Samstag, 22. Juni 2013

17. Junikalender-Türchen: "Heilige Zeit"


Karmindra von Glowing Life (ehemals: Wurzelschneiderin) habe ich, wenn ich mich recht erinnere, bei Amala entdeckt, mit der ich das Interview zu Kundalini-Yoga geführt habe, das am 14.06. als Junikalender-Beitrag hier veröffentlicht wurde. Karmi offeriert wirklich alles, was mein Leserherz begehrt: Spritualität, Buchrezensionen, Food, Nachhaltigkeit/ Umwelt, Beauty und ganz viel mehr. Sie hat ein wunderschönes Layout und immer wieder Beiträge, die mich auffordern, ansprechen und anregen. Selbige sind wirklich liebevoll aufgemacht, haben Inhalt und Persönlichkeit - ein Rundum-Wohlfühlpaket sozusagen, zumindest für mich. Karmi verdanke ich es übrigens, dass ich meine Abneigung gegen Challenges (bzw. gegenüber dem Begriff) über Board geschmissen und mich zu einer solchen habe motivieren lassen, denn sie hat die Yoga-Challenge intiiert, die derzeit auf allen möglichen Blogs thematisiert wird! :)
Logo: Karmindra
Mein Name ist Karmindra und ich bin Autorin des „Wurzelschneiderin"-Blog Blog Glowing Life. Dort beschäftige ich mich mit der Liebe zum Leben, Kreativität, Ernährung, Naturverbundenheit, Hexentum, Yoga und Spiritualität. Ich schreibe, wonach mir der Sinn steht , versuche Schönheit in allen Dingen zu sehen und ein möglichst friedvolles Leben zu führen. Mein Blog ist ein Versuch, ein wenig Schönheit mit euch zu teilen, euch zu inspirieren und zu eigener Achtsamkeit anzuregen. Namaste!


Heilige Zeit 
Bild: Karmindra

Wenn man von Frauenspiritualität reden will, so spielt die Kraft des Blutes, das bei Frauen in der fruchtbaren Phase monatlich fließt, eine große Rolle. Zu früheren Zeiten wurde die Menstruation als heilig angesehen. Frauen galten als etwas Besonderes und ihrem Blut wurde eine besondere Macht zugesprochen. Diese Machtzusprache wandelte sich im Laufe der patriarchalen Entwicklung. Das Blut wurde nicht mehr geheiligt, sondern als unrein, schmutzig und sündig betrachtet. Menstruierende Frauen wurden aus der Gesellschaft ausgegrenzt, in Hütten verbannt und aus dem Alltagsleben ausgeschlossen. Es herrschte der Glaube, mit einer menstruierenden Frau in Kontakt zu kommen, mit ihr zu schlafen oder auch nur ein Bettlaken mit ihr zu teilen, mache krank. Sie durfte keine Hausarbeit verrichten, da sie das Vieh krank mache, durch ihre Berührung das Essen verderbe und das Trinken schlecht würde. Sogar die Ernte würde sie beeinträchtigen.
Wir sehen uns gerne als aufgeklärte, fortschrittliche Gesellschaft, aber sieht man einmal genau hin, findet man auch heute noch viele Vorurteile, Ängste und Ablehnung bzgl. dieses Themas. Viele Frauen fühlen sich während ihrer Periode unpässlich, unwohl oder gar schmutzig. Viele haben während dieser Zeit Schmerzen. Immer wieder hört man von Frauen, die ihre Menstruation als Qual und Last empfinden. Manche scheuen nicht davor zurück, sich Hormonimplantete setzen zu lassen, die 3-Monats Spritze anzuwenden oder die Pille ohne Pause durchzunehmen - neben der Verhütung vor allem, damit sie keine Periode mehr erleiden müssen.

Schalten wir den Fernseher an, sehen wie Werbespots für Hygieneartikel, die sich vor allem damit rühmen, die Blutung möglichst unauffällig, im Verborgenen, sauber und geruchsneutral ablaufen zu lassen. Tampons und Binden sollen uns ermöglichen unsere Periode diskret zu verbergen. Niemand braucht mitbekommen, das wir bluten, wir werden nicht riechen oder tropfen und dürfen uns trotz Menstruation sauber und glücklich fühlen.
Wir sehen blütenweiße Binden oder Tampons, auf die eine hygienisch einwandfreie, blaue Flüssigkeit geträufelt wird, welche unser Blut darstellen soll. Ich glaube, würde man in einer Tamponwerbung statt dessen Blut verwenden, um zu zeigen wie wunderbar sich der Tampon mit dem roten Blut vollsaugt, würde dies eine Menge Ekel und Scham bei den Zuschauern auslösen.

Hört man einmal genauer hin, findet man viele abwertende Begrifflichkeiten für die Zeit des Mondblutes. Frauen sprechen gerne mit einem ironischen Unterton von ihren Happy Days, sie haben ihr monatliches Unwohlsein, die kritischen Tage, sind unpässlich oder man hört andere sagen “Die hat ihren Kram / ihr Zeuch“. „Ach, die hat ihre Tage“ - ein beliebter Ausspruch, um Frauen zu unterstellen, sie seien gerade besonders anstrengend, zickig und übel gelaunt.
Tatsächlich ist es aber so, dass unser eigenes Denken über unsere Menstruation eine große Auswirkung auf unser Empfinden während dieser Zeit hat.
Die meisten Frauen bekommen irgendwann mit, dass wir in einem bestimmten Alter anfangen monatlich zu bluten. Vielleicht sagt man uns, dass wir dann zwar eine Frau seien, damit aber eine große Last mit uns tragen müssten. Wir würden in dieser Zeit besonders umständlich sein, zickig, sensibel, aggressiv usw. Wir würden Schmerzen im Bauch und im Rücken haben, vielleicht auch im Kopf und anderswo. Das Leben solle in dieser Zeit angeblich keinen Spaß machen, alle Aktivitäten seien eingeschränkt, vor allem Sport und Schwimmen wären ungünstig in jener Zeit.
Zur Lösung dieser Probleme werden uns OB´s, Binden, Pillchen, Tabletten und Hormonpräparate angeboten.

Damit unterdrücken wir aber leider auch unseren eigenen Zyklus, unsere Verbundenheit mit den Zyklen der Erde. Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Zeit der Fruchtbarkeit, Zeit des Blutes. Der Körper der Frau zeigt beispiellos ihre Verbundenheit mit den Zyklen der Natur und mit Mutter Erde. Der Zyklus der Frau ist oft so lang wie ein Mondzyklus. Sehr oft kann bei Frauen, die nicht hormonell in ihren Zyklus eingreifen, beobachtet werden, dass diese zu Vollmond fruchtbar sind und zu Schwarz/Neumond menstruieren. Viele Frauen kennen es auch von sich, dass sich tatsächlich die Zyklen von Frauen in einer Gemeinschaft (enge Freundschaften) aneinander anzugleichen scheinen. Doch leider empfinden die meisten von uns diese besondere Zeit, in der wir so nah mit unseren Urkräften verbunden sind, die Zeit, in der wir besonders offen und empfindsam sind, als sehr unangenehm. Doch diese Offenheit ist es auch, die uns in jener Zeit so anfällig sein lässt für Stress, Streit, schlechte Stimmung.

Aber eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass wir uns in dieser Zeit so unwohl fühlen, wenn wir es nun mal nicht anders vermittelt bekommen. Doch durch die Änderung unserer Einstellung können wir auch unser Empfinden ändern. Wenn wir lernen die Menstruation wieder als etwas Heiliges, Besonderes und Schönes anzusehen, können sich auch unsere Verkrampfungen lösen. Schmerzen können weniger werden oder vergehen.

Heute weiß man, dass Menstruationsschmerzen durchaus organische Ursachen haben können, aber ebenfalls oft psychisch bedingt sind. So geht man heute davon aus, dass viele Frauen unterbewusst ein Problem mit ihrem „Frau-Sein“ haben und gerade deswegen in dieser sensiblen Zeit vermehrt unter Schmerzen und Krämpfen leiden. In den 70er Jahren stellte man erstmals fest, dass Frauen, die unter funktionellen Menstruationskrämpfen leiden (also Schmerzen, die eine organische Ursache haben), einen erhöhten Wert von Alpha-2-Prostaglandin im Blut aufweisen. Durch seine Ernährung kann man einen positiven Einfluss auf die Menstruationsbeschwerden nehmen. So ist es förderlich für die Bildung von hilfreichen, so genannten Serie-3 Prostaglandinen Alphla Linol- und Omega 3 Fettsäuren zu sich zu nehmen. Diese finden sich in hochwertigen Ölen wie Lein-, Oliven und Hanföl. Auch magnesiumreiche Nahrungsmittel können Linderung verschaffen. Es sollte auf eine basenreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse geachtet werden, Zucker, Koffein und Alkohol sollte man genau so meiden wie Milchprodukte und Fleisch, da diese die Schmerzen steigern können.

Ganz wichtig ist Bewegung während der Menstruation. Anstatt die Periode als Entschuldigung vorzuschieben und sich zu verkrümeln, kann es Stresslindernd, schmerzstillend und befreiend wirken sich körperlich zu betätigen und sei es nur ein zügiger Spaziergang an der frischen Luft.

Die Zeit des Mondblutes sollten wir als Zeit für uns selbst zu nutzen. Uns zurückziehen, wenn uns danach ist, auf unsere Bedürfnisse lauschend, mit warmen Decken, heißen Getränken, Tanz, Gesang, Entspannungsübungen, einem Bad oder wie auch immer. Die Zeit des Mondblutes kann dazu genutzt werden, uns unserer besonderen Kraft und Sensibilität zu dieser Zeit zu nähern und diese für uns zu nutzen. So können wir uns einen eigenen Rückzugsort für diese Zeit erschaffen und uns der Kreativität hingeben. 
 

Bild: Karmindra
Beispiele, um die Mondblut-Zeit zu zelebrieren und zu gestalten:
*einen Blutraum gestalten, die Wände mit roter Farbe bemalen oder mit roten Tüchern behängen oder ein Zelt/eine Hütte aus roten Tüchern bauen. Den Raum nach unseren Bedürfnissen einrichten, mit Decken, Kissen, Hockern, Liegen, einem Tisch, Musik, Büchern usw.
*wenn kein ganzer Raum zur Verfügung steht, eine Ecke herrichten, evtl. die Wohnzimmercouch mit einer roten Tagesdecke versehen, rote Kissen darauflegen, einen Alltags-Platz für diese Zeit zum heiligen Raum erklären
*Traumtagebuch führen
*Räuchern – evtl. mit Drachenblut oder anderen rötlichen Harzen
*malen (vielleicht mit dem eigenen Blut?!), plastizieren, Collagen kleben, basteln, erschaffen
*mit unserem Blut Magie weben – es in Rituale und Zauber einbauen, es evtl. als Opfer darbringen
*Blut in Pflanzengießwasser geben

*Energiearbeit, Meditationen, Orakel und Trance praktizieren
*uns mit unserem Blut bemalen
*bewussten und auch unserem Umfeld angekündigten Rückzug gestalten, sich Zeit für sich nehmen
*sich verwöhnen mit einem warmen Bad, duftenden Ölen, einer Gesichtsmaske, sich besonders fühlen
*einen Mondblut-Altar gestalten – Muscheln, Steine, Bilder, Skulpturen können für die Göttin, Weiblichkeit, Brüste, Vulva, Blut etc. stehen. Unsere Monatshygieneartikel können außerhalb der heiligen Zeit auf dem Altar aufgeladen werden
*eine Mondblut-Kette gestalten/tragen, evlt. Aus roten Perlen, oder nur ein schlichter Anhänger. Granat ist ein schöner Frauen- und Blutstein, Mondstein ist ein klassischer Frauenstein


Helferchen für die Zeit der Mondblutung: 
Menstruationstassen
Eine klasse Alternative zu Tampons stellt die sogenannte Menstruationstasse dar. Anstatt wie Tampons das Mondblut aufzusaugen, fängt es dieses einfach auf, wie eine Art Kelch. Die "Tasse" besteht aus Silikon, Latex oder Elastomer und hat eine trichterförmige, flexible Form. Sie wird vor dem Einführen in die Vagina gefaltet, im Körper geht sie dann auf und schließt bei richtigem Sitz dicht ab, so das nichts daneben geht. Bis zu 30ml kann solch eine Tasse auffangen, weswegen man sie je nach Stärke der Blutung bis zu 12 Stunden lang im Körper belassen kann. Zum Wechseln zieht man die Tasse heraus und entleert sie direkt in die Toilette. Mit klarem Wasser ausgespült - auf Wunsch auch mit milder Seife abgewaschen - kann sie sofort wieder eingesetzt werden.

Zur gründlichen Reinigung kann man die Menstasse auskochen, mit Essigwasser waschen oder ein spezielles Desinfektionsmittel benutzen. Es gibt die Tassen in verschiedenen Größen, für junge Frauen die noch nicht gebärt haben, ebenso wie für ältere und Mütter.

Gründe für die Benutzung der Menstasse gibt es viele. Zum einen spart Frau jede Menge Geld und Müll. Über 10.000 Binden & Tampons verwendet Frau im Laufe ihres Lebens. Eine Menstruationstasse hingegen hält viele Jahre lang.

Es gibt Frauen, die davon berichten, seit der Nutzung einer Menstasse weitaus weniger Menstruationsschmerzen und Krämpfe zu haben oder sogar davon befreit zu sein. Eine gefährliche, wenn auch seltene Nebenwirkung bei der Nutzung von Tampons ist das sogenannte TSS - Toxisches Schocksyndrom, bei dem sich bestimmte Bakterien in großen Mengen vermehren und den Körper angreifen. Im Zusammenhang mit Menstassen ist noch kein TSS-Fall bekannt. Manche vertreten die Meinung, dass es gesünder sei eine Menstasse zu benutzen, da Tampons der Scheide Feuchtigkeit entziehen und somit die Schleimhaut schädigen und reizen können. Außerdem enthalten Tampons nicht selten Pestizide, da die verwendete Baumwolle oft mit Pestiziden behandelt ist. Auch andere Gifte und Chemikalien, Weichmacher, synthetische Farb- und Duftstoffe und allergieauslösende Verbindungen können in Tampons enthalten sein.
Dagegen ist die Menstruationstasse gut verträglich und frei von Gift- und Schadstoffen.


Bild: Karmindra
Was viele Frauen abschreckt, ist der direkte Kontakt mit ihrem Blut und ihren Genitalien. Schon oft habe ich Reaktionen gehört wie "Ih, dass ist einfach widerlich" oder "Das geht aber echt zu weit".
Ich persönlich muss bei solchen Sätzen immer ein wenig schmunzeln. Immerhin spreche ich da von meinem Körper! Und an dem sollte ich möglichst nichts widerlich, ekelhaft oder abstoßend finden. Die wenigsten haben ein Problem damit sich Blut vom Finger zu wischen, wenn sie sich geschnitten haben. Viele stecken den betroffenen Finger sogar in den Mund! Wenn es aber um unsere Mondblutung geht, herrschen andere Regeln. Auch scheint es für einige Frauen ein Problem zu sein ihre Genitalien zu berühren, irgendwie muss man dieses Ding ja schließlich einführen und zum Anfang braucht es ein wenig Geschick und Übung, man muss auch mal nachfühlen, vielleicht nach dem Einführen am Rand entlangstreichen, um zu testen, ob alles sitzt etc. Wem das in der Zeit der Blutung "zu viel" ist, der kann mit der Tasse auch Trockenübungen außerhalb der Blutungszeit machen. Dann sitzt in der Zeit, in der es drauf ankommt, vielleicht jeder Griff schon.

Vielleicht ist es aber auch eine Chance sich seinen Ängsten zu stellen und sich seinem Körper in liebevoller Anteilnahme zuzuwenden, ihn mit Liebe und Zuneigung statt Abscheu zu betrachten. Keine Frau ist schmutzig oder falsch, zu keinem Zeitpunkt des Monats.


Mensschwämmchen
Das Prinzip ist ganz einfach. Das Schwämmchen wird mit warmem Wasser ausgewaschen, schön ausgepresst und dann noch feucht mit dem Finger in die Scheide eingeführt. Dort bleibt es dann je nach Stärke der Blutung einige Zeit (kann durchaus einige Stunden drin bleiben). Danach wird es mit den Fingern herausgeholt (das erfordert zuerst etwas Übung, geht dann aber ganz fix), mit warmen Wasser ausgewaschen und wieder eingeführt. Wenn die Mens um ist, wird das Schwämmchen über Nacht in ein Glas mit Essigwasser gelegt und danach getrocknet und an einem trockenen, staubfreien Ort aufbewahrt. So ein Schwämmchen kann man ca. 6 Zyklen lang benutzen, bis es sozusagen ausgeleiert ist. Man darf es nicht auskochen!

Die Vorteile sind einmal, dass es die Umwelt weniger belastet, weil viel weniger Müll anfällt. Zum Anderen kommt man so sehr gut an sein Blut, wenn man es z.B. opfern möchte, es für rituelle Zwecke nutzen mag oder man es einfach sehr bewusst Mutter Natur zurückgeben möchte. Dazu kann man das Schwämmchen z.B. in einer kleine Wanne oder einer größeren Schale auswaschen und das blutige Wasser der Erde übergeben.

Gesundheitlich gesehen hat das Schwämmchen gegenüber dem herkömmlichen Tampon den Vorteil, dass es die Scheidenschleimhäute nicht austrocknet. Ein Tampon funktioniert nach dem Prinzip, das es alle Flüssigkeit aufsaugt, das Schwämmchen saugt nicht alles trocken, sondern nimmt die Flüssigkeit nur auf und hält sie fest ohne auszutrocknen.

Als Nachteil wäre zu nennen, dass die Schwämme nicht so lange haltbar wie die Menstassen sind, da sie irgendwann durch das Auskochen zur Reinigung porös werden und ersetzt werden müssen. Sie halten nicht so lange "dicht" wie die Tassen, und wenn sie voll sind und man den richtigen Zeitpunkt verpasst, kann auch schon mal etwas durchsickern. Auch kann es unangenehm sein mit dem Schwamm in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein. Während man die Menstasse auf einer öffentlichen Toilette auch mit Klopapier auswischen kann um sie wieder einzusetzen, wäre es beim Schwamm schon besser ihn auszuspülen. Einige Frauen tragen für so einen Fall wohl ein mit Wasser gefülltes Marmeladenglas mit sich. Last but not least kann es ein wenig Einsatz und Fingerspitzengefühl erfordern das Schwämmchen wieder raus zu holen, wenn man es entsprechend tief eingeführt hat - und evtl. auch noch ungeübt ist.

Dafür sind sie in der Handhabung erst einmal etwas leichter als die Menstruationstasse, auch bei nicht 100% anatomisch korrektem Sitz merkt man von dem Schwämmchen nichts. 
 

Stoffbinden
Wer sein Mondblut generell lieber fließen lässt, oder zumindest nachts oder an Faulenzer-Couch-Tagen zur Binde greift, der findet auch hier eine ökologische Alternative. Stoffbinden gibt es heute in allen Farben und Formen, mit und ohne Flügel, mit Knopf zum Verschluss für besseren Halt, für starke und für schwächere Tage. Sogar Slipeinlagen aus Stoff findet man. Wer des Nähens mächtig ist, kann sich die praktischen Helfer auch selber nähen. 

 

Bild: Karmindra

 
Literaturtipps:



Die weise Wunde Menstruation von Penelope Shuttle




Interessante Links & Bezugsquellen:





Alternative Menstruationshygiene

Weitere Junikalender-Beiträge findest du in dieser Übersicht!

Kommentare:

  1. Ein ganz toller Beitrag liebe Wurzelschneiderin!
    Ich habe zu diesem Thema eine ganz ähnliche Meinung wie du, ich finde es auch sehr schade, dass aus so etwas natürlichem so ein Tabu Thema werden konnte. Umso begeisterter bin ich ja auch darüber, dass unter meinem Blogpost über Menstruationstassen so unheimlich offen und ohne falsche Scham über das Thema geplauert wurde.

    Drachenzeit habe ich übrigens auch und finde es ganz toll :)

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  2. Schwämme sind übrigens nicht vegan. Die sind biologisch als Tiere klassifiziert.

    Und in den letzten 30 Jahren hat sich ja offenbar nichts getan in der verkrampften Haltung vieler Frauen zu der Thematik. Sehr traurig.

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    1. Tatsache? Ich hab mich damit noch nicht so auseinandergesetzt. Hab nur diesen Link gefunden, der deine Aussage bestätigt: http://de.wikibooks.7val.com/wiki/Alternative_Menstruationshygiene/_Druckversion#Schw.C3.A4mme

      Hm... Würd mich schon interessieren, wenn ich auch nicht vorhabe, Schwämme zu benutzen. Karmi, weisst du was?

      LG, Frau Momo

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    2. Ja das stimmt, strenggenommen handelt es sich um vielzelligen Tiere, auch wenn sie von der Optik her ersteinmal eher an Pflanzen erinnern.
      Der Link ist übrigens interessant Momo, den kannte ich noch nicht. Könnte man ja evtl. noch im Aritkel verlinken? Sind ja auch einige Contra-Argumente mit drin die ich nicht aufgeführt habe :)

      Liebe Grüße,
      Karmi

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    3. Ah, ok! Wieder was dazu gelernt... Ich verlinke den Artikel gerne.

      LG, Frau Momo

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  3. Ich muss gestehen, dass ich mein Bio-Wissen auf Wikipedia gestützt habe (dass Schwämme Tiere sind wusste ich bereits, brauchte aber eine Quelle).

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schw%C3%A4mme

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    1. Ja, ich habe auch "nur" ne Wikiquelle aufgetan. Ist hier ja keine Diplomarbeit!^^

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  4. Ich habe euch beide, also dieses Türchen, in meinem Blog verlinkt.
    Ich sage es aber auch gern noch mal hier.... Danke schön!

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    1. Ich habe deinen Beitrag gerade eben schon gelesen und freue mich sehr, dass du dir etwas hast mitnehmen können für dich! :)

      Alles Liebe, Frau Momo

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