Dienstag, 26. März 2013

Schoko-Osterhasen

Schon im letzten Jahr habe ich auf meiner Arbeitsstelle (Offener Ganztag an einer Grundschule) mit den Kiddies Osterhasen gebacken. Damals waren sie noch unvegan, denn Ostern war kurz vor meiner Entscheidung, fortan vegan zu leben.
In einer der letzten Dienstbesprechungen kam das Thema "Eier" auf: Und jetzt lasst euch das auf der Zunge zergehen: Wir dürfen die Kinder aufgrund der Salmonellengefahr und unseren Hygienebestimmungen keine rohen Eier verarbeiten lassen, geschweige denn sie eihaltige, nicht genügend erhitzte Speisen wie Sahneeis essen lassen. Juchhu, meine Stunde war angebrochen, denn nun konnte ich die gesundheitlichen Vorzüge eines veganen Osterhasen entsprechend offen vertreten, anstatt wie an Weihnachten es einfach nur so zu machen: Die Kinder dürfen selber ran - denn wie doof ist es, wenn ich den Teig vorbereite und die Kinder ihn nur in die Förmchen füllen dürfen? 2. Plus: Sie dürfen naschen! :) Keine Gegenargumente, keine komischen Blicke! :) Aber wie auch? Die stellvertretende pädagogische Leitung liebt veganen Schokokuchen! :D
Jetzt musste nur das perfekte Rezept kreiert oder gefunden werden. Mein Versuch, das im letzten Jahr verwendete zu veganisieren scheiterte an 5 Eiern und 2 Eigelben und wohl auch an meinen nicht vom Bäckeropi vererbten Bäckersgenen. :D Naja, als Zwieback hätte das Zeug durchgehen können. :D Aber ich wollte keine Zwieback-Osterhasen, sondern sündhaft leckere, von den Zutaten her unexotische Häslein.
Und so fing ich an zu schreien! Nicht wirklich, sondern in diversen Facebookgruppen. :-D Und gleich das erste Rezept von cakeinvasion, das ich wärmstens empfohlen bekam, überzeugte mich: Bis auf Essig keine komischen Zutaten, palmölfrei und auch im Rohzustand ein Traum, der mich für einige Minuten vergessen ließ, dass ich doch eigentlich kein Weißmehl- und Zucker mehr aß! ;) Bei dieser Backaktion wollte ich nichts riskieren, d.h. keine vollwertigen Produkte verwenden, auch wenn sich mir beim Schreiben dieser Worte die Nackenhaare aufstellen. :D Ich wollte einfach einen Geschmack, der möglichst nah am Vertrauten dran ist.
Und hier präsentiere ich also die veganen Super-Osterhasen - zwar nackig, da ich keine Glasur und keinen Zuckerguß mag, aber das könnt ihr ja schnell ändern! ;) Das Rezept ist so berechnet (anderthalbfache Menge des Originalrezepts), dass die Kinder noch genug zum Naschen haben!^^



Ja, es gab schon schönere Fotos!*g
Zutaten für 5-6 Osterhasen:
450g Mehl
60g reines Kakaopulver
360g Zucker
1,5 Teel. Natron
3/4 Teel. Salz
360ml warmes Wasser
1,5 Fläschchen Buttervanille-Aroma oder 1,5 Päck. Vanillezucker (dann aber 15g Zucker abziehen)
120ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
1,5 Teel. Apfelessig 

Öl zum Einfetten

Paniermehl, Semmelbrösel oder zusätzliches Mehl zum Ausstreuen der Förmchen



Zubereitung:
  1. Den Ofen auf 175°C vorheizen. 
  2. Mehl, Kakaopulver, Zucker, Natron und Salz in eine Schüssel geben und gut mit einem Löffel vermischen. Solltet ihr Vanillezucker verwenden, ebenfalls dazugeben 
  3. Öl, Wasser, Vanillearoma und Apfelessig in einem Messbecher abmessen und zu den Zutaten in die Rührschüssel geben.
  4. Mit dem Schneebesen oder Handrührer rasch verrühren. Kleinere Klümpchen lösen sich beim Backen auf.
  5. Die Hasenformen sorgfältig einfetten und mit wenig (Panier-)Mehl oder Semmelbrösel ausstreuen. So lassen sich die Hasen später ohne Genickbruch aus der Form lösen. :-)
  6. Den Teig gleichmäßig mit einem Esslöffel in die Förmchen füllen – nicht zu hoch: der Teig geht noch hoch!
  7. Im Ofen 20-25 min backen. Macht nach 20 Minuten mit einem Spießchen die Garprobe: Wenn kein Teig dran kleben bleibt, sind die Hasen fertig. Sonst nochmals ein paar Minuten weiterbacken, aber nicht zu lange.
  8. Nun sollten die Hasen ungefähr 10 Minuten abkühlen, bevor ihr sie aus der Form holt und auf Backpapier oder direkt auf einen vorbereiten Teller legt.
  9. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Hasen noch mit einer Schokoglasur und einer Schleife verzieren.

Sammy befand die Hasen auch für lecker!
Tipp:
Die verwendeten Förmchen sind von der Firma Zenker und gibt es z.B. bei Amazon.


Für Osterwünsche  ist es noch zu früh, aber egal! Frohe Ostern wünscht 
Frau Momo :D











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Kommentare:

  1. Ja cool, unsere Bewohner dürfen auch keine von uns zubereiteten Speisen essen die rohe Eier enthalten. Aber ich veganisiere was gut geht und wo auch keiner einen Unterschied merkt. Waffeln zum Beispiel oder Kartoffelpuffer, vegetarische Lasagne oder Gemüsesuppen. Habe am WE oft Dienst mit einer Veganerin und wir werden den Wünschen der Bewohner kreativ nach ;-)

    Ich finde dein Schaf sieht lecker aus und ich freu mich für die Kinder den Teig naschen zu dürfen, mach ich auch einfach zu gerne ;-)

    LG

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    1. Klasse, dass ihr da so freie Hand habt. Mittlerweile werde ich da auch mutiger. Bislang hab ich´s einfach gemacht, ohne was zu sagen, aber bei so ner Vorlage (von wegen Hygienebestimmungen) kann ich offensiver werden. Toll, dass du durch deine Kollegin Unterstützung hast! :)
      Morgen geht´s ans Backen, und ich freu mich auch für die Kinder! Das Naschen ist doch einfach das Schönste - zumindest war es für mich als Kind so!
      Und noch eins: Kein Schaf - HÄSCHEN! :D Hätt ich auch gesagt haben können! ;)

      LG, Frau Momo

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    2. Huhu Frau Momo,
      dein HÄSCHEN gefällt mir ausgesprochen gut.. Den Kindern ist es doch wahrscheinlich eh egal, ob in dem Hasen tierische oder rein pflanzliche Produkte sind - Hauptsache, es schmeckt. Und das tut es gewiss :)
      Grüße von Frau Schulz

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    3. Huhu Frau Schulz,
      naja, ich habe das Thema - gesundheitlich und auch auf mich und die ethischen Gründe - besprochen. Kindgerecht natürlich. Dann waren sie sehr gespannt auf den Teig, haben jeden einzelnen Schritt verfolgt, geschnuppert wie die Chemiker und schließlich probiert. Einen Unterschied haben sie beim Teig geschmacklich schon bemerkt, aber nicht so, dass sie es nicht mochten. Wir haben über Menschen mit Intoleranzen geredet. Sie waren weitaus offener als die meisten Erwachsenen. Da ist einfach (noch) nicht die Angst, man wolle ihnen "ihr Fleisch, ihr Ei" usw. wegnehmen...
      Wie´s geschmeckt hat, erfahre ich wohl erst heute... Die Kinder waren auf jeden Fall sehr stolz, als sie ihre geschnürten Pakete mitgenommen haben, und eine Mutter meinte: "Aus was Sie hier alles Rücksicht nehmen..." Ja, aber das tun wir doch gerne, nicht wahr? :D

      LG, Frau Momo

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  2. Das schöne am Backen ohne Eier finde ich, dass man die Zutaten immer da hat. Keine Planung nötig, kein "Hilfe, die Eier müssen weg", wenn man sie mal nicht so aufbraucht. Und spontanes Backen am Samstag Abend kein Problem :-) . Und unbeschwertes Teig naschen :-) .

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    1. Vor allem das Letztere! ;)

      LG, schöne Feiertage und bis auf bald,
      Frau Momo

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