Sonntag, 16. April 2017

{Inspired}: Sunday Inspiration # 5

Bild: Pixabay
In der heutigen Sunday Inspiration geht folgende Themen:

Self-Compassion: Vom "Gesehen-" und "Nicht-Gesehen"-Werden
Inspiration & Gratitude: Körperorientierte Trauma-Therapie & Yoga bei PTBS (posttraumatischer Belastungsstörung)
Self-Care: "Mission Hautsache" (Akne 7.0)

 
SELF-COMPASSION: Vom "Gesehen-" und "Nicht-Gesehen"-Werden

Bild: Pixabay
Es ist ein paar Monate her, seit ich das Bloggen wieder aufgenommen habe, und ich merke, dass ich mich schwer damit tue, quasi bei Null anzufangen, denn in einem Anfall habe ich kurzerhand den Blognamen geändert, anstatt eine Umleitung zu legen und von einer Sekunde auf die andere meine Leser verloren. Tja, das war bitter, auch wenn ich was draus gelernt habe. "Einfach Vegan Leben" - so der alte Blogname - lief gut. Selbst in den Jahren ohne neue Artikel, kamen sehr regelmäßig Besucher vorbei. Das änderte sich nun schlagartig. Ich merke, dass hier eine alte Wunde aus der Kindheit wieder aufreißt: Nicht gesehen zu werden und keine Resonanz zu erhalten. Ein Teil von mir möchte rufen: "Bitte sag´ was!" Aber ich weiß natürlich, dass das nichts an der Wunde ändert, die aus alter Zeit herrührt, wo ich die positive Zuwendung und Unterstützung meiner nächsten Bezugspersonen gebraucht hätte. Meine "normale" Reaktion wäre sehr lösungsorientiert: "Das kannst du dir jetzt halt selber geben! Was brauchst du?" Durchaus nicht verkehrt, aber es ist auch ein Weg, um Schmerz zu vermeiden und direkt ins Handeln zu kommen. Ich möchte auch lernen anzuerkennen, was IST. Und ich möchte lernen, den Blick zu weiten und Situationen Beachtung zu schenken, in denen ich mich wahrgenommen fühle. Denn davon gibt es mehr als genug.


INSPIRATION & GRATITUDE: Körperorientierte Trauma-Therapie & Yoga bei PTBS

Wer selbst mit den Folgen einer PTBS zu tun hat, kennt ihre vielfältigen Ausprägungen und hat vielleicht auch schon (im Rahmen von Gesprächstherapie) die Erfahrung gemacht, dass es für manches einfach keine Sprache gibt. Oder aber, dass das reflektierende Sprechen für Überflutung (anhaltende Erinnerungen oder Wiedererleben der Belastung, z.B. durch Flashbacks) sorgt, weil die Inhalte einfach zu konfrontativ sind. Ich habe einige Therapien hinter mir und auch sehr davon profitiert. Dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass etwas fehlte. Ich bin regelmäßig ausgestiegen (= dissoziiert), und auch als ich mit Yoga begann, habe ich meinen "missing link" nicht direkt gefunden. Es hat lange gedauert, weil ich noch keine Erfahrungen mit Körperarbeit hatte und nicht jeder Yogaunterricht traumasensibel ist. Ich habe über meine eigene Praxis gelernt und lerne weiter, was für mich funktioniert und was nicht. Ich erlaube mir mittlerweile und ermutige generell jeden Schüler - ob mit oder ohne Trauma - Vorgegebenes und jeden Guru zu hinterfragen, Anpassungen vorzunehmen und ein Gespür dafür zu entwickeln, was ihm entspricht - unabhängig von meiner eigenen Einschätzung. Ich experimentiere für mich und implementiere, was ich als hilfreich erlebe. Nach Jahren bin ich zutiefst dankbar, dass ich heute empfinden kann: Mein Körper ist mein sicherer Ort!
 
Quelle: Traumaheilung
Ich profitiere dabei ungemein von den Übungen und dem umfangreichen Wissen der selbst betroffenen körperorientierten Traumatherapeutin, Dami Charf. Sie bietet u.a. Ausbildungen für Therapeuten und Berater an, zudem Traumatherapie in Präsenz-Gruppen an, sowie 2x im Jahr einen begleiteten Onlinekurs für Betroffene. Dies klang für mich erst mal etwas absurd Aber ich kann dir ihre Arbeit wirklich nur ans Herz legen, wenn du selbst betroffen bist, einen körperbasierten Ansatz suchst und die Flexibilität eines Onlineformats dir entspricht. Dennoch gewährleistet Dami dir eine sehr persönliche Begleitung (z.B. auch über wöchentliche Webinare). Du kannst auch einen 4-teiligen kostenlosen Schnupperkurs wahrnehmen, bevor du dich entscheidest. Nächster Start für den eigentlichen Kurs ist im September 2017. Zudem hält sie auch auf Youtube einiges an Hintergrundinformationen zu Trauma für dich bereit.
Wenn du Yogalehrer bist: Es gibt wahrscheinlich wesentlich mehr PTBS-Betroffene (in deinen Kursen), als du vermutest. Was vielleicht für Otto-Normalverbraucher ohne Trauma funktioniert - "Geh durch deine Ängste durch!" - kann für PTBS-Patienten absolut retraumatisierend wirken. Ich will hiermit nicht kategorisieren, sondern einfach aus eigener Betroffenheit heraus dafür sensibilisieren, dass du mit manchen Anweisungen durchaus die Büchse der Pandora öffnen kannst. Auch ohne bewusste Konfrontation können natürlich Themen aufploppen. (Körperorientierte) therapeutische Begleitung kann einen guten Yogakurs möglicherweise sinnvoll ergänzen, wenn eine PTBS bekannt ist. 
Es gibt durchaus Lehrer, die einfach gar nicht so viel wissen wollen. Das ist eine denkbare Entscheidung, zumal du als Yogalehrer schließlich kein Therapeut bist. Nur: Das Phänomen "Traumatisierung" wird sich "möglicherweise" nicht aussperren lassen. Es kann also hilfreich sein, einen differenzierteren Blick zu entwickeln, um deinen Schüler bestmöglich unterstützen zu können, ohne ihn therapieren zu wollen. Du verstehst dann möglicherweise besser, warum "Augen zu" bei Person xy nicht geht, und auch ohne explizite Kenntnis des Traumas (bitte nicht!), ist dir klar, dass bei Person z Yoga-Assists und "leere" Augen (als mögliches Erkennungsmerkmal von Dissoziation) zusammenhängen. 
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, schau bitte bei der Auswahl deines Fortbildungs-Anbieters und/ oder Yogalehrers genau hin: Ich habe selbst in dem Sektor Trauma-Yoga Gruseliges erlebt (und nein, das ist nicht mein Betroffenheitsblick). Mal leider, dann wieder weniger leider gibt es weder hier im Speziellen noch im Yoga im Allgemeinen verbindliche Qualitätsstandards. Dafür finden sich aber großartige Pioniere der körperorientierten Traumatherapie wie Dr. Peter A. Levine und mittlerweile auch immer mehr Veröffentlichungen zu Trauma und Yoga
Desikachars Yoga-"Ansatz" als ursprünglichste Form der Yogatherapie zielt auf bedürfnisorientierte Einzelarbeit ab, aber inwiefern Trauma hinreichend in einschlägigen Yoga-Ausbildungen behandelt wird, vermag ich nicht zu sagen. Doch selbst bei entsprechenden Curricula wäre der Rahmen einer allgemeinen Ausbildung wohl nicht angemessen: Beschäftige dich bei Interesse bitte näher und länger als ein Wochenende mit "Trauma und Körper (-Arbeit)/ Trauma-Yoga". Achte darauf, dass dir fundiertes Hintergrundwissen und Know-How vermittelt wird, z.B. hinsichtlich Stabilisierung und Notfall-Regulierung. Danke!
Sollte jemand unter euch sein, der gute Erfahrungen mit Yogalehrern gemacht hat, die traumasensibel unterrichten (d.h. nicht unbedingt mit einer entsprechenden Fortbildung), oder selbst eine entsprechende Aus-/ Fortbildung durchlaufen hat, freue ich mich über entsprechende Kommentare und Verlinkungen.

SELF-CARE: "Mission Hautsache" (Akne 7.0)

DIY Kaffee-Peeling (Klick für´s Rezept)
Wenn du meinen Blog noch von seinen Anfängen kennst, dann weißt du, dass ich bereits seit der Pubertät mit Akne das "Vergnügen" habe. Meine Haut - ölig und eben zu Unreinheiten neigend - ist, wenn ich meinen persönlichen Schnitt aus all´ den Jahren berechne, besser geworden. Aber sie hat sich nie völlig "normalisiert", obwohl ich bereits einiges versucht habe:

- extremes Make-up (mit 13 hatte ich eine Babypuderphase. Nein, es gibt keine Photos!)
- diverse Pflege-Produkte von medizinisch verordneten Akne-Crémes über Naturkosmetik bis hin zu teuersten Serien à la Douglas und Co
- Selbstgerührte Peelings und andere DIY-Kosmetik
- hautärztliche und kosmetische Behandlungen
- Solarium bzw. Bestrahlung
- diverse Anti-Baby-Pillen
- diverse Ernährungsumstellungen (z.B. auf vegan und auch eine längere Rohkostphase)
- einen speziellen Tee
- Stress-Management und Bewegung
- und so einiges mehr 

Wie sehen meine Bemühungen in Sachen "Mission Hautsache" derzeit aus: 

Meine Ernährung ist ziemlich clean. Ich bemühe mich um einen angemessenen Umgang mit An- und Entspannung und bewege mich täglich (und wenn´s nur 20 Minuten sind). Ich arbeite bereits seit Monaten mit Affirmationen zum Thema Haut, weil ich weiß, dass ich ihr gegenüber ziemlich kritisch eingestellt bin und sie der Körperbereich ist, den ich am wenigsten annehmen kann. Prompt ist Selbstannahme aus psychosomatischer Sicht natürlich auch das Thema von Akne... Na danke! ;) Als ich am Dienstag nach Ansätzen zur Akne-Therapie recherchiert habe, wurde mir bewusst, dass ich ein wichtiges Basic bislang eher stiefmütterlich behandelt habe: meine Gesichtsreinigung und -pflege. Das ist ein Punkt, der definitiv wieder Teil meiner "loving Self-Care-Routine" wird. Damit nicht genug, allerdings würde es den Rahmen dieses Posts sprengen, hier in die Breite zu gehen. Das werde ich demnächst in einem seperaten Beitrag tun.
  Was hat euch bei eurer Akne-Therapie geholfen ?

In Kürze nochmals die wichtigsten Anregungen und Links:


~ Infos zur PTBS (posttraum. Belastungsstörung) 
~ Dami Charf (körperorientierte Traumatherapeutin)
~ Schnupperkurs zum Trauma-Online-Kurs
~ Dami Charfs Ausbildung für Therapeuten und Berater
~ Youtube-Channel Dami Charf
~ Dr. Peter A. Levine
~ Veröffentlichungen zu Trauma-Yoga
~ alle Hautsache-Beiträge


Wie kultivierst du diese Woche Selbstfürsorge, Dankbarkeit und Selbstmitgefühl? Und was inspiriert dich?
Zudem nochmals die Bitte: Sollte jemand unter euch sein, der gute Erfahrungen mit Yogalehrern gemacht hat, die traumasensibel unterrichten (d.h. nicht unbedingt mit einer entsprechenden Fortbildung), oder selbst eine entsprechende Aus-/ Fortbildung durchlaufen hat, freue ich mich ebenso über entsprechende Kommentare und Verlinkungen, wie über Erfahrungswerte bei der Therapie von Akne. <3 

Hab` Dank und einen wunderschönen Sonntag!
<3-lich, Frau Momo

Kommentare:

  1. Ich liebe Deine Haut so wie sie ist. <3

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    1. <3 Danke dir.:* Da schneide ich mir mal ne Scheibe von ab!

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