Freitag, 27. Januar 2017

Magie im Alltag: Intuitiv Lösungen finden

Noch vor fünf Minuten wusste ich nicht, dass ich nach über drei Jahren an dieser Stelle und über meinen Blog wieder die Tür zu dir da draußen öffnen würde. Ich schnuppere hinaus in die kühle Winterluft, taste mich mit tapsigen Schritten hinaus ans Licht, reibe mir die Augen.

So viel war und ist bei mir im Wandel. Bei euch sicher auch. Und offen gestanden bin ich grad zu sehr im "Prozess", um hier und heute zu schildern, wie es mir ergangen ist. Ich bin zu sehr befasst mit etwas, das sich ich dir heute gerne erzählen würde.

Du kennst das sicher auch: Du bist in deinem täglichen Leben mit einer Herausforderung - gleich welcher Art - konfrontiert. Das Thema ist dir wohlbekannt, und du hast es in der Vergangenheit von rechts nach links und von oben nach unten und in jeder DENK-baren Weise durchgekaut, reflektiert, bequatscht, beweint, bebetet, weisst, warum, wieso, weshalb und überhaupt. Du hast dich um Lösungen bemüht, schlaue Bücher konsultiert, x, y und z versucht, aber immer wieder schleichen sich alt-bekannte Muster ein, und du verkrampfst immer mehr, während du händeringend nach einem Ausweg suchst, der endlich funktioniert. Ich bin sozusagen Expertin, was das angeht. :) Ich kann mich in vielerlei Hinsicht selbst coachen und bin super, wenn es ums HANDELN geht. 

Aber da ist so ein gewisses Thema - neben manch Anderem -, das immer wieder aufploppt, und das ist Achtsamkeit im Alltag! Versteht mich richtig: Ich habe meine Morgenroutine, ich sorge für gute Ernährung, ausreichend Bewegung, betreibe Yoga samt Meditation, mache dies, tue jenes. Ich reihe positives Ritual an positives Ritual. Fällt dir was auf? Gehe ich richtig in der Annahme, dass du direkt weitergelesen hast? Falls nicht - herzlichen Glückwunsch! Dann hast du bereits etwas verinnerlicht, um das ich mich "immer noch" ringe: Innehalten.

Ich habe in meiner Familie nicht gelernt, wie man Pausen "macht". Zudem bin ich als Vata-Mädchen von Haus aus geistig, körperlich und auch emotional viel in Bewegung. Mein Scanner-Herz findet ständig neue Impulse und Anregungen. Gleichzeitig tue ich mich mit dem Verdauen der vielfältigen Eindrücke schwer, zumal ich sehr komplex wahrnehme. Ich reihe - wie früher in der Schule zur Verzweiflung meines Deutschlehrers - Nebensatz an Nebensatz an Nebensatz. Du suchst einen Punkt oder gar Absätze? Fehlanzeige! Bin doch schon beim Nächsten. Keine Zeit zum Durchatmen. Yoga hin oder her. 
Ich kriegte den Bogen einfach nicht hin, wo Yoga im "Daily Life" ankam. Ich zerbrach mir den Kopf - aber der lieferte mir natürlich nichts Neues. :D Nichts für ungut, lieber Kopf! 

Nun möchte ich euch erzählen, was mir heute morgen passiert ist: 
Ich setze mich wie immer zu Beginn eines neuen Tages nach meiner Meditationseinheit im kuscheligen Bett auf die Couch, mache es mir Schreibzeug und heißem Zitronenwasser gemütlich und widme mich meinem Tagebuch. Ich lasse die Gedanken unzensiert aufs Papier strömen. Das ist mein Weg, um in Kontakt mit meinen authentischen Gefühlen und Themen zu kommen. Vielleicht kreise ich noch eine Weile, aber Schicht um Schicht offenbart sich letztlich der Boden.

Mittlerweile kenne ich den Prozess des Schreibens bereits: Es gibt Tage, an denen ich mir Lösungen erschreibe, häufig ist es aber vor Allem eine innere Bestandsaufnahme. So auch heute. Und wieder mal die Frage: "Wie mache ich Pausen im Alltag, die auch im Inneren ankommen?"
Inzwischen fällt es mir leichter dieses Wirr-Warr und all´ Ungelöstheiten meines Herzens  für´s Erste so stehen zu lassen, weil sich in der Rückschau immer gezeigt hat, dass ich Stück für Stück in die Antworten hineinlebe, wie es Rilke so schön ausgedrückt hat. Und auch wenn ich mir manchmal wünschen würde, dass Gott seine Stimme erschallen lässt: "Tochter, im Handschuhfach liegt die Landkarte!", tut er das natürlich nicht. Er hat sie ganz woanders versteckt. :D

Doch zurück: Wie ging es weiter? Nach dem Schreiben greife ich auf ein weiteres Tool aus meiner Schatzkiste zurück, welches ich schon öfter bei Madhavi von Kaerligded (thank you!) gefunden, aber erst vor Kurzem begonnen habe, in meine morgentliche Schreib"übung" zu integrieren: Ich setze eine Intention für den Tag, und zwar nicht in Vorsatzform, sondern, als hätte ich bereits vollbracht, mich bereits so GEFÜHLT, wie ich es mir wünsche. In prägnanten, mit Gefühlsattributen angereicherten Sätzen. Sehr schön! Schreibübung beendet.
Derweil ist mein morgentlicher Milchkaffee durchgelaufen, und ich mache es mir damit auf dem Sofa bequem. Im Hintergrund läuft das Hörbuch 101 Power Thoughts* von Louise Hay. Ich schließe die Augen, nippe an meinem Kaffee, höre mal zu, mal gehen die Gedanken auf Wanderschaft. Ich könnte nicht sagen, wohin!
Plötzlich trifft mich der Schlag, besser noch: Ich sehe es vor Augen, sehe mich Handlung an Handlung aneinanderreihen. Kein Wunder, dass ich nach Stunden bereits so voll bin, dass an geistiges Abschalten nicht mehr zu denken ist und auch körperliche Ertüchtigung nur kurzfristig hilft. Der Schlüssel liegt in der Pause. Klingt logisch, ist es eigentlich auch. Doch was für manche selbstverständlich ist, darf ich noch lernen, denn mir reichen 1-2 Pausen häufig nicht. Ich will aber auch keine großen Rituale veranstalten, sonst hat das eh´ keine Chance auf Bestand. Ich will lernen öfter am Tag durchzuatmen, kleine Achtsamkeitsübungen einzuschieben und mich öfter zu fragen, was ich eigentlich brauche. 



Ich fasse nochmals für mich - gerne auch für dich - zusammen:

1. Ich komme mit mir, meinen Befindlichkeiten, HERZENS-Themen in Kontakt, nehme sie wahr. (Mein Zugang führt über´s Schreiben. Vielleicht hast du einen anderen?: Asanas, Meditation - whatever...)

2. Ich setze eine Intention, die ich in kurzen, präzisen Sätzen halte und die in positiver gefühlsgeladen ist. Ich verfasse diese Intention in der Vergangenheitsform, also z.B.: "Ich habe heute auf meine Bedürfnisse Rücksicht genommen und mir Pausen gegönnt. Ich habe mich erholt und frisch gefühlt und konnte auf eine sichere Weise mit mir und meinen Gefühlen in Kontakt sein. Ich fühlte mich gelassen, friedlich und frei." Durch die Formulierung stellt sich bei mir ein Gefühl von Dankbarkeit und Freude ein. 

3. Ich lasse los. :D Haha! Doch ein Haken??? Nun bist du gefragt: Für mich funktioniert genau das morgens ganz gut, da ich da noch ein wenig dösig bin, wenn ich auf dem Sofa sitze und mich von Louise berieseln lasse. Der entscheidende Punkt ist, dass ich nach dem Fassen der Intention zum nächsten Punkt übergehe, anstatt weiter darüber nachzuGRÜBELN meinen Wunsch also eben loslasse. Das gelingt dadurch, dass ich aufstehe, Kaffee einschenke, wieder zurückkehre und mich den Affirmationen zuwende kinderleicht. Ich beschreibe nur den Vorgang, damit er für dich nachvollziehbar ist. Du kannst DEINE Form verwenden, die dir hilft, die Gedanken frei zu lassen. Vielleicht malst du gerne oder _ _ _ _ .

Dir kommt das alles bekannt vor, richtig? Wer sich schon mal mit Wünschen und Bestellungen beim Universum beschäftigt hat, erkennt ähnliche Schritte. Das habe ich aber erst in der Rückschau erkannt. Letztlich aber auch egal. Whatever works, is good! Entscheidend für mich als Zerdenker ist wohl, dass ich der Intuition das Feld frei gemacht habe. Es geht nicht um ein neues Schema F, sondern um die ureigene Wahrheit und darum, an meine/ deine Ressourcen anzuknüpfen. Denn letztlich findest du die oben erwähnte Landkarte eben nicht in meiner Schatzkiste, sondern in deiner. :) 

Probier´s gerne aus, wenn du magst, gib mir eine Rückmeldung über deine Erfahrungen damit. Oder lass uns "deine" Methode kennenlernen, um intuitive Lösungen zu erhalten. Ich freue mich jedenfalls über Feedback! :)

Hab einen wunderbaren Tag! Ich mach dann mal ´ne Pause! ;)

<3-ens-Umarmung von Frau Momo

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