Dienstag, 23. Mai 2017

{Rezension/ Ayurveda}: In Balance leben. Wie wir trotz Stress mit unserer Energie richtig umgehen


Über den Autoren:

Dr. med. Ulrich Bauhofer ist Arzt, Bestsellerautor und Fachmann für Stress- und Energie-management. Er war der erste westliche Mediziner, der vor mehr als 30 Jahren in Indien durch vedische Ärzte in die ayurvedische Heilkunst eingeführt wurde. Jahrelang hatte er die Leitung der größten Ayurveda Klinik Europas inne. Heute praktiziert er als Ayurvedaarzt  in München und ist international gefragter Redner zu Themen rund ums Thema In Balance leben*.

Zum Inhalt des Buchs:
Durch ständige Erreichbarkeit, übermäßige digitale Vernetzung und einen Lebensstil auf der Überholspur betreiben wir energetisch Raubbau mit unseren Ressourcen. Dr. Bauhofers Anliegen ist es, uns für unser persönliches Energiekonto zu sensibilisieren. Gleichzeitig ist er bemüht, alltagstaugliche Strategien zu vermitteln, um unsere Energie, sowie unser Stresslevel zu managen und die eigenen Batterien regelmäßig aufzuladen. In seiner Veröffentlichung bahnt uns der Autor in 6 Schritten den Weg hierhin mit dem Besten aus der westlichen Medizin und dem Ayurveda. Dabei hat er die besonderen Gegebenheiten unseres modernen Lebens im Blick. Die Grundpfeiler für ein Leben in Balance sind uns altbekannt: Stressabbau, Bewegung, Ernährung und ein regelmäßiges Detoxprogramm sind in aller Munde. 

Doch Balance entsteht nicht allein durch die Anhäufung der "richtigen Dinge". Bauhofer verweist vielmehr auf die Wichtigkeit, Raum dazwischen zu lassen. Nur mit genügend Raum kreisen die Elektronen um den Atomkern, führen wir selbst ein Leben in Balance, ohne abzustürzen. Stress entsteht demnach da, wo zu wenig Raum ist zwischen Terminen, Mahlzeiten usw.. 
Gerade durch die zunehmende Dichte in unserer Art der Lebensführung wird es umso zentraler, dass unser Stoffwechsel auf allen Ebenen gut funktioniert, d.h. dass Energie möglichst vollständig aufgenommen und verstoffwechselt wird. Denn ein guter Stoffwechsel ist die Basis, um die Aufnahme von Energie zu verbessern, die uns dann wiederum im Leben zur Verfügung steht. Die ayurvedische Doshalehre würdigt dabei die Individualität des Einzelnen und gibt entsprechend differenzierte Antworten, welche Lebensmittel, wie zubereitet, und welche Form der Energie uns typbezogen am nachhaltigsten nähren. 
Bauhofer stellt uns 10 Energiespender vor, wobei die Qualität ihm ebenso wichtig ist wie die Sache selbst: Mit welcher Haltung bereite ich z.B. meine Mahlzeit zu? Denn das, was ich mental-geistig in ein Essen, in eine Sportroutine usw. hineingebe, macht einen qualitativen Unterschied.



Insgesamt zehn große Energiespender stellt Dr. Bauhofer ausführlich vor: Neben dosha-gerechter Ernährung, Bewegung oder Meditation gehören auch Licht, frische Luft und gesunde Beziehungen dazu. Sie können unser Flow-Gefühl unterstützen, so dass wir gefühlsmäßig im Tun Energie aufnehmen, anstatt immer mehr davon zu verbrauchen, so Dr. Bauhofer.
Anhand verschiedener Fragebögen kann ich als Leser eine Bestandsaufnahme machen und z.B. meinen Energiekontostand und meinen Stresspegel ermitteln. Wenn ich motiviert bin, nachhaltige Schritte der Veränderung vorzunehmen, um wieder mehr Ausgeglichenheit zu erzielen, finde ich im letzten Kapitel Energieprogramme für jeden Stresstypen. Dabei kann ich je nach meinen Erfordernissen zwischen einem Akutprogramm und einer Langzeitvariante wählen. 

Meine Meinung zum Buch:
Ich habe In Balance leben* zweimal gelesen, was an sich schon mal ein gutes Zeichen ist: Es bietet eindeutig Mehrwert für mich, zum Teil bekannten mit neuen Aspekten Ideen zur praktischen Umsetzung, aber auch vollkommen fremde Inhalte warteten hier auf. Ich habe gebraucht, um die Inhalte zu verarbeiten und für mich zu überprüfen, was ich davon in meinem Leben anwenden will. Auch Dr. Bauhofer rät zu kleinen Schritten. Hiervon habe ich einige gemacht. 
Das Buch liest sich gut, auch wenn ich die Hürde zur physikalischen Erläuterung zum Thema Energie erst einmal nehmen musste, aber das hat mehr mit meinem alten Physiklehrer zu tun. ;) 
In meinen Augen hat Bauhofer eine Lektüre auf den Markt gebracht, die sich gut dazu eignet, immer wieder neu einen Energie-Check-Inn zu machen und kleine Maßnahmen im Alltag zu integrieren. Skeptisch bin ich bei den groß angelegten Programmen - nicht wegen ihres Inhalts, sondern wegen unserer menschlichen Neigung im Umgang damit: Ich glaube, dass es Menschen, die das Thema wirklich angehen wollen, helfen würde, sich professionelle Begleitung zu suchen oder einen Working-Partner, da das Thema Stress an sich einfach sehr vieldimensional ist. Uns fehlt es häufig nicht am Wissen. Wir wissen - Informationszeitalter lässt grüßen - häufig mehr als genug. Meine Einschätzung ist, dass die Umsetzung der beiden Stressprogramme im Alleingang für viele nicht so einfach werden dürfte. Denn unser Leben ist häufig nicht darauf ausgerichtet, einen vorgegebenen Plan 1 zu 1 zu absorbieren und durchzuziehen. Da macht es in meinen Augen wirklich Sinn, einen Coach zur Seite zu haben, mit dem individuell das Nächstwichtigste angegangen werden kann. Zudem wird so auch eine Rückkopplung möglich, wenn Schwierigkeiten und bekannte Stressmuster auftreten. 
Zusammengefasst empfinde ich das Buch als sehr gelungen, und wer gut in kleinen Schritten ist, findet hier einen Fundus an Ideen für ein gelungenes Energiemanagement. Wer sich leicht überfordert, findet hier ebenso viele Anregungen dazu, aber das Kind mit dem Bade ausschütten, braucht er dennoch nicht. Vielleicht wäre in dem Fall z.B. Danas kostenloses Mini-Stoffwechselprogramm oder ihre Ayurveda-Lifedesign-Gruppe eine Möglichkeit, um den Ayurveda in Minietappen im Alltag zu integrieren. 


Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich beim Südwest-Verlag, der mir In Balance leben* freundlicherweise zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 14. Mai 2017

BeRUFung leben: Yin Yoga Basismodul mit Stefanie Arend

Ihr Lieben,

nein, ich habe es nicht vergessen: Heute ist Sonntag, und es gibt keinen Sunday Inspiration Beitrag. Als ich dieses Format begann, wusste ich - schließlich kenne ich mich -, dass ich möglicherweise die Lust an einem wöchentlichen Feature verlieren könnte. Früher habe ich mich dafür fertig gemacht, wenn ich einmal Begonnenes nicht radikal durchzog. Heute kann ich voller Freude sehen, dass das nicht mehr so ist. Ich bin einem Impuls gefolgt, und nach einigen Malen spürte ich einfach, dass da kein Fließen mehr war. Warum also weitermachen? Vielleicht gibt es dann und wann mal eine weitere Folge, aber meine Energie geht einfach in eine andere Richtung. Und mit dazu beigetragen hat eindeutig mein Yin Yoga Basismodul mit Stefanie Arend. War das wirklich erst vor einer Woche?


Lebe deinen Traum!
Seitdem ist soviel passiert, das allein für sich genommen schon einen seperaten Blogbeitrag wert ist. Ich mache es kurz: Ich werde mich trauen. Nachdem ich wieder und wieder aus Angst meinen Traum, es mit der hauptberuflichen Selbständigkeit als Yogalehrerin zu versuchen, vertagt habe, hat er sich letztlich nicht abwimmeln lassen. Seit Monaten mache ich Vorbereitungsseminare zur Existenzgründung, visualisiere und affimiere meine beruflichen Träume, und eines Morgens wurde mir die Diskrepanz zwischen dem Vorhaben bewusst, eine Gymnastiklehrer Ausbildung anzustreben anstatt mir und dem Leben zu vertrauen und meiner Vision zu folgen. Es kann schief gehen. Das ist eindeutig eine Option. Aber es kann auch gut gehen. Und ich möchte nicht eines Tages feststellen, dass ich es nicht wenigstens versucht habe. Es ist ein spannender Prozess und ein unsagbar motivierender und kreativer dazu. Ich spüre, wie in mir eine Ruhe einkehrt und eine berufliche Zufriedenheit, denn ich lebe ja bereits in dieses Leben hinein, auch wenn ich meinen Unterhalt davon noch nicht bestreiten kann. Stück für Stück jedoch entwickle ich immer mehr Selbstvertrauen und kann mich mit der Rolle einer Unternehmerin - schönes Wort! - immer mehr identifizieren. Viele Schritte sind nötig, und was sich hier so locker liest, ist natürlich Arbeit. Aber ich sehe endlich Sinn und empfinde Freude, mein Baby großzuziehen. Soviel dazu. 



Wie ich zum Yin Yoga fand
Doch heute soll´s vielmehr Yin Yoga und mein Review der Basis-Ausbildung bei Stefanie Arend gehen.  
Ich weiß noch, wie skeptisch ich war, als ich seinerzeit das erste Mal von Yin Yoga gehört habe. Ich vereine eine etwas eigenwillige Mischung aus großer Begeisterungsfähigkeit bei gleichzeitiger Skepsis gegenüber Trends und Hypes. Es hat etwas gedauert, bis Yin Yoga mein Herz erobert hat, denn ich war damals in der Kundalini Yoga Tradition unterwegs und mental auf einem ganz anderen Trip. Aber ich spürte im Laufe meiner Praxis immer mehr die Sehnsucht danach, dass mein Körper und ich einfach so (unvollkommen) sein durften, wie sie waren. Ich war so müde von all der (körperlichen) Disziplin, mehrstündigen Sadhanas, den wochenlang gleichen Kriyas und davon, mich nicht verbunden zu fühlen. Kundalini Yoga triggerte permanent meine Härte gegen mich selbst, und ich konnte einfach nicht aussteigen, obwohl ich sah, was ich da tat. Ich kann nicht mehr sagen, wie, aber in dieser Zeit hat sich Yin Yoga in mein Leben geschlichen. Zu Beginn fühlte es sich so an, als betröge ich meinen Lebenspartner. Aber mein Körper fand offenbar in den sanften, passiv gehaltenen Yin Yoga Haltungen eine Möglichkeit loszulassen, anzukommen und sich zu nähren, die ich bislang nicht kannte. Und so praktizierte ich immer häufiger - anfangs mit schlechtem Gewissen - Yin Yoga und ließ die Kriyas Kriyas sein. Meine Praxis hat sich seitdem sehr gewandelt, ist viel bedürfnisorientierter, rücksichtsvoller und selbst-verbundener geworden. Ich bin meinem Weg und auch dem Kundalini Yoga aus tiefster Seele dankbar. Beide haben mich viel gelehrt, aber mein Herzenweg war und ist ein anderer. 


Zeit einen Schritt weiter zugehen: Yin Yoga Ausbildung
Seitdem habe ich immer wieder damit geliebäugelt, eine Yin Yoga Fortbildung zu beginnen, aber es war noch nicht an der Zeit, und ich wollte mir bei der Wahl meines Lehrers sicher sein. 
Mit der eigenen Praxis spürte ich, dass mir Stefanies Art der Anleitung einfach gut tat, weil sie Raum zum Wahrnehmen ließ und nicht permanent davon REDETE, in die Stille einzutauchen. ;) Ihr versteht, was ich meine. Jedenfalls kristallisierte sie sich als diejenige, welche heraus, und vor einigen Wochen meldete ich mich für das Basismodul im Juli an. Gleichzeitig ließ ich mich auf die Warteliste setzen. Wenige Tage vor Beginn des Ausbildungswochenendes dachte ich noch bei mir, dass es nun passen würde. Offenbar fand das Universum das auch: Ich bekam meinen Platz und war selig. Stefanie und ich schrieben vorab einige Male hin und her, und mein positiver Eindruck bestätigte sich: Sie ging sehr auf mich ein, zeigte große Empathie und ein Interesse daran, mein So-Sein zu berücksichtigen. Ich fühlte mich sehr gesehen.
Am Samstagmorgen dann machte ich mich durch die idyllisch bergische Landschaft auf meinen Weg nach Lindlar, wo ich mit 19 weiteren Frauen an Stefanies Ausbildungswochenende im wunderschönen Studio Balance teilnehmen würde.  

Es ist schwierig ein ganzes Wochenende einzufangen. Ich versuche es dennoch und schildere euch vorab den Verlauf beider Tage, bevor ich euch meine persönlichen Eindrücke und etwas von meinem Prozess schildere. 


Tag 1:
An jedem Tag begannen wir zur Auflockerung und zum Ankommen mit freiem Tanz zu afrikanischen Beats. Genau davon hatten wir tags zuvor noch gesprochen: von meiner Liebe zum Tanz als Möglichkeit mich zu erden. Danke, Stefanie, für diesen genialen Einstieg! 💖 Nach einer Vorstellungsrunde stiegen wir mit einer ausgedehnten Yin-Yoga-Praxis mit dem Fokus auf Rückbeugen ins eigentliche Thema ein.
Im Anschluss folgte - wie auch am Sonntag - eine ausführliche Besprechung der Sequenz und eine großzügig angelegte Mittagspause - wir waren schließlich im Yin. Durchhetzen? Fehlanzeige. Wir gingen zusammen mit Stefanie essen und sprachen über unsere Erfahrungen mit Yogalehrer-Ausbildungen. Zufall oder nicht: Was ich nicht wusste: Stefanie hat im selben Institut in Köln ihre Grundausbildung absolviert, und ich erkannte in ihrem Anliegen, Menschen in ihrer Einzigartigkeit zu begleiten und zu wertschätzen, auch meine Mission wieder.
Der Nachmittag galt einerseits der (individuellen) Anatomie, aber auch den Faszien und den Möglichkeiten der Adaption von Yin-Yoga-Haltungen mit Hilfsmitteln.

Tag 2 
... der Yin Yoga Ausbildung wurde mit einer langen Sequenz mit Fokus auf hüftöffnenden Positionen und Vorbeugen eröffnet. Auch diese Stunde wurde ausführlich besprochen, bevor die Mittagspause bereits anstand. Im Anschluss widmeten wir uns "Yin Yoga und TCM: Meridiane, Organe, Sinnesorgane, Emotionen und Funktionen", gefolgt von der sehr praxisorientierten Einheit zum sinnvollen Aufbau von Sequenzen. Dann durften wir selbst dran und in Gruppenarbeit eine eigene Yogastunde entwerfen. Dann war - wie die ganze Zeit eigentlich schon - Raum für offene Fragen, bevor wir unsere Zertifikate erhielten und ein wunderschönes Wochenende seinen Abschluss fand.


Mein Eindruck vom Yin Yoga Basis-Modul
Ich habe Stefanie als eine sehr authentische, freundliche und friedvolle Person erlebt. Anders, wie von anderen Ausbildungen gewohnt, war ich so gar nicht "voll" bei Tagesende, wohl aber gesättigt und genährt. Die Struktur war klar und gleichzeitig weich. Ich nehme an, dass Stefanie - bedingt durch ihre eigene Hochsensibilität - ein gutes Gespür dafür und natürlich auch Erfahrung hat, wie Yin Atmosphäre gestaltet wird. Sie gewährte immer wieder Raum - für Fragen, zum Spüren und Integrieren. Das fiel mir insbesondere postiv auf. Für mich konnte sich alles gut setzen, und mein System war fähig zu folgen, ohne zu dicht zu werden. Auch mich selbst erlebte ich anders: Ich war innerlich ruhiger, weniger im Kopf, sondern im Spüren und in einem weniger anstrengenden Aufnahmemodus. 

Nachwirkungen
Wie tief die Ausbildung wirklich (nach)wirkt(e), erlebte ich zum ersten Mal am Abend des ersten Fortbildungstages: Ich kam nach Hause und hatte plötzlich den Impuls zu einer Rückbeuge. Nicht zu irgendeiner, sondern zum Saddle. Am Nachmittag noch hatte ich dafür zig Kissen und Bolster verwandt und die Hilfsmittel um mich herum und unter mir aufgebaut. Damit gab ich meinem Bedürfnis nach Schutz (in der Haltung) nach und Ausdruck. 


Was also ritt mich da jetzt nur? Doch wenn ich eins gelernt habe, dann: "Folge deiner Intuition". Und so legte ich mich ab, mit nur einer kleinen Decke im Rücken, die Arme nach hinten abgelegt - auch das am Vormittag völlig undenkbar. Bäm! Ich war sprachlos, denn mir war klar, dass ich das dem heutigen Tag, aber natürlich auch meiner Bereitschaft  zu verdanken hatte, (m)eine alte Form und Krücken loszulassen und dass da offenbar noch so viel mehr möglich war. Ich begriff, wie sehr ich mich bereits darin eingerichtet hatte, dass vieles nicht ging und ich mich eben so annehmen musste. Ich hatte irgendwann aufgehört, immer wieder neu Maß zu nehmen und neugierig zu sein auf den Körper, den ich HEUTE traf. Nun, so war es eben. Ich habe dazugelernt.
Ähnlich verblüfft war ich am Montag nach der Ausbildung, als meine Teilnehmer in der Yogastunde dabei unterstützte, das Kamel mit Hilfsmitteln einzunehmen und dann glatt vergaß, dass ich selbst welche brauchte. 😁
Das sind nun sehr konkrete Erlebnisse, und ich kann nur ermessen, was für ein Prozess notwendig war, dass ich meine Schutzmauern (aus Bolstern und Kissen) abbauen konnte. 

 
Ich kann nur Danke sagen und dir Stefanies Ausbildungen wärmstens ans Herz legen, die sie in Lindlar, Köln, Düsseldorf und in der Schweiz anbietet. Sie ist wirklich eine wunderbar undogmatische, liebevolle und humorvolle Lehrerin, die liebt, was sie tut und neben stets aktuellem Know How auch einen profunden Erfahrungsschatz hat. Und sie hat ein wirkliches Interesse zuzuhören - dem Körper und dem, um den es da gerade geht.

Leider etwas unscharf;)

Auf Stefanies Seite findest du weitere Informationen zu ihren Ausbildungen, ihren Büchern und DVD´s. Eine Rezension zu ihrem aktuellen Buch, "Gesund durch Yin Yoga", findest du an dieser Stelle. Vielleicht sehen wir uns ja demnächst auf einer ihrer Ausbildungen?! Mich würd´s freuen.

Dir noch einen famosen Sonntagabend und liebste Grüße,
Frau Momo

Sonntag, 7. Mai 2017

{Inspired}: Sunday Inspiration # 8

Bild: Pixabay

Hallo ihr Lieben,

es ist wieder Sonntag, und während die aktuelle Ausgabe der SundayInspiration on air geht, bin ich bereits auf dem Weg zu meiner Yoga-Fortbildung. Doch von vorne und hier erst mal eine Übersicht der heutigen Themen: 

Self-Compassion: Vom Nicht-Wissen

Self-Care: Slowly, gently...

Inspiration: Yoga mit Kassandra
 
Gratitude: Yin Yoga Basis Modul bei Stefanie Arend
 
 ~~~~~~~~~

And here we go!

Self-Compassion: Vom Nicht-Wissen

Bild: Pixabay

Es gibt ein Thema, das bei mir sehr mit Scham verbunden ist: Es gibt einen (nicht unerheblichen) Teil in mir, der auch mit 35 noch nicht so recht weiß, wo sein beruflicher Platz ist. 
Dieser Teil kennt 1001 Antworten auf die Frage "Was willst du werden, wenn du groß bist?" Und auch wenn da dieser Traum ist, weiß er nicht, wie, und dann kommt das "ob überhaupt". Ein ängstlich-zauderndes Mädchen drückt auf Gas und gleichzeitig auf die Bremse: Einerseits große Träume von der hauptberuflichen Selbständigkeit als Yogalehrerin, Ayurveda-Coach und auch als Schreiberling. Und dann ist da diese unendliche Müdigkeit nach all´ den Jahren und x Neuanfängen, und die Erinnerung keimt auf, die Erinnerung an tiefen Fall aus höchster Höhe - nicht einmal, nicht zweimal. Viele Male. Wenn ich dahinlausche, wird die Sehnsucht nach einem kleinen Leben laut, nach Einfachheit, nach weniger Wollen und mehr Sein. Was kommt heraus, wenn die Großträumerin die Müdigkeit trifft? Ich weiß es nicht. Ich bin damit. Noch keine Lösung, und ich bin der Lösungssuche grad auch müde, möchte nicht weiter, will nicht denken. Ich bin ganz bei mir, im Spüren. Meine Hand auf der Schulter, sie tröstet, erwartungslos.
 
Self-Care: Slowly, gently...

Bild: Pixabay

Mein Körper meldet sich im Zuge meines Prozesses auch wieder verstärkt - über Verspannungen, aber auch mit einem großen Bedürfnis nach einer sanften Form der Bewegung. Seit einigen Tagen tanze ich nicht mehr, sondern starte im Rahmen meiner Morgenroutine mit ruhigen Yogasequenzen in den Tag. Ich bin dankbar, dass ich diesen Shift nehmen kann. Früher hätte ich mich gezwungen, bei der Stange zu bleiben, mit mahnendem Zeigefinger auf mein Herz-Kreislaufsystem gezeigt, das doch bitte schön angeregt werden muss. Nicht mehr heute. Ich spüre, wie sich alles in mir nach Freundlichkeit, Fürsorge und Weichheit sehnt. Und die kann ich mir selbst über Yoga ganz wunderbar schenken.


Inspiration: Yoga mit Kassandra
 

Neu entdeckt habe ich den Youtube-Kanal von Kassandra, die neben Vinyasa Yoga einen wahren Fundus an Yin Yoga-Sequenzen bietet - allesamt zwischen 30 und max. 75 Minuten. Kassandra führt herrlich ruhig, gelöst und - trotz des Englisch - sehr verständlich durch die Übungen.  Meinem Empfinden nach verkörpert sie das weibliche Yin-Prinzip ganz wunderbar. Ich mag ihr Sprechtempo und dass sie mir Raum und Stille zum Spüren und Wahrnehmen lässt.Wenn ihr sie noch nicht kennt, klickt euch mal rein, z.B. in die 3/4-stündige Sequenz für Leber und Gallenblase, also sehr passend zum Frühling - Stichwort "Detox" -, aber auch, wenn ihr mit Unentschlossenheit zu tun habt.;)

 

Gratitude: Yin Yoga Basis Modul bei Stefanie Arend

 

Sehr passend zu meiner inneren Ausrichtung bin ich auf der Warteliste aufgerückt und absolviere nun nicht erst im Juli mein Yin Yoga Basis Modul, sondern bereits jetzt. Ich hatte wirklich Tränen in den Augen, als ich die Benachrichtigung erhielt. Ich mache die Fortbildung bei Stefanie Arend in Lindlar. Sie bietet 4 (bald 5) Module in Köln, Düsseldorf, eben Lindlar und auch in der Schweiz an. Ich verfolge ihre Arbeit und ihre Veröffentlichungen bereits einige Jahre und muss sagen, dass mir ihre freundliche, ruhige Art sehr gut tut: So wird wirklich Raum für Stille frei. So kann ich selbst entscheiden, wohin meine Aufmerksamkeit fließt und werde nicht immer wieder mit temporeich aufeinander folgenden Angeboten des Lehrers überfrachtet, wohin ich denn nun meine Wahrnehmung richten soll. Wann bitte soll ich das tun, wenn gleich weitergejettet wird?? Nun ja- jedem das Seine. ;) Ich bin jedenfalls froh, mich so lange umgeschaut zu haben und zudem natürlich gespannt wie ein Flitzebogen. Ich werde nochmals gesondert über die Fortbildung berichten.
 ~~~~~~~~~

An dieser Stelle nochmals alle Links in Kürze:

~ Yoga mit Kassandra (Youtube-Channel, englisch-sprachig)
~ Kassandras Yin Yoga-Sequenzen
~ Stefanie Arend (Yin Yoga Ausbildungen)

 ~~~~~~~~~

Ich freue mich immer über tolle Youtube-Channels und mitgliedsfrei zugängliche Videos zu Yin Yoga (in deutsch und englisch). Welche sind eure liebsten Kanäle?

Euch einen wunderbar-relaxten Sonntag und liebe Grüße,
Frau Momo

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...