Dienstag, 28. Februar 2017

Ghee - das flüssige Gold des Ayurveda (inkl. Tutorial)

 
Schon mein Vater, seines Zeichens Koch, hat früher mit geklärter Butter in der Küche gearbeitet, wenn ich auch nicht sicher bin, ob seine Herstellungsweise der im Ayurveda gleich kam. ;) Seit einiger Zeit verwende ich selber sehr gerne Ghee. Abgesehen vom tollen Geschmack hat es einige Vorzüge, zu denen ich gleich kommen werde. Da Ghee im Handel sehr teuer ist, wollte ich mich einmal selbst in der Zubereitung versuchen. Die Herstellung ist grundsätzlich sehr einfach, solange man immer ein Auge auf das ayurvedische Gold hat, während es köchelt. Es lohnt sich, direkt eine größere Menge herzustellen, denn Ghee ist im Gegensatz zu Butter beinah unbegrenzt haltbar, solange das Arbeitsmaterial steril ist und man auch bei der Entnahme Hygiene walten lässt. Die verschiedenen Autoren, die ich befleißigt habe, geben unterschiedliche Zeiten an, die es braucht, bis das Ghee fertig ist. Ich nehme an, dass das auch an voneinander abweichenden Buttersorten liegt: Orientiert euch etwa an 40-60 Minuten  pro kg (bei 500g entsprechend 20-30 Minuten usw.), aber letztlich muss euch euer Auge beraten: Wenn es fertig ist, ist es golden und klar, so dass man den Topfboden gut erkennen kann. Angebranntes Ghee dagegen weist eine bräunliche Farbe auf und riecht dezent nussig.
Der Rauchpunkt liegt durch die Reinheit des Fettes bei 205°C. Geklärte Butter lässt sich also wesentlich stärker erhitzen wie unraffinierte Öle und eignet sich sogar zum Braten und Frittieren. 


Inhaltsstoffe: 
  • Ghee besteht aus bis zu 99,5 Gramm Fett (auf 100g).
  • Es enthält 29 Prozent einfache und 4,6 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für den Körper leichter verwertbar sind und ihm bei der Regeneration und Zellreparatur helfen
  • reich an fettlöslichen Vitamine wie A, D und E 
  • Werden diese Vitamine durch andere Nahrungsmittel zugeführt, verhilft geklärte Butter zur besseren Aufschließung dieser Inhaltsstoffe. 
  • reich an Carotin und Mineralstoffen wie Natrium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Eisen 
  • bis auf eventuelle Spuren frei von Laktose, Milchzucker und -eiweiß -> meistens gut verträglich bei entsprechenden Allergien/ Unverträglichkeiten

Gesundheitliche Wirkung von Ghee:

Seit dem Altertum werden dem goldenen Elixier heilende Eigenschaften zugeschrieben. Hier sind nur einige Wirkungen, die ihm nachgesagt werden:
  • verstärkt die natürlichen Eigenschaften von Heilpflanzen
  • äußerlich angewandt:
    • guten Einfluss auf Psoriasis und Hauterkrankungen
    • pflegend bei rauer, trockener Haut und Hornhaut am Fuß
    • kühlend bei Narben und Verbrennungen
    • lindernd bei Augenerkrankungen
    • Reflexzonenmassage: die Funktionen der entsprechenden Körperzonen werden angeregt oder beruhigt. 
  • Öl-Ziehen: 
    • Linderung von Zahnfleischerkrankungen 
    • Reduktion von Kariesbakterien
  • innere Einnahme:
    • entzündungshemmend (etwa bei Dolitis, Morbus Chron)
    • leicht verdaulich (-> gut für den Darm und die Verdauung)
    • stärkt das Immunsystem
    • bindet freie Radikale, die für Alterungsprozesse und Krankheiten wie Krebs, Arteriosklerose und Diabetes mellitus verantwortlich gemacht werden. 
    • bindet fettlösliche über Nahrung und Umwelteinflüsse aufgenommene Giftstoffe (= Toxine)/ Schadstoffe, so dass diese schnell wieder ausgeschieden werden können
    • gute Verträglichkeit bei Leber- und Gallenerkrankungen
    • ausgleichend auf alle Doshas (bei Kapha und erhöhtem Cholesterinspiegel: in Maßen genossen)
    • positive Wirkung auf das Gedächtnis
    • senkt den Cholesterinspiegel
Genug erzählt. Du willst nun sicher wissen, wie du Ghee einfach selbst herstellen kannst?! Bitte sehr!

Rezept zur Herstellung von Ghee
    Du brauchst:
    • 1 Topf
    • 1 Holzrührlöffel
    • 500 – 1000g Biobutter (ungesalzen)   
    • 1 Teefilter aus Baumwolle (papierne Filter reißen sehr leicht)/ Nussbeutel oder 1 mit Küchenpapier ausgelegtes Küchensieb, besser:
    • ausgekochte Gläser zum Aufbewahren



    Zubereitung:
      • Setze den Topf bei nicht zu großer Hitze auf den Herd, gib die komplette Butter hinein und lass diese sanft schmelzen. Lasse die Butter dann ohne Deckel bei niedrigster Hitze köcheln.

      • Kontrolliere regelmäßig, dass es leicht blubbert. So verdunsten die wässrigen Anteile, und die Milcheiweißbestandteile können sich absetzen. Rühre immer wieder gut um, damit nichts ansetzt oder anbrennt, denn dann müsstest du alles wegschmeißen. Also bitte unbedingt "topfnah" bleiben. Zwischendurch immer wieder den Topf vom Herd nehmen und etwa eine Minute ruhen lassen. 
      • Meiner Erfahrung nach braucht das etwa 40-60 Minuten bei 1kg (bei 500g entsprechend 20-30 Minuten): Das fertige Ghee ist golden und klar, so dass man den Topfboden gut erkennen kann.

      • Etwas abkühlen lassen und den verbliebenen Schaum abschöpfen. 
      • Gieße das reine, goldene Ghee in peinlich sauber ausgespülte trockene Gläser durch einen Teefilter. Nach dem Abkühlen verschließen und an einem dunklen, trockenen Ort (bitte nicht im Kühlschrank) aufbewahren.

      Ihr habt somit nicht nur ein tolles Lebensmittel für eure Küche, sondern auch ein schönes Mitbringsel. Viel Spaß beim Nachmachen wünscht euch Frau Momo 

        Quellen:
        GheeButter.de
        SimDosha.de
        Sandra Hartmann: Der Schatz des Ayurveda 
        Harsha Gramminger: New Age Ayurveda. Mein Kochbuch

        Sonntag, 26. Februar 2017

        Frau Momos Tellerchen: What I eat in a day!

        Als ich 2012 mit der Bloggerei anfing, gab es den Vegan Wednesday, eine Aktion von Cara von think.care.act, Carola von Twoodledrum und Julia (von Mixedgreens). Diese Initiative sollte zeigen, wie vielfältig und unterschiedlich vegane Ernährung sein kann, indem Blogger bebilderte Beiträge brachten, um zu zeigen, was für Veganitäten jeweils mittwochs auf ihrem Teller waren.
        Nun ist heute nicht Mittwoch, und meine Speisekarte auch nicht mehr vegan-tauglich. Aber die Idee illustriert doch schön, was ich an dieser Stelle über bunte Ernährung geschrieben habe. :) Hier also mal ein bildhafter Einblick in meine Essenswelt! :)

        Frühstück:

        Ich habe wirklich gebraucht, um eine stimmige Frühstücksform zu finden. Es wäre für mich undenkbar, direkt nach dem Aufstehen zu essen. Ich brauche viel Ruhe am Morgen und habe eine ziemlich ausgedehnte Morgenroutine. Diese beginne ich mit einer frisch ausgepressten heißen Zitrone, gefolgt von einem leckeren Latte macchiato mit etwas Kardamom meiner Morgenroutine. Dann erst bin ich bereit für mein eigentliches Frühstück. Für Vata-Typen wie mich ist ein warmer Start in den Tag super, auch wenn ich das lange ganz anders sah! ;) Mittlerweile möchte ich meinen morgentlichen Frühstücksbrei nicht mehr missen. Wie sieht der aus? Immer anders. :) Ich habe ein Grundrezept für Instant-Frühstücksbrei, aber stets mehrere Varianten fertig vorrätig, denn Langeweile auf dem Essenstisch geht gar nicht. ;)
        Auf dem Bild hier findet ihr eine Kombi aus Reisflocken, gehackten Mandeln*, Leinsamen, Sesamsamen, Kakao-Nibs*, Rosinen, Banane, Kurkuma, etwas Salz und Zimt.
           
            Im Ayurveda werden keine Milchprodukte mit Obst kombiniert, da sie von vielen nicht gut verdaut werden können (gerade bei Vata-Konstitutionen). Ich hab´s getestet, und in meinem Fall trifft es zu, aber entscheidet selbst, ob ihr den Brei noch mit Joghurt oder Milch anreichern wollt.

            Mittagessen:

            Ich esse mittags in der Regel kalt, da wir abends kochen, wenn mehr Ruhe ist und weil Brot einfach unkompliziert mitgenommen werden kann. Meistens gibt es etwa 1,5 große Scheiben getoastetes Vollkornbrot (getoastet ist es für Vata besser zu verdauen), Vollkornbrötchen oder auch die veganisierte Form dieser tollen Bagel von Julie. Was gibt es dazu? Nun, auch hier sieht das immer anders aus.
            Wir wählen aus verschiedenen Möglichkeiten:
            • Frischkäse, Hüttenkäse, Feta oder Mozzarella
            • Hummous, Guacamole, Thunfisch-Avocado-Dip, Kräuterquark oder andere (vegane) Aufstriche
            • Räucherlachs
            • klein geschnibbeltes Gemüse (Tomaten, Radieschen, Paprika, Gurke) oder auch mal grünen Salat 
            Heute (s. Bild) gab es Vollkornbrot mit Thunfisch-Avocado-Creme und Tomaten.

            Abendessen:

            Abends kochen wir, wie bereits gesagt. ;) Und wie ihr euch denken könnt, sieht das immer anders aus. Eine Auswahl findet ihr in den Rezepten auf diesem Blog. Gemüse oder Salat ist immer dabei. Ebenso achte ich aufgesunde Fette und eine vielfältige Eiweißzufuhr aus pflanzlichen und tierischen Quellen, die durch vielfältige Vollkornprodukte ergänzt werden. Aber das gilt im Kern für alle Mahlzeiten. Im Bild rechts seht ihr Vollkorn-Gnocchi aus Emmervollkornmehl samt einer Tofu-Bolognese mit frischen Tomaten und Basilikum (bei wunderbarem Winterlicht fotografiert*g).

            Snacks:  

            Ich liiiiiiebe Snacks. Je nach Tagesform esse ich davon 1-2 Portionen, selten drei. Ich habe immer eine Auswahl davon in der Handtasche dabei. Und nein: Auch wenn ich gerne "gesund" esse, heisst das nicht, dass ich nicht auch mal Süßigkeiten esse, aber halt nicht jeden Tag. Beispiele für natürliche Snacks, wie es sie bei mir regelmäßig gibt, sind z.B.:
            • Energyballs, z.B. diese im Bounty-Style
            • Müsliriegel
            • Studentenfutter
            • Obst
            • Gemüsesticks und/ oder Leinsamen-Cracker (nach einem Rezept von Julia/ Balanceakt) mit Dipp/ Quark
            • angebratene Apfel-/ Birnen- oder Bananenscheiben mit Nussmus <3
            • Frucht-Kefir (z.B. Banane oder Mango)
            • Skyr oder Joghurt (Natur) mit Rosinen, Kokosraspeln, Leinsamen Kakao-Nibs* und Zimt <3
            • ...  "An dieser Stelle könnte Ihr Beitrag stehen!" Ich liebe einfache, abwechslungsreiche Snack-Ideen. Her damit! :)
             

            Ich bin bestimmt nicht die Einzige, die immer wieder nach leckeren Inspirationen sucht, also bitte: Verlinkt nach Herzenslaune eure Blogposts zum Thema "Essens-Inspirationen"/ "What Ieat in a day" in den Kommentaren. Ich freu mich und wünsche euch nen schönen Sonntagabend!

            Liebst, Frau Momo 

            Freitag, 24. Februar 2017

            Essen und Perfektionismus

            Oh, mein Gott. Über dieses Thema könnte und müsste ich eigentlich ein Buch schreiben! 
            In eine Hoteliers-Familie hineingeboren, spielte Essen bei uns zwangsläufig eine absolut zentrale Rolle. Ich habe diese Leidenschaft (und später: Hass-Liebe) bereits früh geteilt, sammelte schon in der Grundschule Rezepte, wollte unbedingt kochen und backen lernen, und die meisten meiner schönen Kindheitserinnerungen drehen sich um eins: Essen.


            Im Zuge meiner PTBS entwickelte ich mit 15 erst Magersucht, später Bulimie in Verbindung mit massivem Abführmittelmissbrauch. Jahrelang war Essen mein Feind. Es gab Zeiten, da war ich mehr jenseits denn diesseits, und das ist ganz buchstäblich gemeint. Und auch wenn ich von Anfang an Therapie machte: Die Ursachen waren lange Zeit kein Thema. Es war noch nicht die Zeit für Traumatherapie. Die kam erst in den 90ern ganz allmählich in Europa an. Stattdessen war Verhaltenstherapie angesagt, und da Perfektionismus meine eigentliche Hass-Liebe war, bediente ich gut, was gewünscht war: Zunehmen. Naja, bis zu einem gewissen Punkt. Dann kippte das Ganze, und ich rutschte ab in die Bulimie. Das war nun eine ganz andere Hausnummer. Magersüchtig war ich zwar kurz vor der Sonde gewesen, aber irgendwie hatte ich noch so etwas wie Würde besessen, konnte etwas, was sich viele wünschten: Hungern. Die Würde verlor ich mit der Bulimie. Und mit ihr über Jahre ein Gefühl für den Sinn von allem. Ich habe nur noch gearbeitet, gegessen und gekotzt. Ich war völlig abgeschnitten von mir, meinem Körper und auch vom Rest der Welt. 
            Um es kurz zu machen: Erst Jahre später traf ich auf eine Traumatherapeutin, mit der ich zumindest dieses "Symptom" loslassen konnte, weil es "endlich" an die Ursachen meiner Erkrankung ging.

            Heute bin ich quasi trocken. Aber Essen ist immer noch ein Indikator, mein Gradmesser, dass gerade etwas schief läuft: Ich bin immer noch anfällig für innovative Konzepte, und kommen sie auch unter dem netten Namen "Healthy living" daher. Ayurveda finde ich klasse, und auch clean eating hat es mir angetan.  Ich mag keinem absprechen, dass er durch Ernährung eine Verbesserung seiner Lebensumstände bewirkt. Und ja: Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Ernährung und Bewegung eine sehr große Rolle für die eigene Lebensqualität spielen. Die Antwort auf die Frage nach der richtigen Ernährung ist meiner Meinung nach dennoch eine höchst individuelle - abhängig von Konstitution, Ausgangspunkt und (Ess-)Geschichte. Und Essen ist nicht alles. Auch wenn es das lange Zeit für mich war.
            Meine vegane Zeit habe ich auf diesem Blog ebenso dokumentiert, wie mein Rohkostexperiment. Ich habe im Laufe der Jahre eines gelernt: Ich weiß, dass eine meiner Schwachstellen der Perfektionismus ist, und dieses Stiefkind kann ich in den Keller sperren, wie ich will: Es klettert wieder raus und grinst um die Ecke, wenn ich grad gemütlich Tee trinke, über ein neues Ernährungsbuch gebeugt und von 1,5 Stunden Sport täglich oder Zuckerverzicht lese. Und schon rumort es, und auch wenn mein Verstand sagt, dass das zu extrem für MICH ist, beginne ich plötzlich mich in diese Richtung zu orientieren. Früher lief das einfach so weiter (s. Rohkost). Ich habe mich nicht gefragt, ob das für mich passt: Etwas hat mich interessiert, ich fing Feuer und ein neuer Selbstläufer war am Start: Beseelt und beflügelt von der Hoffnung, endlich DIE Ernährung, DAS Allheilmittel gefunden zu haben. Es klingt absurd, und das war es: Ich habe mich durch die (roh-)vegane Ernährung auf Dauer sooo eingeengt gefühlt und konnte es lange Zeit nicht zugeben. Ich tat das alles nicht für mich. 
            Versteht mich nicht falsch: Ich will ethische oder auch gesundheitliche Beweggründe für die pflanzliche Ernährungsweise nicht schmälern. Sie sind wunderbar, wenn es auch DIR damit gut geht. Mein damaliger Yoga-Ausbilder brachte mich jedoch unmittelbar zum Heulen, als er die Tiere parkte, die ich ihm als Motiv nannte, und fragte: "And what about self love?" 

            Das war noch nicht der Wendepunkt, aber es begann in mir zu arbeiten, und zum Glück bin ich Rebell (oder Bulimikerin*g) genug, dass ich jede Regel irgendwann in Frage stelle und die Kontrolle fahren lasse. ;) Und so merkte ich, dass auch die einst so heiß geliebte vegane Lebensweise letztlich ein Korsett für mich geworden war, zumindest mit dem Anspruch auf 100%. 
            Und so kam der Tag, an dem ich mir einfach so, aus heiterem Himmel, erlaubte zu essen, was ich wollte. Immer noch bewusst und mit viel "Gesundem", aber ohne starre Vorgaben. Es gab anfangs eine Phase, in der ich fast täglich Fisch aß. Mein Körper gierte regelrecht nach tierischem Eiweiß in allen möglichen Formen. Mit der Zeit wurde das weniger. 
            Heute esse ich ohne Label. Oft vegetarisch, aber auch immer wieder Fisch. Mittlerweile habe ich es etwas besser heraus, mir rechtzeitig die Erlaubnis zu geben, Regeln anzupassen. Thanks Yoga, ohne dich hätte ich es nicht so klar ERFAHREN können, was es heissen kann, so zu leben, wie es mir entspricht und mich nicht zu verbiegen. 
            Um es klar zu machen: Viele Ideen aus der Ecke "Healthy living"/ "Pflanzliche Küche" sind toll... wenn sie zu Einem passen. Manche von denen, die ich ausprobiert habe, gingen komplett an mir und meinen körperlichen, sozialen und emotionalen Bedürfnissen vorbei. Andere habe ich eingepackt und freue mich noch heute an ihnen. Ich erlaube mir inzwischen mehr und mehr, auf meinen BAUCH zu hören. Ich bin immer noch experimentierfreudig, und ja: Der Perfektionismus lukt immer wieder raus. Aber ich überlasse ihm nicht mehr komplett das Feld, sondern hake freundlich ein, wenn er zu sehr übertreibt: "Danke für die Mitteilung. Ich werde drüber nachdenken."

            Bild: Pixabay

            Und du? Wie geht es dir mit deiner Ernährung? Liebe, Hass-Liebe oder?

            Liebste Grüße aus dem jecken Rheinland,
            Frau Momo

            Mittwoch, 15. Februar 2017

            Junikalender 2013 - die Zusammenfassung aller Beiträge

            Auch wenn wir gerade alles Andere als Juni haben, bei so einem Wetter könnt´ ich´s fast meinen. 
            Zugegebenermaßen kommt diese Zusammenfassung aller Beiträge des Junikalenders 2013 "etwas" verspätet. Nur: Wie - es ist mir schleierhaft -, aber ich habe den ursprünglichen Sammel-Artikel tatsächlich aus Versehen gelöscht. :D Darum nun ein paar Jährchen später dieser Post mit einer Einladung, mal bei meinen "Nachbarn" zu stöbern und dich mit mir an den vielschichtigen "Türchen" zu erfreuen. Während ich genau das getan habe, durfte ich begeistert feststellen, dass ein paar der tollen Blogger immer noch aktiv sind und zum Teil richtig "groß" geworden sind! :) Deswegen: Lass dir diese exquisite Sammlung nicht entgehen!
            Du weisst nicht so recht, was ein Junikalender sein soll? Dann lies hier genauer nach!


            Hier nun in chronologischer Reihenfolge meine Lieblingsblogger 2013 mit ihren jeweiligen Beiträgen:

            Türchen 1: Carola von Twoodledrum: Buchvorstellung: "Abgespeist" von Thielo Bode


            Türchen 2: Claudi von Claudi goes vegan: "Warum sind nicht-menschliche Tiere die Schlaueren?"


            Türchen 3: Melissa von Gourmandisesvégétariennes: "Spargel mit Galettes und Soja-Joghurt" (Rezept)



            Türchen 4: Darja Baumtochter von Lesen.Hören.Staunen: "Achtsamkeit"


            Türchen 5: Liath von Wild Moon Sisterhood und In Peace and beauty may I walk: "Veganismus und Feminismus"


            Türchen 6: Silke von Roh macht froh: "Gefüllte Tomaten" (Raw Food: Rezept)


            Türchen 7: Nini von Nini und ihre Freunde: "DIY: Gartenkräuter mit Altpapier-Recycling-Anzuchttöpfchen ziehen

             

            Türchen 8: Stephanie vom Mückeblog: "Rohkost zum Kennenlernen"
             

            Türchen 9: Amala Krähenfeder, Die Netzwirkerin,: "Interview mit Amala Krähenfeder zu Kundalini-Yoga (inkl. Rezept für Yogi-Tee)"

             

            Türchen 10: Nina von Ich coach dich: Komm spielen! (ehemals: Nina im Wunderland): "Ansichten einer veganen Minimalistin"

             

            Türchen 11: Miriam vom Wurzelweber-Blog: "Gefrorene Pflaumen-Zimttörtchen (Raw Food Rezept)"


            Türchen 12: Frau Momo herself von Bunt leben: Thai Curry (Raw Food Rezept)


            Türchen 13: Die kluge Hausfrau: Ist die Welt krank? Eine ganzheitliche Sichtweise


            Türchen 14: Steffi von Steffi loves raw: "Meine Wildkräuterwiese (inkl. Rezept)"



            Türchen 15: Miri von Fruit up your life: "Roh-vegan nach 80/10/10 - eine Ernährungsform stellt sich vor (inkl. Raw Food Rezept)


            Türchen 16: Silja von Glücksplanet (ehemals: Entspannt glücklich): Schubladen in unserem Kopf


            Türchen 17: Karmindra von Glowing Life: Heilige Zeit


            Türchen 18:  Kate vom Blog Trying to be a good girl : Bärlauchpaste (Rezept - roh oder nicht roh: as you like!)


            Türchen 19: Regina von mucveg.com: "Ashtanga-träge?"


            Türchen 20: Ramona von Jademond: "Mehr Rohkost spielerisch in den Speiseplan integrieren" (inkl. Rezept)

             

            Wow, was für eine Zeitreise. Ich habe glatt ein paar alte-neue Seiten wiederentdeckt, denen ich nun wieder häufiger einen Besuch abstatten werde.
            Seit 2013 hat sich natürlich einiges getan. Manche Blogs sind eingeschlafen, viele neue dazugekommen. Und da ich ja immer heiß bin auf Healthy living mit authentischem Charakter, verrat du mir doch deine Favourites in diesem Sektor. :) Vielleicht hast du ja selbst sogar eine eigene Seite, die ich unbedingt kennenlernen sollte. 

            Merci sagt Frau Momo
             
            * Die Bilder stammen jeweils von den Autoren bzw. von den im jeweiligen Artikel benannten Fotografen.

            Sonntag, 12. Februar 2017

            Rezension*: "Gesund durch Yin Yoga" von Stefanie Arend

            Mit Spannung habe ich Stefanie Arends neues Werk aus dem Südwest-Verlag erwartet, in dem die therapeu-tische Anwendung von Yin Yoga im Zentrum steht Gesund durch Yin Yoga: Der sanfte Weg, deinen Körper von alltäglichen Beschwerden und seelischen Belastungen zu befreien
            Umso erfreuter war ich über ihr Angebot, mir ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen und wurde auch inhaltlich nicht enttäuscht!
            Mir begegnete die altbekannte und sehr geschätzte Klarheit hinsichtlich Layout, Struktur und Didaktik. Auch dieses Buch ist äußerst hochwertig gestaltet hinsichtlich Inhalt und anwenderfreundlich ob der guten Übersichtlichkeit.
            Allem voran stellt die Autorin im 1. Kapitel eine kurze, eindrückliche Einführung in die Theorie des Yin Yoga mit einprägsamen Bildern und Tabellen.

            Im 2. Kapitel geht es bereits in die Praxis mit Unterkapiteln zu:
            • ergänzenden Selbst-Massagetechniken (für's Bindegewebe und zur Einwirkung auf die Meridiane),
            • Yin- und Yang-Yoga-Positionen inkl. Varianten,
            • Atemtechniken und
            • Meditationen
            Mich hat hier sehr begeistert, wie anschaulich die Bilder die Anleitungen ergänzen und wie farbige Hervorhebungen es dem Leser erleichtern, das Gesuchte zu finden:
            • Wirkweise,
            • Ausführung der Übungen,
            • aber auch Alternativen und Varianten, welche etwa die Aktivierung von bestimmten Akupressurpunkten integrieren
            Das auf's Wesentliche reduzierte Inhaltsverzeichnis wird ergänzt durch eine eine detaillierte Übersicht über die Beschwerdebilder in den Klappen vorne und hinten im Einband, zu denen Stefanie im dritten Teil des Buches jeweils ein komplett bebildertes Übungsprogramm anbietet. Ich brauche also nach Sichtung der Übungen nur mein Buch auf einer Seite aufgeschlagen halten und kann so ohne lästiges Blättern durch mein Programm gehen. Zusätzlich zur jeweiligen Yin Yoga Sequenz inkl. Meridianmassage finden sich Empfehlungen zu einer unterstützenden Ernährung, mögliche Reflexionsfragen, sowie Anregungen aus ganzheitlicher Sicht bzw. aus jener der TCM.


            Nach erstem Experimentieren mit dem Buch hat es sich für mich als sinnvoll erwiesen, mir vorab erst mal die Übungen eines Programms anzuschauen, bevor ich starte, so dass ich weiß, wo die jeweiligen Akupressurpunkte liegen, wie die gewählte Variante einer Übung aussieht und wie Atemtechnik xy funktioniert. Dies gewährleistet mir dann im Nachhinein ein entspanntes Fließen durch die Übungen, indem ich einfach nur auf die beschrifteten Bilder achte und mich vielleicht sogar auf die eine oder andere Reflexionsfrage einlasse...
            Im Vergleich zu den vorherigen Büchern ist mir dieses das liebste: Das liegt zum Einen an der Thematik des Buches, aber es bietet mir als „Wühlmaus“ auch viel Futter um tiefer einzusteigen – sowohl in Praxis als auch in Theorie. Dabei wirkt das Buch jedoch keinesfalls überfrachtet, sondern sehr ausgewogen, und es bleibt mir überlassen, ob ich bestimmte Themenkreise – wie die Akupressur, Psychosomatik... - weiter vertiefen möchte.
            Durch die sensibel gewählte Sprache – gerade wenn es um Deutungsmöglichkeiten von Beschwerdeursachen geht – steht es mir als Leser frei, was ich annehmen möchte und was liegen bleiben soll.
            In meinen Augen ist dieses Buch eines, das es dem Leser in unserer schnelllebigen und informationslastigen Zeit sehr leicht macht sich einzulassen, weil Stefanie es einfach versteht den Fokus zu halten und den Inhalt in geeigneter Weise herüberzubringen. So können die Dinge für sich wirken, ohne zu sehr eingefärbt zu sein durch persönliche Ansichten. Dabei ist es durchaus persönlich geschrieben, aber eben als Einladung und nicht als Dogma mit erhobenem Zeigefinger. So habe ich Stefanie bislang auch in ihren Videos/ DVD's erlebt, und deswegen schätze ich ihre Art zu unterrichten auch so – ob nun über das Medium „Buch“ oder eben andere Kanäle. Für mich ist spürbar, wieviel Herzblut in diesem Buch steckt.
            Die bereits erprobten Praxisteile haben mir bislang wertvolle Dienste geleistet, und ich bin dankbar, dass ich mit Yin Yoga und einem Buch wie diesem Möglichkeiten an der Hand habe, mir Energie zu geben: Ich muss nicht erst welche aufwenden, wenn mein Akku eh' schon leer ist. Somit hat das Buch (Yin Yoga sowieso) bereits einen festen Platz in meiner Übungspraxis und gehört eindeutig in unsere Zeit! Danke, Stefanie und ebenfalls ein Dankeschön an den Verlag für das Rezensionsexemplar, für das ich eine klare
            Kaufempfehlung* ausspreche!

            Liebst, Frau Momo

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