Mittwoch, 12. Juni 2013

7.Junikalender-Türchen: DIY: Gartenkräuter mit Altpapier-Recycling-Anzuchttöpfchen ziehen


Manche Blogger "verfolge" ich schon so lange, dass ich gar nicht mehr weiß, wie es dazu kam! ;) Nini mit ihrem Blog Nini und ihre Freunde ist auch so eine Kandidatin. Ich meine, dass sie mir im Zuge von der Vegan-Wednesday-Aktion aufgefallen ist. Zudem hat sie voll und ganz meine DIY-Leidenschaft bedient, sowie meine Bemühungen um einen nachhaltigen Lebensstil. In vielem, was das betrifft, teilen wir ähnliche Ansichten und Werte. Hierzu liefert Nini immer wieder Inspiration und ist äußerst kreativ darin, Dinge eben selber zu machen, zu upcyclen und dabei wunderschöne Dinge herzustellen. Ich schaue immer wieder gerne bei ihr rein, einfach auch, weil es bei ihr, was mein Gefühl betrifft, sehr schön unaufgeregt zugeht. 
Für den Junikalender hat Nini sich richtig Mühe gemacht und einen wunderschönes Tutorial beigesteuert. Lieben Dank dafür, du Liebe! :)
Logo: Nini
Momos Idee einen Junikalender in Anlehnung an den Adventskalender von Carola von Twoodledrum zu machen fand ich einfach genial. Und zu meiner Überraschung, hat sie MICH eingeladen einen Gastpost dafür zu schreiben. Vielen Dank Momo, das ist so lieb von dir! Diese neue Ehre, die ich damit bekam, hat mich schon etwas geplättet, jedoch sprudelten auch gleich die Ideen aus mir. Ich hatte zunächst an Rezepte oder ein Plastikfrei-DIY gedacht, aber was passt besser zu einem Frühlingskalender, als etwas für den Garten oder Balkon. Und wie man auch da möglichst plastikfrei und sparsam über die Runden kommt, darf ich euch heute zeigen. Also folgt mir ins Zwergenkräuterland und seht, wie auch ihr im Handumdrehen zu solchen kleinen Kräuterpflänzchen kommt...


Gartenkräuter ziehen mit Altpapier-Recycling-Anzuchttöpfchen 

Bild: Nini


So, zuerst geht es darum plastikfreie, torffreie und möglichst günstige "Pikier"-Töpfchen zu bekommen. Denn wir brauchen VIELE!

Bild: Nini
Das Material:

Zuerst die Utensilien zusammensuchen, die eigentlich in jedem Haushalt zu finden sind. Aller guten Dinge sind drei: Eine Schere, eine ausgelesene Zeitung und eine Spraydose, das war es schon!



Naja, die bereits vorgezüchtete Jungzucht kann auch schon bereitgestellt werden. (Dafür einfach auf eine Pflanzschale Erde flach verteilen, wild mit den Samen eurer Wahl um euch schmeißen, dabei möglichst die Pflanzschale treffen, die Samen mit etwas Erde flach bedecken, feucht halten uuuuund WARTEN!)
Bild: Nini
Die Bauanleitung: 
In den Wochen dazwischen habt ihr reichlich Zeit Pflanztöpfchen zu bauen. Das geht nämlich ganz fix. Man kann nebenbei auch schön Musik hören oder einen Film schauen, falls euch das zu monoton ist. Ich habe in der Länge von zwei Filmen nebenher 50 Töpfchen basteln können. Damit das Töpfchen schön stabil wird, das Zeitungspapier mindestens doppelt nehmen.

Bild: Nini

Sich mit der Schere bewaffnen und einen ca. 10-12 cm breiten Querstreifen abschneiden.

Bild: Nini
Jetzt kommt die Spraydose ins Spiel (Wer keine Restbestände mehr hat: ein Glas tut es auch, dann später die offene Seite des Glases für das Umstülpen benutzen). Der Papierstreifen wird jetzt möglichst eng um die Dose gewickelt.

Bild: Nini
Dabei lasst ihr unten bei der Kuhle (oder der Glasöffnung) etwa 3-4 cm überstehen. Damit machen wir den Boden! 
 
Bild: Nini

 Sucht euch als nächstes eine Startseite aus und beginnt das Papier nach innen in die Höhlung zu klappen. Auch so eng wie möglich. Wiederholt das im oder entgegen den Uhrzeigersinn mit dem kompletten Papierrand.

Bild: Nini

So sieht´s dann aus, wenn alles straff umgeklappt ist. Man kann die Dose auch nochmal mit der "Bodenseite" auf den Fußboden drücken, für Stabilität, tut aber eigentlich nicht Not.
 
Bild: Nini

Anschließend Dose eine Hand an die Dose, eine Hand an das Papiertöpfchen und kräftig in entgegengesetzten Richtungen ziehen. Ein wenig Drehbewegung kann bei hartnäckigen Töpfchen auch helfen, sie von der Dose loszukriegen.
Bild: Nini
Und schon habt ihr euer erstes fertiges Töpfchen. Von vorne beginnen und Durchgang wiederholen, bis ihr alle habt, die ihr braucht! (50 sind für einen Privathaushalt definitiv zu viel, aber ich bringe es nicht übers Herz, so viele Jungpflänzchen zu entsorgen. Ein paar auf Vorrat sind allerdings ganz gut, da ihr nicht wisst, ob alle bis zum Schluss durchhalten).

Die Pflänzchen "pikieren":

Bild: Nini
Als nächstes geht es daran die Pflänzchen zu "pikieren" bzw. zu vereinzeln. Dafür schnappt ihr euch eure vorhin schon bereitgestellte Anzuchtpflanzschale. Außerdem braucht ihr einen Holzspatel oder den flachen Stiel eines Löffels/einer Gabel.  

Schritt 1: 
Mit diesem Spatel fahrt ihr vorsichtig unter die Erde, unter die Wurzeln der jungen Triebe und hebelt einige heraus, die ihr größer züchten wollt (Traurig aber wahr, ihr werdet nicht alle nehmen können, die restlichen kann man aber gut schon in einen frischen Salat geben).
 
Schritt 2: 
Danach füllt ihr eure kleinen Töpfchen mit Erde (am besten vorher schon gewässert), bohrt in die Mitte ein Loch, steckt da euer Pflänzchen hinein und drückt alles schön an.

Die Töpfchen dann nebeneinander aufreihen, das Wachsen und Gedeihen beobachten und ab und zu mal gießen. Für das Gießen stellt ihr eure Töpfchen am besten auf ein Tablett oder einen Teller und gießt von unten etwas darauf. Die Pflanzen ziehen es sich dann von selbst nach oben. Von oben zu gießen birgt die Gefahr, dass euch die Pflänzchen umknicken. Zum weiteren Vereinzeln, wenn die Pflanzen noch größer geworden sind, können die Töpfchen gleich mit in die Erde gepflanzt werden, da sie verrotten. Wer das aber nicht mag, kann sie mit einem einfachen Kniff unten wieder öffnen und das Papier abrollen.



Weitere Junikalender-Beiträge findest du in dieser Übersicht!

Kommentare:

  1. Das ist eine tolle Anregung! Was ich mich nur immer dabei frage, auch bei dem Vorschlag mit halben Klorollen, den ich mal gesehen habe, wie ist das mit dem "Zeug", das in dem Material ist? Also Druckerfarbe in der Zeitung, Klebstoffe aus den Klorollen, etc... Geht das nicht in die Erde über?
    Liebe Grüße aus Berlin von Nadja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe die Frage mal an Nini weitergegeben. Da bin ich mir selbst nicht ganz so sicher...

      LG, Frau Momo

      Löschen
    2. Möglicherweise ja, das kann ich auch nicht genau sagen. Du könntest in der Phase, wenn du die vereinzelten Töpfe wieder in größere Gefäße umtopfst, die Zeitungspapierlage auch wieder ab machen. Wenn es dir ganz wichtig ist, solltest du aber eventuell auch keine der Torftöpfe oder Plastiktöpfe kaufen, sondern die Anzucht in Tontöpfen vornehmen.
      Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.

      Liebe Grüße,

      Nini

      Löschen
  2. Hi,

    ich finde das auch eine sehr gute Idee. Vor allem bekommt wahrscheinlich jeder einmal in der Woche die Lokalanzeiger zugeschickt, in denen, zumindest bei mir, meist wenig wichtiges drinsteht. Das ist eine super Verwendungsmöglichkeit! Und bei meiner Gartenfläche auch sehr preiswert, da man keine Töpfchen kaufen muss.

    Danke Nini und Frau Momo für diesen tollen Beitrag!

    LG Chocobo

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebend gern - war ja Ninis Idee! ;)

      LG, Frau Momo

      Löschen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...