Montag, 10. Juni 2013

5. Junikalender-Türchen: "Veganismus und Feminismus"


Liath hat mit In peace and beauty may I walk und Wild Moon Sisterhood zwei Blogs geschaffen, die mir besonders aufgrund der Vielfalt und Au­then­ti­zi­tät gefallen. Auf dem ersten finde ich eine bunte Mischung aus Themen wie Feminismus, Veganismus, Beauty, persönliche Gedanken zum Leben und, und, und, während Wild Moon Sisterhood allen möglichen Themen rund um ihre gelebte Spiritualität gewidmet ist. Insbesondere dieser Blog gefällt mir einfach, weil er so echt ist. :)
Liath beschreibt sich selbst als "Jurastudentin, Vegan-Anfängerin, Feministin, Naturspirituelle, Metalhörerin, Ökotante, Bücherwurm und noch einiges mehr. Eine einzige Schublade ist einfach zu klein für einen Menschen!" :) Ich lese immer wieder gern bei ihr, weil sie sich persönlich, authentisch, verletzbar und kraftvoll zeigt - auch immer wieder mit wunderschönen Bildern. Wer sie also noch nicht kennt: Schaut doch mal auf einen Besuch vorbei! :) Ich bedanke mich bei dir, liebe Liath, dass du den Junikalender mit deinem Beitrag bereicherst! :)

Logo: Liath
Ich bin Liath, 24 Jahre alt, Jura-Studentin, Bloggerin und vor allem: ein Mensch, der sich kümmert. Um die Rechte und Gefühle von Tieren, Frauen, Unterdrückten, um Politik, Spiritualität, Umwelt, Schönheit und Essen, um viele wichtige und freudige Dinge. Dabei bin ich aber niemand, der mit – verbaler oder gar nonverbaler – Gewalt seinen Standpunkt durchsetzen will, denn ich bin der Meinung, dass Frieden nicht nur das Ziel ist, sondern auch der Weg.
Liebe Momo, vielen Dank, dass ich an diesem tollen Kalender mitwirken darf, der so ist, wie ich das Leben selbst mag: bunt gemischt, kreativ, voll Liebe und kluger Gedanken.


Veganismus und Feminismus
Zwei Themen, die auf den ersten Blick keine Berührungspunkte haben, doch wenn man näher hinschaut, sind sie sich gar nicht so unähnlich. Das eine behandelt die Diskriminierung wegen des Geschlechts, das andere die wegen der Spezies – und überwiegend (aber natürlich nicht ausschließlich!) geschieht eben jene Diskriminierung durch Männer. Auf Werbeplakaten sehe ich ein gebratenes Huhn, darüber die Überschrift: „Nimm mich!“. Daneben auf anderen Werbeplakaten: eine leicht bekleidete, lasziv bekleidete Frau, die genauso ausdrücken soll wie das Huhn, (sexuell) verfügbar zu sein. Die Tiere werden auf ihre essbaren Teile reduziert, auf ein Steak oder was auch immer, die Frauen auf bestimmte Körperteile. Kühe und Hühner (die weiblichen Exemplare!) werden wegen ihrer Eier und Milch ausgebeutet. Frauen leisten oftmals dieselbe Arbeit wie Männer – aber für weniger Geld. Auch die Erklärungen hinter dem System sind ähnlich: Das starke Geschlecht, der Jäger, der Überlegene, der Mann hat die Macht oder das Recht, die Schwachen zu unterdrücken und zu benutzen, es wird eine natürliche Ordnung suggeriert, in der Mensch und besonders Mann die Oberhand hat und immer schon hatte. Während die Frauen aber immerhin tatsächlich beweisen können, dass sie nicht schwach sind, während Frauen ihre Stimmen erheben und protestieren und etwas ändern können, brauchen die Tiere starke FürsprecherInnen.
Im Vegetarismus und Veganismus gibt es mehr Frauen als Männer. Es wird allzu oft als Schwäche ausgelegt, kein Fleisch zu essen: Empathie und Respekt vor allen Lebewesen gelten als Gefühlsduselei. Fleisch essen sei extrem männlich, das trichtern schon verschiedenste Medien ein, man sehe sich nur das Magazin „Beef“ mal an. Männliche Veganer erfahren daher oftmals Spott oder Diskriminierung, übrigens auch durch Frauen. Gemüse und Salat seien dagegen etwas für Frauen, für die Schwachen, für welche, die Diät halten sollten (was ja unsere Gesellschaft aktuell auch den meisten Frauen nahelegt, dank Topmodel und Co). Dass ausgelebtes Mitgefühl ein Zeichen von Stärke ist, begreifen (noch) zu wenige oder dass es ein Zeichen von Reflexion, Solidarität und Verstand ist, wenn man Tiere nicht zum bloßen Konsumgut macht. 


Weitere Junikalender-Beiträge findest du in dieser Übersicht!

Kommentare:

  1. Danke! Ein wichtiges Thema, besonders wenn man sich die Peta-Plakate so anguckt...

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    1. Vielversprechender Blog übrigens! :)

      LG, Frau Momo

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  2. Ein wichtiges Türchen! Danke für's Beleuchten und auch für die Blogtips!...

    Was männliche Vor-Bilder anbetrifft, scheint mir, dass wir da schon ganz gut aufgestellt sind - denn es gibt nicht nur die "Grill-Meister", sondern auch ernstzunehmende "Anwärter"

    http://vegetarianstar.com/2013/06/06/johnny-depp-going-vegan-for-new-love-amber-heard/

    und auch ein allgemeines Umdenken

    http://www.fitnessfreaks.com/muskelaufbau-und-vegane-ernaehrung/

    nicht zu vergessen, die allseits bekannten Veganen Vorzeige-Kochbuchautoren und Hochleistungssportler

    lieber Gruss

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  3. Wieder mal wird der Opferrolle der Frau gefrönt. Nur noch lächerlich!
    1. Verdienen Frauen nicht weniger. Das ist Einbildung.
    http://www.hvb-frauenbeirat.de/mediathek.html?file=tl_files/cms_user/presse/pdf/Information_Gender%20Pay%20Gap.pdf
    2. Warum regt sich keiner über die ständige Darstellung von Männern als Idioten in der Werbung auf?
    Dokumentiert hier (und weiteren 17 Teilen)
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=j7U0r7vIrgM
    oder wenn wir schon dabei sind warum werden die 80% männlichen Selbstmörder, die 95% männlichen Berufsunfalltoten oder die 80% männlichen Obdachlosen nicht thematisiert.

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    1. Hoppla! Deine Meinung in Ehren - ich kann sie absolut nachvollziehen, wenn ich auch zwiegespalten bin -, aber ein wenig respektvoller wäre schon nett! Wörter wie "lächerlich" tragen nicht zu einem offenen Dialog bei. Ich bitte um Beachtung der guten Kinderstube und weniger wertende Aussagen!
      Danke dir!

      Liebe Grüße,
      Frau Momo

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  4. Die unbereinigte Lohnlücke [...] beträgt [...]etwa 29 %.
    bereinigte Lohnlücke [...] in Gesamtdeutschland [...] knapp 13 %.

    Das steht gleich auf S. 7 des von dir angegebenen Berichts, parnold.

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  5. Ja, und unbereinigt sagt halt wenig bis gar nichts aus, die Gründe sind auf Seite 3 nachzulesen. Bei der Bereinigung kommt es dann auf die Variablen an die man betrachtet, insbesondere ist die Erwerbsunterbrechung als wichtiger Faktor zu sehen, den gleich auf Seite 8 des Berichtes ist zu lesen.
    "Werden die Frauen mit Kindern nach der Dauer ihrer kindbedingten Erwerbsunterbrechung unterschieden, so kann für Deutschland festgestellt werden, dass Frauen mit einer sehr kurzen Erwerbsunterbrechung nur noch eine Lohnlücke von 4 Prozent
    aufweisen. Diese Lücke ist sogar nicht mehr als signifikant anzusehen, d. h. es kann statistisch nicht ausgeschlossen werden, dass dieser Lohnunterschied auf Zufälligkeit beruht."
    Mit Einbeziehung dieser Variablen kommen andere Studien auf ~ 2% http://www.iwkoeln.de/de/presse/pressemitteilungen/beitrag/beschaeftigungsperspektiven-von-frauen-nur-2-prozent-gehaltsunterschied-102500

    Ich hoffe die Lösung ist jetzt nicht das alle Frauen nur ne kurze Erwerbsunterbrechung nehmen und dann das Kind abschieben. Es gilt akzeptable Lösungen zu finden die die Unterschiede unterstützen anstatt negieren zu wollen. Auf was ich eigentlich hinaus will. Es bringt nichts in die übliche Opferrolle der Frau zu verfallen und zu schreien Papa ist schuld und in dieser Verwirrung dann völlig geisteskranke Sachen einzuführen wie z.B.
    http://www.blick.ch/news/schweiz/weder-vater-noch-mutter-beamte-sollen-kuenftig-das-elter-sagen-id51357.html
    http://www.lefigaro.fr/international/2013/04/26/01003-20130426ARTFIG00685-les-suedois-bientot-forces-d-uriner-assis.php
    usw.
    und am Ende dann doch nicht glücklich mit dem Weg zu sein den sie fordern.
    http://journalistsresource.org/wp-content/uploads/2013/01/WomensHappiness.pdf

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