Dienstag, 25. Juni 2013

20. Junikalender-Türchen: "Mehr Rohkost spielerisch in den Speiseplan integrieren" (inkl. Rezept)

Ramona schreibt auf Jademond.de von ihrem Alltag, über Ernährung, nachhaltiges Leben, Bermerkenswertes, Yoga und über vieles Spannende mehr. Die Seite ist in Tagebuch-Form gehalten, ein Tagebuch, das sie mit uns teilt und mit dem sie zum Austausch einladen möchte. Dadurch, dass sie annährernd täglich postet, ist sie für mich sehr präsent in meiner morgentlichen Blogrunde. :) Ich genieße ihre inspirierenden Beiträge und finde den Weg, den sie über die Jahre vollzieht und vollzogen hat sehr spannend. Ich lese gern bei ihr, da sie so angenehm-leicht (im positiven Sinne!) schreibt. Ihre Themenbandbreite sagt mir sehr zu, ebenso mein Gefühl, dass hier jemand schreibt, der sich die Dinge erarbeitet und sie wirklich für sich durchdrungen hat, eine Frau, die nichts einfach übernimmt, sondern nachspürt, in Wandlung inbegriffen ist, ohne rastlos zu wirken. Auf mich hinterlässt Ramona in ihrem Schreiben einen sehr authentischen, alltagsnahen und angenehm klaren Eindruck. 
Grau ist alle Theorie - letztlich geht es doch auch bei all´ den Themen, die wir uns auf unseren Blogs so vornehmen, um das Leben selbst. Und so beendet Ramona den Junikalender-Zyklus mit einem Beitrag, der im Leben ansetzt und dazu inspirieren kann anzufangen: da, wo wir möchten und wie wir möchten. Danke, liebe Ramona, für diesen schönen Artikel! <3
 
Logo: Ramona
Frau Momo hat mich als Gastbloggerin zum Junikalender eingeladen. Ich freue mich sehr, zusammen mit so vielen interessanten und vielseitigen Schreiberlingen hier auftreten zu dürfen. Eine tolle Idee!
Ich bin Ramona und schreibe auf jademond.de über alles, was mich beschäftigt. Dabei reicht die Themenvielfalt von Familie über Ernährung, Kreativität bis hin zu spirituellen Gedanken. Manchmal gibt es auch einen Podcast. Ich gewähre heut ein bisschen Einblick in unsere Küche und verrate ein paar Tricks, wie wir unseren Speiseplan möglichst frisch gestalten.


Mehr Rohkost spielerisch in den Speiseplan integrieren

Vielleicht ist eine Umstellung auf 100 % Rohkost zu radikal für dich. Aber du möchtest trotzdem deinen Speiseplan vitaler gestalten und den Rohkostanteil langsam erhöhen. Schon einige Jahre experimentiere ich mit vegetarischer, veganer und roher Ernährung und beobachte, wie es mir in den verschiedenen Phasen so geht. Dabei folge ich keiner Ideologie, sondern schaue, was mir gut tut und für unsere Familie funktioniert. Das kann sich auch immer mal ändern. Wichtig ist es, hinzuschauen und aufmerksam zu sein. Im Winter haben wir ein anderes Essverhalten als im Sommer oder Herbst. Hier verrate ich dir ein paar Tipps, um den Vitalkostanteil in deiner Ernährung zu erhöhen, ohne auf Rohkost umsteigen zu müssen. Dabei kannst du Schritt für Schritt neue Gewohnheiten etablieren und in deinem Tempo zu deiner Wohlfühlernährung kommen.
Foto: Ramona
Zum Frühstück trinken wir immer einen Smoothie. Ich mag ihn gern grün, der Rest der Familie bevorzugt sie gelb oder rot. Unsere Grundzutaten sind immer Ananas & Banane. Der Rest wechselt saisonal und ist meistens Mango oder Orangen, im Sommer gern Pfirsiche. Manchmal ergänzen wir auch mit gefrorenen Himbeeren. Das mag ich aber nicht so gern, weil ich die kleinen Kerne störend finde. Äpfel mag ich im Smoothie nie. Denn durch das Pektin stockt die Masse dann sehr schnell. Wichtig ist, daß das Obst gut reif ist. Den Smoothie gibt es vorm Frühstück, weil Obst eine kürzere Verdauungszeit hat. Falls du die Konsistenz von Smoothie nicht magst, kannst du dir auch einen bunten Obstsalat schnippeln. Finde heraus, ob deine Kinder ihr Obst lieber in Häppchen hübsch angerichtet essen oder knackig im ganzen aus der Hand. Aus Obst (und Gemüse) lassen sich phantasievolle Teller herrichten. oder aus Äpfeln Sterne, Körbchen oder gar Puppenwagen schneiden (das hat meine Kindergärtnerin mit unseren Pausenäpfeln gemacht. Eine wundervolle Erinnerung).

Foto: Ramona
In Wraps und Gemüserollen lässt sich viel frisches Gemüse unterbringen. Für die Wraps lassen sich einfach Fladen aus Mehl, Salz und Wasser backen. Hier findest du ein Grundrezept. Dann kannst du die Wraps nach Herzenslust mit geraspelten Möhren, Gurken, Salat, Tips/Aufstrichen, Hummus, Avocado etc befüllen. Für Gemüserollen kannst du Reispapier kaufen und darin deine Rohkost unterbringen. Die Rollen lassen sich gut in Sojasauce dippen. 


Zu fast jeder Mahlzeit essen wir Salat. Entweder als Beilage oder als Hauptspeise zusammen mit Brot, Pellkartoffeln oder Bratlingen. Ich probiere gern verschiedene Varianten. Mal gibt es einen bunten Salatteller wie im Restaurant, mal einfach eine große Schüssel. Wenn nicht alle Familienmitglieder jede Zutat essen, kannst du ein kleines Salatbuffet bereitstellen, wo sich jeder seinen Wunschsalat mit den Zutaten zusammenstellen kann. Beim Salat-Bereiten und -Schnippeln können schon die Kleinsten mithelfen. Salat schleudern, rupfen, Gemüse schnippeln… Der Wolf, mein 5 jähriger Sohn, macht am liebsten das Dressing.
Belegte Brote (zum Frühstück, Abendessen, Schule, Kindergarten) bekommen bei mir immer ein Salatblatt, Gurkenscheiben, Tomate, Kresse oder was anderes Frisches als Beigabe.
Foto: Ramona
Auf Pizza mögen wir das Gemüse gern knackig und frisch. Deshalb backen wir den Teig im Ofen vor und belegen die Pizza erst kurz vor Ende der Backzeit. So haben wir eine knackige Pizza und trotzdem kein verbackenes Gemüse. 
Foto: Ramona
Pasta gestalte ich bunt, indem ich Zucchini und Karotten mit einem Sparschäler in feine Streifen schäle und unter die Paste hebe. So wird das Gemüse warm, aber nicht verkocht. Auch Spinat und Champignons heben wir roh ganz am Schluss unter.

Blumenkohl kann man gut auch roh knabbern. Dazu schmecken Oliven oder Cashewnüsse gut. Die grünen Stengel vom Brokkoli kannst du fein hobeln und zu Salaten dazugeben. Champignons schmecken auch gut im Salat. Spargel schmeckt roh, in feine Scheiben beschnitten, im Salat oder einfach so geknabbert. 


Besonders beliebt bei meinen Kindern ist Eis. Das essen sie in allen Varianten. Reste vom Smoothie friere ich in Eisbehälter ein. Das dürfen sie zu jeder Tageszeit essen. Manchmal ersetzt es eine Mahlzeit. Auch Bananen kannst du schälen, halbieren, mit einem Eisstiel versehen und einfrieren. Banane am Stiel. Wenn kein Eis da ist, essen die Kinder gefrorene Himbeeren (oder Sauerkirschen) als Snack und Knabberei. Die sind eigentlich immer in unserem Gefrierfach. Etwas aufwändiger, aber auch sehr lecker, ist eine cremige Eiscreme aus gefrorenen Bananen (und anderen Früchten nach belieben), die du in einem starken Mixer zu einer cremigen Masse verarbeiten kannst. 


Du siehst, mit wenigen kleinen Schritten, kannst du eine bunte Vielfalt zaubern und für jeden finden, was gut passt, ohne grundsätzlich auf etwas verzichten zu müssen. Probier es doch mal aus! 


Ich freue mich über deine Rückmeldung. Vielleicht hast du ja auch noch die ein oder andere Idee für mehr Frische und Vitalkost im Speiseplan.

Weitere Junikalender-Beiträge findest du in dieser Übersicht!




Kommentare:

  1. Was für ein schöner Abschluss (schon wieder um? Wahnsinn, wie die Zeit vergeht)... Viel frisches Obst und Gemüse ist gerade ein großes Thema für mich. Ich hab grad einen irrsinniges Verlangen danach. Und es tut einfach gut.
    Danke, liebe Ramona, für die vielen Tipps, die gut in den Alltag integrierbar sind! Ich les immer wieder gerne bei Dir! :-)
    Und DANKE liebe Frau Momo, dieser Kalender war eine sooo schöne Idee mit ganz tollen Beiträgen!
    Alles Liebe, Martina :-)

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    1. Liebe Martina,
      lieben Dank für dein süßes Feedback. Ja, es ging richtig schnell rum, das stimmt. :) Aber mal sehen: Vielleicht starte ich ja im nächsten Jahr eine Wiederholung! :)

      Liebe Grüße,
      Frau Momo

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