Freitag, 14. April 2017

{Buchbesprechung}: Die Gaben der Unvollkommenheit (von Brené Brown)

Die Gaben der Unvollkommenheit* ist wohl das Buch, welches ich mit auf eine einsame Insel mitnehmen würde, dürfte ich nur ein einziges aussuchen. Es hat mich zutiefst bewegt. Nicht anders ist es zu erklären, warum ich es nun schon zum 4. Mal in Folge lese. Wie bitte? Ja, du hast richtig gelesen. 
Wenn bei dir immer wieder Perfektionismus und Gefühle anklopfen, die dir suggerieren, du müsstest dich für Liebe, Zuneigung und Mitgefühl abstrampeln, dann kann ich dir dieses Kleinod nur ans Herz legen. Ich habe es bereits mehrfach weiterverschenkt, weil es meiner Ansicht nach - gerade für Frauen - ein wirkliches Must-Have ist, auch wenn ich mich mit solchen Begriffen schwer tue.

Autorisiertes Autorenbild: privat

Zur Autorin:
Dr. Brené Brown ist wissenschaftliche Forscherin, Autorin - selbstredend -, Bloggerin, Vortragsrednerin und Professorin. Sie erforscht an der Universität Houston im Rahmen der Forschungsabteilung des "Graduate College of Social Work" seit mehr als zehn Jahren, wie "Leben aus vollem Herzen" gelingt. Dabei widmet sie sich Leitfragen wie diesen: Wie ist es möglich, authentisch und im Bewusstsein des eigenen Wertes leben? Was hilft uns dabei, sowohl Mitgefühl, Verbundenheit als auch Mut im Umgang mit Stolperfallen wie Scham und Furcht zu kultivieren? Wie können wir umarmen, was wir sind, und loslassen, was wir glauben, sein zu müssen? Was unterstützt uns darin, die eigenen Unzulänglichkeiten anzunehmen und zu erkennen, dass wir jetzt Liebe, Zugehörigkeit und Freude verdienen - getreu dem Wissen: "Ganz egal, was ich heute schaffe, und was unerledigt bleibt: Ich bin nicht perfekt, aber ich bin vollständig: vollständig genug." (vgl. Brené Brown, zitiert aus dem Klappentext des Buches).  
Eine Auflistung ihrer Bücher findet ihr an dieser Stelle.

Illustration: Nicolas Wilton


Zum Buch:
Titel und Cover deuten es bereits an: Hier schreibt keine graue Eminenz über ein abstraktes Thema. Wir haben es hier stattdessen mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für das Umarmen unserer Schwächen zu tun. Dabei erachtet die Autorin ihr
Buch* nicht als klassische Selbsthilfeliteratur und bietet auch keine "Hau-Ruck-Tools" an. Sie lädt vielmehr dazu ein, sich Zeit für Veränderung zu nehmen, und dazu, "sich einer Revolution anzuschließen, die für ein Leben aus tiefstem Herzen eintritt. Eine kleine, stille Basisbewegung, die damit beginnt, dass jeder von uns sagt: ´Ich heiße ____________. Meine Geschichte ist wichtig, weil ich wichtig bin,´ so Brené (vgl. S. 198f).
Eines Morgens im Jahr 2000 brütet sie über ihren Studiennotizen, sowie der Essenz aus tausenden von Interviews und fragt sich, wie all´ diese Menschen es "schafften", seelische Widerstandkraft zu entwickeln, die eigene Verletztlichkeit anzuerkennen und Qualitäten zu etablieren, die ihnen halfen, mit Sorgen und Ängsten umzugehen. Sie erkennt fassungslos, dass sie so ziemlich genau das Gegenteil von dem praktiziert, was diese Menschen tun. Was als Krise anmutet, entpuppt sich als Weckruf. Dieser fordert sie auf, sich täglich in Mut, Mitgefühl und Verbundenheit zu üben, immer dann, wenn das Leben ihr mal wieder spiegelt, wie menschlich und wunderbar unvollkommen sie doch ist. ;) 
Zu Beginn führt uns Brené in das ein, was sie über diese Werkzeuge zur Entwicklung von Selbstwertgefühl gelernt hat und was Liebe und Zugehörigkeit damit zu tun haben. Bevor sie uns 10 erprobte Wegweiser zu unserem Herzen präsentiert, beleuchtet sie Hindernisse, die uns auf unserer Reise begegnen. Die Wegweiser selbst, wie z.B. "Kultiviere Ruhe und Stille" oder "Kultiviere Spiel und Entspannung", sind gespickt mit Geschichten, Definitionen, Ideen und Zitaten zur Veranschaulichung. Diese ermuntern dazu, immer wieder zu umarmen, wer wir heute sind - und das auf unsere ureigene Weise.
 
Stets auf´s Neue finde ich Inspiration in den Gaben der Unvollkommenheit*, und ich habe - ganz ehrlich - noch nie so viele Post-It´s verwendet wie bei diesem Buch! Mich spricht v.a. die Kombination aus Forscherblick und Betroffenheit an, zumal Brené unterhaltsam und doch eindringlich schreibt. Ich habe grade kein Popup-Fenster zur Hand, aber stellt euch einfach eins vor, und da steht: UNBEDINGT LESEN! Hier geht´s zur Leseprobe.

An dieser Stelle danke ich von Herzen dem Weltinnenraum-Verlag/ der J.Kamphausen Mediengruppe für das Rezensionsexemplar und die persönliche Betreuung durch Julia Meier aus dem Bereich Marketing & Öffentlichkeitsarbeit.

Kennt du dieses Buch* oder eins von Brenés anderen Werke? Welche Bücher, die ein "Leben aus vollem Herzen" ebenen, empfiehlst du?

Ich freue mich auf deine Favourites und wünsche dir einen schönen Start ins Wochenende!

<3-lich, Frau Momo

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