2013

Frühlingsgefühle und 101-Dinge-Update

Endlich ist er da: der sehnsüchtig erwartete Frühling! :) Und ich ignoriere einfach mal die Wetterprognosen fürs Wochende, denn in meinem Herzen ist definitiv Frühjahr! Via Facebook erhielt ich vor einigen Tagen die Einladung zum Frühlingsruf der Ahnen. Eine willkommene Gelegenheit, ein weiteres Ritual im Jahreskreis zu finden, wie es mir meine 101-Dinge-Liste nahelegt. Ich erinnerte mich an meine Kindertage, in denen ich Inselkind den Frühling wie Ronja Räubertochter mit einem gellenden Schrei begrüßte! :) Ursprünglich war laut der Veranstaltung der 03.03. vorgesehen, also mein Geburtstag. Aber ich merke, dass es gerade wenn es um Jahreskreis und naturbezogene Feste geht, ich einem Gefühlskalender besser folgen kann wie einem vorgeschriebenen. Einen Tag zuvor zog es Schatzi und mich bei strahlend blauem Himmel raus in die Natur, und ich spürte, wie der Frühlingsruf in mir rumorte, sich formierte. Auf einer versteckt gelegenen Hochebene bei uns in der Nähe, einem unserer Lieblingsplätze, wollte er dann wirklich raus. Ich habe nur ein Herzensbild davon und von dem stillen Glücksgefühl, das darauf folgte.

Schon vorletztes Wochenende im Rahmen des 2. Stricktreffs meines Lebens habe ich diese Beaniemütze Mütze fertiggestrickt! Eine Beaniemütze sollte es laut Anleitung werden. Tja, wie mir die anderen Strickladies bestätigten: Anleitungen sind doof! Ich konnte diese Nicht-Beanie-Mütze sogar noch bei winterlichen Temperaturen tragen. Sie passt zwar wie angegossen. Nur... mag ich sie irgendwie nicht.^^ Aber egal: Aufgabe 29 (mir ein Kleidungsstück zu machen) ist dennoch erfüllt. :D Ich muss zugeben, dass ich bei meinen Socken mehr Spaß hatte... Und nein, ich muss jetzt grad nichts Neues anfangen! :D Obwohl ich eine Stricktunika/ ein Kleid schon toll fänd... Hm...

Ich habe einige Langzeitaufgaben, so z.B. mir jeden Monat ein Buch zu leisten (Aufgabe 38). Ich bin da manchmal in der Vergangenheit oft zu geizig mit mir gewesen. Mittlerweile freue ich mich jeden Monat darauf, ein gutes Buch zu bestellen! :) 

Ich lege mir jede Woche wenigstens einmal eine Gesichtsmaske auf (Aufgabe 66). Und auch die Aufgaben 70 und 71 sind in Arbeit: Ich bin zuversichtlich, dass ich nach Ablauf des Projekts in 2015 einen Weg für mich gefunden habe, um gut zu entspannen/ zu meditieren. Zumindest nehme ich mir bewusst die Zeit dafür, teste an, was geht und was nicht. Mein Yogakurs hilft mir sehr dabei. Derzeit übe ich mich vor allem darin, anzunehmen, dass es mir schwer fällt zu entspannen. Dennoch bin ich weiter dran. Das sieht konkret derzeit so aus, dass ich mich in bewusstem, strukturiertem Wahrnehmen von dem, was ich sehe, höre und spüre übe. Bei allen anderen Entspannungsübungen steige ich derzeit noch zu leicht aus. Es hat seine Gründe, und ich bin guter Dinge, dass ich eines Tages entspannen und die Kontrolle fahren lassen darf. Wenn ich soweit bin! :) 

Wie geht es euch mit Enstpannungsmethoden? V.a. denjenigen unter euch, die sich ebenso schwer damit tun/ taten! 


Euch noch eine schöne Woche,
Frau Momo


Zum Weiterlesen:
101 Dinge: erfüllte Aufgaben, Projektbeschreibung und meine persönliche 101-Dinge-Liste

Mittwoch, 6. März 2013

Rohes Hoummous und Hanfsprossenzucht

links im Bild: Alfala-, rechts: Hanfsamen
Sprossen und Keimlinge sind auf ganz natürliche Weise im Rahmen meines Rohkostexperiments Thema geworden. Und so ist beides schon fast zur wöchentlichen Routine geworden. Aufgabe 87 meiner 101-Dinge-Liste sah vor, dass ich meine Hanfsamenkeimlinge ansetze. Diese hatte ich vor ewigen Zeiten mal in einem Tauschpaket erhalten, sogar in deklarierter Rohkostqualität! :) Wie passend. 

Bild: Ralph Conway
Wie mein Sprossenbuch empfahl, mischte ich 1 Teil Hanfsamen mit 9 Teilen Alfalasamen (27g insgesamt). Beides weichte ich zusammen 6 Stunden in einem Einmachglas mit 1/2 Liter kaltem Wasser ein. Ab dann spülte ich die Samen jeden Tag 2-3 Mal handwarm. Danach kamen sie jeweils ohne Wasser ins Glas zurück, das ich mit einem Tuch abdeckte (befestigt mit einem Gummiband). Im 45-Grad-Winkel, Tuch/ Glasöffnung nach unten, stellte ich das Glas ans Fenster. Recht schnell waren kleine "Würmchen" erkennbar, und ich entwickelte ungemein zärtliche Gefühle für meine werdenden Sprossen! :) 
Nach einigen Tagen und einer regelrechten Wachstumsexplosion war das Glas voll. 
In einer großen Schüssel mit handwarmem Wasser entfernte ich die braunen Samenhülsen und ließ die Sprossen auf einem Sieb, abgedeckt mit einem Tuch, 2 Stunden abtrocknen. Dann kamen sie in eine Tupperdose und bereichern seitdem unseren Speiseplan. Auf den letzten beiden Bildern seht ihr die Sprossen, bevor sie von den Samenhülsen befreit wurden! :)

Photo: Ralph Conway
Für genauere Infos befragt doch einfach das Internet oder legt euch ein gutes Buch zum Thema zu! Diese 1. Sprossenzucht war einfach, aber es kann, wie ich gelesen habe, wohl auch einiges schief gehen...Man muss sehr sauber arbeiten. Die Sprossenbabies dürfen nicht zu feucht, zu kalt, zu heiss usw. gezogen werden.



Keimlinge und Sprossen sind eine gute Überleitung für mein heutiges Rezept: Ich wollte schon länger rohes Hoummous machen. Ursprunglich waren die gekeimten Kichererbsen für "Veggie Patties" vorgesehen, aber da wir heute Wraps machen wollten und noch einen Dip brauchten, wurden sie kurzerhand verhoummoust! :D 
Eine gute Idee und super auch zu Crackern! :)






Zutaten:
200g 3 Tage gekeimte Kichererbsen (Gewicht bezieht sich auf die bereits gekeimten Kichererbsen)
5 Eßl. Wasser
5 Eßl. Zitronensaft
3 Eßl. Tahin
1/2 große Acocado (Hass-Sorte)
3-5 Knoblauchzehen (nach Geschmack)
1 Teel. Kreukümmel
1 Teel. Salz
Pfeffer
1/2 - 1 Teel. Chilipulver
optional 1/2 Teel. Kurkuma
etwas glatte Petersilie zur Garnitur

Zubereitung:
1. Die Kichererbsen, die zerdrückten Knoblauchzehen, die Flüssigkeit, das Tahin und die Avocado glatt pürieren. Je nach Konsistenzwunsch noch etwas Wasser hinzufügen. 
2. Alles pikant abschmecken und, mit Petersilie garniert, servieren.


Guten Appetit wünscht Frau Momo


Zum Weiterlesen:
Mehr Rohkost 
101 Dinge: Projektbeschreibung, meine Liste und erfüllte Aufgaben 

Samstag, 2. März 2013

Salatwraps mit orientalischem Papayahoummous

Wer hat noch bis zum Februar möglichst drauf geachtet, saisonal und regional zu essen? Ok, Asche auf mein Haupt: Mit der Rohkost fällt mir das gar nicht so leicht. Zumindest in den Endzügen des Winters... Ich merke einfach, dass ich keinen Kohl mehr sehen mag, so gern ih ihn auch esse. Ich will wieder mehr Vielfalt, Wärme...
Tja, und so ist eine Papaya im Einkaufskorb gelandet. Die habe ich nämlich noch nie gegessen, und ich habe sie bewusst mitgenommen, auch wenn sie alles Andere als saisonal geschweige denn regional ist. So, steinigt mich! :P Ich gebe mir selbst die Erlaubnis zu ethisch korrektem Mittelmaß, was das angeht: Ich versuche es weiterhin, werde mich aber auch nicht kasteien in Zeiten wie diesen, wo mein Herz einfach dem Frühling entgegenfiebert: emotional, kulinarisch und auch sonst auf allen Ebenen...
Jedenfalls verstehe ich die Rohköstler, die im Winter zu eingeflogenen Tropenfrüchten greifen jetzt etwas besser. Wie war das noch?

"Großer Geist, bewahre mich davor,
über einen Menschen zu urteilen, 

ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gelaufen bin."
 
(unbekannt)


Naja, mich würde interessieren, wie das andere Rohköstler machen... So ein bisschen Absolution brauche ich scheinbar doch!*g Was ich so auf den Blogs mitbekomme, ist jedenfalls nicht immer saisonal und regional... :)
Papaya brauche im Smoothie übrigens nicht wieder. :D Das war nicht so meins, aber vielleicht lag´s auch daran, dass ich die Schale mit püriert habe... In dem Dip zu den Wraps" war sie jedoch wirklich sehr lecker und erinnerte mich - sicher aufgrund der Gewürze - Hoummous, das ich demnächst mal "verrohen" will... :)Inspiriert zu dem Dip hat mich Ivonnes Beitrag.


Wrap-Buffet :)
 Zutaten:
 große Salat- oder Kohlbätter

 Füllung:
 was das Herz begehrt
 Wir hatten:
 Alfala- und Hanfsprossen
 Rucola
 Möhrenstreifen
 Pilze 




Dip für 3-4 Personen: 
1/2 Papaya
1/2 Avocado
2 Eßl. Tahini
2 Knoblauchzehen
1/2 rote Zwiebel
1 Eßl. Sojasauce
3-4 Eßl. Zitronensaft
1 Teel. Kreuzkümmel
etwas Koriander nach Geschmack
Chili nach Geschmack
Salz
Pfeffer
klein gehackte Petersilie oder andere Kräuter

Zubereitung:
1. Salat-/ Kohlblätter vom Strunk lösen und waschen. Wenn ihr eine Kohlsorte verwendet, den Steil unten abschneiden und vorsichtig von oben nach unten (zum Stiel hin) den dicken Teil des Stiels abtragen, sonst lassen sich die Blätter nicht später nicht zu Wraps rollen.
2. Die Papa halbieren und entkernen. Dann das Fruchtfleisch auslöffeln. Die Avocado halbieren und ebenfalls eine Hälfte auslöffeln und zur Papaya geben. 
3. Knoblauch und Zwiebel fein hacken, es sei denn, euer Mixer nimmt euch das ab! ;) Ich habe die Zwiebel nur grob gehackt, weil ich es auch gern etwas gröber mag...
4. Alle Zutaten bis auf die Petersilie miteianander vermixen und dann kräftig/ nach Geschmack würzen. Die Petersilie zum Schluss unterheben.
5. Rohkost in mundgerechte Stücke umwandeln und in Schüsselchen bereitstellen.

6. Salat-/ Kohlblatt auf den Teller legen, Sauce drauf und dann mit Rohkost füllen. Macht die Wraps nicht zu voll, sonst könnt ihr sie nicht mehr rollen! Gegebenenfalls noch nachsalzen/ pfeffern.
7. Wie Wraps rollen: Untere Seite über die Füllung legen, rechts und links einschlagen und nach oben hin aufrollen. Genießen! :)



Tipp:
Den Stein in der anderen Avocadohälfte belassen und so aufbewahren, dann wird die Avocado nicht so schnell braun!


Euch noch ein schönes Wochenende,
Frau Momo


Zum Weiterlesen:
Noch mehr Rohkost!

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