Mittwoch, 14. August 2013

Gastbeitrag: Heimische Superfoods (Kristin von Eat Train Love)

Hallo ihr Lieben!
Überraschung: Heute gibt es einen Gastbeitrag von der lieben Kristin von Eat Train Love.
Überraschung auch für mich, denn beinah hätte ich ihn gar nicht mehr vor meiner Sommerpause lesen können, da das Internet hier herumspinnt und ich seit vorgestern nicht mehr "reinkam"!^^ Puh, nochmals alles gut gegangen.
Bis eben wusste ich übrigens selbst nicht nicht, worüber Kristin denn nun schreiben wird! :D

Warum denn nun gerade Kristin und ihr Blog? Nun vielleicht kennt ihr sie noch von ihrem alten Blog Selbstbewusstleben. Von dort aus bin ich mit ihr umgezogen und schätze bei ihr v.a. dass sie authentisch und persönlich über Themen schreibt, die mich selbst auch interessieren: Gesunde Ernährung - harmonische Lebensweise - Bewegung. Es sind nicht nur die Themen, sondern v.a. ihre persönliche Auseinandersetzung mit ihnen, gelungene und "gescheiterte" Selbstversuche, die für mich ihren Blog lesenswert machen. :) Herzlichen Dank dir, liebe Kristin, für deine Bereitschaft, hier für Einfach - Vegan - Leben zu schreiben! <3

Eat Train Love
Logo: Kristin
Hallo liebe Leserinnen und Leser von Einfach Vegan Leben,

ich heiße Kristin und habe heute die Ehre, die liebe Frau Momo in ihrem Urlaub mit einem Gastpost zu vertreten.
Ein paar Worte zu mir. Ich bin 27 Jahre alt und blogge selbst seit anderthalb Jahren über einen gesunden Lebensstil bestehend aus guter Ernährung (hauptsächlich vegan), körperlicher Fitness und der Suche nach meinem persönlichen Glück.
Ich freue mich, wenn ihr auf meinem Blog Eat Train Love vorbeischaut. Aber erst einmal gibt es jetzt meinen Gastpost für euch zu lesen…

Lange habe ich überlegt, was ich besonders Tolles als Gastpost schreibe. Denn ich bin wie Frau Momo ein bisschen perfektionistisch veranlagt und mache mir einfach zu oft einen Kopf. :-)
Irgendwann dachte ich dann: "Ach Kristin, schreib einfach über ein Thema, was dich aktuell sehr beschäftigt und das wird schon gut!" Und so bin ich zu dem heutigen Thema "Heimische Superfoods" gekommen.

Superfoods hier, Superfoods da. An jeder Ecke liest man mittlerweile von diesem Begriff und selbst das Orakel Google kennt über 5 Millionen Suchergebnisse. Als ich das Wort "Superfoods" zum ersten Mal gehört habe, und das war noch zu Beginn meiner Reise zu einem gesunden Lebensstil, konnte ich überhaupt nichts damit anfangen. Es klang für mich irgendwie negativ, so nach künstlich kreierten Lebensmitteln aus dem Labor. Doch genau das sind sie ja gerade nicht! Superfoods sind natürliche, altbewährte Lebensmittel von Mutter Natur, die auf Grund ihres außerordentlich hohen Anteils an Nährstoffen besonders wertvoll für unsere Gesundheit sind und - wenn man so will - vielleicht natürliche Superkräfte haben. 
Diese Superfoods wie beispielsweise Weizengras, Gojibeeren, Spirulina, Maca etc. sind zwar schon lange bekannt. Jedoch wurden ihre großartigen Inhaltsstoffe erst in den letzten Jahren von der Wissenschaft und letztendlich den Konsumenten wie uns entdeckt. Jedes Superfood ist natürlich anders in der Zusammensetzung seiner Nährstoffe, aber sie haben alle gemein, dass sie so viele Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien, Spurenelemente und Aminosäuren enthalten, die wir über unsere normale Ernährung in dieser hohen Konzentration kaum aufnehmen können. Es ist also kein Wunder, dass Superfoods auch in Deutschland immer beliebter werden.

Wenn man sich mit den Superfoods beschäftigt, dann stößt man zunächst einmal auf die exotischen Superfoods. Chlorella, Spirulina und Co. waren mir vor einem Jahr noch gar kein Begriff. Erst mit dem Ausprobieren lernte ich diese tollen Exoten schätzen. Dennoch beschäftigte mich seitdem auch die Frage, ob es Superfoods denn nur am anderen Ende der Welt gibt?! Wachsen nicht auch hier in unserer Region Superfoods heran? Diese müssten dann nicht erst abgeerntet, getrocknet und/ oder zermahlen sowie um die halbe Welt transportiert werden, damit wir auch in ihren Genuss kommen.

Und tatsächlich: Ich habe gelernt, dass es auch hier direkt vor unserer Nase - besonders jetzt im Sommer - reichlich heimische Superfoods gibt, die wir nicht außer acht lassen sollten. Und ich möchte euch heute kurz meine Top 5 vorstellen:

Nummer 1: Heidelbeeren
Heidelbeeren kaufe ich in letzter Zeit wöchentlich in einer kleinen Kiste. Ich liebe diese Beere! Der süßliche, etwas mehlige Geschmack ist großartig. Außerdem können sie die grünen Smoothies so toll einfärben. ;-)
In einer Studie haben amerikanische Forscher entdeckt, dass die Heidelbeere sehr gut bei Arteriosklerose wirkt. Sie enthält eine Substanz, die die Ablagerungen in den Arterien zurückbildet. Damit beugt die Beere der Volkskrankheit Nr. 1 entgegen und kann vor Herzinfarkten und Schlaganfällen in Folge von verstopften Arterien schützen.

Nummer 2: Johannisbeeren
Die Johannisbeere zeichnen sich vor allem durch ihren hohen Vitamin-C-Gehalt aus. Außerdem hat sie im Vergleich zu anderen Beeren einen relativ hohen Anteil an Ballaststoffen und gleichzeitig einen niedrigen glykämischen Index. Dies sind gute Voraussetzungen, um die Fettverbrennung des Körpers zu unterstützen. Johannisbeeren lassen sich zwar schwierig abpflücken. Dennoch esse ich sie super gern pur oder verarbeite sie im Smoothie.

Nummer 3: Brombeeren
Brombeeren sind zwar sehr schwer zu bekommen (selbst in unserer Gegend, wo sie sogar wild wachsen), aber sie sind mit ihren Nährstoffen ein wahres Wundermittel für unsere Gesundheit. Sie wirken antioxidativ, antibakteriell, sie bekämpfen Entzündungen, schützen Leber und Galle und konnten laut Studien sogar Krebszellen nachweislich bekämpfen.
Ich kaufe derzeit auf dem Wochenmarkt Brombeeren ein. Sie sind so megalecker im Joghurt mit Haferflocken und Amaranth gemischt. Mjam! :-)

Nummer 4: Brokkoli
Brokkoli ist ein wahrer Primus bei den heimischen Superfoods. Ich kann gar nicht all seine Nährstoffe auszählen. Das würde Frau Momos Blog sprengen. ;-)  Die zwei interessantesten Substanzen sind aber wohl Sulforaphane und das Indol-3-Carbinol. Sie beiden Inhaltsstoffe zerstören zum einen krebsverursachende Substanzen, die wir aufgenommen haben. Zum anderen stellen sie Enzyme her, die sich bildende Karzinogene neutralisieren.
Das klingt echt zu gut um wahr zu sein. Noch besser sollen aber die Brokkoli-Sprossen sein! Sie enthalten noch deutlich mehr dieser tollen Wirkstoffe.
Ich esse viel Brokkoli: im Salat leicht angebraten oder auch gedünstet. Brokkoli-Sprossen zum Selbstziehen habe ich mir aus Kalifornien mitgebracht. Sie sind sehr lecker auf frischem, körnigen Brot mit einem pflanzlichen Aufstrich als Grundlage.

Nummer 5: Tomate 
In roher Form esse ich Tomaten eigentlich gar nicht, aber gekocht oder gebraten mag ich sie unheimlich gern. Das scheint auch Vorteile zu haben. Tomaten enthalten den Wirkstoff Lycopen. Laut Studien schützt Lycopen vor Prostata-, Lungen- und Magenkrebs. Ebenso gehen die Wissenschaftler davon aus, dass das Lycopen unsere Haut auch vor Sonnenbrand und vorzeitiger Hautalterung bewahrt. Ein kleines Beauty-Wunder also! Und dieses Lycopen kann von unserem Körper am besten aufgenommen werden, wenn die Tomate gekocht wird. Dann liege ich ja genau richtig mit meinem Geschmack. :-)

Ihr seht also: Superfoods müssen gar nicht exotisch klingen und um die halbe Welt gereist sein. Es gibt so viele Schätze direkt aus dem eigenen Garten oder frisch vom Markt - unsere heimischen Superfoods eben. Das finde ich besonders schön und da macht das  eigene Anbauen bzw. regionale Einkaufen gleich doppelt so viel Spaß!

Mein Gastpost für die liebe Frau Momo geht damit zuende. Ich hoffe, er hat euch gefallen und ich sehe/ lese euch auch auf meinem Blog Eat Train Love wieder. :-)

Alles Liebe Kristin


Kommentare:

  1. Ein schöner Beitrag - DANKE!
    Regionale Superfoods also, anstatt vom anderen ende der Welt... toll :-D
    GLG, MamaMia

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  2. was für ein toller post, ich werde gleich mal den blog besuchen!
    ich habe mittlerweile auch ein großes repertoire an rohen superfoods, aber auch von den heimischen bin ich ein großer fan!

    liebe grüße
    maria

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  3. Wow,danke für die tollen Informationen!
    Ein weiteres Superfood welches wild vor der Haustür wächst ist der Hollunder, besonders der gewonne Saft aus seinen Beeren, leicht erhitzt und gesüst braucht man sich um Erkältungen und Eisenmangel erst einmal keine Gedanken mehr machen.
    herzliche Grüße
    Elei

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  4. Weizengras ist ein altbewährtes, ganz besonderes Nahrungs- und Heilmittel mit einer langen Geschichte. Seine vielen Inhaltsstoffe und ihre positiven Wirkungen sind inzwischen auch wissenschaftlich belegt. Vor allem amerikanische Forscher untersuchten die Inhaltsstoffe der über 4700 Grassorten. Und Weizengras, der Favorit, lief stets allen anderen den Rang ab. Wir haben eine Reihe von wissenschaftlichen Studien zur gesundheitlichen Wirkung vom Weizengras zusammengestellt.

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  5. Hallo, toller Artikel! Schön zu sehen, wenn das Thema Superfood in Deutschland thematisiert wird und dabei deer regionale Bezug einen hohen Stellenwert einnimmt! Fein!

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  6. Hallo zusammen,

    Brennnessel - Brennnessel habt Ihr vergessen - das ist doch DAS Superfood schlechthin bei uns - liefert Unmengen an Eisen und schmeckt gut als Spinat oder die getrockneten angerösteten Samen über Salat oder einfach als Tee

    Liebe Grüße - Andrea

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