Samstag, 13. April 2013

Zu Gast im "Cassiusgarten" in Bonn und ein wirklich allerletzter Abschied vom Kürbis*g (Rezept)

Ja, ich weiß: Eigentlich habe ich mich ja schon vom Kürbis verabschiedet. Aber es waren noch ein paar Schnipsel übrig. Und es war sonnenklar, was ich damit anstellen wollte. 
[Achtung: Vorgeschichte!]
Vor zwei Wochen war ich das erste Mal mit Schatzi im "Cassiusgarten" in Bonn, einem vegetarisch/ veganen Bistro. Leider habe ich keine Fotos gemacht, aber dafür ein Rezept mitgebracht! Anlässlich meines Geburtstages stand noch ein Essen aus, und zudem hatte Herr C. gerade seinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Das Restaurant/ Café war eine Premiere. Und was soll ich sagen: Rohkostparadies pur! Ein Riesenbuffet mit unterschiedlichsten Salaten. Dagegen stank die warme Theke eher ab. Aber das kann auch dran liegen, dass ich gar nichts Warmes suchte. Den Buchweizenbratling habe ich einmal angeknabbert und den Rest meinem Liebsten zugeschoben. 
Was mir sehr positiv auffiel: Alle Gerichte waren gekennzeichnet, so dass der geneigte Esser direkt sehen konnte, was vegan, vegetarisch oder glutenhaltig ist. Es gibt eine relativ feste Karte und zudem eine täglich wechselnde Suppe und zwei zusätzliche Tagesgerichte, von denen eines stets vegan  ist. Auf der Homepage kann man sich zudem vorab informieren und mittels Ausschlusskriterien etwaige Lebensmittel direkt sehen, welche Gerichte "koscher" sind.
Im Restaurant selbst gibt es wiederum die Möglichkeit, bei jedem Gericht eine Zutatenliste einzusehen - ein wirklich toller Service, wie ich finde. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass man sich hier ebenso Gedanken über die Auwahl der Lebensmittel macht. Doch lest selbst, wenn ihr wollt!
Die Atmosphäre ist im Sommer draußen unter Palmen sicher noch netter als drinnen, wo die Einrichtung leicht afrikanisch anmutet und für mich persönlich nicht sooooo den Wohlfühlfaktor hat. Ich mag den afrikanischen Wohnstil sonst sehr gerne, aber hier war für mich einfach die Liebe zum Detail nicht so gegeben. 
Davon mal ab war ich eigentlich nur selig, dass ich endlich Auswahl hatte, nicht festgelegt war auf ein Getränk oder ein Essen. Endlich konnte ich wieder mal auswärts (!) meinen geliebten Yogi Chai Latte trinken. :) So was findest du bei uns einfach nicht! Im Café gibt es übrigens auch eine Auswahl an Kuchen, darunter auch vegane Optionen.
Was ein wenig seltsam, schon fast unangenehm für mich war - und sicherlich interessant zu erfragen -, ist die Tatsache, das sehr viele farbige Mitarbeiter dort arbeiten. Erklärung für dieses Gefühl: Ich frage mich, inwieweit die Bezahlung dort der Grund dafür ist. Aber beim ersten Besuch wollte ich natürlich nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen...;) Zudem passt es wieder zum Ambiente...
So oder so war dies bislang mein leckerster, veganer Ausflug im Rhein-Sieg-Kreis! Wer also mal in Bonn, Nähe Hauptbahnhof, sein sollte, dem lege ich den "Cassiusgarten" sehr ans Herz.

 
Um jetzt die Kurve zu kriegen: In besagtem Restaurant habe ich einen endlos leckeren Kürbissalat kennengelernt. Oh Mann, ich hätte die ganze Schüssel einpacken können, so gut war er! ;) Absoluter Geheimtipp also! (Im übrigen ebenso der Linsen- und der Möhren-Orangensalat und... Ach: Futtert euch einfach durch alle durch!!*g) 
Ich habe versucht, das Rezept für euch nachzuempfinden. Der Zutatenliste (ohne Mengenangaben) im "Cassiusgarten" sei Dank, war das auch kein großes Problem! :D Ich habe allerdings die im Originalrezept vorgesehenen gehackten Haselnüsse weggelassen.

Zutaten für eine Portion Kürbissalat á la Cassiusgarten:
ca. 180g Hokkidokürbisfleisch
1 kleiner Apfel (ca. 100g ungeschält und noch mit Kerngehäuse)
1 Eßl. Sonnenblumenöl
1 Teel. Kürbiskernöl
2 Eßl. Zitronensaft
etwas frischer Ingwer
etwas Agavendicksaft nach Geschmack
1 Teel. Currymischung (mild oder schärfer - wie es euch gefällt!)
Salz nach Gusto
Zimt nach Geschmack (das Originalrezept sieht das nicht vor!)
1 knapper Eßl. Rosinen
ein paar Kürbiskerne

Zubereitung:
1. Das Hokkaidofleisch in feine Streifen hobeln, den Apfel in etwas dickere. Ingwer raspeln.
2. Alle Zutaten miteinnander vermischen und mit den Gewürzen abschmecken.
3. Ein paar Stunden ziehen lassen.


Und jetzt freu ich mich auf mein erstes roh-veganes Potluck in Kölle und darauf, eine liebe Freundin wieder zu sehen. Macht´s euch schön! :)

Liebste Grüße,
Frau Momo


Zum Weiterlesen:
Ich will kochen!
Ne, doch lieber Rohkost!

Kommentare:

  1. Hmmm, den Kürbissalat kenne ich und finde ihn auch ganz toll. ;-)

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    1. Nicht wahr! :) Einfach ein Traum!

      Liebste Grüße und schönes Wochenende,
      Frau Momo

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    2. Danke, das wünsche ich dir auch. :)

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  2. Der Kommentar über die schwarzen Mitarbeiter ist daneben.
    So eine Frage kann sich auch nur eine weiße Deutsche in einem zutiefst rassistischen Land stellen.
    schwarz=wird bestimmt ausgebeutet=passt aber zum Ambiente. Das ist widerlich!

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    1. Tut mir Leid, wenn das bei dir komisch ankommt, aber es war einfach eine Frage, die sich mir stellte. Keine Bewertung, kein Rassismus. Davon mal ab öffnet die Bezeichnung "widerlich" und die Wertung "zutiefst rassistisches Land" nun nicht gerade die Tür für eine offene Auseinandersetzung. Aber die willst du vielleicht auch gar nicht, sonst hättest du eher darum gebeten, dass ich mich dies bezüglich nochmals genauer äußere, oder?!
      Was immer du für Erfahrungen gemacht und erlebt hast - Friede sei mit dir! :)

      LG, Frau Momo

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  3. Ja, der Cassiusgarden ist ein lukullischer Traum!

    Schön finde ich auch das Schild am Anfang der Salattheke:

    "Nehmen Sie mit Bedacht, weniger ist manchmal mehr".

    Und die Desserttheke... da ist auch immer lecker Obst dabei, egal ob vegetarisch oder vegan, da findet bestimmt jeder was.

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