Donnerstag, 11. April 2013

Winter adé: das vorerst letzte Kürbissüppchen und ein paar "Schnipsel"

Die erste Frühlingssuppe gab es ja schon, auch wenn der Spargel derzeit natürlich noch "unbezahlbar" ist.;) Aber eigentlich wollte ich mich noch vom Kürbis verabschieden und habe es fast verpasst. Dann aber habe ich doch noch einen aufgetan - klar: nicht mehr ganz erntefrisch, aber mein! :)
Eine Hälfte wurde heute "Opfer" meines Experiments, rohe Kürbissuppe zu fabrizieren. Und hey - die war mal richtig lecker. So langsam entwickle ich mich zum echten Roh-Suppen-Profi! :D Ich musste mich, was die Zusammenstellung, die Würze und den Anteil an Knofi/ Zwiebel angeht, erst etwas umstellen... ;) Ich finde jedenfalls, dass man im Fall von Suppen nicht einfach jedes x-beliebige Kochrezept in roh umwandeln kann. Aber mittlerweile schmecken mir meine Suppen richtig gut, und ich kann auch wieder freestylen. Das macht mir einfach mehr Spaß, als ständig nach Rezept zu kochen, um auf "Nummer Sicher" zu gehen.


Frau Momo und die Kokosnuss:
Im Zuge der Suppenproduktion wollte ich auch die erste frische, reife Kokosnuss meines Lebens verarbeiten. Wenn ich von "reif" rede, meine ich die braunen, die wohl die meisten kennen, im Gegensatz zur jungen Trinkkokosnuss, die es in manchen Aisaläden und online gibt. Besagte Kokosnuss musste natürlich auch geöffnet werden. :D Der Anfang war noch leicht. Ich erinnerte mich gelesen zu haben, dass man einfach das große, weiche Loch von den drei Löchern auf der Unterseite durchbohren muss - mit einem spitzen Gegenstand oder auch einem Schraubenzieher. Tata: Der Saft floss ins Glas - zugegebenermaßen nicht sehr viel, aber immerhin. ;) Und jetzt? Hm, ich hämmerte ein wenig auf der Nuss herum, drückte, bohrte, holte mein Messer zur Hilfe - nichts tat sich. Bevor ich Tolpatsch wieder Blut ließ, wurde Dr. Google befragt, und der spuckte ein sehr anschauliches Video aus. Und so habe ich gelernt, wie ich eine Kokosnuss ohne Hammer öffne:



Zusammengefasst: nach dem Ablassen der Flüssigkeit die Kokosnuss aus dem leichten Handgelenk und ohne viel Schwung auf einen Stein schlagen, dann die Nuss in der Hand drehen und richtig kräftig aufschlagen. Gegebenenfalls wiederholen. Die Nuss sollte so aufplatzen, so dass man sie schälen und öffnen kann! 

Und hier nun ohne weitere Umschweife das Rezept für das Kürbissüppchen:



Zutaten für 3 Schälchen:
gut 400g Hokkaidokürbisfleisch inkl. Schale
insgesamt ca. 600ml-700ml Flüssigkeit, bestehend aus dem
  • Saft einer reifen Kokosnuss, aufgefüllt mit
  • warmem Wasser
100g Kokosnussfleisch
2 Eßl. Zitronensaft
1 Eßl. Tamari
2 Knoblauchzehen
1cm großes Stück Ingwer
etwas Chilipulver
1 knapper Teel. Salz (am besten ihr schaut selbst, wieviel euch schmeckt!)
1 Teel. Gemüsebrühe (bzw. nach Gusto)
Pfeffer
ein paar Kürbiskerne zur Deko
nach Geschmack ein paar Spritzer Kürbiskernöl (hatte ich leider nicht da!)

Zubereitung:
1. Das Hokkaidofleisch in große Stücke und das Kokosnussfleisch in breite Streifen schneiden.
2. Knoblauch durchpressen und den Inger fein schneiden.
3. Alle Zutaten und Gewürze in den Mixer geben und 2 Minuten mixen. Bei der Flüssigkeit erst mal weniger zufügen und dann die Konsistenz je nach Geschmack bestimmen durch Zugabe weiterer Flüssigkeit.
4. Ich mag meine Suppen gerne warm, also erwärme ich sie zudem bis auf 40°C
5. Nochmals abschmecken. Wer mag kann die Suppe mit Kürbiskernen und ein paar Spritzern vom Kürbiskernöl servieren.
6. Guten Appetit! :)


Für alle, die es von Interesse ist und die es noch nicht mitbekommen haben:  
Christine Volms Kräuter-Exkursion "Essbare Wildpflanzen" findet am Samstag, den 08.06.2013 um 11 Uhr im Forstbotanischen Garten in Köln statt.

Gegebenenfalls gibt es auch eine Führung am Nachmittag. Nähere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt´s bei Christine selbst:

Christine Volm
Wurmbergstraße 27  71063 Sindelfingen
fon: 07031/811954  fax: 07031/812174
info@christine-volm.de

Christines Homepage
Christines Blog
Ihr Buch zur Wildkräuter-Thematik: "Meine liebstenWildpflanzen - rohköstlich: sicher erkennen, vegan genießen"


Ich würde mich freuen, wenn diese Veranstaltung weiter geteilt wird und ich den Einen oder Anderen vielleicht im Sommer persönlich kennen lernen würde! :)


Euch schon mal ein schönes Wochenende und liebste Grüße,
Frau Momo


Zum Weiterlesen:
Kürbissüppchen ja, aber bitte gekocht! 
Ne, lieber was Anderes kochen
Noch mehr Rohkost

Kommentare:

  1. ich mache kokosnüsse immer so auf: kokosnuß in die eine hand nehmen, so daß sie von der handfläche gestützt wird. mit der anderen hand mit einem hammer (spitze seite) am äquator der kokosnuß ein paar kräftige schläge. dann geht sie auch gut auf und man kommt auch leicht ans fruchtfleisch ran. den saft fange ich in einer schüssel auf, die ich dadrunter stelle.

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    1. Lieben Dank dir. Ich werd´s auch mal so ausprobieren. Bin nur leicht tolpatschig und wenn sich jemand bei so was wehtut, bin´s meistens ich! :D

      LG, Frau Momo

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  2. Wenn man eine scharfe Machete zur Hand hat, funktioniert das wunderbar damit... weiss ich aus persönlicher Erfahrung. Allerdings die Nuss nicht nicht in der Hand halten, sondern auf den Boden legen.

    Als Kind hab ich die Kokosnüsse immer angebohrt, das Wasser aufgefangen und dann die Nuss in den Schraubstock eingespannt. Vorsichtig zudrehen, bis es kracht.

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    1. Ähm - ne, ne scharfe Machete habe ich aus persönlichen Gründen (ich woll noch etwas länger leben) nicht zur Hand. :D Schraubstock leider auch nicht, aber es gibt offenbar einige Wege, eine Kokosnuss zu öffnen!^^

      LG, Frau Momo

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