Donnerstag, 21. März 2013

Frau Momo im Falafelglück (roh oder auch nicht*g)

Endlich mal wieder ein Rezept! :) Ja, ich bin mittlerweile so gut wie über´n Berg! (Bin ich doch, oder????)
Falafel liebe ich, seit ich sie kenne. Zu meiner "Schande" muss ich gesethen, dass ich sie bislang noch nie wirklich selbst gemacht habe. Immer wieder landete ne Fertigmischung im Einkaufswagen oder (un-)passenderweise im Tauschpaket.
Seit ich im Keim- und Sporsstaumel bin - von Heißhunger übrigens seit Wochen keine Spur mehr; na gut, ich war ja auch krank*g - kam mir schon mehrfach die Idee, rohe Burger daraus zu machen. Denn andauernd Nüsse als "Bratlings"-Basis ist mir doch zu einseitig! ;)
Als Erstes mussten die Kichererbsen dran glauben. Und was soll ich sagen? Famos ♥ - komisches Wort, passt aber! ;) Da die rohen Falafel aus gekeimten Kichererbsenkeimlingen bestehen, braucht ihr zwei Tage Vorlaufzeit, aber die "Aufzucht und Pflege" sind wirklich nicht aufwändig! Und die Falafel selbst sind wirklich fix zubereitet! :)



Zutaten für ca. 15 Stück:
150g getrocknete, keimfähige Kichererbsen
85g frisch gemahlene, gelbe Leinsamen
3 fein gehackte Knoblauchzehen
3/4 gehackte Zwiebel
3 Eßl. Zitronensaft
2 Eßl. Olivenöl
einige Eßl. gehackte, glatte Petersilie
1,5 Teel. Koriander*
1,5 Teel. Kreuzkümmel
Salz
Pfeffer
optional etwas Pul Biber 

für die unrohe Version:
1 Messerspitze Backpulver
ca. 2-3 Eßl. Mehl

Zubereitung:
1. Kichererbsen 2 Tage keimen lassen.
2. Kichererbsen, Zwiebel, Knoblauch, Saft und Öl miteinander pürieren. Dann das Leinsamenmehl und die Pertersilie untermengen und die Masse pikant abschmecken. Vertut euch nicht mit dem Salz. Ich mach immer wieder die Erfahrung, dass rohe Gerichte weniger Salz brauchen, aber vielleicht bilde ich mir das nur ein! ;)
3. Mit einem Eßl. falafelgroße Portionen abstechen, kugeln und flach drücken, so dass falafelähnliche Gebilde entstehen! :) Die Falafel sollen feucht sein, aber nicht auseinanderfallen. Gegebenenfalls noch etwas Leinsamenmehl hinzufügen, aber nicht übertreiben! ;)
4. Die Falafel auf Dörrfolien/ Paraflexxbögen trocknen. Da ich noch anderes Dörrgut im Sedona Dörrgerät** hatte, hatte ich für 2 Stunden die Temperatur von 38°C eingestellt, danach noch etwa 2,5 Stunden bei 42°C. Ihr könnt die Falafel aber auch gut direkt bei 42 °C dörren und verkürzt die Dörrzeit einfach entsprechend. 
5. Nach etwa 2,5 Stunden wenden und auf dem Trockengitter weiterdörren. Die Falafel sollten nicht austrocknen. 
5a. Wer lieber gegarte Falafel  haben möchte, kann sie - wie regulär - in der Pfanne ausbraten oder fritieren. Da müsst ihr dann allerdings noch das Backpulver und gegebenenfalls das Mehl (letzteres anstelle der Leinsamen) hinzufügen.
6. Zu Salat und einem leckeren Dip reichen. Bei uns gab´s den Rest rohe Tomaten-Käse-Sauce dazu! ;)

Euch noch einen schönen Abend,
Frau Momo


* Den Koriander könnt ihr auch durch eine beliebige Mischung an Currygewürzen ersetzen, wenn ihr ihn nicht mögt.
** In anderen Dörrgeräten dürfte die Dörrzeit variieren!

Zum Weiterlesen:
Noch mehr Rohkost gefällig?
Oder doch lieber Kochen?

Kommentare:

  1. Nach meinen Informationen sind Kichererbsen im Rohzustand giftig wegen Phasin & Saponin. Das Keimen hemmt die Stoffe zwar, jedoch nicht vollständig. Daher müssen die Kichererbsen noch kurz blanchiert werden, bevor sie verarbeitet werden dürfen. Ich bezweifle nämlich dass dörren ausreicht, was denken Sie?

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    1. Da gibt es unterschiedliche Aussagen dazu. Aber die meisten Links besagen, dass es problemlos möglich ist und die Keimlinge sehr viele Nährstoffe beinhalten. Ohne Blanchieren. Aber letztlich bin ich kein Biologe. :D Insofern hilft nur Informieren und selber schauen, wie du sie verträgst.

      LG, Frau Momo

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